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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
abseiten bis absenken (Bd. 1, Sp. 116)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) abseiten, de latere, von seiten, wegen, mit folgendem gen., im kanzleistil: abseiten meiner, von meiner seite, meinerseits, nnl. van zijde.
 
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abseitig, adj. und adv. abgelegen, remotus. ein abseitiger ort; ich wohn allhier vom dorf abseitig. Tieck 2, 329.
 
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abseitigen, removere, abseits, beiseite kehren, sich abseitigen, sich entfernen: dasz sie sich alle sonnabend abseitiget, und du an solchem tage gar nicht einmal nach ihr fragen darfst. Tieck 13, 114.
 
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abseits, seorsum, auf der seite, abwärts: es war kaum eine viertelmeile abseits der heerstrasze, wo die that geschehen war. Schiller 709;

aber abseits wer ists?
ins gebüsch verliert sich sein pfad.
Göthe 2, 65;

rinnt ein nebenbach
abseits von dir. 2, 73;

ich gieng etwas abseits, machte meinen entwurf. 24, 274
 
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abseitwärts, verstärktes abseits: lief abseitwärts und allein. Schiller 119; es donnerte abseitwärts. Göthe 16, 36. vgl. seitwärts.
 
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absenden, demittere, entsenden, abschicken: den boten, brief von hause absenden; er sandte wöchentlich zwei kisten ab; ich bin hierher abgesandt worden.
 
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absender, m. der absendet.
 
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absenderin, f. die absenderin des briefs.
 
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absendung, f. die absendung eines solchen mannes erregte das gröszte aufsehen.
 
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absengen, igne admoto adurere: dem vogel die federn, dem pferde die mähne absengen; ich habe mir mit dem zu nahe gebrachten licht die haare abgesengt. eine gans, ein huhn, ein schwein nach dem schlachten absengen, nach dem rupfen oder brühen ihnen die stehn gebliebenen federn oder haare ablösen, was in einigen gegenden auch flämen heiszt.
 
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absenken, deflectere, hinab, abwärts neigen: das haupt absenken,

jener, das haupt absenkend, umlockerte emsig den spröszling.
Voss Od. 24, 242;

ein holdes mägdlein, mit abgesenktem haupt und aug. Göthe 13, 130;

aber nachdem nun jenes geschlecht absenkte das schicksal.
Voss Hes. hausl. 121;

dann mit getön absenken den flug, dasz weit das gefild hallt.
Voss Il. 2, 463.

im bergbau, gleichviel mit abteufen, in die tiefe hinab arbeiten: den schacht absenken, den tagesschacht, das luftloch auf den stollen absenken. im gartenbau, bäume, weinstöcke, pflanzen absenken, mit dem zweig, woran sich eine knospe befindet, niederbeugen und mit erde bedecken, dasz die wurzeln des auges sich entwickeln und anwachsen können; einfache und abgesenkte nelken. Gellert 3, 545; abgesenkte rosen. sich absenken, hinab neigen:

an der fluh,
die sich gähstotzig absenkt in die tiefe.
Schiller 540.