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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
seesalz bis seeschaum (Bd. 16, Sp. 67 bis 68)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) seesalz, n. das im seewasser enthaltene, bez. daraus gewonnene salz, vgl. DWB meersalz (theil 6, 1857), in Niederdeutschland auch bojsalz (theil 2, 229). Adelung. Jacobsson 1, 258b. 7, 318a. Karmarsch-Heeren3 6, 295 f. Scheuchenstuel 223; see-saltz, n. sale marino Kramer dict. 2, 730a; sal marinum Stieler 1674, welches aus see-wasser gemacht wird. Frisch 2, 253c;

fern am deich, der blassen linie,
steht ein bäumchen, krank und ruppig, ...
schwarz von seesalz, kraus und struppig.
Liliencron adjutantenr. 114.

dazu seesalzsäure, auch seesäure, f. für salzsäure. Jacobsson 7, 158b: die grosze hitze zwischen den wendezirkeln scheint die see-salz-säure, welche im salzwasser so wie im küchen-salz enthalten ist, flüchtig zu machen. Forster reise 1, 25.
 
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seesand, m. arena marina Nemnich, arena lacustris Jacobsson 7, 318a, vgl. DWB meersand (theil 6, 1857). — dazu seesandwurm, m. eine art groszer regenwürmer, die an den nordischen seeküsten tief im sande lebt. Campe.
 
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seesäuger, m., seesäugethier,n.: hinsichtlich der sinne stehen die echten wale den früher beschriebenen seesäugern ziemlich gleich. Brehm illustr. thierl. 2, 862; die gewandheit anderer seesäugethiere geht ihnen (den sirenen) ab. 814; sie (die sirenen) und das borkenthier sind also die einzigen seesäugethiere, welche pflanzennahrung verzehren. ebenda.

[Bd. 16, Sp. 68]



 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) seesäure, f., s.seesalzsäure.
 
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seeschädel, m. eine art seeigel, spatangus. Campe.
 
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seeschaden, m. schaden, den ein schiff zur see erleidet, havarie. Campe: viele tausende kamen um in den seeschlachten und noch weit mehrere in den seeschäden. Niebuhr 3, 704. — in anderm sinne: see- et waszerschade, diluvium, eluvio, cataclysmus. Stieler 1705. —
 
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seeschadenberechnung, f. dispache. Campe.
 
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seeschale, f. seegras Nemnich.
 
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seescham, f. eine art seescheide, auch meerscham (theil 6, 1857), ascidia mentula Nemnich.
 
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seescharbock, m.: zu den vorbaugs- und heilmitteln gegen den see-scharbock .. gehörte auch eine verdickte essenz von bier. Forster reise 1, 26.
 
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seeschaum, m. , vgl. DWB meerschaum theil 6, 1857.
1) schaum der see (oder eines sees), spuma maris Stieler 1744:

aber gestüzt von der hand des jünglinges traten die eltern
über den wankenden bord, auf den sand voll kiesel und muscheln,
wellig geformt von der flut, und umhüpft mit gehügeltem seeschaum.
Voss Luise 1, 236.


2) name mehrerer steinarten, so ein dem speckstein verwandtes mineral, türkische erde, besonders zu pfeifenköpfen verwandt, lithomarga. Nemnich. Jacobsson 4, 117b f., vgl. DWB meerschaum 4; eine art weiszen oder grauen mergels, stenomarga. Campe; gelber ocher, eisengilbe, steinmergel, ochra flava bez. lutea vulgaris. Jacobsson 5, 637a.
3) breite, beinerne schuppe im rücken des dintenfisches, weiszes fischbein, vgl. DWB meerschaum 6, os sepiae (officinalis). Nemnich. öconom. lex.2 2700; vgl. nl. see-schuym, visch-been, sepium, testum: solidum illud quod in sepia continetur, quo aurifices utuntur. Kilian.