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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
botschafterin bis bottich (Bd. 2, Sp. 278 bis 279)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) botschafterin, f. nuntia, legata, nnl. boodschapster: leide er sein schmerzen z einer straf, dasz er so ein unglückhaftige botschafterin erwölet hat. Wirsung Cal. L 1a. wird heute nur von der gemahlin eines gesandten gesagt.
 
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botschaftswort, n.

o welche botschaftsworte sprichst du, greis!
Stolberg 14, 98.


 
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botschaftweise, adv.

Israel uns erwehlet hat
botschaftweise heraufer, das wir
gnedig antwort empfahen von dir.
H. Sachs III. 1, 104b.


 
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botscheften, nuntiare, mandare: botscheften und gebieten. Oberlin 178.
 
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botschore, f. sarcina. Dasypodius 215b. 307d, scheint den bündel eines boten auszudrücken, begegnet aber sonst nirgends.
 
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botschuh, m. calceus, cothurnus: sol der probst geben einen linken bottschuh. weisth. 2, 229; und von dem probst belzbotschue und peffer helfen heben. urk. von 1469. weisth. 2, 439; soll der probst jerlich meinem gn. herrn ein linken botschuh geben. 3, 773; jedem tumherrn zu s. Adelf alle jar einen bottschuh. a. 1484. Oberlin 178; ein spill im sack und das meitlin im hus und strow in bottschühen mögen sich nit verbergen. Keisersb. post. 3, 61; wenn du botschh antregst und dir die füsz warm seind, so haben alle glider nutz darvon, wann sie sein alle dester geschickter, wann wenn dir die füsz erkalten und kein botschh anhast, so hstu und bist ungeschickt. brösamlin 35a; ein affenjeger, wann er ein affen wil fahen, so nimpt er fier oder fünf par buntschch oder botzschch mit im und get an das end, da die affen sind und thut ein buntschch an und zücht in wider aus. drei Marien 23c. s. DWB bosz, böszle, franz. botte und vgl. DWB bundschuh.
 
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bott, stupidus, nnl. bot, dumm, plump. wenn Fischart sagt ein botter Holländer. Garg. 127a; den botten Flemming. 108a; die friesische botten. 238a; so scheint er dieses unhochdeutsche wort auf die einwohner jener nordwestlichen gegenden, unter welchen es üblich ist, anzuwenden. es ist das goth. bauþs.
 
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botte, f. labrum, bütte: botten raumen. Garg. 171a, was gewöhnlicher mhd. daʒ vaʒ rûmen.
 
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bottech, m. corpus, truncus, ahd. potah (Graff 3, 85), mhd. botech (Ben. 1, 226b), bodech âne houbet. En. 315, 19; ags. bodig, engl. body, ein uraltes, auch zu dem gal. bodhaig stimmendes wort, heute aber ausgestorben: in dieser gegent pracht ein kue einen ungestalten wurm, des haubt was gröszer dan ein kalb, sein hals was ob einer ellen lank, der bottig sahe hündisch. Steinhöwels Esop (1487) 110;

darum frasz ich den pöttig suesz (des gebratnen vogels). meistergesang ms. berol. 87 p. 23;

[Bd. 2, Sp. 279]


etlich noch nit recht todt, den laszt man das angesicht unverschütt und vergrebt nur den bettich (so). Frank weltb. 184b. jetzt in Baiern nur noch für den leib oder unterstock eines weiberhemds. Schm. 1, 224.
 
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bottel, m. was büttel, praeco: welche alle nichts mehr wider uns thun, denn das sie den tod und helle dienen, als seine böttel und schergen. Luther 6, 79a; der geselle und bottel hat geld gesucht. br. 3, 403.
 
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bottich, f. dolium, cupa, ahd. potacha (Graff 3, 86), mhd. boteche (Ben. 1, 227a), bair. bottig. Schm. 1, 224. ein groszes holzfasz, zumal in brauereien.

 

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