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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
schnabelform bis schnabelkrokodil (Bd. 15, Sp. 1147)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) schnabelform, f. die form eines schnabels.
 
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schnabelförmig, adj. und adv. die form eines schnabels habend: schnabelförmige krümmung; schnabelförmig gebogen.
 
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schnabelgras, n. die grasgattung eleusine Oken 3, 397.
 
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schnabelhaut, f. zarte haut, welche bei wasservögeln den schnabel bedeckt Campe.
 
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schnabelholz, n. hölzernes, vorn breites gerät, bezeichnung des löffels: schnabelholtz, ein löffel, cochlear Maaler 358d; wir Teutschen haben yhn von der lippen den namen geben, wie es der gemeine mann ein schnabelholtz heisset. Mathesius Sar. 192b. bei den weinbauern holz, welches aus einem oder zwei der letzten augen des bogens oder der kunkel einer rebe hervorwächst. Campe.
 
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schnabelieren, schnabulieren, verb. mit dem schnabel essen, gierig die speisen verzehren; komische bildung mit der fremden endung -ieren zu schnabel: schnabelieren, ein lächerliches wort, für leckerbiszlein essen. Frisch 2, 210c; schnabeliren, geschnabeliret, verbum fictum ab avium et gallinarum esu, proprie rostrare, mit dem schnabel picken, metaph. autem est vorare, glutinare, catillare, popinari. Stieler 1895; von vögeln: wenn's nur immer mäuse gäbe! denn mäuse findt er (der schuhu) so delicieux wie lerchen, und die schönste lerche schnabelirt er wie eine maus. Göthe 14, 85. von menschen: aber was wäre ich für ein krober und ungschlachter mostzacherl, wan ich nit einmal für so vill ayrmaundeln, butterkrapffel und speck - knedel, die ich bey euch gschnabulirt, schuldigisten danck abstattn thet. Schwabe tintenfäszl A 4a. älter in der bedeutung um den schnabel schlagen: der pfarherr wolt in dieser beicht auch schnaboliert haben mit einem auszgeschnittenen schuch, so war im der bub z geschwind. Kirchhof wendunm. 1, 294 Österley.
 
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schnabelkerbel, m. das kraut scandix pecten Veneris: scandix nadel- l. schnabelkörffel Dief. 516b; schnabelkörfel Tabernaemontanus bei Pritzel-Jessen 365b.
 
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schnabelkönig, m. mann mit einem groszen schnabel, maske zur fastnachtszeit: den schnabelkönig fahren. Fischart Garg. 1, 72 neudruck.
 
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schnabelkorn, n. name der pflanzengattung gnidia. Nemnich 3, 64.
 
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schnabelkraut, n. landschaftlich gebrauchter name der pflanze storchschnabel, geranium Nemnich 3, 39; auch der schnabelmöhren, scandix pecten Veneris 4, 1233.
 
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schnabelkrokodil, n. name für das Gangeskrokodil, crocodilus gangeticus Oken 6, 679.

 

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11) falschwitzig
 ... falschwitzig , nach seiner art, falschwitzig, bisweilen schmutzig. Ramler dichtk. des Hor. s. 85 .
 
12) fein
 ... ; so ist sie auch fein schmutzig fett, dasz allzeit ihr anklebt das bett.
 
13) flaum
 ... möglich. unter den heutigen mundarten ein nd. adj. vlaum schmutzig, trübe von wasser und auge ( Schambach 271 b
 
14) flecksiedern
 ... flecksiedern , schmutzig wie ein flecksiedern wammesz. Schwabe tintenf. A 5
 
15) fotze
 ... penis und praeputium. Was die deutung dieser beiden, schmutzig angelaufenen wörter belangt, so nehme ich auch für sie den
 
16) fuchser
 ... Stalder 1, 401 . 2) ein schmutzig geiziger, ein knicker. in Tirol ( Schöpf 158 ).
 
17) fud
 ... schwache biegung angenommen. Dasz dasselbe im nhd. ein schmutzig angelaufenes, in anständiger sprache durchaus gemiedenes ist, wurde schon sp.
 
18) fut
 ... 1) cunnus, vulva. dies die richtige schreibung des als schmutzig geltenden und darum gemiedenen wortes; doch wird, da wir zur
 
19) garstig
 ... noch heute auch abschreckend überhaupt. 4) schmutzig im sittlichen sinne. a) unsittlich, namentlich auch '
 ... schimpft, räsonniert u. ä. c) schändlich, gemein, schmutzig, niedrig überhaupt, im gegensatz zu ehre, sitte u. ä.:
 ... alle garstig - geizige, sordide avari. 147 ( jetzt schmutzig geizig), vgl. unter II, 1, e; dis ist
 ... Aber auch oberd.: kärnt. gaschtik ( neben garstik), garstig schmutzig, häszlich Lexer 108 , schwäb. gastig
 
20) genetzt
 ... mitbruder, der ( beim essen ) bis an den rückgrat schmutzig und bis auf die knochen genetzt erscheint. Göthe
 
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