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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
windisch bis windkehrseite (Bd. 30, Sp. 309)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) windisch, adj. 1) nebenform zu windig adj., namentlich zu 2windig (s. d.). — 2) zu 2wind, 'windhundartig': ein windschen aufzognen bauch Frisius 1259b; Schmeller 2, 950. — 3) 'wendisch, slavisch', s. oben Winde, m.; ahd. windisc Graff 1, 892; vielfach mundartlich, so im Lechrain Leoprechting 54 (auch von zigeunern); in d. Zips nach Kövi: die windische marke von Foriul bisz gen Ragusz Schöferlin Livius (1514) 100b; Windischland Diefenbach-Wülcker 905; die windische nation Höfer wb. 3, 298; windisch glas Agricola bergwkb. 200; w. horn, pfeife, ackerbeete Schmeller 2, 954; w. hahnenfusz apium rusticum Diefenbach gloss. 40b; w. oder dalmatischer storchschnabel Hohberg georg. 3, 434a; w. schmelzofen, blut steir. Unger-Khull 635; in ortsnamen, wie Wintschendorf nach Kövi; daher noch heute der name w. mark für Unterkrain.
 
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windjacke, f., leichte jacke für wanderer u. ä.
 
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windkamel, n., dromedar Nemnich 3, 650. —
 
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windkammer, f. 1) 'behältnis, in welchem durch stets zuflieszendes wasser ein luftzug wie von blasbälgen hervorgerufen wird' Jacobsson technol. wb. 4, 653b. 2) 'windkessel' einer feuerspritze Hoyer-Kreuter technol. wb. 1, 851. 3) beim flammofen Muspratt chem. 4, 1884; bei der Bessemerbirne 2, 1521. —
 
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windkante, f., seemänn. gleichbedeutend mit windfeld (s. d.); übertragen: die windkante gewinnen 'die oberhand gewinnen' Roon denkw. 1, 161. —
 
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windkappe, f., schutz der oberen öffnung eines lüftungsrohrs u. ä. Lueger lex. d. ges. techn. 4, 468. —
 
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windkarte, f., seemänn. Corvinus fons 53; Hoyer-Kreuter technol. wb. 1, 851.
 
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windkartel, n., auch windekartel, windkartell-garn, -netz, windegarn (s. d.); von lith. winkartelle; preusz. Frischbier 2, 470: windekardel, dat tow, damit de rah regeret wert Chytraeus 200; ein zugnetz mit einem engmaschigen sack Lueger lex. d. ges. techn. 4, 278.
 
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windkasten, m. 1) 'wettermaschine zur einführung von frischer luft in ein bergwerk', auch wetterkasten, windlade Jacobsson technol. wb. 4, 641a; Adelung; Lampadius hdwb. der hüttenk. 219. 2) 'sammelraum für die gebläseluft', bei der orgel Bendeler organopoeia d iva; beim schmiedefeuer Lueger lex. d. ges. techn. 7, 258; beim hochofen Alten hdb. f. heer u. flotte 3, 317. —
 
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windkatze, f., mythologische gestalt; brem.: die windkatzen laufen im getreide, die wetterkatzen sind drin Laistner nebels. 10; vgl. windsau. —
 
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windkehrseite, f., 'dem wind abgewandte seite' Rosegger schr. 4, 16. —

 

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1) windisch
 ... windisch , adj. 1) nebenform zu windig adj.,