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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
brotzmaulen bis brucharzt (Bd. 2, Sp. 407 bis 411)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) brotzmaulen, schmollen.
 
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brotzwinkel, m. schmollwinkel, vgl. jenes hinterm ofen brotzen.
 
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brü, s. DWB brühe.
 
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bruch , m. fractura, scissura, ruptura, mit kurzem vocal, pl. brüche, ahd. pruh pl. pruchî, mhd. bruch pl. brüche, in der älteren sprache seltner, auch den übrigen sprachen abgehend, denn das ags. bric ruptura, fractio, engl. breach, altn. brek vitium sind, wie unser gebreche mit dem vocal des praes. gebildet, und den begrif fractura, plicatura entnehmen die nord. sprachen von der wurzel briota, altn. brot, schw. brott, dän. brud. unser bruch hat viel bedeutungen.
1) der bruch des apfels, der blume, des zweigs, sowol das brechen als auch das gebrochne. der jäger bedeckt das erlegte wildbret mit grünen brüchen, d. i. laubzweigen, steckt brüche auf den hut, hält brüche in der hand, der bruch ist ein ehrenzeichen des gefällten, jagdbaren hirsches, um unjagdbare hirsche darf kein bruch aufgesteckt werden. Döbel 2, 44b. ursprünglich war wol dieser laubbruch ein symbol der besitznahme,

[Bd. 2, Sp. 408]


wie in andern fällen (RA. 130). man pflegte aber auch auf einen todten menschen, der im freien felde lag, laub zu brechen:

lwânet ûf in dô brach
der liehten bluomen zeime dach. Parz. 159, 13.

die von der jagd heimkehrenden weidleute stecken gleich den soldaten, wenn sie aus der gewonnenen schlacht kommen, grüne reiser oder brüche auf: wollen sehn, wer heut am glücklichsten jagt, wer einen bruch erbeutet. Fr. Müller 3, 397. oder geht in dieser stelle bruch auf das gefällte wild? nach Becher 46 wird auch der bestätigte, aufgespürte hirsch verbrochen: der jäger bestetigts, verbricht dem (? den) hirsch, er liebet seinen hund 'hoichta, nur mannrecht!' streicht ihm die augen heraus, zeucht wieder davon, legt sein bruch ... alsdenn zeucht der jäger zu seinem bruch, da er ihn verbrochen und bestätiget (hat), sucht oder jagt ihn mit dem leithund auf. es wird also schon bei dem bestätigen ein laubzweig gelegt.
2) bruch am leib, risz, quetschung: peulen, schweren, feigblattern und andere brüche und lehmen (lähmungen). Mathesius 86a; bruch, ritz, schrunde am fusz. Henisch 525, 5; der bruch des daumens, fingers, der hand; er hat einen bruch am arm, knochen, bein erlitten, vgl. DWB armbruch, DWB beinbruch, DWB halsbruch. er konnte nie an diesen herz-, an diesen augenbruch denken, ohne zu weinen. Hippel 2, 349. zumal aber gilt bruch für hernia, wie gebrochen für herniosus: er hat einen bruch, bekommt einen bruch, der bruch wird geschnitten, geheilt, vgl. DWB darmbruch, DWB hodenbruch, DWB leistenbruch, nabelbruch, bruchband. beim hornvieh sagt man: es ist weidewund. zahnbruch, beim pferd das erste schieben der zähne, ausfall der füllenzähne; das pferd hat seine brüche gethan; der erste bruch erfolgt, wenn das pferd zwei oder dritthalb jahre alt ist.
3) bruch der erde, des ackers: der du die erde bewegt und zurissen hast, heile ire brüche, die so zuschellet ist. ps. 60, 4; der urbar gemachte acker heiszt neubruch, neugereute. bruch des dammes, des walls, der grube, s. DWB dammbruch, DWB wallbruch, grubenbruch: die grube geht zu bruche, kommt zu bruche, wenn das gestein einbricht, verschüttet. bruch, wo das wilde schwein im boden gewühlt hat.
4) bruch des gesteins, des erzes, kalks, da wo sie angebrochen, ausgebrochen werden: steinbruch, erzbruch, eisenbruch, silberbruch, schieferbruch, kalkbruch;

die murer dnt gern grosze brüch.
Brant 48, 56,

brechen, um bald wegzukommen, grosze stücke auf einmal. man sagt, hier bricht stein, erz, silber u. s. w. oder hier wird gebrochen. vgl. auch bruchstein, bruchsalz, bruchsilber. in anderm sinn brechen berge und steine, brechen entzwei, zerbrechen:

dasz berg und thal erzittert
und sich in staub und dampf in weite brüche splittert.
Gryphius 1, 375;

auf stahl und stein zu bauen,
darf keiner sicher trauen,
sie nemen eher bruch (wie n. schaden)
als ein gelehrtes buch.
Logau 3, 4, 57.


5) des wassers und eises: wasserbruch, wolkenbruch, eisbruch und brucheis:

da wurd auch der wassergüssen bruch
erschröcklich und abschewlich.
Weckherlin 63;

Vanus gehet auf den wolken, hoch erhöht durch hohe thaten,
o dasz nicht durch seine schwere wolken in den bruch geraten!
Logau 3, 8, 83.


6) auffallend ist bruch plenilumium, aber alle wörterbücher stimmen: bruch oder volman. Dasyp. 309a; der bruch = wädel, plenilunium, es ist ietz zum drittenmal wädel oder bruch, tertia jam lunae se cornua lumine complent, es was vollmon oder bruch, junctis cornibus implerat orbem luna. Maaler 79b; bruch, vollmond. Henisch 525, 10; darnach hat sie (die frau) wie der vollmond von tag zu tag zugenommen bis letzlich auf den bruch oder vollschein. franz. Simpl. 2, 301. man sollte gerade bruch für den gegensatz des vollmonds halten, wann der mond in ein stück gebrochen erscheint, wie altn. inn skarði mani. Sœm. 134b der schartige ist. in der that nimmt auch Paracelsus bruch für neumond: auch sollend ihr euch insonderheit hüten, so die nebelwetter, regenwetter, bös aspect (geben?) in fischen, im zwilling und den (dem) bruch oder newen mond, dasz ihr euch mit allen den dingen, die euch verbotten sind, wol halten. 1, 689b. sind also Dasyp. und Maaler im irrthum? oder stellt auch Paracelsus plenilunium und novilunium, als beide schädlich, nebeneinander?

[Bd. 2, Sp. 409]


auch wädel schwankt und ist bald plenilunium bald interlunium. wäre aber bruch plenilunium, so müste man es von dem völligen ausbrechen, hervorbrechen des monds, dem vollschein verstehn, oder können alle verwandlungen des mondes mondbrüche heiszen?
7) bruch = windbruch, das vom wind gebrochne holz: item wan man das bruch uszgibt, so mag ein apt mit sesz knechten und sesz achsen (äxten) oder hepen sesz tage vorhauwen. weisth. 1, 521.
8) bruch des schiffes und der segel, schifbruch, segelbruch.
9) bruch des brotes: das es Jesus Christus was gewesen, der do mit inen was gangen und inen also erschinen was und si in erst bekanten in dem bruch des brotes. Keisersb. bilg. 18c. wir haben vorhin in dem wort brot selbst die vorstellung des bruchs entdeckt. goth. ist gabruka unser brocke und brosam. bairisch heiszt bruch auch das in der müle gebrochene und enthülsete getraidekorn: gerstenbruch, haberbruch, kornbruch. Schm. 1, 247.
10) bruch des geschirres oder gefäszes: der topf hat einen bruch, risz; der bruch im glas; es brach ein glas. so bricht unser leben, sagt er, um den glasbruch geschickt anzuwenden. Hippel 2, 9; der bruch, risz, spalt in der glocke. aber auch beim gusz der glocke heiszt das probestück der bruch:

wol, nun kann der gusz beginnen,
schön gezacket ist der bruch.
Schiller 78a.


11) bruch heiszt am geschütz die stelle der verstäbungen.
12) bruch des briefes, siegels, erbrechen. bruch des papiers, falte; bruch im zeuge, wenn es zu lange in falten lag; nur mit zitternden händen konnte ich den brief wieder aufheben, küste und legte ihn mehrmal in seine alten brüche, ehe ich ihn auseinander schlug. Thümmel 6, 411.
13) bruch der wechselbank, bankbruch, engl. bankruptcy.
14) bruch des gesetzes, rechts, friedens, eides, der treue: und sol ouch ein iegelicher, der sollichen bruch erfindet, bi sinem eide rügen, uf dasz der bruch gebessert und dise ordenunge deste bas gehalten werde. Mone zeitschr. 4, 85; der bruch ehlicher treue war nunmehr beiden so nahe, wie der schatten dem körper. pol. stockf. 157; Möser nimmt bruch für die handlung, wodurch einer am land-, dorf-, mark-, kirchenfrieden gebrochen hat; die Gallier, welche dieses als einen bruch des allgemeinen und heiligen rechts betrachteten. Beckers weltg. 2, 403. vgl.ehbruch, DWB eidbruch, DWB friedbruch, treubruch, wortbruch.
15) dissidium, discordia: es kommt zum bruch zwischen beiden; einen bruch veranlassen, herbeiführen; bei einem balle gab es einen öffentlichen bruch, sie glaubte sich äuszerst beleidigt. Göthe 20, 17; worüber denn erst widerwärtigkeit und zwist, darauf ein entschiedener bruch dem ganzen verhältnis unwiederbringlich ein ende macht. 22, 108; so war er von der musikalischen seite unser freund, von der politischen unser widersacher, daher sich im stillen ein bruch vorbereitete, der zuletzt unaufhaltsam an den tag kam. 31, 48.
16) bruch, culpa, defectus, gebrechen, mangel: ob auch einiger bruch daran sei? weisth. 2, 573;

ist der pruch an dem man,
so ist er in des pabsts pan. fastn. 324, 9;

es wird oder geschieht mir bruch am rechten. Schmeller 1, 247; auf dasz niemanden an vorsprechern mangel oder bruch beschehe. das. man sagt, vor den bruch, vor den mangel, vor das loch treten, es stopfen:

weil Eliä geist und brust,
dein so unabläszlichs beten,
vor die riss und brüche treten.
Günther 901;

in die brüche, ritzen fallen, verloren gehn, mangelhaft sein: so fällt mein beweis in die brüche. Lessing 6, 245, wenn diese redensart nicht lieber nach der folgenden bedeutung von bruch auszulegen ist.
17) bruch, numerus fractus: das ein- oder mehrfache eines irgendvielten theils der einheit. die zahl, welche angibt, in wie viel gleiche theile die einheit zu theilen ist, heiszt sein nenner, während der zähler ausdrückt, wie vielmal ein solcher theil zu denken sei. man sagt, es geht in die brüche, ist nicht weiter leicht theilbar, wird aufgegeben; es fällt in die brüche. da darf es keine brüche in seiner rechnung. Weise comöd. pr. 134; diese einzige unze hätte dem pavian noch vollends zum menschen geholfen, da sie jetzt nur einen bruch von vernunft macht. Schiller 201; die schwerfällige verkörperung des theaters hebt alle brüche der einheit des ortes und der zeit stärker heraus. J. P. jubels. 59.

[Bd. 2, Sp. 410]



18) vgl. DWB abbruch, DWB anbruch, DWB aufbruch, ausbruch, durchbruch, einbruch, umbruch.
 
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bruch, m. n. palus, mit langem vocal, ahd. pruoh n. (Graff 3, 271); mhd. bruoch n. (Ben. 1, 270b); ags. brôc, engl. brook, nnl. broek n. die von Stalder 1, 232 gesonderten wörter bruch leich, morast und bruch heide (auf dem moor wachsende blume) erica gehören zusammen. Alberus hat bruch, ein gebrüch, palustris aqua, palustria pascua; fügten sich hiemit auf das grün bruch, oder auf die Schweizer matten, die reinisch wisen und die schwäbisch au, da spielten sie des ballens, sprangen der röck, stieszen der böck. Garg. 174a;

das wild in busch und brüchen.
Opitz;

komm, o komm in unser bruch,
da gibts der blümelein genug.
Ann. von Droste 72;

geht kinder nicht zu weit ins bruch,
die sonne sinkt, schon surrt den flug
die biene matter. 74.

es ist also, wie aue, ein feuchter wiesengrund, der beweidet und betreten werden kann. nach ihm sind die friesischen Brôcmen und westfälischen Brokseten, wie nach dem gleichbedeutigen môr die Morseten benannt. vgl. Oderbruch, die dem strom durch dämme abgewonnene niederung, sumpfgegend; mlat. bracus, bragus, bragium vallis und hernach brunkel.
 
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bruch, f. zuweilen n. femorale, wieder mit langem vocal (wie in buch, tuch), hose, unterhose, niederkleid, ahd. pruoh (Graff 3, 277), mhd. bruoch (Ben. 1, 270b); ags. brôc pl. brêc, welchem pl. der engl. breeches gleicht; ebenso fries. brôk, pl. brêk; nnl. broek; altn. brôk, schw. bracka; lat. brāca und bracca, franz. bragues pl.; die galischen glossare geben ein veraltetes briogais, briogan an und armor. hat sich bragez erhalten. Stalder 1, 232 führt bruch in der bedeutung von badbinde, schambinde auf. Karl der grosze verordnete dem bauer:

siben elne ze hemede unde ze bruoch
ruphîn tuoch,
ist der gêre hinden oder vor
sô hât er sîn êwerc virlorn. kaiserchr. 14815;

nhd. do sach man seinen gesellen (penem)
her auf der prueche prellen. ring 4b, 12,

wie 'stnd im der knecht in der brch auf.' Bebels geschwenk Q 4;

darumb wolt si im waschen
hemde, pruoch und was er het.
Rosenbluts far. schüler bl. 19a;

der pfaf zoch sich nacket ab,
die pruoch er im auch darzuo gab. 21a;

und auch die weil ge an (ohne) ein pruch. fastn. 244, 19;

und sol mein man ein ganz jar
an prueg gen und zornig sein. 485, 29;

hat mir der schaur in die pruch geschlagen. 732, 11;

ob sie der man im haus sein wolt,
das sie die pruch im an gewun,
so wolt er tun alles das er solt. 1279;

das da sollen sieben frawen
fechten umb eine bruch (: klug). Ambr. lb. s. 141;

mit iren röcken, brüchen und schuhen. Luther 8, 88b; mügen in die bruch thun. 8, 214b; und hiesze mich, mit urlaub, eine bruch umbhängen. br. 5, 236; ich zwar hette in die bruch geschissen und were davon gelaufen. tischr. 384b; so zeucht der priester sein underhembd, die bruch ab und wils auch in den kessel werfen. sch. und ernst cap. 283 (sein underhembd, sein femoral. ed. 1522 cap. 249); das merklichst, das er an im vernam, nach seim gedünken, das war ein grosze weite niderwat oder bruch, die im also sitzend zu halbem bein uber das knie werts hinab hienge. Bocc. 2, 89b; ich wil, dasz wir dem richter die bruch gar abziehen. 2, 90a; durch das loch hinauf greif, den richter bei der bruch, die im auf halbem knie hieng, hinab zohe, denn er war ein kleiner schmaler mann, und die bruch weit, als denn alle welsche brüch sind (im original le brache). 2, 90b; zoch die brch ab. Eulensp. cap. 66; hett sein brch auf dem bett ligend vergessen. Frey garteng. cap. 87; nackend und blosz aller ding ausgenommen die brch oder fürtch umb die scham. Frank weltb. 215b; si tragen ein fäl oder haut für ein brch oder schurz, geen sunst nackend. 224b; wann man ein köstlich ding übel anlegt, als so man den hindern krönet und die brch umbs haupt schlüg. sprichw. 1, 3b; bracus, ein bruch. de fide meretr. p. 90; bruch oder niderwat. Katziporus B 2. L 4b;

er müst vor lengst haben angefangen,
eh wann ich thet die bruch erlangen.
H. Sachs III. 3, 69a;

[Bd. 2, Sp. 411]



die bruch tragen, angewinnen. II. 4, 27b. 28d;

ein ding war blauw, gmacht mit stripfen
und hett einr spanne lang zwen zipfen,
da mans besahe, da wars ein bruch.
Waldis Es. 4, 33;

so bhieltens an hosen und schuch,
so dörften sie sonst keiner bruch.
Wolgemut 2, 460;

shemd hangt im hinden aus der bruech,
und hat kein nestel in den hosen.
Thurneisser archid. 12;

wie schickt sich ein langer bauch und kurze bein, grosz bruch und nichts drein. Fischart groszm. 68; und zum warzeichen nennen die zu Löwen ein theologantenhaubt oder caputium auf den heutigen tag noch Aristotelis, mit züchten, bruch oder latz (bracca Aristotelis). bienenk. 56a; mit Aristotelis bruch auf dem kopf und liripipis um den hals. 63a; wiewol ihm (Sebastians bild) etwan ein erbare matron ein kleid anwarf, da ihm die bruch entfallen wolt. 82b; und das kan an den vergulten pantoffeln und köstlichen bruch des allerheiligsten vatters des papsts, die auch daraus geraft sein, erscheinen. 157a; da hat man aus gleichem tuch gemacht ein ander bruch und dem kind nur ein andern namen geben, was vor gehackt stro hiesz, das hiesz darnach geschnitten. 236b; die groszen herren sol auch ein groszer leib ehren und ein groszer ars musz ein grosze bruch haben. Garg. 41b; das dem armen schwanz vor feisztem schrecken möcht das pruch entfallen. 81a; schisz ins bruch. 129b; ein löcherichtes bruch. Philand. 1, 263;

trotzt mancher noch so hoch,
so trift er letzlich doch
für seine füsze schuch,
für seinen sitzer bruch.
Logau 2, 6, 73.

man lese nach, was Kurz in den worterklärungen zu Murners luth. narren s. 207. 208 gesammelt hat. im 18 jh. stirbt das im 16 noch lebendige, im 17 seltne wort fast aus. doch heiszt es in Zürich bis heute: niemand geht baden ohne bruech. nnl. hat es sich besser behauptet: de jonge is reeds in de broek (hat schon hosen an); een kind in de broek steken; zijne vrouw heeft de broek aan, ist meister im haus. in der hirtensprache heiszt de koe heeft eene schoone broek, die kuh sitzt wol im fleisch, ist fett.
In allen folgenden wortbildungen unterscheide man bruch fractio, bruch palus und bruch femorale.
 
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bruchandorn, m. marrubium palustre, wiesenandorn, sumpfandorn.
 
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bruchanmessen, n. hosenanmessen: und warumb weren sonst die näderin so anmütig, wann sie nit mit hembd und bruchanmessen so subtilig und kurzweilig weren? Garg. 15.
 
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bruchanmesserin, f. Garg. 273a.
 
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bruchartig, kann nach jenen drei subst. dreierlei aussagen.
 
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brucharzt, m. medicus in curandis herniis peritus.

 

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11) falschwitzig
 ... falschwitzig , nach seiner art, falschwitzig, bisweilen schmutzig. Ramler dichtk. des Hor. s. 85 .
 
12) fein
 ... ; so ist sie auch fein schmutzig fett, dasz allzeit ihr anklebt das bett.
 
13) flaum
 ... möglich. unter den heutigen mundarten ein nd. adj. vlaum schmutzig, trübe von wasser und auge ( Schambach 271 b
 
14) flecksiedern
 ... flecksiedern , schmutzig wie ein flecksiedern wammesz. Schwabe tintenf. A 5
 
15) fotze
 ... penis und praeputium. Was die deutung dieser beiden, schmutzig angelaufenen wörter belangt, so nehme ich auch für sie den
 
16) fuchser
 ... Stalder 1, 401 . 2) ein schmutzig geiziger, ein knicker. in Tirol ( Schöpf 158 ).
 
17) fud
 ... schwache biegung angenommen. Dasz dasselbe im nhd. ein schmutzig angelaufenes, in anständiger sprache durchaus gemiedenes ist, wurde schon sp.
 
18) fut
 ... 1) cunnus, vulva. dies die richtige schreibung des als schmutzig geltenden und darum gemiedenen wortes; doch wird, da wir zur
 
19) garstig
 ... noch heute auch abschreckend überhaupt. 4) schmutzig im sittlichen sinne. a) unsittlich, namentlich auch '
 ... schimpft, räsonniert u. ä. c) schändlich, gemein, schmutzig, niedrig überhaupt, im gegensatz zu ehre, sitte u. ä.:
 ... alle garstig - geizige, sordide avari. 147 ( jetzt schmutzig geizig), vgl. unter II, 1, e; dis ist
 ... Aber auch oberd.: kärnt. gaschtik ( neben garstik), garstig schmutzig, häszlich Lexer 108 , schwäb. gastig
 
20) genetzt
 ... mitbruder, der ( beim essen ) bis an den rückgrat schmutzig und bis auf die knochen genetzt erscheint. Göthe
 
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