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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
sturmgesträubt bis sturmgewand (Bd. 20, Sp. 640 bis 641)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) sturmgesträubt, adj.: ein sturmgesträubter tann R. Dehmel ges. w. 2, 248. —
 
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sturmgestreng, adj.:

sturmgestrenge norden tasten
hochgewachsne eichen an
Knittel poet. sinnenfrüchte (1677) 27


 
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sturmgetobe, n.:

wo kühn zum weltenthron Roms adler flogen,
sucht scheu der uhu schutz vor sturmgetob
v. Wessenberg sämtl. dichtungen 1, 71:

das sturmgetobe, das die bäum entlaubt
Gries Bojardos verl. Rol. 3, 91.


 
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sturmgetose, -getöse, n.; vom kampf:

wie dein ritter bald im harten
sturmgetose schwingt den schild
Fouqué altsächs. bildersaal 4, 275;

vom lärm des sturmwindes:

wie fernes sturmgetös in hohen felsentannen
Tiedge 2, 192;

im wilden sturmgetose,
im feuer nur, wie Mose,
mag ich den herren sehn
G. Herwegh ged. eines lebend. (1841) 113;

überhaupt 'lautes, stürmisches getöse': sturmgetöse seines crescendo Schubart leben u. gesinn. 1, 125; trotz dem sturmgetöse ihrer zeit Körner 1, 110 Hempel.
 
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sturmgetragen, adj.:

auf wolken fliehn die götter sturmgetragen
A. Pichler marksteine (1874) 40;

schauest den wolken nach, wie, sturmgetragen, sie jagen
M. Kalbeck aus alter u. neuer zeit (1890) 8.

[Bd. 20, Sp. 641]


vom kriegssturm:

und ihr (der heere) atem ist zerstörung; auf dem lauf, dem sturmgetragnen,
leuchten ihnen lohnde städte über haufen der erschlagnen
v. Schack ges. w. 2, 176.


 
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sturmgetrieben, adj.:

herrn Blondel bracht ein falke, sturmgetrieben,
aus Dreux ein täflein wachs, mit blut beschrieben
F. Dahn ged. (1908) 171;

Francesca, Paolo, sich umfaszt haltend, mit den übrigen sturmgetriebnen schatten vorüberschwebend Immermann 20, 80 Boxberger.
 
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sturmgetümmel, n., vom kampf: wenn knatternde donnerschläge sich in das sturmgetümmel mischten C. Hauptmann hütten am hange (1914) 116; eher vom sturmwind her entwickelt:

(der donner) der, mörder, dich im sturmgetümmel
in Orkus wälzen soll
Schubart sämtl. ged. (1825) 3, 9;

die hoffnung führt bei sturmgetümmel
durch nacht und erdgewimmel
v. Wessenberg sämtl. dichtungen 3, 334.


 
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sturmgewalt, f., älter m., auch sturmesgewalt, 'stürmische gewalt'; militärisch: da es (das städtechen) die Frantzosen ... mit erschröcklich und mercklichen sturmsgewalt angefallen haben D. Federman Niderlands beschreibung (1580) 312;

und brachen dann mit sturmesgewalt
vor gegen das geschwader
Fouqué altsächs. bildersaal 4, 306;

ihrer unwiderstehlichen sturmgewalt (waren) die länder unterworfen worden Ritter erdk. 6, 396; elementarisch:

wie in sturmesgewalt das ägäische meer
aufthürmet die fluth, die erbrausende
Strachwitz ged. (1850) 20;

sturmgewalt und wogendrang Allmers marschenbuch 34. freierer gebrauch, meist präpositional construiert:

da bricht der zorn in wogen
herüber, reiszt das herz mit sturmgewalten
Tieck schr. 5, 158;

als sie gewahrt, dasz sie das schwert verloren,
da bricht ihr toben aus mit sturmgewalt
Gries Bojardos verl. Rol. 2, 52;

mit sturmsgewalt
schlägt mir das herz bei deinem anblick auf
Deinhardstein ges. dram. w. 5, 390.


 
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sturmgewaltig, adj.: freilich brach die jugendliche thatkraft der völker oft sturmgewaltiger hervor als heutzutage W. H. Riehl die dtsch. arbeit 65; dann kam die kohorte der mönche ... eine sturmgewaltige schar Scheffel ges. w. 1, 255;

sturmgewaltiger (dämon)!
du mich verzehrender!
daher rasest du!
Ernst Leibl zelt unterm stern (1931) 97.


 
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sturmgewaltsam, adj.:

auf dem schaumbedeckten rosse
möcht ich fliehen unaufhaltsam
über tiefe tal und berge,
freiheitlechzend, sturmgewaltsam!
K. Stauffer familienbriefe 347.


 
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sturmgewand, n., kampfgewand, rüstung; im mhd. sturmgewant, seither öfter in ritterlichem milieu:

und manchen wilden biderman
mit ihrem sturmgewand umbrachten
Morhof unterricht (1682) 349;

dann schritten sie nach entgegengesetzten richtungen das gemach starktönend auf und ab, zu prüfen, wie ihnen die neuen sturmgewande behagten Fouqué zauberring (1812) 1, 82;

die furth sollt ihr suchen hinüber an das land,
dasz wir von hinnen bringen, beides rosz und sturmgewand!
Uhland ged. (1898) 2, 301.

 

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11) rebe
 ... ranken anderer pflanzen: es war ein tann erwachsen hoch, dabei ein körbs sich auch auf
 ... bekleidt also den ganzen baum, das man die tann kundt sehen kaum, mit vielen reben umbefangen,
 
12) riesenheer
 ... im schlaf streckt schwarz und wüst der weite tann, ein riesenheer in zaubermacht für tausend
 
13) rötlich
 ... horch, von den dünen, horch, aus dem tann wogen die kühnen Sachsen heran:
 
14) schlagen
 ... Steinbach 2, 427 ; da eilten in die von Tann .. nach; da slugen sich die unsern mit in.
 
15) schneiten
 ... auch klein hacken oder hauen, graszach oder dächsen schnaiten, tann - oder fichtenäste zur streu klein hacken Schm. 2
 
16) schurke
 ... : schurke, heiszt nach Meiszners zeugnüsz in Silesia loquente, tann - äpfel, tann - zapfen, squamata nucamenta
 ... Meiszners zeugnüsz in Silesia loquente, tann - äpfel, tann - zapfen, squamata nucamenta abietum Frisch
 
17) spulen
 ... von einem gleichmäszigen schnurrenden tone der vögel: eine gesellschaft wandernder tann - , kohl - , hauben - und blaumeisen, denen
 ... denen sich ein halbes dutzend goldhähnchen angeschlossen, streicht durch den tann, ... häkelt sich kollernd, spulend, »zit - zit« rufend an
 
18) stöhnen
 ... ; und fuhr im winter der sturm rasend durch den tann und stöhnten unter seinem drucke die föhren, so war es
 
19) strobel
 ... 1014 c ; die zirbelnusz, auch wohl jeder tann - und fichtenzapfen Adelung 4 (1780)
 
20) strolchen
 ... ich ( der weihnachtsmann ) so strolcht' durch den dichten tann, da riefs mich mit heller stimme an
 
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