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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
auspassen bis auspflanzen (Bd. 1, Sp. 923 bis 924)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) auspassen, emetiri, ausmessen: der saame (des korns) soll, wie der waitz, zeitlich ausgepasst, dünn aufgeschüttet werden. Hohberg 2, 36a.
 
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auspatschen, egredi ex aqua strependo, herauspatschen, ausbaden.
 
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auspauken, tympano indicare, durch paukenschlag verkünden. auch auspauken, ausklopfen, ausprügeln, vgl. DWB arschpauker.
 
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auspauschen, excutere, bergmännisch von schlacken und erz: was gar taub ist, oder was gar ausgepauscht und auf den tod gearbeit ist, das stürze man immer in den weg. Mathesius 69b; wie ein schmelzer die tauben und ausgepauschten schlacken weg stürzt oder in weg laufen läszt. 107b. gehört zum goth. bautan, ahd. pôʒan tundere, s. DWB bauschen.
 
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auspeitschen, virgis caedere, caedendo expellere: einen dieb auspeitschen; und war in tausend heimlichen ängsten, die edelfrau dörfte mich in eröfnung des betrugs zum schlosz auspeitschen lassen. Jucundiss. 178. ausgepeitscht, todt gepeitscht auch wie abgedroschen, pertritus, decantatus: ist die fabel ausgepeitscht, weil selbige bei gescheuten protestanten selbsten keinen glauben mehr findet. irrgarten 143.
 
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auspfählen, palare: ein feld, einen acker auspfählen.
 
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auspfänden, debitorem pignoribus coercere.

[Bd. 1, Sp. 924]



 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) auspfarren, aus der pfarre, kirchengemeinde ausscheiden.
 
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auspfeifen, exsibilare, explodere: wie Gurgelstrotza den könig Picrochol nach erlegung seins volks aus dem land pfif. Garg. 264b;

er schreibt, man pfeift ihn aus.
Hagedorn;

ein kluger stieglitz pfif sie aus.
Lichtwer 3, 23;

meine elegieen sind in ganz Deutschland als erbärmlich ausgepfiffen worden. Fr. Müller 2, 42; der hochmütige glaubt geehrt zu sein, indem er ausgepfiffen wird. Kant 10, iv; pfiffen leute, wie Vult und der wirt, seine probe aus. J. Paul flegelj. 1, 88; solange einen schlechten autor auspfeifen, als er dazu die pfeife mit dem guten in der hand hat. lit. nachl. 4, 215; schlechte schauspieler oder redner werden ausgepfiffen, ausgezischt, vgl. συρίττειν. Da das mlat. pipa, franz. pipe zugleich ein weingemäsz ist, so hiesz auspfeifen zugleich ein solches masz austrinken, und Fischart läszt einen zecher dem andern zurufen: ich sing dir eins, bis dis dännlein (tännenbecher) auspfeifst. Garg. 98b. endlich bedeutet auspfeifen auch intransitiv, wie ausfiedeln, zu pfeifen aufhören.
 
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auspferchen, fimum ejicere. Stieler 1442.
 
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auspflanzen, explantare, pflanzen aussetzen, an andere stelle pflanzen.

 

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11) falschwitzig
 ... falschwitzig , nach seiner art, falschwitzig, bisweilen schmutzig. Ramler dichtk. des Hor. s. 85 .
 
12) fein
 ... ; so ist sie auch fein schmutzig fett, dasz allzeit ihr anklebt das bett.
 
13) flaum
 ... möglich. unter den heutigen mundarten ein nd. adj. vlaum schmutzig, trübe von wasser und auge ( Schambach 271 b
 
14) flecksiedern
 ... flecksiedern , schmutzig wie ein flecksiedern wammesz. Schwabe tintenf. A 5
 
15) fotze
 ... penis und praeputium. Was die deutung dieser beiden, schmutzig angelaufenen wörter belangt, so nehme ich auch für sie den
 
16) fuchser
 ... Stalder 1, 401 . 2) ein schmutzig geiziger, ein knicker. in Tirol ( Schöpf 158 ).
 
17) fud
 ... schwache biegung angenommen. Dasz dasselbe im nhd. ein schmutzig angelaufenes, in anständiger sprache durchaus gemiedenes ist, wurde schon sp.
 
18) fut
 ... 1) cunnus, vulva. dies die richtige schreibung des als schmutzig geltenden und darum gemiedenen wortes; doch wird, da wir zur
 
19) garstig
 ... noch heute auch abschreckend überhaupt. 4) schmutzig im sittlichen sinne. a) unsittlich, namentlich auch '
 ... schimpft, räsonniert u. ä. c) schändlich, gemein, schmutzig, niedrig überhaupt, im gegensatz zu ehre, sitte u. ä.:
 ... alle garstig - geizige, sordide avari. 147 ( jetzt schmutzig geizig), vgl. unter II, 1, e; dis ist
 ... Aber auch oberd.: kärnt. gaschtik ( neben garstik), garstig schmutzig, häszlich Lexer 108 , schwäb. gastig
 
20) genetzt
 ... mitbruder, der ( beim essen ) bis an den rückgrat schmutzig und bis auf die knochen genetzt erscheint. Göthe
 
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