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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
abriebeln bis abrinnen (Bd. 1, Sp. 90 bis 91)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) abriebeln, was abreiben, vgl. riebeln und abriffeln.
 
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abriechen, abolere, odorem amittere, verriechen, verdünsten: lasz das salz auf einer aschen abriechen. Thurneisser magna alchymia p. 55; nach solchem lasz das vitriolöl mit einem starken fewr wider abriechen. Würtz wundarzn. p. 321; demnach den essig darvon destilliert oder offentlich abriechen lassen. Paracelsus 1, 893b. transitiv: eine blume abriechen, allzu lange riechen, bis sie ihren geruch verliert.
 
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abriegeln, repagula claudere, mit vorgeschobnem riegel verschlieszen: eine stube abriegeln. vgl. abschlieszen.

[Bd. 1, Sp. 91]



 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) abries, n. folia, poma decidua, abfall, mhd. waʒ abe rîset. unzeitiges, wurmstichiges obst. Stalder 2, 276.
 
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abrieseln, decidere, leise, gemach abfallen: der sand rieselt von dem berge ab, das wasser von dem troge, der kalk von der mauer, das laub von den ästen ab. thränen rieselten ihr die wange ab.
 
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abriesen, decidere, abfallen: die nadeln der tanne riesen ab. Popowitsch. richtiger ist die schreibung abreisen, mhd. abe rîsen, das richtige starke part. abgerisen steht noch bei Thurneisser: welche bletlein, so die abgerisen, böllelein verlassen. influent. wirkung der erdgewächse. Berl. 1578. p. 26.
 
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abriffeln, devellere, abstreifen, gilt vom flachs, s. ahd. riffilôn (Graff 2, 497). figürlich, einen abriffeln, riffeln, schelten, durchziehen.
 
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abrinden, decorticare, die rinde davon ziehen, schneiden: einen baum, das brot abrinden; dasz von einer groszen lindenallee alle bäume unten rund umher abgerindet, also der axt bestimmt waren. Stolberg 6, 246; ein abgerindeter, auf eine insel eingepfählter maienbaum. J. Paul Tit. 3, 39.
 
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abrindig, ohne rinde, von der rinde abstehend: abrindiges, abgebackenes brot, dessen krume von der rinde absteht. sich abrindig gehn sagt man von einem der sich blasen geht.
 
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abringen, detorquere, nnl. afwringen, ringend wegnehmen. einem das schwert von der hand abringen; die haut von der hand abringen; der hirte rang dem wolf das lamm ab;

die priesterin uns abzuringen
umstürmt uns der Dolopen schaar.
Schiller 33;

freude über eine sich abgerungene gute that. J. Paul uns. loge 2, 132. sich abringen: Jacob rang sich mit dem engel ab. die wäsche abringen, damit fertig werden.
 
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abrinnen, defluere, ablaufen. der regen rinnt von dem dach ab; das wasser ist von ihm abgeronnen.