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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
fotze bis fotzenkraut (Bd. 4, Sp. 42 bis 46)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) fotze, f. cunnus, vulva, ein unhübsches, gemiedenes wort, bei dem die sprachforschung doch manches zu erwägen hat.
für die vorstellungen des zeugens und entleerens gibt es auszer den natürlichen, derben namen zahlreiche euphemismen und umschreibungen, die den ausdruck verhüllen oder sogar hervorheben. welcher von diesen drei arten sie angehören, fällt bei alten, in unvordenklichem gebrauch gewesenen benennungen zu sagen schwer. den derben wörtern weicht die anständige rede aus, vom volk aber werden sie, wo es sein musz, nicht gescheut, von freien, ausgelassenen dichtern wissentlich gesucht.
ein beispiel der verhüllung ist das ganz unverfängliche wort ding, wodurch das weibliche wie das männliche glied gemeint sein kann (2, 1164), und nicht anders stehn das lat. res, it. cosa, fr. chose. auch wicht galt wol in gleichem sinn, wie sich durch bösewicht oder schelm für penis bestätigt. man erinnere sich der 3, 1120 berührten verwendung von es thun, le faire, wo der blosze artikel oder das verbum allein schon das, worauf es abgesehn ist, bezeichnet.
im lateinischen und romanischen wird cunnus, it. conno, sp. cuño, fr. con (überall m.) mit weniger zwang ausgesprochen, als eins der deutschen wörter. die unzüchtigen, oft aber witzigen und sinnreichen fabliaux der Franzosen haben con und vit auf allen

[Bd. 4, Sp. 43]


blättern, wo die herausgeber ganz verkehrt durch puncte gerade hervorheben, was dem leser im zusammenhang und im reim ohnehin nicht entgehen kann.
prov. 30, 16 heiszt es nach der vulgata: tria sunt insaturabilia et quartum, quod nunquam dicit sufficit, infernus et os vulvae et terra quae non satiatur aqua, ignis vero nunquam dicit sufficit. wüsten wir, wie diese stelle Ulfilas verdeutschte, so würde ein goth. ausdruck offenbar. Luther: drei ding sind nicht zu settigen und das vierde spricht nicht es ist gnug. die hell, der frawen verschlossen mutter, die erde wird nicht wassers sat und das fewr spricht nicht, es ist gnug. statt os vulvae geben die LXX ἔρως γυναικός, im hebr. steht , und ist verschlossenheit, uterus, vulva. für uterus, μήτηρ = μήτρα setzt Ulfilas sonst das goth. qiþus, welchem ahd. quiti vulva (Graff 4, 650), ags. cviðe matrix, altn. qviðr venter, uterus entsprechen und warum sollte nicht prov. 30, 16 munþs qiþaus gestanden haben? qiþuhaft ist ἔγκυος, ἐγκύμων, schwanger von κύειν tragen, gebären, womit qiþus, venter und uterus unmittelbar verwandt scheinen.
den nd. fries. und nordischen sprachen ist hier, wie den romanischen, ein gutturalisch, den hd. sl. und lit. ein labialisch anlautendes wort eigen. zunächst an cunnus reicht die malberg. gl. quintuo, quinte der lex. sal. 30, 1, wenn sie nicht aus cinitus, d. i. cinaedus, κίναιδος selbst entsprang. noch die hennebergische mundart hegt quintipse (Reinwald 125). aber auch qiþus könnte zu qinþus, wie uterus zu venter geworden sein. isl. begegnet kunta, ostgötl. kute, wahrscheinlich noch in andern scandinavischen mundarten. fries. kunte (Richth. 881b), ostfries. kunt (Stürenburg 129a), nordfries. kunte (Outzen 173), nl. kutte (Kilian 333b), nd. kunne (Schambach 116b), kunte, kute (brem. wb. 2, 898. Schütze 2, 369), kutt (Danneil 121b), kuttendoll manntoll;

zwei wîʒe diech zierent baʒ
ein rûwe kunt, wiʒʒe daʒ. Morolf 291;

ein versmehte kunt, ein hungerger hunt
gênt trûric slâfen ze maneger stunt. 381,

welches gedicht offenbar auf eine nd. fassung zurückgeht. engl. cunt habe ich in den glossen bei Wright verschiedentlich angetroffen: cuntte vulva 186b, cunte 208a, cunt, cunnus 246b. auch böhm. kunda.
für das hd. wort bieten sich erst ziemlich späte belege dar, liederb. der Hätzlerin lxxv, 74. fastn. 225, 12. 265, 32. 1371, 114; fotzen, vulva, janua ventris im gl. teuton. ante lat. (um 1475) g 3b; Henisch 1183. Stieler 523. Frisch 1, 287a und allgemein in der heutigen volksprache, vgl. Höfer 1, 238. Schmeller 1, 581. Lexer 99b, auch ins nd. vorgedrungen, fotts bei Danneil 56b. offenbar älter ist fud oder fut, fot, wie die schon mhd. composita fudenol, Neidhart 65, 12 und XLIII, vudeslecke s. 153 und nhd füdesel fastn. 786, 19 darthun. das gl. teuton. ante lat. fügt dem fotzen ein vulgariter fud hinzu und hat g 5b fud vulva,

caveas, mi care, caveas mulierum intrare.

der vocab. teut. 1482 15a fud oder fotz vulva, cunna und unter zwidorn: ein mensch der zagel und fotzen hat, hermaphrodita. fastn. 67 preist ein vater seine tochter mit rohen worten als braut an:

Geut, gee herfur und lasz dich schauen
du vergest dich im wol zu einer frauen
und kündst nit ebner sein sein fg.
fud, ars und tutten hastu ie gng,
ich hab dich ie mit fleisz gezogen;

potz fut! erscheint als bloszer ausruf:

potz fut, ich ward gar zeitlich wund. fastn. 387, 14.

schon im mhd. gedicht vom rosendorn GA. 3, 21, das mit einem fr. fabliau bei Méon 3, 409 einiges gemein hat, wird diu vut redend eingeführt und oft genannt, vgl. DWB futlos. auch aus der heutigen kärntnischen sprache bringt Lexer 106b fut bei, 48b putze, was sich mehr einem sl. puzda, pizda anschlieszt. serb. pizda, pizdina, böhm. pjzda, lit. pyzda, pissa (Nesselm. 299b), lett. pihsde. isl. pûss vulva equarum. schw. fud, fu, fo, fö cunnus (Rietz 158), wie bei Fischart 'deiner magd pfu'. das gr. πόσθη ist penis und praeputium.
Was die deutung dieser beiden, schmutzig angelaufenen wörter belangt, so nehme ich auch für sie den grundsatz in anspruch, dasz der unzüchtige sinn von einem züchtigen (wie überhaupt das böse von dem guten) abspringt und nicht ohne ihn zu verstehen ist, die ausdrücke bräuten, träuten, heien, beschlafen, coire u. a. m., an sich rein und anständig, wurden euphemistisch gesetzt. fud, fotz sind unter dem volk ein unschuldiges, leichtes schimpfwort, ohne allen gedanken an das geschlechtliche, gerade wie wir

[Bd. 4, Sp. 44]


hundsfott für einen schlechten kerl, hundsföttisch für schlecht und übel gebrauchend ihres ursprünglichen sinnes ganz uneingedenk sind. cunnus liesze sich nur dann auf gignere, generare ziehen, wenn die lautverschiebung vorgeschritten, und es dem goth. kuni, ahd. chunni gleichzustellen wäre. das ags. gecynd ist natura, genus, gecyndlim uterus, gecyndlima genitalia, doch weicht der auslaut von cunt, kunta ab und man hat cunnus zu cunire, inquinare, coenum, obscoenus gehalten; die erwägung von κύω und ἔγκυος führt auf κυσός, κύσθος, so dasz cunnus aus cusnus hervorgegangen sein könnte. lit. kuszys oder kuźys ist vulva. ich möchte bei cunnus sogar das skr. jôni (geschr. yôni) nicht übersehen, es drückt vulva, uterus, origo aus. auch qiþus, qinþus schien in die vorstellung von uterus einzutreten.
mit fôdjan, ahd. fuotan, altn. fœða alere, parere fut und fotze zu vergleichen hätte schein, obwol der kurze vocal von dem langen absteht, gebären und bärmutter, μήτρα, matrix, δελφύς lägen nahe genug. doch ist schw. dän. födsel partus, altn. fœðsla nutritio, ahd. fuotisal pastio. mir leuchtet etwas anderes ein. in beinahe allen sprachen werden die zeugungsglieder beider geschlechter nach dem begrif der scheu und scham benannt und nichts ist auch natürlicher, weil man sie verbirgt und sich scheut sie zu zeigen. daher sagen wir scham oder schande und Graff liefert unter skama auszer pudor und reverentia auch die bedeutung turpitudo.

ër begunde sich scamen
daʒ ër nieht het ane,
ër unt sîn wîb
chêrten fon einanderen ir lîp,
daʒ ir ne wëdereʒ ne sâhe,
wie daʒ andere getân wâre.
si spreiten ire hente
uber ire scante,
si îlten zeime fîcboume,
nâmen dër loube,
ze samene si siu sûten,
sôsich wâne mit smëlehen,
damit si sich gurten,
die scante si verburgen. fundgr. 2, 19;

die scham si verburgen
mit vil grôʒen sorgen.
Diemer genesis 15, 4;

ër sach in vil wol blechen
und wolde in doch niht dechen,
ër sach sîne schande,
spottunde ër sich danne wande. 31, 5;

ob sich die man besniten
nâch êbrêischem site
vorne an dër schande. 69, 19.

ebenso ist αἰδώς und αἰδοῖον scham und schamglied, Il. 2, 262 ein edler ausdruck. dem skr. vṛi entspricht das lat. vereri, vrîdita ist pudibundus, veretrum schamglied, fr. vergogne, lat. verecundia, sp. verguenza, las partes pudendas, les parties honteuses; sl. sram verecundia und membrum genitale; lit. gda scham und schamglied; lett. kauns scham, kaunums schamglied, buchstäblich an cunnus mahnend; schw. blygd verecundia, qvinnoblygd vulva, vom altn. bliugr verecundus, mhd. bliuc (1, 214). da nun auch das lat. pudor für pudendum muliebre gesetzt wird und pudor, pudere kurzen vocal haben, warum sollte nicht den wörtern fut und foʒ, fozia ursprünglich ein reiner sinn beigewohnt haben? die linguale verhalten sich wie in pes pedis, fôtus, fuoʒ, in sedere, sitan, sizan, in madere, nati und netz. aus dem abgang der urbedeutung in unsrer sprache und dem haft des worts für den unreinen, verabscheuten sinn begreift sich die eingetretne verwirrung der consonatstufen, das tz ist richtig hochdeutsch, das t alterthümlich auf dem früheren stand geblieben. damit wäre der verschriene name wieder ehrlich gemacht und es käme blosz darauf an, in älteren sprachdenkmälern noch ein fiutan faut futum für pudere, vereri zu finden, denn u lenkt auf iu zurück. möglich schiene verwandtschaft von futikan, pfuidichan und selbst von pfudi, pfui, fi (3, 1611). pudere mit foetere zu verbinden scheint bedenklich und weder an φύω noch lat. futuo läszt bei unserm wort die lautverschiebung denken, da f deutschem b entspräche.
nur éine schwierigkeit steigt auf aus der in oberdeutschen mundarten vortauchenden bedeutung von haar und maul, diese herscht in Baiern und Tirol, jene in der Schweiz und in Schwaben. Frisius 1381a, Maaler 140a, Dasypodius u. a., ohne cunnus und vulva anzugeben, erklären fotz und haarfotz durch villus und setzen es dem zott, ahd. zâta gleich, villosus ist gefotzet, voll zott, ein rock mit langen fotzen oder zotten toga pexa, fotzechtig zu beiden seiten ἀμφίμαλλος. bei Henisch 1183, 59 ist fotse villus et pudendum, fotzechtig villosus, gefotzter mantel, ein zottiger. Stalder 1, 392 hat fotz für zote, gfotzet zoticht, Tobler 197b fotz f. für vulva, fotza m. für quast und flocke, z. b. chappafotza mützenquast, schneefotza schneeflocke. schon ahd. zâturra drückte scortum aus und Liselotte von Orleans nannte

[Bd. 4, Sp. 45]


mit derbem pfälzischen worte die Maintenon nicht anders als die alte zott, was also = fotz ist und das schamhaar vermittelt diese bedeutung, man dürfte auch an fetze faser, lump, it. pezza denken. fotz, fotze für das maul von thieren und (immer verächtlich) für den mund von menschen (Schmeller 1, 581. Lexer 100. Schöpf 148) mag den sinn von loch oder spalte, ohne bezug auf haarwuchs ergeben, oder wiederum müste ein euphemismus eintreten und aus dem it. pezzo (vgl. 3, 1576) stück, fetze zu erklären sein. hiernach sind fotzbeiszer und fotzdudeln zu verstehn. beide nebenbedeutungen gehen doch nicht über den alemannischen und bairischen dialect hinaus, sind auch in der älteren sprache nicht aufzuweisen. Kilian 148b hält fotte cunnus und fotse villus gesondert. s. DWB fot, DWB fut.
 
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fötzel, m.
1) homo turpis, nebulo, hundsfott, schelm, lump, liederlicher mensch, mit vielen abstufungen des sinns, bald härter, bald milder. in der Schweiz üblich: warum nicht, wenn ich es (das heiraten) gut machen könnte, wäre ich ja ein narr, wenn ich es nicht thäte, aber er müste mir gefallen, e freine und e hübsche si. so einen von der gasse, e fötzel oder e alte gritti, selb nit, lieber sterben ledig. Gotthelf erz. 1, 188; so sind deren (solcher) fötzel zhunderte, denen man helfen musz. 1, 339; gäb wie die mutter aufbegehrte, wie sie sich schämen müsse, wenn ihr sohn im lande herum laufe fast wie ein fötzel und gar nicht besser als ein taunerbub. 2, 177; so must du einen fötzel geben und dann mag dich niemand mehr. Uli der kn. 24; du reicher mann gegenüber jenen fötzeln und habenichtsen. schuldenbauer 11; dagegen vertrauen sie sich immer fötzeln an, trauen den schlechtesten menschen. 347; kei bruder trauet mehr dem anderen und zletzt verarmet alles und sie damit, die meisten sind ja fötzla. 348. man darf auch ans bair. fetzel, teufel (3, 1576) denken.
2) bei Stalder 1, 392 ist fötzel ein abgerissener faden, der zu klein ist, als dasz man ihn vernähen kann, dann ein zerlumptes kleid und zerrissener lappen, der am kleid herunterhängt. dies läszt sich von fotz villus, aber auch von fosz, fosse sowie von fetze (3, 1575) ableiten.
3) fotzel, fötzel n. ist vulvula, fötzlein.
 
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fotzeln, mit pelz füttern, villosum reddere: gefotzelt kleid, winterdecke, gausape, gausapina. Calepin 606.
 
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fotzeln, fötzeln, zum besten haben, aufziehen, necken, fatzen (3, 1363), foppen (3, 1887). Stalder 1, 393. Schmeller 1, 581. Lexer 100: du brauchst mich nicht lang zu fötzeln, du kannst nichts als dleut fötzeln. Schmeller schreibt fezln; der böse feind hatte nur einmal wider sein höllisch fözeln getrieben. Leoprechting 46. s. DWB fetzel teufel.
 
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fötzelwerk, n. nugae, fatzen, possen: weiberhändel, von den redlichen Elsäszern fötzelwerk (es steht föhtzelwerk) genant. Philander 1, 626.
 
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fotzen, was fotzeln: amphimallon, ein serg oder decke auf beiden seiten gefotzet. Dasypodius 290a.
 
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fotzenhaar, n. pubes, fotzenhar oder fiselhar, burgurio, burgulio, lartago. voc. 1482 h 7a iib. über burgulio und lartago s. Diefenbach 85a. 319b.
 
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fotzenhelm, m. sie habens weit weit über den keiser Proculum gemacht, derselb schrib an den römischen rat für ein triumpfwürdige that, er für seine person het in Sarmatien in funfzehen nachten und tagen hundert gefangener jungfrawen zu frawen gemacht. ei des schönen fotzenhelmstechens! dasz man im eine für ein prill auf die nas setz, so schewen ihn auch seine kinder und schreien desto minder. Garg. 27b. geschweig auf reichstagen und hoflägern unsere sammethtige, seidenkappige, goldrappirige, gelbringige, befederte, hochtrappende, elenbogensperrige, sauerblickende, beknechtete, mauleselige, fotzenbehelmte hofrätzlein und hagjünkerlein. 47b; mauleselige, fotzenbehelmete frawenedeln. groszm. 61.
 
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fotzenhut, m. cunni pileus, cunnum tegens, oft ein unschuldiger spitzname. Tobler 197b; weit vom streit macht alt kriegsleut, wie hauptmann Fotzenhut schreibt. Fischart groszm. 61;

wer nütz gwinnt und nütz verthuet
ist en fotzahuet,
ist nena zue guet (zu nichts gut);

in Wagners handstreich 45 wird einem weinerlichen knaben zugerufen: du votzahut, du koanütziger! 75 du votzahut, du koanütztiger! a was verzürnet doch oan dear bua, es ist überaus. ein untüchtiger, das ausschweifende leben seiner ehfrau deckender hahnrei heiszt ein fotzenhut.
 
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fotzenigel, m. bidens tripartita, sonst auch DWB katzenigel, cannabis aquatica.

[Bd. 4, Sp. 46]



 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) fotzenkraut, n. chenopodium vulvaria.

 

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11) falschwitzig
 ... falschwitzig , nach seiner art, falschwitzig, bisweilen schmutzig. Ramler dichtk. des Hor. s. 85 .
 
12) fein
 ... ; so ist sie auch fein schmutzig fett, dasz allzeit ihr anklebt das bett.
 
13) flaum
 ... möglich. unter den heutigen mundarten ein nd. adj. vlaum schmutzig, trübe von wasser und auge ( Schambach 271 b
 
14) flecksiedern
 ... flecksiedern , schmutzig wie ein flecksiedern wammesz. Schwabe tintenf. A 5
 
15) fotze
 ... penis und praeputium. Was die deutung dieser beiden, schmutzig angelaufenen wörter belangt, so nehme ich auch für sie den
 
16) fuchser
 ... Stalder 1, 401 . 2) ein schmutzig geiziger, ein knicker. in Tirol ( Schöpf 158 ).
 
17) fud
 ... schwache biegung angenommen. Dasz dasselbe im nhd. ein schmutzig angelaufenes, in anständiger sprache durchaus gemiedenes ist, wurde schon sp.
 
18) fut
 ... 1) cunnus, vulva. dies die richtige schreibung des als schmutzig geltenden und darum gemiedenen wortes; doch wird, da wir zur
 
19) garstig
 ... noch heute auch abschreckend überhaupt. 4) schmutzig im sittlichen sinne. a) unsittlich, namentlich auch '
 ... schimpft, räsonniert u. ä. c) schändlich, gemein, schmutzig, niedrig überhaupt, im gegensatz zu ehre, sitte u. ä.:
 ... alle garstig - geizige, sordide avari. 147 ( jetzt schmutzig geizig), vgl. unter II, 1, e; dis ist
 ... Aber auch oberd.: kärnt. gaschtik ( neben garstik), garstig schmutzig, häszlich Lexer 108 , schwäb. gastig
 
20) genetzt
 ... mitbruder, der ( beim essen ) bis an den rückgrat schmutzig und bis auf die knochen genetzt erscheint. Göthe
 
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