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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
tünchgrund bis tünchtopf (Bd. 22, Sp. 1787 bis 1788)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version)  -grund, m., malgrund (s. u. 1tünchen A 2 c): kriegsunruhen und unzählig anderes unglück ... verursachten gleichfalls die gänzliche vernachlässigung solcher werke, da denn das unsere (Lionardos abendmahl) bei den schon angeführten inneren mängeln, besonders der mauer, des tünchgrundes, vielleicht der mahlweise selbst, dem verderben schon überliefert war Göthe I 49, 1, 216 W.
 
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-hacke, f.: tünchhacke plaster-hatchet, hacherau Hoyer-Kreuter technol. wb. (1902) 1, 300. —
 
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-hafen, m., wie tünchkübel (s. dort): tnch-kbel, tnch-hafen, tnch-topf mastello, vaso, albio da imbiancare Kramer teutsch-ital. 2 (1702) 1162b; tünchhafen dawbing-pot Ludwig teutsch-engl. (1716) 2040. —
 
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-kalk, m., kalk zum tünchen (vgl. weiszkalk teil 14, 1, 1217): und thon und tnch-kalck von den mauren essen Th. Gage, neue merckwürdige reise-beschr. (1693) 223; mit tnchkalck bewerffen opere tinctorio aliquid exornare Steinbach wb. (1734) 1, 822; tünchen ... eine wand mit ... tünchkalk anstreichen Mothes ill. baulex. (1881) 4, 379; man nimmt auszer weiszkalk und ... tünchsand häufig noch gips zu dem dabei gebrauchten mörtel (tünchkalk) ebda 4, 379. —
 
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-kelle, f., maurerkelle zum tünchen (vgl.tüncherkelle): trulla instrumentum est fabrorum cœmentariorum eine tünchkellen oder maurkellen Faber thes. (1587) 888a; tünchkelle a plaisterer's trowel Ludwig teutsch-engl. (1716) 2040. —
 
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-kübel, m., 'ein kübel, worin sich die tünche zum tünchen befindet' (Campe 4 [1810] 911): tnchkbel, tnch-hafen, tnch-topf mastello, vaso, albio da imbiancare Kramer teutsch-ital. 2 (1702) 1162b; tnchkbel anger Schrader dt.-frz. 2 (1784) 1392. —
 
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-pinsel, m., lexikalisch seit dem 16. jh. bezeugt (vgl. tüncherpinsel): penicillus tectorius tnchpensel Frischlin nomencl. (1586) 190b; tnchpensel oder weiszpinsel peniculus tectorius vel dealbatorius Duez dict. (1664) 2, 530; tnch-pensel pennellone grande e grosso da imbiancare Kramer teutschital. 2 (1702) 1162b; der tünchpinsel ... der grosze pinsel der tüncher, vermittelst dessen sie die wände und decken etc. anstreichen Campe 4 (1810) 911. —
 
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-sand, m., sand zur herstellung von mörtel als tünchmaterial; nur vereinzelt bezeugt: 3 vecturae harenae vulgo thyncz zanth (1539) qu. z. gesch. d. st. Kronstadt 2, 641; man nimmt, auszer weiszkalk und ... sand, tünchsand, häufig noch gips zu dem dabei gebrauchten mörtel Mothes ill. baul. (1881) 4, 379; tünchsand, scheuersand ... very fine sand, sablon ... très ... menu Hoyer-Kreuter technolog. wb. (1902) 1, 782; s. auch Albrecht Leipzig 23. —
 
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-scheibe, f. 1) 'ein bret mit einem griffe, den kalk zum verschmieren vor dem tünchen darauf in der linken hand zu halten' (Adelung 4 [1780] 1103): aufziehbret ... auch ... tünchscheibe gen., ... bret ..., worauf der maurer den kalk bringt, um ihn von da an die wand zu tragen Mothes ill. baulex. (1881) 1, 189; zwischen diesen (abständen) wird der putzmörtel mit der kelle von der tünchscheibe angetragen Lueger lex. d. ges. techn. (1894) 6, 892. 2) 'ein bret mit einem griffe zum beschmieren und glattstreichen der übertünchten wände'

[Bd. 22, Sp. 1788]


(Poppe technol. lex. 5 [1820] 350): tünchen ... überreiben des putzes mit ganz feinem putzmörtel, tünche, mittels dünnscheibe, richtiger tünchscheibe und filzstöckchen Mothes ill. baulex. 4 (1877) 281. —
 
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-schicht, f., putzschicht: wandmalereien, die am südgiebel des rathssaales unter dicken tünchschichten neuerdings wieder aufgetaucht und leidlich wieder hergestellt sind tägl. rundschau (1899) unterhaltungsbeil. 751c; tünchschicht ... finishingcoat, chemise Hoyer-Kreuter technolog. wb. (1902) 1, 782. —
 
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-topf, m., s. u. DWB tünchkübel.