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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
schnittmeister bis schnittrisz (Bd. 15, Sp. 1357)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) schnittmeister, m.: an etlichen orten ist der gebrauch, dasz man mit einen oder zween vertrauten und bekannten um ein gewisses geld, den gantzen schnitt (die ernte) abzubringen, dinget, die schauen ihnen dann um eine genugsame anzahl schnitter um, dingen mit ihnen, und lohnen ihnen nach dem tagwerck, so gehts auch schleunig zu, und darff der hausvatter nicht so anhäbig nachsehen, weil die schnittmeister zu eignen ihren nutzen darob seyn müssen, dasz nichts versaumt sey. Hohberg 2, 51b.
 
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schnittmesser , n. messer zum schneiden, mhd. snitmeʒʒer Lexer handwb. 2, 1039; speziell
1) messer mit 2 handhaben, dessen sich böttcher, wagner und andere handwerker bedienen Adelung, vergl. schneidemesser Jacobsson 4, 29b; sculprum ... snyt meszer Dief. gloss. 521c; schnittmeszer, scalprum rectum et incurvum, culter vietorius utrinque manubriatus Stieler 1252; schnitt-messer, s. schnitzmesser, concisorium, scalprum manubriatum vietorum Frisch 2, 216a; was übrig bleibt, davor lassen wir ein beil oder ein schnittemesser schärffen. Weise kl. leute 150;

schnitmesser schnitzer hamer zangen

unter allerlei hausrat aufgeführt fastn. sp. 1219.
2) das rebmesser der winzer Adelung, vgl. schnittheppe und: putatorium .. eyn schnid messerlin Dief. gloss. 474c.
3) in der chirurgie: nach diesem schneyde jm mit einem starcken scharffen schnitmesser ein wündlein durch die hirnschalen, unnd öffne dieselbige. Würtz wundarzn. 97.
4) obscen (penis): aber wie der grob paurenknecht mit seinem wüesten schnidmesser den kitzel in das hünder vierthail bracht, fieng sie mit niderer stim an zu jemern und zu schreien. Zimm. chron.2 4, 10, 15 Barack.
 
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schnittmonat, m. erntemonat, august, vgl. DWB schnitt 2 und Weinhold monatsnamen 54: calen. augusti 31. schnitmonat. augst. Tegernseer kal. von 1534, s. Germ. 9, 196.
 
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schnittmorchelblume, f. das wollgras Nemnich.
 
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schnittnarbe, f. narbe von einer schnittwunde.
 
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schnittnutzholz, n. die holzarten, welche durch sägen oder auf schneidemühlen zu holzarbeiten in theile von bestimmter breite und dicke zerschnitten werden Jacobsson 7, 264b f. Behlen 5, 541—545. vgl. schnittholz 3.
 
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schnittochse, m. verschnittener ochse Hertel sprachschatz 218.
 
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schnittpfennig, m. schnittlohn, mhd. snitphenninc und sniterphenninc Lexer handwb. 2, 1039.
 
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schnittreif, adj. reif zum abschneiden oder einernten: weizen und roggen stehen hier schon schnittreif. Berlepsch alpen 109; bildlich: ich bin zwei, drei jahre älter als Uhland, mithin schnittreifer. Jac. Grimm an A. v. Keller nach Uhlands tode.
 
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schnittried, n.: carex .. schnydtriedt Dief. gl. 101b (voc. von 1482).
 
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schnittrisz, m. in der baukunst, zeichnung für das behauen der steine, auch für steinschnitt, steinhauerkunst, die kunst, die steine so zu behauen, dasz sie nachher an die ihnen bestimmte stelle (z. b. in gewölben) passen, bez. die zeichnungen dafür anzufertigen. Jacobsson 4, 29b. Eggers 2, 833.

 

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11) falschwitzig
 ... falschwitzig , nach seiner art, falschwitzig, bisweilen schmutzig. Ramler dichtk. des Hor. s. 85 .
 
12) fein
 ... ; so ist sie auch fein schmutzig fett, dasz allzeit ihr anklebt das bett.
 
13) flaum
 ... möglich. unter den heutigen mundarten ein nd. adj. vlaum schmutzig, trübe von wasser und auge ( Schambach 271 b
 
14) flecksiedern
 ... flecksiedern , schmutzig wie ein flecksiedern wammesz. Schwabe tintenf. A 5
 
15) fotze
 ... penis und praeputium. Was die deutung dieser beiden, schmutzig angelaufenen wörter belangt, so nehme ich auch für sie den
 
16) fuchser
 ... Stalder 1, 401 . 2) ein schmutzig geiziger, ein knicker. in Tirol ( Schöpf 158 ).
 
17) fud
 ... schwache biegung angenommen. Dasz dasselbe im nhd. ein schmutzig angelaufenes, in anständiger sprache durchaus gemiedenes ist, wurde schon sp.
 
18) fut
 ... 1) cunnus, vulva. dies die richtige schreibung des als schmutzig geltenden und darum gemiedenen wortes; doch wird, da wir zur
 
19) garstig
 ... noch heute auch abschreckend überhaupt. 4) schmutzig im sittlichen sinne. a) unsittlich, namentlich auch '
 ... schimpft, räsonniert u. ä. c) schändlich, gemein, schmutzig, niedrig überhaupt, im gegensatz zu ehre, sitte u. ä.:
 ... alle garstig - geizige, sordide avari. 147 ( jetzt schmutzig geizig), vgl. unter II, 1, e; dis ist
 ... Aber auch oberd.: kärnt. gaschtik ( neben garstik), garstig schmutzig, häszlich Lexer 108 , schwäb. gastig
 
20) genetzt
 ... mitbruder, der ( beim essen ) bis an den rückgrat schmutzig und bis auf die knochen genetzt erscheint. Göthe
 
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