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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
spulen bis spülgelte (Bd. 17, Sp. 222 bis 226)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) spulen, verb. auf die spule laufen lassen. im ahd. nicht bezeugt, mhd. spuolen, im bairischen auch spuelnen neben spuelen. Schm. 22, 666; mnd. spôlen pila voluere ad pennulam Schiller-Lübben 4, 337a; die spuren einer umgelauteten form zeigen sich im frühen nhd.:

die spinn sich auch nicht lang besann,
zohe ein zu einem armen man,
begundt gemächlich anzuheben
zu spinnen, haspeln, splen, weben.
B. Waldis Esop 2, 31, 158.


bedeutung.
1) spulen im eigentlichen sinne, als weber- und spinnerarbeit: penulare spuelen, spuln Dief. 423b; splen, glomerare, cumulare, accumulare fila Maaler 382d; spulen, glomerare Schottel 1420. Stieler 2108. Frisch 2, 311b; absolut: früh waren die garnstränge schon trocken und man bereitete sich zu spuhlen, nämlich das garn am rade auf rohrspulen zu winden. Göthe 23, 58;

die gans die hat nütze vil:
die wiberin splt über den kil,
damit sie hüllen weben. könig v. Odenwalde III, 73, s. 50 Schröder;

sie haspeln unde winden
vorne unde hinden,
sie spulen, weben, walken. VI, 29, s. 59;

abbretten, netzen,
und nammen setzen,
und spuolan und wollslahen. teufels netz 12616 anm.;

we soliden rait of urdel geven
die gespoilt haint alle ir leven? (weber gewesen sind). d. städtechron. 12, 61, 1399;

transitiv: das garn spulen, es auf die weberspulen bringen. Adelung; jetzt wurde die gesponnene wolle in die webstube gebracht, zum zeddel gespult, fett gemacht und gestärkt. Hebel 3, 85;

ich ging von schule zu schulen
biʒ daʒ iʒ (lies ich) larte spulen,
mit spule spulet ich rot und wiʒ,
und mancher hand varwe gliʒ.
Brun v. Schonebeck 2736;

vgl. DWB abspulen, aufspulen; in hier sich anschlieszenden bildern: er spuhlte freudig das lange seidne wickelband (ein zopfband) von seinem kopf an ihren. J. Paul Tit. 1, 90; seine paar ellen flor um den arm spuhlen (als zeichen der trauer). komet 2, 58; man liesz die fabrik (mittelmäsziger dramatischer stücke) zuletzt spulen und schnurren, ohne ferner eingriffe in ihre thranduftigen räder zu versuchen. Immermann Münchh. 1, 28.
2) landschaftlich, in Düringen (nach spule 4) gänse spulen, ihnen die spulfedern ausreiszen; ebenso in der Wetterau. Weigand wb. 2, 784.
3) ebenso volksmäszig spulen von langem und gleichmäszigem essen: er spult mit groszem appetit; er hat ein ganzes brot hintergespult, aufgespult.
4) spulen, in älterer sprache von einem gleichmäszig anhaltenden sprechen, das wie von einer spule sich abwickelt (vgl. leiern 3, theil 6, sp. 686):

[Bd. 17, Sp. 223]


doch fing ich wider an zu sagen
und sprach : mein höchste zuversicht,
die wort sülln alle gelten nicht
die ir gen mir habt ab gespullt.
Hans Folz, Haupts zeitschr. 8, 515, 153;

nu hab ich doch in kurzen jarn
bei hundert frauen wol erpult
und so viel wort nie darausz (l. heraus) gespult,
darmit ich sie mocht han erfert (erschreckt). fastn. sp. 320, 32;

einer, der ümb sein eeweib pult,
und ir mit solchen worten fürspult,
ir man sei zu schwach und zu alt. 711, 8.


5) spulen, von einem gleichmäszigen schnurrenden tone der vögel: eine gesellschaft wandernder tann-, kohl-, hauben- und blaumeisen, denen sich ein halbes dutzend goldhähnchen angeschlossen, streicht durch den tann, ... häkelt sich kollernd, spulend, »zit-zit« rufend an alle spitzen und wipfel. Tschudi thierleben der alpenwelt 86; häufiger in allen nadelholzschlägen ist die braungraue, weiszbauchige haubenmeise, .. die sich schon von weitem durch ihre spulenden, kollernden locktöne verräth. 87.
 
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spülen, verb. schwenkend reinigen. wort des westgermanischen sprachgebietes: ahd. spuolen in irspuolen Notker ps. 95, 6 (s. die stelle unten 3), mhd. spüelen, prät. spuolte, mnd. spôlen, mnl. spoelen, spuelen, diluere, colluere, eluere, sordes tollere. Kilian; die nächste grundlage des wortes bildet das mnd. subst. spôl, spülwasser: popisma spol darm (da man) dey schotel inne waschet. Dief. 447b; popisma, papisma i. squalor spoul dar me scottelen inne heft gewasschen. nov. gloss. 298a; weitere bezüge, namentlich solche zu spule, sind ganz unklar. das wort besagt
1) als küchen- und wirtschaftsausdruck, mit spülwasser hantieren, spülend reinigen: lavare spulen, nd. spolen Dief. 321a; squalere, spuelen, spulen 549b; splen, durch ein wasser ziehen, diluere, erwäschen, colluere, luere, eluere, proluere. Maaler 382c; absolut: ich aber dich nit anders denn in schlechter unnütziger kleydung in der küchen gesehen hab, spülen und holz tragen. Galmy 238;

die Muszkünn wirt in noch leern
das er musz spüln, haizen und kern. fastn. sp. 786, 21;

ich trag holz, pet, ker, spuel, und thue ab haspen. meisterlieder der Berl. handschr. s. 23, nr. 89;

ich kan eim wol ein kuchen versehen,
mit kochen, spüln und kehrn.
J. Ayrer singspiele 162b.


2) mit acc., der die hausgeräte und haustheile angibt, die spülend gereinigt werden:

den esterich si spuolten. kaiserchron. 14687 Schröder;

die holländischen klinker, womit der boden gepflastert war, sahen so feucht und frisch gespült aus. Storm ges. schr. 3 (1884), 14; gefäsze spülen; ists aber ein ehern topff, so soll man jn schewren, und mit wasser spülen. 3 Mos. 6, 28; das hültzen fasz sol man mit wasser spülen. 15, 12; wenn die köchin einen hafen spielet. Luther 12, 591 12 Weim. ausg.; die gleser oder anderley geschirr splen, vascula eluere. Maaler 382d;

schussel spulen und wintel waschen. fastn. sp. 123, 21;

flink mir die gläser gespült!
Voss 1, 166 (Luise 3, 423);

wäsche, zeuge, kleider spülen:

den züber ûf ir houbt si nan,
und zogte zuo dem bach hin dan,
und spuolt ir tuoch.
Boner edelstein 48, 71;

am meeresufer in der abendglut
siehst du die weiber ihre wäsche spülen.
Heyse ged. (1889) s. 279;

auch erweitert: ein glas rein spülen, die wäsche sauber spülen; sie spülte am wasser den saum des durchnäszten gewandes rein. Freytag ahnen 1, 227; und statt des persönlichen mit sächlichem subject:

unter schwätzen
und lachen spülte frisch und leicht die welle
die schönen kleider rein.
Göthe 57, 315.


3) von dieser engeren verwendung aus freierer gebrauch; so in bezug auf menschlichen leib und menschliches innere, wofür auch reflexive fügung eintritt, sich spülen, sich rein spülen; so dû dih irspuolest, so bist dû scône fore imo. Notker ps. 95, 6;

die sonne uns im dunklen läszt,
im meere sich zu spülen.
Eichendorff 1, 240;

sonst leib, mund, zähne, eingeweide spülen: den mund spülen, os perluere Stieler 2107; wen die zähn wacklin, musz man

[Bd. 17, Sp. 224]


sie nie mitt opiat noch mitt nichts reiben, aber den mundt offt mit wein spüllen. Elis. Charlotte 3, 292; mit sächlichem subject:

wasser ist zum denken gut,
spült den kopf und kühlt das blut.
W. Müller ged. (1868) 2, 78;

in festen verbindungen, einem die gurgel spülen, reichlich zu trinken geben: von diesen seinen vettern gieng er zu andern freunden, denen er oft die gurgel gespület, und ihnen aus nöhten geholffen hatte. Schuppius 224; sich die gurgel spülen, reichlich trinken;

da gieng es frölich fort, wir spülten so den schlund,
bis dasz der liebe trunk das hertz bracht in den mund.
Rachel satyr. ged. 87 Drescher (7, 103);

das essen in den magen spülen, im gemeinen leben für trinken. Adelung; in erweiterter fügung: die speisen hinunter spülen; als ich in den gasthof kam, spülte ich sie (meinen vorrat von witzen) mit einem glas wasser hinunter. Gotter 3, 212; den mund, die zähne rein spülen; trink, Götze, 's ist von dem bittern Zerbster (bier), das spült den magen wieder klar. Alexis hosen des herrn v. Bredow 137;

es (das wasserbecken) schien gemacht, die badlust zu erwecken.
der ritter hatte kaum die augen hingewandt,
so fiel ihm ein, sich hier ein wenig abzukühlen,
und seinen schönen leib vom sommerstaub zu spülen.
Wieland 17, 22 (Idris 1, 18);

mit verstandenem object:

wühlendes, spülendes,
kühlendes tränkchen!
Göthe 11, 149;

bildlich: sie fassen hyn und her der andern sünde auff, das sie yhr maul damit spülen wie die sew auff der gassen dreck auffraffeln. Luther 16, 524, 19 Weim. ausg.
4) spülen, durch spülen entfernen: den schmutz von den tellern spülen;

die köche die daʒ fleisch dâ suten
swaʒ die von waʒʒer und von labe
gespuolten maneger schüʒʒel abe,
daʒ wart ûf in gegoʒʒen.
K. v. Würzburg Alexius 688;

bildlich: ein laster ab jm splen und verthädigen, diluere crimen. Maaler 382b;

wenn ... der nektar ihres kusses
alle spuren des verdrusses
aus der seele tiefen spült.
Gotter 1, 128;

die an der quelle des Lethe
becher auf becher nun schlürfen, die gichtischen schmerzen der liebe
aus den gliedern zu spülen.
Göthe ged. 3, 123 Strehlke;

die mir mit ihrem leisen wehn die wehn,
so mich bezwungen aus der seele spülen.
Rückert 250.


5) erst in neuerer sprache wird spülen auch von dem lebendigen wasser, der welle, woge, dem flusse und meere gebraucht: der see spület schilf, schaum aus ufer. Campe; das wasser hat holz vom ufer gespület. ebenda; das meer spült eine leiche ans land; als zuerst seine bisherige welt von ihm gerissen, und er wie auf ein fremdes ufer gespült ward. Novalis 2, 22 Meiszner; er sah mit verschränkten armen in das wasser ... es rauschte vom damme und spülte die erde zur tiefe. Freytag verl. handschr. 3, 308; wo das geröll, welches unter ihnen (den wurzeln) lag, vom wasser fortgespült war. ahnen 1, 9; die wogen, ... die unser ufer hohl spülen. J. Paul kom. anh. z. Titan 1, 18; am klaren wässerlein, welches dort seine ränder zu einem breiten becken auseinander gespült hatte. Immermann Münchh. 3, 90;

regiert
nicht eine windsbraut oft, und rührt
in einen garstgen brey die liebe welt zusammen,
setzt euch in einem huy das gröszte schlosz in flammen,
bricht dämme durch, spült manchen schönen ort
mit jung und alten weg, reiszt ufer, wälder fort?
Wieland 10, 315 (schach Lolo 33);

da sah er ein bret von brandenden wellen
hin und her gespület zwischen den felsen.
Stolberg 3, 290;

so scheinbar still die see, so wellenlos,
doch spült sie weiter stets den kahn hinaus.
Uhland ged. 173;

das blümchen spülen aus der hand,
der sinkenden, die wogen.
Platen 3a;

in bildern:

rettend spülen dich die wellen
in des herzens stille welt.
Eichendorff 12, 342;

wer jeden blitz beschwor, ihn zu zerstören,
und jeden strom, dasz er hinweg ihn spüle,
mit allen qualen, die sein herz empören.
Platen 99b;

[Bd. 17, Sp. 225]



und wenn die ganze hölle
sich gösse über euch,
ihr spült sie, wie die welle
das sandkorn, weg von euch.
Arndt ged. (1840) s. 506.


6) ebenso der neueren poetischen sprache angehörig ist spülen, wenn es nur die kreisförmigen, schwankenden bewegungen der wellen und des bewegten wassers bezeichnen soll: der flusz spült an die mauer, benetzt in seiner wellenförmigen bewegung die mauer Adelung; vor einem spycher stund ein fäszchen mit ungelöschtem kalk, bis dorthin spülte das wasser unbemerkt. J. Gotthelf 4, 16 Vetter;

und wie er erwachet in seliger lust,
da spülen die wasser ihm um die brust.
Schiller 14, 271 (Tell 1, 1);

die fluthen spülen, die fläche saust.
Göthe 2, 37;

seh ich einen bach sich
durch die felder wühlen,
zwischen blumen tanzen,
über kiesel spülen.
Platen 21b;

mit schlummerton das wasser
spülte drunter an den sandstrand.
Freiligrath dicht. 6, 176;

wo drunten wogen spühlten.
Droste ged. (1873) s. 328;

wenn klatschend an die binsensträuche
das grünliche gewoge spült.
Strachwitz ged. 62;

übergreifend in den sinn 5: der marschbewohner ... der ihn (den heimatboden) jahr aus jahr ein mit ungeheurer kraft und ausdauer behaupten und vertheidigen musz gegen die wilden, ewig nagenden, ewig wühlenden und spülenden fluthen. Allmers marschenb. 10; seine (des rohres) wurzelschlangen packen in kurzer zeit so sehr alles erdreich, dasz dasselbe bald den spülenden fluthen trefflich zu widerstehen vermag. 16; selten für das transitive umspülen:

(wenn) der west das schlaffe seegel kühlet,
und matter schaum das ruder spület.
Gotter 1, 224.


7) die eigenthümliche bedeutung des reinen und vollständigen ausraubens, die bei spülen einige mal im 16. jahrh. hervortritt, ist wol der sprache der landsknechte entnommen, die diese thätigkeit unter dem bilde des schüsselspülens faszten: kamen zwen solcher tropfshelse (landsknechte) hinein und spületen mir den balken mit würsten. Pape bettel- u. garteteufel P 2a; er satzte die krone auff, und macht sich zum könige in Egypten, raubt, plündert und spület das gantze land Egypten. Luther vorrede über den propheten Daniel, bibel 7, 374 Bindseil; nicht allein aber spület und schendet der schendliche Antiochus den tempel, sondern unterdrückt auch den schevet oder sultan. schriften (Jena 1558) 8, 86a; da Antiochus die stedte in Egypto besetzt hatte, und seiner weise nach geplundert und gespület. Jonas Melanchthons proph. Daniel ausgelegt (Wittenberg 1546) s. 148. vgl. unter ausspülen theil 1, sp. 981, und: er (ein verschwenderischer bischof) hat alle schlosz und höfe des stiffts ausgespület und versatzt. Frisch 2, 311c (aus Bratuffs chron. von Merseburg).
 
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spulenbank, f. wagerechte scherbank, worin die spulen zum kettenscheren der seidenzeuge liegen. Jacobsson 4, 240b.
 
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spulenmacher, m. verfertiger von weberspulen: meester Klotz-George, spulenmacher. A. Gryphius 1, 719.
 
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spulenzieher, m. reiniger der spulen im salzwerk zu Halle. Jacobsson 4, 240b. vgl. DWB spule 10, sp. 221.
 
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spuler, m. der die webfaden auf spulen zieht: vertibulator, verticulator spuoler, spuler Dief. 614c; spuler, textor, linifex, linteo Stieler 2108 mit dem fem. spulerinn; auch hatt' ich anfangs viel mühe, genug spuhler und weber zu kriegen. a. mann im Tockenb. 212.
 
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spüler, m. der gefäsze spült: spüler, spülerinn, mas et femina lavans, purgans, ad fontem nitidans. Stieler 2108; bei den soldaten: lixa, ein koch und spler, wäscher under dem troszvolck im krieg. Dasypodius; spler, koch under den kriegeren, lixa. ebenda; in Tirol heiszt der gehilfe des sennen spüeler vom reinigen der milchgeschirre. Fromm. 4, 61; das fem. spuolerin die köchin Schöpf 695. mhd. in der zusammensetzung schüʒʒel-spüeler, einen der niedrigsten küchendiener bezeichnend: du sæhest vil gerne, daʒ sie (knechte und mägde) dir deste baʒ dienten und dich lieber hæten danne ander liute, unde dû des gar wol inne würdest, daʒ sie den swerzesten schüʒʒel-spüeler lieber hæten den dû iendert hætest. Br. Berthold 1, 273, 25; kochbuben, schüsselspieler, bratspiszwender. Firchart groszmutter 72; dann geradezu einen schmarotzer: parasitus schuʒelspǒler Steinmeyer - Sievers ahd. gloss. 3, 428, 50; und den sinn

[Bd. 17, Sp. 226]


eines armen schluckers gewinnt auch das einfache spüler in der sprichwörtlichen, reimenden redensart: farender schler bleibt ein spler, das ist, er wirt nit reich. sprichwörter, schöne weise klugreden (1560) s. 63a.
 
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spülfasz, n. fasz zum spülen der küchen- und eszgeräte, echinus, labrum eluacrum. Steinbach 1, 413; spühlfasz, labrum in quo lavantur vasa culinae et mensae. Frisch 2, 311c; spülfasz, ist ein hölzernes, rundes, flaches fasz, worinnen bei reinigung des küchengeschirres die gescheuerten teller und schüsseln aufs reinste abgespült werden. Amaranthes frauenz.-lex. (1773) 3345 (in der ersten auflage 1715 spielfasz und abgespielet sp. 1880); eine jungemagd, die sich aus neugierde mit der hexensalbe der Gretlieschen einschmiert, und durch den schornstein auf dem besen zu der groszen assemblee des Blocksberges zu fahren glaubt, ... während sie eigentlich im starrkrampf in der küche hinterm spülfasz oder in der asche auf dem herde liegt. Brentano ges. schr. 4, 445.
 
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spulförmig, adj. u. adv. in der form einer spule.
 
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spülgefäsz, n. gefäsz um darin zu spülen.
 
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spülgelte, f. gelte zum spülen: spülgelt, situla elutoria, vas elutorium, vas lotorium, aquarium. Maaler 382d; spül- oder aufwaschgelte, pollubrum, trua. Stieler 742; waschzuber, trua, alias spülgelte. 2637; spühlgelte Frisch 2, 311c; eine stinkende spielgelte. mägdelob 70;

ein spulgelt zimpt auch wol fur war (in die küchengeräte). fastn. sp. 1216.

 

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11) rebe
 ... ranken anderer pflanzen: es war ein tann erwachsen hoch, dabei ein körbs sich auch auf
 ... bekleidt also den ganzen baum, das man die tann kundt sehen kaum, mit vielen reben umbefangen,
 
12) riesenheer
 ... im schlaf streckt schwarz und wüst der weite tann, ein riesenheer in zaubermacht für tausend
 
13) rötlich
 ... horch, von den dünen, horch, aus dem tann wogen die kühnen Sachsen heran:
 
14) schlagen
 ... Steinbach 2, 427 ; da eilten in die von Tann .. nach; da slugen sich die unsern mit in.
 
15) schneiten
 ... auch klein hacken oder hauen, graszach oder dächsen schnaiten, tann - oder fichtenäste zur streu klein hacken Schm. 2
 
16) schurke
 ... : schurke, heiszt nach Meiszners zeugnüsz in Silesia loquente, tann - äpfel, tann - zapfen, squamata nucamenta
 ... Meiszners zeugnüsz in Silesia loquente, tann - äpfel, tann - zapfen, squamata nucamenta abietum Frisch
 
17) spulen
 ... von einem gleichmäszigen schnurrenden tone der vögel: eine gesellschaft wandernder tann - , kohl - , hauben - und blaumeisen, denen
 ... denen sich ein halbes dutzend goldhähnchen angeschlossen, streicht durch den tann, ... häkelt sich kollernd, spulend, »zit - zit« rufend an
 
18) stöhnen
 ... ; und fuhr im winter der sturm rasend durch den tann und stöhnten unter seinem drucke die föhren, so war es
 
19) strobel
 ... 1014 c ; die zirbelnusz, auch wohl jeder tann - und fichtenzapfen Adelung 4 (1780)
 
20) strolchen
 ... ich ( der weihnachtsmann ) so strolcht' durch den dichten tann, da riefs mich mit heller stimme an
 
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