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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
futterknecht bis futterkrippe (Bd. 4, Sp. 1083 bis 1084)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) futterknecht, m. ein knecht zur fütterung des viehes, besonders der pferde. in jenem allgemeinern sinne und zumal in dem von futtersammler bei Kirsch (1723) 2, 127b und danach bei Matthiä (1761) 2, 163b.
nnl. voederknecht, dänisch foderknegt.
 
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futterknochenmehl, n. ein durch zermalmung von knochen hervorgebrachtes »mehl«, das als sehr kräftigend und nahrhaft unter das »futter« für schweine, schafe, junges rindvieh, pferde und federvieh gestreut wird.
 
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futterkohl, m. kohl zu futter, ackerkohl, brassica campestris.
 
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futterkolik, f., s. futtercholik.
 
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futterkoppel, f. eine in der nähe eines hofes oder bei höfen oder sonst an einem passlichen, günstigen orte, als an einem wall, einem damm u. dgl. gelegene oder auch aus einer feldreihe eigens herausgenommene und eingezäunte oder doch abgeschlossene fläche, die für immer oder auch nur für längere zeit zum anbau von futterpflanzen, als überwinternden kleearten, esparsette, luzerne, grasarten u. dgl. m., bestimmt ist und verwendet wird. Weber ökonom. lex. 176a. Vgl. auch koppel 4).
 
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futterkorb, m. ein runder sehr hoher, oben offener, grob geflochtener korb zum futtertragen für das vieh. pabulatoria corbis, ein fterkorb oder zeinen, dareyn man dem vych das fter tht. Frisius (1556) 938b, danach Maaler 152d, der aber wannen für zeinen hat, und hiernach ohne zeinen und wannen bei Henisch 1325, 23. auch Stieler 114 hat futterkorb. in der Wetterau futtermane f. wegen der höhe läszt sich der korb nur auf dem rücken tragen, indem er oben mit einer hand oder auch, wenn er schwer ist, mit beiden händen gehalten wird.
Nnl. lautet das wort voederkorf, dän. foderkurv, schwedisch foderkorg.
 
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futterkorn, n.
1) alles getreide, als roggen, gerste, haber u. s. w., welches zum futter für das vieh, besonders für pferde, ochsen, überhaupt rindvieh, schafe und federvieh dient. Weber ökonom. lex. 176a. nnl. voederkoren, schwedisch und dänisch foderkorn.
2) zu grünfutter angesäter roggen.
 
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futterkraft, f. die im futter enthaltene kraft. hannöver. magazin 1842 s. 635. das baumlaub steht in der futterkraft dem besten heu nicht nach. 636; das dieszjährige heu ist von vorzüglicher güte und futterkraft. 634.
 
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futterkraut, n. jede pflanze die zu futter für das vieh sich eignet und zu futter gebaut wird. nnl. voederkruid. im besondern aber die wicke, der klee, die dickwurzel, die untererdige kohlrabe, die alle blosz oder doch vorzugsweise zu futter gebaut werden, auch kohl. sie haben ihm den bau verschiedener futterkräuter ... deutlich und begreiflich gemacht. Möser 2, 281;

[Bd. 4, Sp. 1084]


alles ward zu gleicher zeit im groszen gebaut: ölgewächse, futterkräuter, pflanzgemüse u. s. w. Mercks schriften (Stahr) 213.
bildlich: aus den vielen futterkräutern der seele. Jean Paui liter. nachlasz 4, 133.
 
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futterkrebe, m., auch f., futterkorb. anwendung in geschlechtlicher beziehung, also obscen gebraucht:

und wil sie dir morn zu eim weib geben,
wann sie hat gar ainn volln futerkreben. fastnachtsp. 734, 1.

eben so als f.:

kein andere sol meinem esel futer geben,
bei dir (der ehefrau) fint er ein folle futergreben. 167, 9,

s. DWB futter I 4), wo aber bei dieser stelle die zahl 28 in die eben angeführte zu bessern ist.
S. auch krebe 2) c).
 
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futterkrippe, f. Schmeller 1, 200. in der zusammensetzung mit futter bestimmterer ausdruck.