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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
goldquaste bis goldraute (Bd. 8, Sp. 821 bis 822)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) goldquaste, f., quaste aus goldfarbenen fäden: ein mützchen, mit marder oder zobel eingefaszt und mit einer herabhangenden klappe und goldquaste versehen Chr. Fr. Schulz reise e. Livländers (1795) 5, 25; darüber (über dem altar) ein dächlein mit goldquasten Rosegger schr. III 4, 150.
 
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goldquelle, f., goldquell, m., fundort, herkunftsort von gold, vgl. goldquell vena aurifera Stieler stammb.

[Bd. 8, Sp. 822]


(1691) 1493: es gehet aber ihrer vielen wie jenem, der gesagt, es mangle auff seinem landgute nichts als eine gar kleine goldquelle J. Prätorius wündschelruthen (1667) 92; als ... die goldquellen der neuen welt schon sein waren Fr. Schlegel s. w. (1846) 11, 220; ungeheure goldquellen in Californien sind entdeckt Hebbel tageb. 3, 326 Werner. übertragen für eine ergiebige erwerbsquelle, quelle des reichtums: wiesen waren die goldquelle Bonstetten briefe über ein schweizer. hirtenland (1782) 47; vorzüglich sann er der belebung des handels nach, dieser goldquelle der ärmsten staaten Zschokke s. ausgew. schr. (1824) 31, 184; so starb er (Gutenberg) selber in armut ..., der dem ... Fust und ... Schöffer die goldquellen der schwarzen kunst hinterliesz qu. a. d. j. 1925.
 
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goldrabe, m., corvus corax L., aus dem Hohenlohischen und der Wetterau bezeugt bei Popowitsch vers. (1780) 454, ist umgedeutet aus kolkrabe, vgl. Suolahti vogeln. (1909) 177. —
 
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goldrahm, -ram, m., was goldschlich (s. d.); vgl. s. v. rahm teil 8, sp. 62; singulär belegt: die reichen golt ram oder schlich ... können besser nicht dann vber das bley geschmeltzt werden Ercker beschr. aller min. ertzt (1580) 47a. —
 
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goldrahmen, m., rahmen aus gold oder aus anderem mit echter oder unechter farbe vergoldetem material: ein vorzügliches blumengemälde in dem reichsten goldrahmen an passender stelle geziemend dargebracht Göthe I 4, 81 W.; das bild ... war von einem breiten, ausgeflammten und durchbrochenen goldrahmen hohen alters umschlossen Stifter s. w. 3 (1911) 348; ein kleiner ovaler goldrahmen, in dem sich wahrscheinlich ein miniaturbild befunden hatte Fontane ges. w. (1905) I 1, 324.
 
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goldrand, m., goldfarbener schmuckstreifen als randverzierung; im mhd. ist sicher an einen metallstreifen aus echtem golde gedacht:

sein edel schilt ward verprant (vom feuer des drachen),
der porten und der goltrant
Heinrich v. Neustadt Apollonius 10196 S.;

bunte tassen mit goldrand Clara Viebig d. schlafende heer (1904) 1, 176. übertragen auf eine lichterscheinung: der goldrand des abends Jean Paul biogr. belust. (1796) 1, 27; sie (blickte auf) ... zu dem goldrande der wolken Anzengruber ges. w. (1890) 1, 3. —
 
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goldrandig, adj.: auf einem goldrandigen papierblatt S. Brunner erz. u. schr. (1864) 1, 334; die goldrandige tasse R. Schaukal Mimi Lynx (1904) 41.
 
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goldrauch, m., im sprachgebrauch des Paracelsus, vgl. s. v. rauch 10, teil 8, 241: dessgleichen die metallen jhr sonder wesen haben: etliche vom goldtrauch, etliche vom silberrauch, ... etliche vom kupfferrauch, etliche vom bleyrauch, ... aber diese räuch schaden den abtreibern und den schmiden, schlössern vnd was die metallen im fewr braucht opera (1616) 1, 478. vom sonnendunst: zusehen, wie ... die stadt sich massenweise aus dem nachtdufte hebt, theilweise anbrennt, theilweise in einem trüben goldrauche kämpft und wallt Stifter s. w. 1 (1904) 103. —
 
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goldraupe, f., dass. wie goldpuppe 2, schmetterlingspuppe: chrysalis ein goldraupe nomencl. lat.-germ. (Hamb. 1634) 162; chrysalis eine goldraupe Corvinus fons lat. (1646) 98. —
 
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goldrausch, m., gier nach gold: ehe uns der goldrausch packte und auseinander trieb (von den spanischen conquistadoren) R. Schneider Las Casas vor Karl V. (1949) 77. —
 
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goldraute, f., name für die pflanzen artemisia spicata Wülf. (vgl. Holl wb. dt. pflanzenn. [1833] 31b; Marzell wb. d. dt. pflanzennamen 1, 430) und solidago virga aurea L., auch goldrute, vgl. Holl 133a und unten goldrute.