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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
gakeln bis gakern (Bd. 4, Sp. 1153 bis 1154)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) gakeln, gackern, plaudern, s. DWB gackeln, DWB kakeln.
 
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gakeln, gaukeln u. ä., s. DWB gageln 2, b.
 
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gaken, gaukelnd vorragen u. ä., s. DWB gagen 1, a.
 
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gaken , schreien, schwatzen u. ä., md.
1) schles. gâken schreien, bes. schreien wie eine gans Weinhold 25a, auch mrh. Kehrein 149, thür., sächs. u. a.; hess. von elstern: gaken .. die aglaster um ein haus her .. gibt ... zu verstehen dasz .. frembde gäst kommen werden. Kirchhof wend. 1602 4, 289. s. dazu gake gans, dohle, rabe, s. auch DWB gakelei, DWB gakeln.
2) schles. dumm schwatzen, auch nordböhm. Petters andeut. 38. ein altes zeugnis, aus dem westlichen md., bietet wahrsch. gakman. vgl. DWB gake 3, schwätzerin, und kakeln 2.
3) es ist nicht unterschieden von der nd. form kaken (s. u. DWB kakeln 2, bd. 5, 49) noch von der oberd., alem. 'gaaggen' Stalder 1, 414 vom geschrei der gänse, krähen, raben (vgl. DWB gake 1), alle drei schreibungen meinen wesentlich dieselbe aussprache, das wort tritt als lautnachahmend aus der lautverschiebung heraus; vgl. u. K 2, g. s. aber auch gacken (oberd. gaggen), es gehn in dem worte kürze und länge neben einander, und mit umlaut gäken.
 
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gaken, gäken, gaffen (wie neben gaffen auch gäffen), gleichfalls md., s. u. gaffen I, 3, a sp. 1137, der gâkaffe maulaffe (s. DWB gähnaffe) heiszt erzgebirg. gækaff, wie auch kurz gake, gäke f. (s. d. 3); engl. entspricht letzterem gauky u. ä., s. sp. 1137. vgl. auch mit andern lautstufen altn. kaga gaffen, noch norw. kaga, auch koga, wobei freilich der offne mund fehlt, vielmehr der gehobene kopf als begleitend angegeben wird (s. u. DWB gaffen I, 2, b), es mag zu kucken, gucken gehören; vgl. isl. gægiaz latenter prospectare Biörn 1, 316b, altn. gægiask eifrig blicken mit gestrecktem halse Vigfusson 222b. zu diesem gaken auch wol kagfenster.
 
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gäken , nebenform zu dem ersten gaken.
1) gäken, frincutire, von gänsen Stieler 594, wie gaken 1. wieder auch alem. (s. DWB gaken 3) gæggen von widerlichem geschrei von thieren, z. b. des hähers (vgl. DWB gäker 2), auch des kalbes Stalder 1, 414. von fröschen, geken (vgl.kecken): die frösche sind die plauderer, so .. wider das evangelium geken. Luther randgl. zur offenb. Joh. 16, 13 (Bindseils ausg. 7, 568). s. auch gecken.
2) von menschen, wie eben schon b. Luther acute et minute loqui, wer gäket so drauszen? Stieler 594, vgl. DWB käken 2.

[Bd. 4, Sp. 1154]


wieder auch alem. bei Stalder gæggen von erwachsenen, die mit durchschneidender, gedehnter, weibischer stimme, von kindern die weinerlich reden. vgl. schwed. käka belfernd zanken Rietz 382a.
3) von dem tone dessen, der sich erbrechen will, s. DWB käken 1, auch gäcken, geksen. neben engl. keck (s. u. DWB käken) auch mundartl. gag to nauseate Halliw. 388b.
 
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gäker, m. 1) ein gäkender schwätzer, s. Stieler 594. 2) schweiz. gægger, eine art häher, corvus glandarius Stalder 1, 414, zu gäken 1.
 
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gäkerei, f. geschwätz, es ist eine blosze weibergäkerei, man musz sich an alle gäkereien nicht kehren. Stieler 594.
 
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gäkerisch, widerlich geschwätzig, auch gäkisch, gäklerisch Stieler 594.
 
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gakern, schwanken, s. unter DWB gagern 1, vgl. gâkrich unter gackerig.
 
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gakern gleich gackern, s. d. 2; z. b.:

das tanzen und schwelgen es ist nun vorbei,
du gakerst wies huhn ums verlorene ei. flieg. bl. v. 1813.