Wörterbuchnetz
Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
zerkrümmen bis zerleben (Bd. 31, Sp. 713 bis 717)
Abschnitt zurück Abschnitt vor
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) zerkrümmen, verb., durch krümmen entstellen: er zurschlegt und zukrummet (beugt nieder) und zurfellet den armen hauffen Luther 8, 717 W.; welcher ... seinen puckel so sehr zerbiegete und zerkrmmete Lindenborn Diog. 2, 35; den mund verziehen (s. th. 5, 2458 und 12, 1, 690; mit verkrmten maul distortis labiis Stieler 1045): ach siha, wie zerkrümpt (distorsit) der bszwicht das maul Terenz deutsch (1499) 68a. —
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
zerkrüppeln, verb., durch zerschlagen oder zerbrechen der glieder oder des körpers zum krüppel machen (s. ver- th. 12, 1, 690): H. Sachs 1, 402; 5, 149 K.; 21, 184 G.; wie bald kan einem kindlein ... ein arm oder beinlein zerkrppelt ... werden P. Negelein v. brgerl. standt (1607) 352; auch nur zerschlagen, verstümmeln: bleib zerkrplet und zerschmettert auf dem

[Bd. 31, Sp. 714]


pflaster todt liegen W. Bütner epit. hist. 254a; dissecare zerstücken, zerkrippeln, zerhacken Schöpper syn. 112a Sch.-K.; leihet dir (jemand) hauszraht, kratzen, trge, kessel, pfannen etc., giebs wieder, zerstosze und zerkrppel es nicht Mathesius Syrach (1586) 2, 24a; das reich, so jmerlich zurkrippelt in einer unordnung war S. Franck chron. Germ. (1539) 196b; -- 199b; u. a.; verderbt: disz orth ist sehr zerkrüppelt im text Xylander Polyb. 441; s. H. Fischer 6, 1139. —
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
zerkümmern, verb., refl. sich vor kummer aufreiben: Stieler 926; Campe 5, 844b; der ... verzeiht ihr das heimliche kind nicht, für das sie sich so zerkümmert hat Rosegger nixnutzig volk 158; weit geläufiger be- (th. 1, 1432), ver- (12, 1, 692). —
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
zerküssen, verb., heftig abküssen, durch küsse entstellen: Reinfried v. Braunschweig 3947; ich htte ihn ... zerksset K. R. v. Greifenberg zwölf andächt. betr. (1678) 406; Stieler geh. Venus 91 ndr.;

und zerküsse den busen
und die purpurne wange dir!
Hölty ged. 133 H.;

Göthe 13, 2, 288 W.; Kotzebue s. dram. w. 2, 141; geläufig; auch reciprok: sich z., einander z. Kramer teutsch-it. 1, 872b; refl.: sich gnug z. an einer 1, 510a; s. noch Campe 5, 844b.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
zerlachen, verb., refl. sich fast zu tode lachen: als ... die thier sich des sprungs wol zulacht hatten Luther 26, 549 W.; don Kichote zulachte sich wol uber des Santscho schertzreden Bastel v. d. Sohle Harnisch 224; reicht bis ins 19. jahrh.: Grimmelshausen Simplic. 98 ndr.; Happel ak. rom. 322; Stieler 1051; d. verliebte student (1741) 288; Lindenborn Diog. 1, 278; Herder 25, 246 S.; Klinger w. 1, 448; Campe 5, 845a; und lebt in Österreich fort: zerlächn viel lachen Hügel Wien. dial. 194a; trans.:

darumb msz ich myn buch zerlachen
Th. Murner narrenbeschw. 2, 35 ndr.;

mülle 43; andere zss.: an- (th. 1, 388), aus- (899), be- (1434), ver- (12, 1, 707). —
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
zerlämpen, verb., zerlappen, zerfetzen (zu schweiz. lämpen, m., lappen, s. th. 6, 89 und schweiz. id. 3, 1275): haben ... mit ... schwertern das gezelt zerhawen, zerfetzet und zerlempet Steph. Vigilius de reb. memor. (1541) 75b; davon heute das frequentativ gebräuchlich: zerlempern, zerlegen, zerreiszen, vernichten: z. dissolvere, dissipare, divellere Stieler 39a nachschusz; zerfallen, aus den fransen oder fugen gehn, zugrunde gehn Unger-Kh. 648b; dissoluti zerlempert Corvinus 347 (357); Stelzhamer ausgew. dicht. 1, 53; das zerlemperte gütel hatte er seiner tochter übergeben Rosegger wildl. 246. —
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
zerlappen, verb., in lappen reiszen: Stieler 1070; Adelung; Campe; den alten (rock) in stcken z. Ad. Olearius pers. ros. 81; sonst nur als partic. perf.: wen man eyne lugen schmucken wollen, mussen sie 7 zulapte lugen ... zusammenflicken Luther 29, 157; gewöhnlich von kleidern: an deinen federn, zulapten (d. h. zerhauenen, zerflammten, s. d.) hosen kennet man dich Musculus hosenteufel 21 ndr.; doch in der regel von wirklich in fetzen hangenden kleidern: also verstellete sich der knig in verworffene und zerlappete kleider, damit er gar unbekand ... were W. Bütner epit. hist. (1596) 131a; in ... zerrissenen hosen und zerlapten schuhen Schupp schr. (1663) 547; so vielfach; Lessing 3, 226 M.; noch L. Richter lebenserinn. e. deutsch. mal. nachtr. 29; kram zerlappter kriegerfahnen Hoffmannswaldau ged. 1, 292; übertr.: die sprachen ..., welche ... doch endlich wieder verderbet, zerlappet ... (werden) Neumark palmb. 2 ; andere zss.: be- (th. 1, 1437), ver- (12, 1, 723).
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
zerlassen, verb., ahd. za(r)-, zilâzan, as. telâtan, mhd. ze(r)lâzen, -lân, mnld. telaten; tritt im as. intrans. in der bedeutung des reflexiven gebrauches (s. unt. 2) auf, sich zertheilen, sich zerstreuen:

so tilet thiu luft an twe Heliand 3144; 2899; auch 391;

im übrigen gilt nur trans. oder refl. construction; 1) trans. auseinander lassen, a) im sinne von α) schmelzen: zelâzet sie (die schloszen; liquefaciet ea) Notker ps. 147,

[Bd. 31, Sp. 715]


18; mhd. wb. 1, 952b; Lexer 3, 1072; Jelinek 984; dem si z. golt in seinen hals gussen U. Füeterer bayer. chr. 5 Sp.; ein bley zerlahn Paracelsus op. (1616) 1, 114a H.; salb den kropf ... mit zerlasznem speck, darinnen bachbungen und klettenkraut gesotten Gäbelkover arzneib. 1, 165; z-e butter Amaranthes frauenz.-lex. 20; vielfach lexikalisch bezeugt: Frisius 247a; 210b; 774b; Maaler 515b; Bas. Faber 622b; Schöpper syn. 81b Sch.-K.; Stieler 1077; usw.; bes. sprachliche verbindungen: dieses alles unter einander auf einem sanften kohlfeuer zu einer salben z. Mart. Böhme roszarznei (1618) 42; zulasz es mit eynander Sebiz feldbau 154; wan man das golt mit dem feüwer zerlath Seb. Münster cosm. 8; bey dem feuer z. H. Braunschweig chir. 97b; am feuer z. Schwan 2, 1099a, woneben modern auch über dem feuer z. gebräuchlich ist. erhalten hat sich z. in der einschränkung auf butter, schmalz, während für speck auslassen, ausbraten bevorzugt und von erzen allein noch schmelzen gesagt wird; vgl. zerlassung. in den mdaa. ist z. gleichfalls unbeliebt mit ausnahme etwa der beharrsamen bair. (s. Schmeller-Fr. 1, 1511); β) lösen: zerlasz den zucker in melissenwasser Gäbelkover arzneib. 1, 17; mit zerlasznem kalch Guarinonius greuel 497; veraltet, doch noch: die farben sind ... in wasser z. Winckelmann s. w. 3, 254; auch für mischen noch: jedesmal ward ungefähr zwei loth solcher fleischbrühe auf den mann darin (in gekochten erbsen) z. J. G. Forster s. schr. 1, 25; γ) bildlich nach zerflieszen 2 vom herzen: ein blauugiges mdchen ... hat das eiskalte herz ihres freundes in empfindungen z. Th. Abbt verm. w. 3, 102; aber ungewöhnlich und wohl verlassen 5 (th. 12, 1, 729) gleich: wee den z-en hertzen, welche gott nicht glauben O. Brunfels pandektenbüchl. (1528) 46a; schlieszlich gut verständlich:

das weib von lieb verwund,
in lauter zhr zerlassen
Spee trutznachtig. (1649) 54;

b) für auseinander ziehen lassen, ehen lassen, α) entlassen:

do der keyser tzulies
sin her herzog Ernst D 1561;

cod. dipl. Lusat. sup. 2, 410; β) fallen, gleiten lassen, öffnen, aufthun: zilazet iuwaru nezziu zi fahenne (Luk. 5, 4; laxate: werfet ... aus Luther) Tatian 19, 6; ausbreiten, entfalten, z. b. flügel: Hiob 14495 K.; hände: Jes. 35, 3 erste bib. 8, 442; er ... zerliesz den rok ob dem herzen und liesz in das herzenkleinet sehen Seuse d. schr. 143 B.; sogar noch bei Gutzkow: z-e strohbündel ges. w. 1, 170; zerlegen: und zerliesz man etlich buchszen, dasz man si nit gferen kond uf karren J. v. Watt 1, 554; s. hierzu schweiz. id. 3, 1410; 2) refl. (wie 1), a α) mhd. sehr geläufig; vgl.:

sô die sunne ûfgât,
alzehant er (der flusz) sich zelât (thaut auf)
Ulrich v. Eschenbach Alexander 26 434;

das eys zerläszt sich durch die wrme Stieler 1077; nahe steht die beziehung auf einen körperschaden: der ... schaden (des pferdes) zerlst sich J. Walther pferde- u. viehzucht 62; b α) sich zerstreuen, sich verlaufen: Wirnt v. Gravenberg Wigalois 3135; also zerlies sich alls volk U. Füetrer bayer. chron. 192 Sp.; J. v. Watt 1, 498; von versammlungen, festen, zeitabschnitten auseinandergehn, sich enden:

dô diu hôchzît sich zelie
Rudolf v. Ems gute Gerhard 5104;

nachdem sich ... derselb tag ... z. urk. z. gesch. Maximilians I. 176 Ch.; β) sich öffnen:

des morgens, sô sie (die rose) sich zerlât
Ulrich v. Eschenbach Alexander 19 169;

sich ausbreiten, z. b. wurzeln: Hiob 2956 K.; sich auflösen: und zerliesze sich das schiff ..., dasz ein trum dahin, das andere dorthin ... ausgeschwummen Jan Rebhu weltkucker 4, 6; — andere zss.: ab-, an-, auf-, aus-, be-, ein-, ent-, er-, nach-, über-, unter-, ver-, vor-, zulassen. — zu 1 a) zerlassung, f.: W. Serlin beob. (1672) 1, 194; die liquation oder z. (im gegensatz zur

[Bd. 31, Sp. 716]


fusion oder schmelzung von metallen und mineralien), welche eigentlich nur fr das fette der thiere, das wachs ... gehret und durch ein geringes feuer geschiehet Noel Chomel 2, 1230.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
zerlästern, verb., 1) zu lästern (th. 6, 259), ein verstärktes verlästern (th. 12, 1, 736): wie würde uns diser giftig münch z.? J. Nas antipap. 6, 210b; Gottsched anm. gel. 6, 9; manches weibsbild zerlsterte sie wegen hurerey J. J. Chr. Bode Thom. Jones 2, 213; 2) ein merkwürdiges md. wort, das nach Klein 2, 245 bis nach Nürnberg reicht: z. zerfleischen und verderben Reinwald 1, 200; z. (kleider) zerreiszen (anspach.) Schmeller-Fr. 1, 1523; z. durch langen gebrauch verderben, bes. bücher Hertel Salz. wb. 52; auch kleidungsstücke, wege Thür. sprachsch. 154; Spiesz 288; Müller-Fr. 2, 141b; Frisch 1, 582a (für Magdeburg); Bernd Posen 359. Bruns volksw. d. prov. Sachsen (osttheil) kennt es nicht; in der mark Brandenburg fehlt es; von wörterbuchschreibern führen es Kramer teutsch-it. 1, 899b (kleider z.), Rädlein 1088a, Steinbach 1, 989 (dilacero), Adelung2 4, 1688 und (aus diesem) Campe 5, 845a an; Fulda id. 252 weist z. dem sächs. zu, eigenthümlicherweise aber Frisch auch dem alem. dialekt, was anderweit ohne bestätigung bleibt. unter zusammenstellung mit obersächs. lästern eine last fortschaffen, sich ablästern sich mit harter arbeit plagen und herlästern eine last herschleppen tritt Müller-Fr. 2, 141b für ableitung aus last ein. indessen fällt auf, dasz z. vielfach, so bei Frisch 1, 582a, Adelung2 4, 1688 in erster linie vom ungeschickten zerlegen des fleisches gebraucht wird. dieser umstand führt zu lästerer, m., dorffleischer (Müller-Fr.; Hertel Thür. 154; Frisch; Adelung2 2, 1920, nach dessen angabe diese benennung im munde der stadtfleischer auszer den dorffleischern auch allen übrigen pfuschern ihres handwerks zugelegt wird; auch th. 6, 256). der pfuscher des fleischerhandwerks ist aber offenbar ein gelästerter (th. 4, 1, 2, 2870 aus dem 15. jahrh.), d. i. dispartitus, dissociatus, discriminatus, entgesellter, ein mit dem laster belegter, aus der zunft schmählich ausgestoszener; vgl. lasterstein schandstein (th. 6, 263; Adelung2 2, 1921). danach ergibt sich für z. der sinn 'wie ein pfuscher das fleisch zertheilen', d. h. ungeschickt und zerreiszend und verstümmelnd, woraus dann die weitere entwicklung der bedeutung folgt. liter. zunächst vom zerfleischen eines körpers: Christus in toto anno non sic gemartert ut hic, schendlicher zuspeiet und zulestert quam in cruce Luther 29, 230 W.; zerlsterte ihm das angesicht jmmerlich E. Francisci alleredelstes unglck (1670) 242; (ich) wurde ... dergestalt zerlstert, ja fast halb tod auf den wagen getragen Schnabel ins. Felsenb. 2, 27; weitere belege bei Müller-Fr. 2, 141b; noch A. G. Meiszner Adolph d. kühne (1792) 3, 103; sodann von spielsachen und büchern, die im eigentlichen sinne zerlegt werden (s. die nachweise ob.), auch: mit zerlästerten kupferstichen Göthe III 6, 246 W.; ferner von geräthen, z. b. schiffen: das sehr zerlsterte schiff Schnabel ins. Felsenb. 2, 523; schrank: Göthe IV 35, 72 W.; von kleidern (s. ob.); von mauern: Valvassor ehre d. herz. Crain 4, 2, 75; Göthe 31, 20 W.; (ein) gedicht zu verstmmeln, zu z. Gottsched anm. gel. 8, 392; s. auch unter zerlumpen 1 a.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
zerlaufen, verb., ahd. zahlaufan, mhd. zerloufen, 1) intransitiv auseinanderlaufen, a) vom wasser sich verlaufen: die wasser, die do seint niden, die zerlauffent und zergende (Jos. 3, 13) erste bib. 4, 259; der Jordan musz z. Mayfart jüngstes gericht (1637) 1, 113; die z-den wellen des meeres Jean Paul 7/10, 409 H.; bildl. wie das üblichere zerrinnen: als er die mittel, deren er sich gewisz glaubt, unter seinen händen z. ... sieht Hegel w. 10, 1, 251; schmelzen: mit zerlauffem (ausgelassenem) speck Mynsinger 69; H. Hesse Camenzind 14; wie zerflieszen 1 f: Alitheens herz zerlief in freudenthränen Jean Paul 6, 36 H.; vom leben:

ich wil ein ewich leben kofen
mit disem, daz doch ms zerlofen zs. f. d. alt. 16, 204;

[Bd. 31, Sp. 717]


b) in älterer sprache geläufig von einer menge menschen (auch thieren), insbesondere einem heerhaufen, der sich zerstreut, auseinanderläuft, sich verläuft; s. H. Fischer 6, 1139; schweiz. id. 3, 1141; dasz er die knecht hat z. lassen (1545) polit. corresp. Moritz. v. Sachs. 2, 230; ee das kriegsvolck zerlüff Stumpf Schweizerchron. 598a; zerlauffen leüt homines dissipati Maaler 515b; noch bei Bodmer Homer 1, 18; modern schweiz. mit dat. entlaufen: dem ätti und der mamma z. id. 3, 1141; auch Iglau Frommanns d. mdaa. 5, 468; die schule zerluft Calvisius 749; Stieler 1088; 2) transitiv durch vieles laufen beschädigen, a) durch anlaufen den kopf verletzen, sich den schädel einlaufen: so soll noch mancher den kopf daran z. Fischart Garg. 323 ndr.; Chr. Scriver seelenschatz (1737) 1, 258a; sich die füsze, schuhe durchlaufen:

wir mchten wol die fs zulauffen
B. Krüger anf. u. ende d. welt G 4a;

schuhe: H. Sachs 5, 152 K.; J. Chr. Günther ged. 382; b) laufend zertreten, z. b. ein saatfeld: damit der samen (die saat) nit zerloffen werde schweiz. id. 3, 1141; 3) reflexiv wie sich zerarbeiten, sich im laufen übernehmen, sich durch laufen aufreiben: Stieler 1088; ich hab mich zerloffen, dasz ich über und über schwitze Kramer teutsch-it. 1, 907a; Campe 5, 845a; — andere zss.: ab-, an-, auf-, aus-, be-, durch-, ein-, ent-, er-, mit-, nach-, über-, unter-, ver-, zu-. —
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
zerleben, verb., durch das leben entstellen: zum volkscheuen bastard zerlebt Fr. L. Jahn w. 2, 755 E.; A. Kerr ges. schr. 3, 235; neuartig trans. und mit neuer bedeutung bei Werfel:

nicht es (das schlechte) vermeiden, sohn, nein es zerleben! spiegelmensch 12,

d. h. willig erlebend ertragen und ergreifen.