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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
schnökerei bis schnopfweife (Bd. 15, Sp. 1377)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) schnökerei, f. das herumschnüffeln, durchschnüffeln (siehe schnökern) Frisch 2, 216c; niederd. snökerije, näscherei, löffelei brem. wb. 4, 896.
 
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schnökern, verb. schnüffeln, durchschnüffeln, naschen, im nd. und in der umgangssprache Norddeutschlands vielfach gebräuchlich: hannov. snökern, naschen, löffeln, verliebte besuche ablegen brem. wb. 4, 896; snöckern, in der stille auszuwittern suchen, herumsuchen, besonders nach naschwerk Danneil 200a, vergl. Woeste 246b. Frommanns zeitschrift 5, 294 (Fallersleben), bei Schambach 201a snückern: die Franzosen mögen gern ein gut stück essen — sie schnökern gern. Bode (Trist. Sh.) 7, 51; bei Keisersberg im sinne von schnüffeln (vergl. DWB schnäuken, DWB schneiken, schneuken): schnökeren als junckfrauwen lauffen in dem hausz schneicken, und wellen alles wüssen das die frauw in dem hindersten winkel hat. baum d. seligk. 12d.
 
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schnolle, f. tünche, mit der die fertig gebrannten tabakspfeifen überzogen werden Jacobsson 4, 30a.
 
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schnollen, verb. für schmollen (?), s. DWB schnollsuppe: die nur immerdar grollen, schnollen, kurren, murren, brummen, summen. Creidius; s. DWB schnullen.
 
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schnoller, m., s. DWB schnuller.
 
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schnollsuppe, f.: ein weib sol nicht ein beiskohl sein, die dem manne eitel schnollsuppen und preckelerbsen furtrage. F. Roth hausmütter abc c 5b.
 
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schnopern, verb. von thieren, riechend spüren (vergl.schnuppern): die hunde schnopern. Steinbach 2, 482; schnopern, hittire, wie die hunde, wann sie nach etwas mit winseln spühren. Frisch 2, 217a, vgl. Schröer 203b; wobei das nagen als ein schnoperndes vorkosten .. zu betrachten ist. Göthe 55, 322; von menschen:

er schnopert was er schnopern kann.
'er spürt nach Jesuiten'. 12, 227.

herumschnopern: du siehst, dasz ich wieder an der gränze deines reiches herumschnopere. Göthe an Zelter 321, s. auch beschnopern theil 1, sp. 1589. nd. snopern sowie das einfache snopen haben die bedeutung von naschen, vgl. Schiller-Lübben 4, 278a. Richey 274. brem. wb. 4, 896. Schütze 4, 146. ten Doornkaat Koolman 3, 247b; snoper, ein näscher brem. wb. 4, 897; snoperey, näscherei Richey a. a. o.; snopern, snoopsk, genäschig brem. wb. a. a. o.
 
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schnopf, schnopfe, m., s. DWB schnupfen, m.
 
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schnopfen, verb., s. DWB schnupfen, verb.
 
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schnopfezen, schnopfezer, s.schnupfezen, schnupfezer.
 
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schnopfweife, f. beim garnaufweifen zeigt sie von selbst an, wenn die gehörige anzahl fäden zu einem gebinde darauf sind Jacobsson 4, 30a; für schnappweife, s. dieses sp. 1177.