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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
zitron(en)farb bis zitronen(en)korb (Bd. 31, Sp. 1676 bis 1677)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) zitron(en)farb, zitrinfarb, zitronenfarben, adj., zunächst in der form zitrinfarb (vgl. 3zitrin), später zitron(en)farb(en): citrinus, citrinon citrinfarb ... citronfarb M. Ruland lex. alchem. (1612) 243; zitronenfarb Kramer t.-ital. 2 (1702) 1469c; ains weisz, das ander rot, der dritt cittrinfarb hortus sanitatis (Ulm 1487) B 4; citronfarb Hohberg georg. cur. 1 (1682) 366; an dem ... gürtel ihrer am saume antik bordierten, zitronenfarbenen robe Th. Mann Lotte in Weimar (1946) 434. —
 
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-farbe, zitrinfarbe, f.: citrius color citronenfarb Emmelius nomencl. quadrilinguis (1592) 91; zitronfarbe Steinbach dt. wb. (1734) 1, 409; etlich haben zytrinfarben und weliche blmen cytrinfarben haben, sind die besten hortus sanitatis (1487) i 1; zitronenfarbe Blum spatziergänge (1774) 1, 157. —
 
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-farbig, zitronfärbig, zitrinfärbig, adj.: in eim citrinfärbigen seidenen tuch Fuglinus (1586) in: zs. f. dt. wortf. 15, 217; ist eine frucht, ... anbei etwas hoch citronfärbig an der schelffen Volkamer Nürnberg. hesperides (1708) 151; zitronenfarbig H. Heine s. w. 2, 83 E.; W. Raabe s. w. I 6, 161. —
 
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-fink, m., carduelis citrinella (Pallas), dass. wie zitrönlein 2 (s. d.), zitronenzeisig (s. d.): tritt ende mai oder anfangs juni noch schnee und kälte ein, so raffen sie viele junge citronenfinken weg Tschudi d. thierl. d. Alpen (1858) 307; der zitronfink ist ein gebirgsvogel, welcher die Westalpen und Kleinasien, in Deutschland ständig auch den Schwarzwald bewohnt Brehm tierl. 4, 301 P.-L.
 
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-geist, m., weingeist mit zitronenaroma; zur herstellung vgl. Prechtl technol. encycl. 9 (1838) 376: man feuchte ambergris, zimmet, würtznäglein, biesem mit rosenwasser und zitronengeist an und formire einen runden teig daraus Francisci d. eröffn. lusthaus (1676) 984. —
 
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-gelb, n.: ein streifiges band von feuerfarb, citronengelb ... und vielen andern schattirungen J. G. Forster s. schr. (1843) 3, 347; zitrongelb Brehm tierl. 4, 308 P.-L.; zitronengelb Pinder kunst d. ersten bürgerzeit (1937) 256. —
 
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-gelb, adj.: zitronengelbe citrinus Stieler stammb. (1691) 595; zitronengelb Kramer t.-ital. 2 (1702)

[Bd. 31, Sp. 1677]


1469c; dunckeltroth oder citronengelb Sturm kurtzer begriff d. physik (1713) 566; an jeder seite des kopfes hatten sie (d. pinguine) einen ovalen, zitronengelben fleck mit schwarzem rande J. G. Forster s. schr. (1843) 2, 403; zitronengelb Jung-Stilling s. schr. (1835) 2, 253; zitronengelbe doldenblüten Wimmer gesch. d. dt. bodens (1905) 254; die zitronengelben quitten Carossa stern über d. lichtung (1946) 30. —
 
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-haus, n., gewächshaus für zitronen: Holtei erz. schr. (1861) 7, 92.
 
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zitron(en)holz, n.
1) das nach zitronen duftende, hellgelbe holz verschiedener, bes. in Amerika wachsender bäume: citronenholz, jasminholz ... ist ein dichtes, schweres, harziges, gelbliches oder citronengelbes holz, von starkem geruch fast wie citronen ... es kömmt von einem aus Amerika längs an der see hin wachsenden baum Krünitz öcon. encycl. 8 (1776) 169; zitronenholz ... ist nicht das holz des citronenbaumes, sondern jenes von amyris balsamifera und erithalis fruticosa Karmarsch-Heeren techn. wb. 11 (1892) 359; zitronenholz ... linaloeholz oder ein westindisches dichtes, hellgelbes möbelholz von schwachem zitronenartigem geruch und unbekannter herkunft. im handel wird auch jedes beliebige hellgelbe holz als z. bezeichnet Meyers konvers.-lex. 20 (1908) 963.
2) in texten, die sich auf die antike beziehen, irrtümlich für lat. citrum, lignum citri, das holz eines nach Rom eingeführten afrikanischen nadelbaums; der irrtum entsteht, da lat. citrus auch zitronenbaum bedeutet: die decken waren mit helffenbein übertäffelt ... die tische aus flasernem zitron- und zederholtze Lohenstein Arminius (1689) 1, 693a; auf tischen von zitronenholze Grynäus Miltons wiedererob. paradies (1752) 70; das holz vom citronenbaum ... brauchten die alten ehemals, tische und hausgeräthe daraus zu machen Krünitz öcon. encycl. 8 (1776) 156; J. H. Voss Odyssee 86 Bernays.
3) zitronenholz nennt man das holz des zitronenbaumes, ein sehr dichtes und weiszes holz, welches nicht in unsern handel kommt Merk warenlex. (51908) 545b; zitronenholz holz von citrusarten Meyers konvers.-lex. 20 (1908) 963. —
 
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-kern, m.: zitronenkern grana citrinorum Stieler stammb. (1691) 121; citronenkern Hohberg georg. cur. (1682) 1, 250; zitronenkerne in milch gekocht, rühmt L. ... gegen madenwürmer allg. dt. bibl., anh. zu bd. 37—52 (1771) 160. —
 
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-korb, m.: citronenkorb heiszt an aufsätzen, plats de menage oder surtouts das obere stück, worin die citronen liegen Krünitz öcon. encycl. 8 (1776) 169. —