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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
seelerstorben bis seelführer (Bd. 16, Sp. 43 bis 44)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) seelerstorben, adj.:

welch seelerstorbner atheist
so frevler thorheit sich vermiszt.
A. v. Droste-Hülshoff ged. 414.


 
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seeletzt, adj.:

vom einzigen
seeletzten hügel.
Herder 29, 512 Suphan,

mit der anm.: dies land ist voraus ufer der see, und mein hügel ein steinfels daran gewesen!
 
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seeleuchte, f. seelaterne. Adelung, pharus, dasz die schiffenden bey der nacht sehen können wo sie sind. Frisch 2, 253c.
 
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seeleute, plur. zu seemann, vgl. dasselbe und meerleute (th. 6, 1854): dafür geb ich mich desto mehr mit den hiesigen seeleuten ab. Ardinghello 1, 206; er (der kapitän) hatte durch seinen dienst eine menge von seeleuten unter sich. Schiller 4, 148; wie schon im mittelmeere fränkische seeleute stritten, um die gestade Italiens und Galliens vor den Arabern zu wahren. Giesebrecht 15, 142.

[Bd. 16, Sp. 44]



 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) seelevergiftend, adj., bildlich: seelevergiftender mord. Campe.
 
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seeleverkäufer, m., s. seelenverkäufer.
 
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seelevkoje, f. eine art levkoje, die an den ufern des mittelländischen meeres wächst, auch jährige zwerglevkoje, cheiranthus maritimus. Nemnich. s. auch meerlevkoje (th. 6, 1854).
 
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seelezerschneidend, adj. die seele zerschneidend, tief betrübend Campe, vgl. seele II, 8, n: was zumal die götter (bei Homer) über die sterblichen ... sprechen, ... ist seelezerschneidend. Herder 17, 168 Suphan (human. br. 34).
 
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seelfegend, adj., vom 'fegefeuer': die grundfeste alles ablasz, nemlich das warm seelfegend fegfeur. Fischart bienenkorb 4b. — vgl. auch seelfegerland, n.: und reiszt zu seim meyster auff die fegfeurkirben ins seelfegerland. 218a.
 
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seelfrau, f. femina acconciatrice di corpi morti. Kramer dict. 2, 732b; seel-frau, so die todten wäscht und anzieht, als in Nürnberg gewöhnlich ist, foemina quae lavat mortuos. Frisch 2, 254b; totenfrau Campe: gleicher gestalt sollen alle leich-vörtel, .. vornehmlich auch dis verboten seyn, dass in dem hauss des abgestorbenen hinfürter sonst niemanden, dann allein dieienigen, so in das haus gehörig, beneben einer seelfrauen, die bey der leiche sitzet, und ihre besondere verrichtung hat, gespeist werden. Nürnb. leichenordn. von 1662 bei Haltaus 1671 (unter seelweiber). in älterer zeit von ärmeren ledigen frauen, die im seelhause leben und für die verstorbenen beten, vgl. DWB seelnonne, -schwester, -weib. Schm. 2, 256 f., begine Scherz-Oberlin 1476, mnd. selevrouwe Schiller-Lübben 4, 183a.
 
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seelführer, m., s. DWB seelenführer 1.