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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
futteraschierung bis futterboden (Bd. 4, Sp. 1076 bis 1077)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) futteraschierung, f. auf- und eintreibung von futter für vieh, auch überhaupt von lebensmitteln. abgeleitet von futteraschieren (s. d.). futteragierung, frumentatio. Reyher a. a. o. futteraschirung. Moerbeek a. a. o.
 
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futterband, n. bei den perückenmachern ein band über dem die haartressen tragenden netze. Adelung. Campe.
 
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futterbank, f. ein mit einem gestelle unten versehener oben und an den beiden enden offener bankartiger kasten, wider dessen vorderem ende eine unten befestigte klinge mit der hand bewegt werden kann, um das in die bank gelegte und mit der andern hand vorwärts geschobene stroh u. s. w. zu »futter« für das vieh klein zu schneiden. Adelung. Krünitz 15 (1786), 583. nnl. voederbank. in Niedersachsen futterlade f., in der Wetterau häckselbank f., anderwärts häckerlingsbank. s. futterklinge und strohschneider.
 
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futterbann, m. zu Augsburg eine von den futteren jährlich an den burggrafen zu entrichtende abgabe. mhd. fuoterban. Augsburger stadtbuch s. 124. auch hökerbann. s. DWB futterer I 3).
 
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futterbarn, m. die futterkrippe:

ein tag ich im (dem ross) kein futer gab
und sprach dan, das ichsz gefutert hab,
und schlaf vier stund im futerparn. fastnachtsp. 562, 26.

[Bd. 4, Sp. 1077]


bairisch blosz barn, s. Schmeller 1, 200. auch die aus bretern gemachte kurze krippe auf einem gestelle, die pferden eines fuhrwerkes vor dem wirthshause vorgestellt wird, dasz sie daraus ihr futter empfangen, heiszt futterbarn. der hausknecht füllte den futterbarn und stellte ihn den pferden zurecht.
obscen verwendet s. DWB futter I 4).
 
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futterbau, m. der bau, das pflanzen, das ziehen des futters. die gegend hat treflichen futterbau. futterbau auf sandboden von Löbe.
 
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futterbedarf, m. das was zu einem bestimmten zweck an futter nöthig ist. bei einem stalle voll vieh ist der futterbedarf grosz.
 
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futterbedürfnis, n.: beschienen (vom monde) waren die schlafenden menschen, die pferde vom futterbedürfnisz wach gehalten. Göthe 30, 99.
 
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futterbeutel, m. ein dem pferde so vorgehängter beutel mit futter, dasz das maul des pferdes in demselben ist. ein futterbeutel mit schnallengurte. auch freszbeutel (s. d.).
 
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futterblech, n., eins mit fuderblech (s. d.).
 
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futterboden, m. ein boden zur aufbewahrung des futters für das vieh. Krünitz 15 (1786), 583. futterboden, palearium. Reyher 2 F 3c.