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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
schnackenland bis schnackerei (Bd. 15, Sp. 1158)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) schnackenland, n. mückenland, scherzhaft:

mein herr der keiser ausz Schnokenlant. fastn. sp. 359, 7, vgl. 648, 16.


 
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schnackenmacher, m.: schnackenmacher, einer, der lustige einfälle hat, ein spaszmacher Klein prov.-wb. 2, 131, vgl. Kehrein 359; zu schnake, anecdote, posse, s. schnack 3; der schnakenmacher schreibt gar, ich sollt' es nur der welt sagen. J. Paul Hesp. 1, 155.
 
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schnackenreiszer, m. in gleichem sinne wie das vorhergehende wort, gebildet nach possenreiszer. schnackenreiszer im vocab. von 1618 bei Schmeller 2, 565; vergl. Schmidt 199. Kehrein 359.
 
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schnackenseihen, n.: das nennet Christus ein schnacken segen, und ein camel verschlinden. Franck weltb. 158b (jr verblente leiter, die jr muckenseiget, und kamel verschluckt. Matth. 23, 24).
 
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schnackenspiel, n. das umherschwirren der mücken in der luft: schnakenspiel, culicum lascivia in aere. Stieler 2088.
 
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schnackenstich, m. mückenstich: schnackenstich, puntura di zanzera. Kramer deutsch-ital. dict. (1702) 2, 617b.
 
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schnackenwanze, f. ein insect, gerris Oken 5, 1614.
 
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schnackenwurz, f. drachenwurz, mittelnd. snakenwort Schiller-Lübben 4, 267b; s.schnakenkraut.
 
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schnacker, schnaker, m.
1) zu schnacken, niederd. snacken, plaudern, schwatzen: snacker Schiller-Lübben 4, 267a. ten Doornkaat Koolman 3, 237a, nordfries. snaker: thiar skal an gaaden snaker tu, thiar 't an swigger ferbedert (es gehört ein guter sprecher dazu, der es einem schweiger verbessert) Firmenich 3, 5, 55. bei Stieler 1889 gleichbedeutend mit schnak (s. DWB schnack 4, b), ridiculus, facetus (homo).
2) snacker, m., mensch der seinem vergnügen nachgeht Woeste 244b, vgl.schnäcken naschen, verschnecken verschleudern oben unter schnacken 3.
3) über das dim. schnackerl, das aufstoszen aus dem magen, schluchzer bedeutet, s. oben schnack 4, c, schnackeln und schnacken 3.
4) der wachtelkönig wird auch schnacker, schnarrer oder schnerker genannt. Behlen lex. der forst- u. jagdkunde 5, 511.
 
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schnacker, adj. , vgl. schnicker.
1) munter, frisch, schön lebhaft, z. b. von der frucht im felde: der kohl hat ein recht schnackeres ansehen. Schmidt 199. Kehrein 358.
2) fett, daneben schnackerfett, schneckenfett ebenda.
 
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schnackerei, schnakerei, f.
1) das plaudern, schwatzen, das geschwätz, s. DWB schnacken. die verschlimmerte bedeutung waltet vor: nd. snackerî, gewäsch Danneil 198b. sau 'ne ôle snackerîe, so ein altes, dummes geschwätz Schambach 199b. bei Stieler als schnakerey: sed schnakerey etiam quemcunque sermonem, et quamlibet disputationem notat, Saxonibus: colloquium, dissertatio. 1889, hier also dem milderen sinne von snacken entsprechend. verschlimmert: ihr werdet vielleicht dencken, dasz sey eine alte schnackerey, ein alt gewäsch. Schuppius 288.
2) niederd. snakerey, possierliche rede oder handlung, lustiger streich Richey 269; he deed et man ut snakeree, es war ihm kein ernst damit Schütze 4, 135; snakerijen, scherzhafte possen, lustige einfälle Dähnert 436a. schnakerey, facetiae, joci Frisch 2, 211a, ebenso schon bei Stieler a. a. o. vgl. schnack 3.

 

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11) falschwitzig
 ... falschwitzig , nach seiner art, falschwitzig, bisweilen schmutzig. Ramler dichtk. des Hor. s. 85 .
 
12) fein
 ... ; so ist sie auch fein schmutzig fett, dasz allzeit ihr anklebt das bett.
 
13) flaum
 ... möglich. unter den heutigen mundarten ein nd. adj. vlaum schmutzig, trübe von wasser und auge ( Schambach 271 b
 
14) flecksiedern
 ... flecksiedern , schmutzig wie ein flecksiedern wammesz. Schwabe tintenf. A 5
 
15) fotze
 ... penis und praeputium. Was die deutung dieser beiden, schmutzig angelaufenen wörter belangt, so nehme ich auch für sie den
 
16) fuchser
 ... Stalder 1, 401 . 2) ein schmutzig geiziger, ein knicker. in Tirol ( Schöpf 158 ).
 
17) fud
 ... schwache biegung angenommen. Dasz dasselbe im nhd. ein schmutzig angelaufenes, in anständiger sprache durchaus gemiedenes ist, wurde schon sp.
 
18) fut
 ... 1) cunnus, vulva. dies die richtige schreibung des als schmutzig geltenden und darum gemiedenen wortes; doch wird, da wir zur
 
19) garstig
 ... noch heute auch abschreckend überhaupt. 4) schmutzig im sittlichen sinne. a) unsittlich, namentlich auch '
 ... schimpft, räsonniert u. ä. c) schändlich, gemein, schmutzig, niedrig überhaupt, im gegensatz zu ehre, sitte u. ä.:
 ... alle garstig - geizige, sordide avari. 147 ( jetzt schmutzig geizig), vgl. unter II, 1, e; dis ist
 ... Aber auch oberd.: kärnt. gaschtik ( neben garstik), garstig schmutzig, häszlich Lexer 108 , schwäb. gastig
 
20) genetzt
 ... mitbruder, der ( beim essen ) bis an den rückgrat schmutzig und bis auf die knochen genetzt erscheint. Göthe
 
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