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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
schnabelwerk bis schnäblermann (Bd. 15, Sp. 1151)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) schnabelwerk, n. scherzhaft von gutem, schmackhaftem essen: das (die gebratenen staare) gibt darnach gegen und im winter ein gut schnebelwerk. Colerus hausb. 480.
 
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schnabelwetzung, f. wetzung, wetzen des schnabels; in komischer rede für küssen:

ich sag euch, wie ich heisze, frey,
meine, dasz es (das weibliche geschlecht) geschaffen sei
den männern nur zur schnabelwetzung
und zur gelegentlichen letzung.
Ludwig 3, 568.


 
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schnabelwinkel, m. der zwischen den beiden theilen des unterkiefers am schnabel eines vogels liegende winkel. quelle bei Campe.
 
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schnabelzange, f. mit schnäbeln versehene zange. Jacobsson 4, 13b.
 
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schnabelzuckend, part. mit dem schnabel zuckend:

und die taube, schnabelzuckend,
pickt die schale schnell hinunter.
Cl. Brentano ges. schriften (1852) 3, 389.


 
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schnabelzumpe, f. die pflanze penthorum sedoides Oken 3, 1963.
 
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schnaben, verb., vgl. unter schnappen.
 
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schnäblein, schnäbelein, n. kleiner, zierlicher schnabel, mhd. snebelîn: ein schnäbelein, rostellum Frisch 2, 210b; sie aber zwitscherte wie eine grasmücke, die am bache das hälslein wäscht und das köpfchen herum wirft und die federn sträubt und wieder glättet mit dem schnäblein. Grillparzer 11, 286;

nachtigall, ich seh dich laufen,
an dem bächlein thust du saufen;
du tunkst dein klein schnäblein ein,
meinst, es wär der beste wein. des knaben wunderhorn 1, 132 Boxberger;

und käm alle jahr ein vögelein
und nähm nur ein schnäblein voll erden,
so wollt ich doch die hoffnung haben.
dasz ich könnt selig werden. 2, 82;

wacht auf, ihr schönen vögelein,
ihr nachtigallen kleine,
die ihr auf grünem zweigelein,
noch eh die sonn recht scheine,
anstimmt die tönend schnäbelein,
gedreht von helfenbeine! 524.

übertragen auf den mund der geliebten:

dû auserweltes schöns mein hertz,
dein buniklîcher schertz,
hât benomen mir besunder schmertz.
ey myniklîches valkentertz,
wie süesz ist dir dein sneblein wolgevar!
O. v. Wolkenstein 37, 1, 5.


 
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schnäbler, m. vogel, der schnäbelt:

täubchen, verstricket zum paar, als gatteten traut sich die schnäbler.
Sonnenberg bei
Campe.

name für die plattfuszart plotus anomaloroster; in komischer rede auch von menschen, ein küssender.
 
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schnäblerei, f. scherzhaft für das was dem schnabel dient, leckerbissen: schnäblerey, cupedia Frischlin bei Frisch 2, 210c.
 
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schnäblermann, m. mit schnabel versehener mann:

man findt wol jetz eyn schnebler man,
der mit seym maul erreichen kan
den hymmel und all sternen dran.
Murner schelmenz. 44 neudruck.

 

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11) falschwitzig
 ... falschwitzig , nach seiner art, falschwitzig, bisweilen schmutzig. Ramler dichtk. des Hor. s. 85 .
 
12) fein
 ... ; so ist sie auch fein schmutzig fett, dasz allzeit ihr anklebt das bett.
 
13) flaum
 ... möglich. unter den heutigen mundarten ein nd. adj. vlaum schmutzig, trübe von wasser und auge ( Schambach 271 b
 
14) flecksiedern
 ... flecksiedern , schmutzig wie ein flecksiedern wammesz. Schwabe tintenf. A 5
 
15) fotze
 ... penis und praeputium. Was die deutung dieser beiden, schmutzig angelaufenen wörter belangt, so nehme ich auch für sie den
 
16) fuchser
 ... Stalder 1, 401 . 2) ein schmutzig geiziger, ein knicker. in Tirol ( Schöpf 158 ).
 
17) fud
 ... schwache biegung angenommen. Dasz dasselbe im nhd. ein schmutzig angelaufenes, in anständiger sprache durchaus gemiedenes ist, wurde schon sp.
 
18) fut
 ... 1) cunnus, vulva. dies die richtige schreibung des als schmutzig geltenden und darum gemiedenen wortes; doch wird, da wir zur
 
19) garstig
 ... noch heute auch abschreckend überhaupt. 4) schmutzig im sittlichen sinne. a) unsittlich, namentlich auch '
 ... schimpft, räsonniert u. ä. c) schändlich, gemein, schmutzig, niedrig überhaupt, im gegensatz zu ehre, sitte u. ä.:
 ... alle garstig - geizige, sordide avari. 147 ( jetzt schmutzig geizig), vgl. unter II, 1, e; dis ist
 ... Aber auch oberd.: kärnt. gaschtik ( neben garstik), garstig schmutzig, häszlich Lexer 108 , schwäb. gastig
 
20) genetzt
 ... mitbruder, der ( beim essen ) bis an den rückgrat schmutzig und bis auf die knochen genetzt erscheint. Göthe
 
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