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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
hundstheil bis hundsvoll (Bd. 10, Sp. 1941)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) hundstheil, m. antheil der jagdhunde an gewissen stücken des erlegten thieres (vergl. hunderecht): hundsteil, alias jägerrecht, polluctum canarium Stieler 2268.
 
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hundsticke, f. hundslaus, acarus ricinus. in Norddeutschland; ticke ist das oberdeutsche zecke.
 
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hundstod, m. aconitum lycoctonum, gelber sturmhut, eine pflanze; auch arnica montana, fallkraut, Lucianskraut.
 
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hundstritt, m. tritt wie man ihn einem hunde gibt: sprang aus dem wagen, indem ich ihn durch einen hundstritt drei ehlen lang auf die seite stiesz. Kerner reiseschatten 13.
 
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hundstropf, m. niederträchtiger tropf, gemeiner kerl: wie etliche wohnweisen, pharisaeischen hundstropfen mich unschuldiger weise gehönet, verleumbdet. L. Thurneiszer nothgedrung. ausschreiben, vorr. s. 4.
 
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hundstrunk, m. grad der trunkenheit, in der man bissig ist wie ein hund (vergl. oben hundssoff): einstmalen kam ich nach haus mit einem hundstrunk. Abele künstl. unordn. 1, 42.
 
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hundstrunken, part.: etlich werden berntrunken (d. i. trunken dasz sie plump und faul erscheinen wie ein bär), etlich sewevoll, etlich hundstrunken, etlich der teufel gar. S. Frank laster d. trunkenheit (1531) C 3a. vgl. hundsvoll.
 
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hundsübel, adj. und adv. äuszerst übel (vgl. hunds- sp. 1932): es ging mir .. hundsübel, wie man zu sagen pfleget. Simpl. 1, 440 Kurz; das hundsüble fortfüllen, als ich die kugel zum fenster hinaus gehangen. J. Paul kom. anh. zum Tit. 2, 70; traute, passe nur, bis wir wieder blutarm und hundsübel dran sind: mit freuden will ich dann mit dir ächzen und lechzen. Siebenk. 3, 5; damals schöpfte ich die erste erfahrung von dem satze, dasz die menschen, wenn ihre liebe recht heisz ist, dem gegenstande derselben hundsübel machen können. Immermann 2, 57.
 
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hundsveilchen, n. viola canina; viola hirta das grosze hundsveilchen Nemnich 4, 1568. bei Frisch 1, 476a hundsviole, eine blume wie eine viole, aber ohne geruch, viola sine odore.
 
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hundsvogt, m. aufseher über die hunde; kirchenknecht der verhüten soll, dasz die hunde während des gottesdienstes nicht in die kirche laufen. Adelung. vgl. hundevogt.
 
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hundsvoll, adj. wie hundstrunken item aliqui assimulant caninam ebrietatem: vulgariter, etliche werden hundtsvoll, hoc est, wenn sie bezecht seindt, so stecken sie voll hundtsmucken, und murren und beiszen umb sich. de generib. ebrios. s. 15.