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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
schneeglocke bis schneehaube (Bd. 15, Sp. 1235 bis 1236)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) schneeglocke, f. wie das vorige: wenn mein pinsel etwas erschuf, das du nicht erreichen konntest — und das einer tulipane oder einer schneeglocke ähnlich sah. Thümmel 5, 408;

dreimal nach des winters tosen
kamen schneeglock' und violen,
aus dem bett dich abzuholen.
Rückert ged. 98.


 
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schneeglöcklein, n. wie schneeglöckchen: die schneeglöcklein (galanthus). Oken 3, 540.
 
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schneeglühen, n. glühender glanz des schnees:

im thale sturm, — die spitzen
krönt' heller sonnenschein:
so zogst du unter blitzen
und schneeglühn bei uns ein!
Freiligrath dichtungen 4, 41.


 
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schneegrenze, f. auf bergen die höhengrenze, höhenlinie, von der ab der schnee auch im sommer liegen bleibt, wo deshalb jeglicher pflanzenwuchs aufhört. Behlen 5, 517.
 
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schneegusz, m. starker schneefall: wenn die biblischen dichter von den schneegüssen des Libanon, vom thau des Hermon, von den eichen Basans, vom prächtigen Libanon, und angenehmen Carmel reden, so geben sie bilder, die ihnen die natur selbst vorgelegt hat. Herder 1, 258 Suphan.
 
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schneehaar, n. schnee als haar der gebirge gefaszt: als Hannibal die alpen überstieg, zaus'te er ihnen am schneehaar, dasz die flocken Italien umdüsterten und es auch hier

[Bd. 15, Sp. 1236]


seinen gegnern winterlich ward. Grabbe werke 3, 395; bildlich auch das schneeweisze haar des alters: ein greis mit schneehaaren.
 
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schneehahnenfusz, m. die hahnenfuszart ranunculus nivalis. Nemnich.
 
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schneehand, f. schneeweisze hand: küszte der schönen schwägerinn Primerosa die schneehand mit inbrust. Benzel-Sternau bei Campe.
 
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schneehändel, n. anemone alpina, die weisze küchenschelle. Nemnich 1, 295.
 
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schneehase, m. name für das schneehuhn tetrao lagopus. Nemnich 4, 1442.
 
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schneehaube, f. im jagdwesen ein netz zum fangen der rebhühner bei schnee: diese schnee-haube wird also, wenn schnee gefallen, dahin gestellt, wo hüner sich einfinden. Döbel jägerpr. 2, 200a.

 

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11) falschwitzig
 ... falschwitzig , nach seiner art, falschwitzig, bisweilen schmutzig. Ramler dichtk. des Hor. s. 85 .
 
12) fein
 ... ; so ist sie auch fein schmutzig fett, dasz allzeit ihr anklebt das bett.
 
13) flaum
 ... möglich. unter den heutigen mundarten ein nd. adj. vlaum schmutzig, trübe von wasser und auge ( Schambach 271 b
 
14) flecksiedern
 ... flecksiedern , schmutzig wie ein flecksiedern wammesz. Schwabe tintenf. A 5
 
15) fotze
 ... penis und praeputium. Was die deutung dieser beiden, schmutzig angelaufenen wörter belangt, so nehme ich auch für sie den
 
16) fuchser
 ... Stalder 1, 401 . 2) ein schmutzig geiziger, ein knicker. in Tirol ( Schöpf 158 ).
 
17) fud
 ... schwache biegung angenommen. Dasz dasselbe im nhd. ein schmutzig angelaufenes, in anständiger sprache durchaus gemiedenes ist, wurde schon sp.
 
18) fut
 ... 1) cunnus, vulva. dies die richtige schreibung des als schmutzig geltenden und darum gemiedenen wortes; doch wird, da wir zur
 
19) garstig
 ... noch heute auch abschreckend überhaupt. 4) schmutzig im sittlichen sinne. a) unsittlich, namentlich auch '
 ... schimpft, räsonniert u. ä. c) schändlich, gemein, schmutzig, niedrig überhaupt, im gegensatz zu ehre, sitte u. ä.:
 ... alle garstig - geizige, sordide avari. 147 ( jetzt schmutzig geizig), vgl. unter II, 1, e; dis ist
 ... Aber auch oberd.: kärnt. gaschtik ( neben garstik), garstig schmutzig, häszlich Lexer 108 , schwäb. gastig
 
20) genetzt
 ... mitbruder, der ( beim essen ) bis an den rückgrat schmutzig und bis auf die knochen genetzt erscheint. Göthe
 
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