| Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm | · · ![]() | ||||||||||||||||||||||||||||||||
stock bis stocksachse (Bd. 19, Sp. 10 bis 43) | |||||||||||||||||||||||||||||||||
| aus der declination des wortes ist hervorzuheben, wie der ältere unumgelautete plural ahd. stoccha (mhd. stocke) im ausgehenden mittelalter durch die umgelautete form stöcke so vollständig abgelöst wird, dasz sich jene nur in der besonderen bedeutung von 2stock (contignatio) vereinzelt gehalten hat (s. darüber unten); versteinert erhält er sich in einzelnen fällen der verbindung stock und stein (s. an den verschiedenen stellen unten), im gegensatz zu der unter umlaut stehenden wendung: der witwen sie sich nicht erbarmen, [Bd. 19, Sp. 11] (auch mit steen und mit stöcker einen zudecken 2, 165). (unumgelautet): den wie die Seine zugefrohren war, hatt man kein holtz bekommen; man hatt sich drumb geschlagen, wasz aber ahm possirlichsten war, ist dasz man ein ander stocker holtz undt scheydt wie ein bijou zum neuen jahr mit groszem danck geschenckt hatt 3, 511. auch in soldatischer sphäre (vgl. unten 3 c): allons unteroffiziere, stöcker los! 3, 343. 1) truncus, der in der erde stehen gebliebene stumpf eines baumes mitsamt den wurzeln. im gegensatz zum stamm (s. th. 10, 2 sp. 635 unter II 1 a) mit seinen zweigen: der von der wurzel ... aufgenommene nahrungssaft wird dazu verwendet, dass der mit dem stamme seiner vielen abnehmer beraubte stock eine menge stocklohden treibt der mensch im spiegel der natur 30; eine grosse menge mehrere fusz starker eichener stöcke waldbäume 209; der holzverkauf auf dem stocke ( geschichte des waldeigenthums 2, 271) d. h. der stämme, noch ungefällt. — das theilverhältnisz zum baume (th. 1 sp. 1188): ist aber ein baum also alt, dasz die rinde seiner zweig alz sere geruntzelt oder geschrumpfen sein und ire füchtigkeit verzeret, so hauwe den baum gantz ab und lass den stock stan ein gantz jar 27b; denn etliche stelleten ihre gefangene auf der abgehauenen bäume stöcke empor, und liessen ihre knaben nach ihnen ... schüssen Arminius 1, 60b; wenn die stöcke von den alten abgehauenen bäumen etliche jahr stehen jägerpractica 3, 23. — bearbeitung und nutzung der stöcke: die stöcke ausroden (exstirpare): es ist gut pflugen, wenn der acker gereinigt ist. aber den wald und die stöcke ausrotten, und den acker zurichten, da will niemandt an 30, 2, 636 Weim., wo sich die forsttechnische sprache der gegenwart mit stöcke roden begnügt: nachdem die bäume abgefahren und auch die stöcke gerodet worden sind der wald 40 ; daneben das ausgraben der stöcke (Steinbach) geschichte des deutschen bodens 4; vgl. noch das verb. ausstocken (th. 1 sp. 988). hierauf den stock des baumes zersägen Steinbach, schlagen (zerspalten) volksschauspiele in Bayern und Österreich 136; zuletzt: die schmatzen (s. th. 9 sp. 947 unter 2) und stocke in haufen zu setzen und zu verkaufen lehrprinz 160; so sollen die laitter und ire knecht und schaffer die ordnung halten, dasz sy kein holtz vom gries füren, es sey dann davor aufzaint, ... auch die stöck, so sy vor auskhert, oder geschaiden haben, füran nit mer auskhern baier. bergrecht 140 (v. j. 1509). im landschaftsbilde: kleines, ziemlich steiles ehemaliges waldamphitheater, auf dem die stöcke der abgehauenen bäume noch stehen, zum kartoffelfelde mühsam umgearbeitet III 28, 140 Weim.; das Lidenholz wurde vor vielen jahren an vielen stellen ausgehauen, dass man überall die durchsicht hat und an vielen plätzen auf freien, mit stöcken und hohem grase besetzten flächen dahingeht 2, 290. verschiedenartige nutzung: aber die trög hawent sie (die bergleute) auss eim jeden stock der bäumen bergwerckbuch (1621) 118; er musste sich auf den stock des abgehauenen baumes niedersetzen 2, 231; besonders als nistgelegenheit für vögel: dieses (nest der rothkelchen) steht immer sehr nahe an der erde, ... hinter grasbüscheln an den alten stöcken naturgesch. der vögel Deutschlands 2 1, 410; als wohnstätte der waldbienen (vgl. bienenstock th. 1 sp. 1820 und unten stock 4 a) und ameisen: (der bär sucht) in denen faulen stöcken, welche er nacheinander zerbricht und daraus die ameissen suchet notabilia venatoris 41, daher die bezeichnung ameisenstock für ameisencolonie überhaupt — in älterer zeit als characteristicum der verwilderung in der landschaft; so denkt Suso bei dem biblischen gleichnisz vom unkraut im acker an einen ungerüteten acker, der vol stöcke und unkrutes stat 495 vgl. postille 1, 78a; besonders gerne benutzt zur schilderung von hindernissen für den wanderer, für das querfeldein und ohne weg und steg: bald stöst sie sich an einem stocke [Bd. 19, Sp. 12] in der zusammenstellung mit entsprechenden begriffen: die weg ... vber wasen, dann vber stöck, wider vber stein und velsen grewel der verwüstung 1204; von welchen (den fliehenden feinden) einige in der flucht einander selbst beschädigten, andere über die stöcke oder in moraste stürtzten Arminius 1, 53a; so gings fort zwischen den stämmen und sträuchern über stock und wall 12, 265; waldwärts über stock und dorn in dichterischer verbindung a) heben sich hier aber hervor reimformeln wie stock und block, gewisz von tautologischem werthe, wie z. b. deutlich macht: alii treffen den stock und plock, prallen und müssen fallen 34, 2, 544 Weim.; man msz etwa groszknorrend, wimmerig, ästig block und stock also gantz onzerspalten lassen (d. h. man musz bisweilen durch die finger sehen) sprüchwörter 2, 170b; s. auch block (th. 2 sp. 137); von den alten blöcheren oder stöcken essen sye vast gern (die elephanten) Plinius 8, 47; besonders über stock und block reiten, rennen, laufen u. ä., in der gröszten eile und ohne sich durch irgend ein hindernisz aufhalten zu lassen: die Engländer, das waren noch leute. wie sie hier waren, jagten sie nach einem kirchthurm über stock und block, hecken und graben werke 1, 347; ohne sich lange zu besinnen, bestieg der bräutigam das erste beste pferd und jagte über stock und block (den entfliehenden nach) sagen 1, 213; (bildlich, vom Pegasus:) und wär' es gleich verhasst (zu dichten): so lass' ichs doch nicht bleiben. zuletzt wird sie ein ziegenbock, b) in allitterierender verbindung: α) stock und staude (s. auch die belege unter staude 2 b th. 10, 2 sp. 1146), wo das landschaftsbild der vom unterholz (vgl. DWB staude besonders in haselstaude th. 4, 2 sp. 534) wieder überwachsenen wurzel stöcke deutlich hervortritt. bei den Oberdeutschen das landschaftliche gegenstück zu dem niederdeutschen rusch und busch (s. th. 8 sp. 1536): zwen burger kamen in die stadt Esopus uns ein fabel saget, [Bd. 19, Sp. 13] das frewlein hb sich ausz dem wald er ritet mit ihm über studen und stöck; indem ich nun fortgehen will dass die pferdt sein worden gar schich β) ohne rechtes bluth ist die verbindung über stock und stiel; ohne zweifel übernommen aus der redewendung ein (unkraut) mit stock und stiel austilgen, vernichten u. s. w., d. h. völlig auch ohne schonung des wurzel stockes (vgl. ich will mein schwert und feuer dergestalt in Assyrien, Susiana und Meden hausen lassen, dass, alwo ich komme, weder stock noch stiel übrig bleiben sol Herkuliskus 803 und unter stumpf das gewöhnlichere mit stumpf und stiel): er wäre lieber die gantze nacht über stock und stiel fortgeritten akadem. roman 592; was? ist das permittirt, führt mich über stock und stiel mit sich in Spanien hinein 2, 180; im volkslied bei Göthe: er flog wohl über stock und stiel γ) mehr tautologisch (wie oben stock und block) ist stumpf und stock: den kürasz hatt er (Rinaldo) an, die wehr auch an der seiten, δ) in besonderer beliebtheit die verbindung stock und stein als ausdruck der noch nicht gerodeten (wald)landschaft: die kaufbriefe über die sieden ... fertigte man daher mit den gewöhnlichen formeln aus: mit wald und bach, stock und stein, grund und boden, das obrist zum nidrigsten, sie liegen in des herzogen lande Lori baierisches bergrecht XXXVII 5; immer zunächst der frisch abgeholzte waldboden (als begriffliche vorstufe zu oben stock und stauden, dem schon wieder mit unterholz bewachsenen schlage): andere pflügen (bei einem waldbrande) eyligst über stock und stein tieffe furchen teutscher jäger 40, und im gegensatz zu äcker und wiesen: so wateten sie (die sieben Schwaben) denn durch die Wertach, weil die brücke abseiten lag, und gingen weiter über stock und stein, über wiesen und felder, berg auf berg ab, bis sie an ort und stelle kamen volksbüchlein 198; so ging er gleich frisch querfeldein, [Bd. 19, Sp. 14] weg uber stöckh und uber stain tewtsche theologey 296 (vgl. auch s. 652); man habe sie (die dienerin) ... querfeldein über stock und stein springen sehen, auf eine versteckte quelle zu, wo sie ihren durst gelöscht 25, 285 Weim.; und sprangen aus dem weg allein ir obersten strafft er zu stund, si wurfen vor uns ab die steg, frisch, holpert es gleich, holpernd über stock und steine, fahr bald hin uber stein und stock ich war bereit, ich muss steigen vber stock vnd stein Königsberger dichterkreis 52 neudr.; also habe der gute Peter seiner ziege über stock und stein nachklettern müssen die drei klügsten leute 106; ich kletterte über stock und stein die Günderode 1, 154; wenn ich frischen athem bei ihnen (gemeint ist Savigny) geschöpft hatte, ... schritt ich frohgemut, über stock und stein springend, die stufen hinab nach haus in mein kleines stübchen kl. schriften 1, 116. — allgemeiner: es ging über stock und stein: und wie er sich darauf (auf den schwanz des fuchses) gesetzt hatte, fing der fuchs an zu laufen, da gings über stock und stein, dass die haare im winde pfiffen kinder- und hausmärchen 1, 263; über stock und stein ging es ... vorwärts bei wind und wetter deutsche geschichte 2, 386; und gieng es über stock und stein, die hexen zu dem Brocken ziehn, [Bd. 19, Sp. 15] die wirkung solcher fahrt mehr ausmalende verbindungen: nun war der kasten des vielen rennens und polterns über stock und stein auszeinander geschuttert wendunmuth 2, 129; über stock und stein rumpelnd bin ich ... wohlbehalten eingetroffen briefe 1, 468; unter diesem diskurs stolperten sie, von schweisz triefend, im dunkeln über stock und stein 3, 237; drauf rasselten die schimmel und fürt in hin zu hon und spodt über graben, stock und stein, über gräben über stock, über stein kurze zeit darauf hatt' unser pflanzer αα) in bildlicher verwendung, so von leidenschaften, welche sich durch nichts aufhalten lassen wollen: weil er wol verstund, dass verzweifelte liebe wie die kollernden pferde sich über stock und stein in euserste gefahr zu stürtzen gewohnt wäre Arminius 2, 708b; besonders von schriftstellerischer arbeit allerlei art, ohne dasz der ritt des Pegasus (vgl. gedichte 1, 128; vertheidigung des herrn W. 3) diesen gebrauch zu befördern brauchte: der andre (der neuen heldendichter) sprengt durch dorn und hecken, er, ohne stock und stein zu heben, ββ) einer erwähnung bedarf noch stock und stein als verstärkung der negation, wie es in völliger versteinerung erscheint bei geliebte dornrose 3 (310 Palm): sis mer e flus fürs uhre gefallen. ich hüre stock steen nischt. nicht genügen will die herleitung aus wendungen wie man siehet weder stock noch stein ( 17, 58); lerns in deinem käfigt recht; [Bd. 19, Sp. 16] greiff in die reine lufft hinnein 2) der grund- und hauptschosz einer pflanze; eine erweiterung der vorigen bedeutung in der mittelalterlichen gärtnersprache (vgl. mhd. rôsenstoc, wînstoc u. s. w. 2, 2, 655a und unten), eigentlich der wurzelaufschusz einer staude oder eines strauches, welchem die veredelung aufgesetzt wird: wie ain zweyl edler natur, so auf ainn wilden stockh gepeltzt wirt, die wild natur desselben stocks an sich zeucht und daraws ainn edeln pm macht, der guete frucht bringt tewtsche theologey 137; nach dem tzweig so wirt alle frucht, die der stock tragen wirt und nit nach seiner aigen art (1508) 184a; wiewol doch die wurtzen da bleibt, darumb billich transplantatio, dann es ist kein erjüngerung, allein ein newe pflantzung auf den alten stock, des frücht widerwertig sind dem menschen opera 1, 556 A; die palmbäume werden auch nicht zu datteln, wenn nicht ... die männlichen blüthen in ihren stock eingespündet werden Arminius 2, 134b; diese bedeutungsentwicklung beförderte der umstand, dasz die unterscheidung zwischen stamm und stock auch bei den bäumen stark schwankte: der stamm an einem baum oder stock caudex (1558) 198b; stock, stump, der stamm desz baums, wöllichem die äst abgehauwen sind truncus, caudex Maaler; der underst stock des baums am understen allzeyt am dicksten ... ist anatomi E 6b; auss so schönem stamm und stock kein andere und schönere früchten entspringen können grewel der verwüstung 321; vgl. auch: stehendes holz ist, was noch auf seinem stock oder stammen stehet lehrprinz 187; kein eisen hat biszher meinen (des baumes) stamm verletzet! dan deiner (des gartens) aignen sonnen glantz man sol den stock mit seiner wurtz a) der wilde stock und der veredelte stock sind die im eingange liegenden gegensätze: da vormals frische lust, da grüne gärten waren, b) der grüne stock, der noch nicht verdorrt ist, u. ä.: [Bd. 19, Sp. 17] du vormals grüner stock, wie stehst du jetzt so wüste? Königsberger dichterkreis 8 neudr.; der dürre stock Mildheimisches liederbuch 2, vgl.: dein lusthauss steht bey dürr- und wilden stöcken c) strauch, busch, staude u. s. w., mehr oder weniger hervorgegangen aus künstlicher züchtung. α) weinstock (selten dafür ein stock wein, so Paracelsus: so ein stock wein, oder ein geschlecht von eim stock, an zehen örther gesetzt wirdt, ... dasz sein wein, den es gibt, am letzten nicht gleich ist für ein gewächs zu erkennen opera 1, 1102 B): der stock der weinräben crus vitis Maaler; uf ein mal was ein reicher man, der wolt ein nüwen rebacker machen, und liesz stöck und holtz als usz rüten schimpf und ernst 324; an den bergen war der wein gebawen mit schönen trauben blaw und goldfarb, da hiengen die stöck so vol, das sie sich zur erdn bogen nachtbüchlein 6; lachen nur künftig wie nun, in allen bezwungenen staaten wo der stille winzer wirkte, dort auf einmal wird's lebendig, und allmählig am stock drängt sich die traube hervor denn freilich werd ich mich der lauben auch dank ich dir, du gott der reben, denn es stehen reben geflanzt im sonnigen weiten er (Zeus) schüttelt sein allmächtig haupt: wie von den zweigen rings der Horen liebling, die traube es praalet hie und da mit türksen und safiren, wie kann es immer möglich seyn, weinbau und politik sind dir verwandte geschäfte: [Bd. 19, Sp. 18] die süszigkeit der traube wohnt schon im stock: der wein schmeckt nach dem stock sprüchwörter (1545) 1, 87b; zu einem stock will ich euch führen, ein traubenleerer stock ist wenig liebe werth noch mehr in disem schildt betracht, β) stock auch als himbeerstrauch, johannisbeerstrauch u. s. w.: inzwischen weil er nichts zu reden hatte, spielte er mit den johanniszbeerblättern, und riesz eines nach dem andern vom stocke erznarren 75 neudr. γ) besonders aber der blumenstock (s. th. 2 sp. 166): dargegen hab ich under einem stock mehr dann hundert körnlein funden kreutterbuch 194; darunter als ehrwürdigster und alles recht begründend der rosenstock (th. 8 sp. 1221), auch hier im ursprünglichen gegensatz zur wilden rose, dem einheimischen hagedorn (th. 4, 2 sp. 141 unter 2), der hagebutte (sp. 140), der hagerose (sp. 154): die rose blüht am stock ( 4, 72); doch auch: die rosen solln verblühn auf ihren stöcken über ihr hängt eine rose, nun weisz man erst was rosenknospe sei, ein dorn und hesslich stock trägt rosen und den wein rosen (1680) 25; rosen blühn auf schwarzen stöcken er pflückte eine rose die weil gieng sy rosen platen, und sinnend bricht er eine rose er riss die rose von dem stock, lasst an dem stock die lilje, [Bd. 19, Sp. 19] gedanken (1720) 1, 7. — rautenstock, wie oben rautenstrauch (th. 8 sp. 321); hier bildlich: die hohe raute sey befreyt vom todeszahn, d) stärker gründet sich wieder auf 1 der wurzelstock (s. unten) z. b. des grases, des klees, der kartoffel u. s. w. (vgl. 3, 3, 1450): da die pflanze mehrere jahre perennirt, sollte man nicht durch zerreissung der stöcke und pflanzung diese kleeart vermehren und durch eine bessere cultur zur fructification bewegen? IV 31, 111 Weim.; wie aufs geratewohl hingesät standen die zeilen (der kartoffelstauden), ein stock wie auf einem berge, ein andrer wie in einem thale 2, 183; der von den maschinen aufqualmende dampf ... vergifte die stöcke (der kartoffeln) nebelsagen 262. s. auch unten stockfäule f. und stockverlauf m. e) im vergleich besonders beliebt in der geistlichen sphäre der weinstock, welcher frucht bringt, befördert wohl durch das gleichnisz im munde des herrn vom rebacker: so gantz das geistlich leben der durch gottes geist geregt, dein geliebtes weib wird eben wenn die rosen ewig blühten, f) bildlich, so mehr sprüchwörtlich als scherzhaft vertheidigende benennung des weinschwelgs: je mehr man auff den stock geusst, dein (gottes) weinberg ist für mich, ach lass mich trauben bringen, ich lasse meinen stokk viel junge zweige treiben [Bd. 19, Sp. 20] Weim.; von der geschichte (im gegensatz zum zeitroman): warum schreiben sie nicht lieber geschichte selbst? da hätten sie die volle traube am stocke vor sich und könnten uns einen reinen gesunden wein zubereiten epigonen 3, 8, 3; und sonst: so sind die blüthen unserer heilsamen hoffnung gepflückt und der alte verwaiste dürre stock steht noch an frau von Stein 3, 71; (so bleibt) nichts übrig, als still auf eigenes glück zu verzichten und bloss fremdes zu befestigen, den ganzen stock von weltlicher lust aus deiner seele zu reissen briefe (1843) 154; und wie unter e) als eine steigerung des bildes von der rose: Achilles duft deiner süszen lippen mein lieb ist eine rothe ros', 3) fustis, baculum, das aus solchem schöszling mit wenig oder viel kunst gefertigte geräth, von stecken (s. th. 10, 2 sp. 1289 unter 1) und der durch nasalierung davon getrennten stange (th. 10, 2 sp. 792 unter 2 a) im allgemeinen durch die geringere länge unterschieden. a) dem bengel (th. 1 sp. 1471), knüttel (th. 5 sp. 1531) und prügel (th. 7 sp. 2188) entsprechend und stärker als rute (th. 8 sp. 1559) in der verwendung einer primitiven waffe der urzeit (vgl. 3, 248); oft auch noch ohne jede glättung in der vollen rinde, deshalb der vergleich: der ist knorrechtig als ein stock unterricht in der deutschen sprache 1, 354. — und ein groszer stock bewehrte die braune, runzlichte faust 3, 15; jezt such' ich einen stock er eilte also wie eine Furie das alte sprichwort wird bewährt sich zeigen: [Bd. 19, Sp. 21] seinen stock beim prügeln wohl zu gebrauchen wissen (belegt es als holsteinische redensart); einem den stock geben Campe; veraltet einen mit dem stocke schmeiszen d. i. heftig schlagen (vgl. schmeiszen 2 d th. 9 sp. 1003); unser werkzeug im accus.: der richter erzürnet sich dergestalten, dasz er dem Liendel seinen stock über den rücken schmisse etwas für alle 2, 34; selten mit einem stock stoszen: und stöst sie (die frau) mit einem stocke eines armes lang ... in die seiten Pape bettel- und garteteuffel P 4; auch in mehr verbergender wendung: mit einem stock reden oleribus verba facere 277a; ein guter deutscher stock wer denn ist jener tölpel dort, der sich nu trif, nu traf! der stoc sich wert (198, 8); den stock bekommen, damit geschlagen werden Adelung; dass ihn der stock treffe und nicht wie jenen die peitsche röm. geschichte 5, 561. — hierher gehört auch das spielen des stockes, das austheilen von prügeln: da werden knecht und die rossbuben jetzund beil und stock und römsche rechte kommen Armin hat stock und beil den Deutschen abgerissen 'bessern, bessern soll uns der dichter!' so darf denn auf eurem b) zweifelhaft, ob zu 1 oder 2 in beziehung zu setzen, bleibt die wendung einen stock in den weg werfen, legen (moram, praepedimentum objicere 277a): die andern halten hinden wider und hemmen oder werffen stöck und blöck in den weg catechismusmilch 2, 49; deutlich zu 2: denn ich habs als ein trewer freund [Bd. 19, Sp. 22] ich ... schleuderte meinen schweren knotigen stock ihm in die lenden 1, 72; auch einem einen stock zwischen die beine werfen, so dasz er zu falle kommt. u. a. c) der stock in bestimmter sphäre. α) als züchtigungsgeräth in der hand des lehrers (wie oben stecken 2 c th. 10, 2 sp. 1291): fällt ihm nicht alles bey (dem schüler) sofort in einem nu, dieser mann hatte vorzügliche gaben β) der stock der officiere und unterofficiere, als sichtbares zeichen ihres züchtigungsrechtes, welches in dem gebrauch der fuchtel (des breitklingigen degens, s. th. 4, 1, 1 sp. 359) gipfelte: manche dramatische schriftsteller glauben, die advocaten müssten von weitläuftigen zeilen und langen prozessen, ... junge offiziere vom stock sprechen und fluchen aphorismen 3, 173; der taugenichts, der seines wohledlen groszvaters rang noch mit geerbtem stock und degen behauptet 1, 233; entweder seinen degen oder seinen stock gebrauchen England und Italien 1, 2, 293; ein alter offizier vom garnisonsregimente sasz in der dritten reihe, auf seinen stock gelehnt roman meines lebens 2, 7; der hauptmann ... versprach mir die kur, den stock in der hand 4, 46; der stock, welcher auch die englische armee noch regiert briefwechsel 2, 429; mit finsterem gesicht in reih und gliedern gehn; wer ist doch jener dort, der in dem scharlachroke in diesem rock der herr korporal er (der tambourmajor) balancierte den groszen stock, [Bd. 19, Sp. 23] schlägt (s. auch unten trommelstock): ein solcher tambourjunge muss sich alle tage haussen vor dem thore, oder im freyen felde mit trommelschlagen exerciren, zum fundament aber vornehmlich der sogenannten mühle einen würbel mit doppelt prellenden stöcken schlagen lernen, immassen der würbel der gantze grund des trommelschlagens bey der compagnie teutscher soldat 144 der trommler ohne stock volkslieder der Deutschen 2, 466. — der ladestock (th. 6 sp. 52) vgl. 2, 9 (jäger 1, 2); auch sonst in der sprache der feuerwerker: das brandrohr presst den stock, der schnelle stock die lufft, γ) der stock des thürstehers: er trug einen langen stock, woran ein silberner knopf war. 5, 107. d) alterthümlicher sphäre gehört noch an der stock des hirten (für das hier gewöhnlichere stecken th. 10, 2 sp. 1291 unter 2 d): wenn meine schaafe zur ruhe gebracht sind, habe ich in der ganzen welt nichts zu sorgen; auf dem felde denk ich an dich und unsre liebe, schnitze einen künstlichen stock, oder dichte ein lied für uns 2, 24; aber wüthend stürzte der schäfer mit seinem stock auf ihn (den wärwolf) ein deutsche sagen 1, 152; die keulenartigen stöcke der hirten (vgl. hirtenkolbe unter kolbe II 1 b th. 5 sp. 1604) kleine schriften 1, 39; kein schäfer war, ... e) stock nicht nur als waffe, sondern besonders als stütze bei wanderungen, als gehstock, wanderstock (th. 13, 1 sp. 1700), seit Adelung an stelle von stecken (th. 10, 2 sp. 1289 unter 1) völlig durchgesetzt: seine füsze lagen in betten, und dicken verbänden, [Bd. 19, Sp. 24] 5, 215; seine schwächliche gesundheit rieth ihm zeitlich nach haus zu gehen, ... und damit nahm er stock und hut, und wischte fort 3, 536; er nahm also hut und stock und wandelte gemessenen schrittes dahin erzählungen 1, 15, ( 1, 37); er griff also zu hut und stock, um gegen elf ... in Wolfshau zu sein I 6, 48; ich will nur meinen hut und stock holen dramat. werke 1, 18; der doktor legte stock und hut ab novellen 5, 119; hut und stock in die ecke stellen, den hut auf den stock gehängt, wie das noch alter leute gewohnheit ist: der pfarrer stellt hut und stock in die ecke dies buch gehört dem könig 2, 498; nachdem der alte hut und stock in die ecke gestellt hatte 1, 4; die zwei kinder nahmen ihm nun voll mitleid hut und stock und das bündelein ab 1, 84; auch beim besuchgang werden sie abgelegt, dabei stöcke und hüte verwechseln geschichte meines lebens 2, 37. neben dem mantel: geh hol mir den mantel, f) über den stock springen besonders von hunden (hier bildlich zur charakterisierung hündischer naturen): dem, der jederman aportirt, jederman aufwartet, über jedermans stock springt, dem alles so vorkommt, wie es der mann haben will, der ihm die peitsche, oder die ketten der finsterniss oder den geldbeutel vor den kopf schüttelt aphorismen 3, 93. doch auch sonst: er (Maszmann) springt wirklich sehr gut übern stock 3, 221. g) in wirthschaftlicher sprache als rührstock (s. th. 8 sp. 1473): wehren dem sieden muss er (der jäger) es (die frischung) mit einem stock ... umrühren, dass es nicht überlaufe lehrprinz 463. — der tragstock im wurstwiemen: Constanze hat, dank deiner fürsorge, die hälfte davon (von dem schwein) in ihre küche bekommen, woselbst jetzt 20 würste am stock hängen briefe in die heimat 98 — besonders der in die erde getriebene stock, so als halt für eine pflanze, durch seine geringe stärke vom pfahl (th. 7 sp. 1597) im allgemeinen unterschieden: und glycher wyse als die jungen zwy und schosse niderfallend und nit ufrecht belyben mugent; sy hangen danne an jren pfeln und stöcken mit den banden angeheft 135; und wenn nun der stock vergeht; haben die citronen mehr als ihre stütze verloren? schriften 1, 211; s. auch blumenstock, an welchen die blumen mit bast gebunden werden (th. 2 sp. 166 unter 2). auch sonst: hinter dem hamen wird auf einem eingesetzten pfahl oder stock eine leuchte mit einem liecht gesetzt jagd- und weidbüchlein (1681) 99. — (mit pfahl begrifflich völlig eins: und so der übelthäter ergriffen wirt, bindt man jn lebendig an ein stock cosmographie 126; an statt des disputierens, wurden sie beide (Husz und Hieronymus von Prag) an einem stock und pfal verprennet bienenkorb 5a, vgl. hierzu insbesondere oben brandstock palus rogi th. 2, sp. 301, vielleicht ein in [Bd. 19, Sp. 25] kirchlicher sphäre geprägter terminus der ketzerverbrennung), — der riegelstock, welcher die thür verschlieszt, besonders in der übertragenen wendung: einem in einer sache einen stock vorstecken briefe 197, ihn in seinem freien thun und lassen hindern. — der kerbstock (th. 5 sp. 565), besonders in niederdeutschen gebieten: (die reichen) de it (das brot) up de stocke halet archiv 1, 130, d. h. auf borg; dann etwas auf dem stocke haben, gemeiniglich schulden (dann auch in moralisierender übertragung) Campe; von der thatsache, dasz das kerbholz aus zwei (zusammenpassenden) hälften besteht, welche vom gläubiger und vom schuldner zur gegenseitigen controlle aufbewahrt werden, empfängt wohl die folgende stelle ihre erklärung: seyle vmb bottern, senyff, erbeys, brymel, salcz, eckysse, hauwen, nrsche, schuppen, vmb wympeln, vmb fasse z fleyssche, vmb lichte, vmb korbe, daʒ geczeld z placken vnde anders vmb menchirley cloterode, als sie vns von stocken z stocken in eyme zedeln beschriben gabin, daʒ in dem schrancke lyd rechenbuch von 1375. — in niederdeutschen gegenden stock auch als längenmasz, so nach Adelung gleich der elle (th. 3 sp. 414) ein stock leinewand: können sie (die mägde) nicht ... so viel lein gesäet und so viel stock linnen jährlich erhalten, so gehen sie in die holländischen bleichen 1, 172, gewöhnlich aber von der grösze der ruthe (th. 8 sp. 1535 unter 1 b) gleich 8 rhein. fusz, dann auch als entsprechendes raummasz ein stock torf und in Hamburg ein stock gerste (das sind 3 wispel oder 72 scheffel); ein e. rath wil den bruwerknechten uperlecht hebben, dat een jeder sine daren (korndarre), so oft he enen stock korns affdrögen will, reinfegen schall hamburger zunftrollen 15. h) wie oben stecken (th. 10, 2 sp. 1294 unter 7) bisweilen als geräth des kinderspiels nach der weise der steckenpferde (sp. 1352): ein mann, um dessen stock, um auf ihm zu reiten, sich oft meine brüder schlugen bilderbuch 6; ein stock, auf dem ich selbst zu reiten pflegte 8, 100; hierher gehört wohl auch ursprünglich die wendung am stock fahren; dann besonders im übertragenen sinne 'närrisches zeug treiben' u. ä.: vil geuch verfaren an dem stock, wer mich dingt (als diener), der fart an stock verdinst noch zwlff growen rock, geh, frag die ursach diser sachen, i) selten auch an stelle des stabes als gerichtliches symbol (vgl. DWB stab II 8 f th. 10, 2 sp. 346 f und der stab in der germanischen rechtssymbolik 1909): bei der urtheilssprechung der ambtsgreve bricht den stock halsgerichtsprotocoll von 1698 bei geschichte von Northeim 35; drumb brech ich diesen stock entzwey (von Christus als weltrichter:) [Bd. 19, Sp. 26] ursprünglich anzugehören einen über den stock stoszen ihn überlisten, in nachtheil bringen; eigentlich 'durch proceszränke über den gegner ein obsiegendes urtheil erringen'. auch hier ist der stock in der hand des richters gemeint, und als entsprechend sind wendungen wie einen über die klinge springen lassen (th. 5 sp. 1173), von der kanzel fallen, kirchlich aufgeboten werden (sp 177), einen von der kanzel stoszen ihm die kirchlichen ehren bei der trauung nachträglich absprechen u. ä. zu vergleichen: bothschafter wären die fürnehmsten kundschafter, und einen andern über den stock stossen ihr handwerck Arminius 1, 1017b; und auf diese art haben diese arglistige leute, welche nur in kleinen dingen treu und glauben halten: dasz sie ihnen den weg bähnen, andere völcker über den stock zu stossen .., die leichtgläubigen Deutschen unzehlich mal bevortheilt ebenda 1, 872a; denn auf fabeln haltet ihr viel, damit kan man euch am besten kürren, und übern stock stossen saturnalia (1663) 138; das cabinet zu durchkriechen, einander aufzulauern, zu verunglimpfen, über den stock zu stoszen, sind sie (die Italiener) besser deutsche schriften 1, 227; auch sich über den stock stoszen lassen: denn erstlich alle republiken den königen verhasset seynd, weil solche ... sich nicht leicht übern stock stoszen lassen 1, 243. — besonders zu erwähnen ist noch der weisze (seiner schäle beraubte) stock: tu deme ersten male: dat ich schal dragen eynen witten stock, und schal van nymande bröcke nemen, ich en hedde den vor gewarnet quelle von 1370 bei 4, 406b; so in der hand des bankrotteurs, heute noch allgemein in den redensarten: er musz mit dem weiszen stock vom hofe (aus dem hause) gehen; vgl.: de bestrickede drog nene wehre, denn einen kleinen witten stock to kerke und to marke wendisch-rügian. landbrauch 85. — der geschälte stock wird auch sonst gefordert: gänse haben kein recht, dan so sie mit dem hals zwischen zwei planken her können reichen: giengen sie weiter, soll man sie mit den hälsen auf dem stück an dem ort hangen. ist der ort zu kurz, soll er einen weiszen stock splitten und hangen sie mit den hälsen dazwischen Bochumer landrecht 45. (ein zurückbiegen in die allgemeinere sphäre von 1stock m. 3 bietet die im Sollinge gebräuchliche wendung dei mott met 'n langen stocke las, wenn der bauer vom hofe eilt, um die hebamme zu holen dorfkalender 1912 s. 49: hier doch nur zum ausdruck des rüstig ausschreitens). k) bildlich, so von dünnen gliedmaszen; im sprichwort auf dünnen stöcken (stöckern) kann man schlecht stehen, dünne beine tragen schlecht; auch dünner stock wehrt sich schlecht, ein arm ohne muskelkraft; vgl. sieh, ob du mich mit blicken übermeisterst; 4) stock als bezeichnung eines aus dem klotz oder stumpf eines baumes (s. oben unter 1) gefertigten geräthes in der älteren sprache in reicher verwendung: a) alveus, alveare, stock der bienen (s. bienenstock th. 1 sp. 1820), ursprünglich ein ausdruck der zeidelwirtschaft (s. u.) d. h. der nutzenden hegung der (wilden) waldbienen, die ihre wohnung in den höhlungen der morschen stöcke (s. oben unter 1 sp. 11) des wilden waldes nehmen. es wurden dann auch bei der weiteren ausgestaltung dieses wirthschaftszweiges aus einem abgehauenen baumstumpf (s. oben unter stock und block sp. 12) tragbare stöcke (oder beuten s. th. 1 sp. 1750) hergerichtet, wie einer in übersetzung des thierbuches Alberti Magni Cc 1a abgebildet ist (s. auch bei hausalterthümer 2, 214): der von unten her ausgehöhlte und seitlich mit einem flugloch versehene klotz wird auf einen rohgezimmerten tisch oder dergl. gestellt. der heimische 'stock' der zeidelweide steht im gegensatz zum mannigfach geflochtenen korbe (s. bienenkorb th. 1 sp. 1819) der uns aus der fremde zugekommenen zucht der hausbiene; dasz sich unser wort auch in dem kreise der letzteren überwiegende geltung verschaffen konnte, spricht für die ehemalige bedeutung der zeidelgenossenschaften (vgl. hierzu hausalterthümer 2, 215): es soll [Bd. 19, Sp. 27] kein zeidler ausz der zeidelwaid keinen schwarm nicht tragen, oder in ein andern stockh und fasz fassen, die auszer der zeidelwaid weren weisth. 3, 898; die stöcke der wilden bienen schriften 5, 156; auch ihre verwandten, die hummeln hausen ähnlich: an einem stocke, dar hummeln in seyn, sol man nicht klopfen, denn sie fliegen gern auss und stechen 2, 408; doch nur die drohne im bienenstock meint Shylock in folgendem: der laff' ist gut genug, jedoch ein fresser, α) von den bienen, so um die stöcke herumschwärmen von dem wunderbaren 289; die bienen summten um den stock I 1, 80 (vgl. schriften 1, 70); wie man im frühling sieht bey aufgeklärtem himmel sehet, ihr gebrochnen augen, die (rose) durch geruch und saft die bienen oft ergötzet, so manches bienelein der bunten auen säfte den dieb, den Amor hat die schlimmste bien gestochen, so treibt man wohl β) im vergleich: die (feuermänner) an dem gefährt hingen, wie bienen am stock 2, 258; stock, honig, stachel, bienen: buch, reime, feder, sinnen; alte jungfern sind ein stock, da noch wachs noch honig innen 312 (4). γ) stock dann auch das 'bienenvolk' selbst; auf dem wege dieser entwickelung liegt: der bienen könig hat keinen stachel, so doch alle andere im stock umb sich hauen und stechen catechismusmilch 1, 304; oft gerathen zwey könige (der bienen) in heftigen zwist, das sieht man lange vorher schon an den gemeinen, und an ihrem feindseligen betragen gegen den andern stock Montaigne 3, 578; da die menschen in grossen staaten und die bienen in grossen stöcken muth und wärme einbüssen, so heftet man jetzt an kleine länder andre kleine länder, wie an bienenstöcke koloniestöcke 7—10, 277; dann völlig durchgesetzt: und da neulich seine bienen geschwärmet, und ein junger stock sich davon verflogen polit. maulaffe 234; die bienen hatten ihren weisel verloren, und der ganze stock war [Bd. 19, Sp. 28] unlustig und traurig volksmärchen der Deutschen 4, 87 (vgl. allgem. deutsche bibliothek 25—36, 3334); wie sich im wachskuchen die drohne erzeugt nur als eine krankheit des stocks Platon 6, 417; bei begräbnissen fällt wenig ungewöhnliches vor, ausser dass der tod eines hausvaters seinen bienen angesagt werden muss, wenn nicht binnen jahresfrist alle stöcke abzehren und verziehen sollen 2, 375; hierher gehört die zusammensetzung mutterstock (th. 6 sp. 2828) in der bedeutung von 'muttervolk'. b) der stock oder sewel, daraus der born springt tubus Alberus Pp 3b, der brunnenstock, aus dessen röhre das wasser in den brunnentrog fällt, ursprünglich nichts anderes als ein in der länge durchbohrter baumstumpf: in demselben kasten ist ein zapf und ein spunt in die rör, und dopei steet der stock, darausz das wasser felt in den kasten baumeisterbuch 174; und als er an dem schulhause vorbeiging, da stand der doppelröhrige brunnen mit dem schönen stock und dem wappen der freiherren von Susenhard, aber es lief kein wasser mehr, und die röhren hatten grünspan angesetzt Wildfeber der ewige Deutsche 52; bekanntmachungen aller art werden hier angeschlagen und die wasserholenden frauen und mägde tragen die neuigkeit bald in alle häuser; auch in der folgenden begrifflich undeutlichen wendung ist wohl nur der brunnen stock gemeint: ee man dieselben beut gab, so seczten die beutmaister einen tag und slugen des ain zetel an an den stock bei dem schonen brunnen städtechron. 2, 261, vgl.: ir herren, seit mir all wilkummen, c) opferstock (th. 7 sp. 1309), ursprünglich ein nur roh ausgehöhlter klotz (ein holer stock von zäuberern 298) mit einem verschlusz, dazu bestimmt, almosen aufzunehmen; zur gröszeren sicherheit ist er oft in die erde eingegraben oder sonst stark befestigt, auch mit eisenbeschlag mannigfach versehen: solche opfer stöcke aus dem ausgehenden mittelalter sind noch reichlich erhalten vgl. 15, 370; zugleich die unversiegliche quelle für die materielle machtstellung der mittelalterlichen kirche: sagt an, hêr Stoc, hât iuch der bâbest her gesendet, [Bd. 19, Sp. 29] reichen pffaffen auf den altar, das man tailhafftig werdt seines opfers und gten wercks des meszhaIten 2, 187 neudr.; neben geldkasten (th. 4, 1, 2 sp. 2914): er liess auch in allen kirchen stöck und geltkasten machen, dareinn man die hilff wider die Türcken samlen solt chronicon 146a — als eine erwünschte beute für diebe und räuber: der vormals hat gelernet stelen und stöck uffbrechen. ein klag des fridens F 4b; item so eyner eyn stock, darinn man das heylig almusen samlet, aufbricht, sperret, oder wie er argklistig darausz stilt, ... der ist auch an leib oder leben zu straffen Carolina 173 — als das budget der armenkasse kurzweg: liess ein raht alle kleider und kleinot der kirchen verwenden in den stock armer leuten Schwytzerchronik 389a — aus der sphäre der (kirchlichen) mildthätigkeit führt heraus in seinem wortkleide der schatzstock (erste deutsche bibel 3, 37, 30): und ging mit on in de gerkamere ... und wisede on einen groten, beslagenen stok vol goldes und silwers und sprak: dit gut heft juwe vader laten Magdeburger schöppenchronik 158, 14, und der geldstock (th. 4, 1, 2, 2923), der auch in der sache völlig in die organisierte geldwirthschaft des kaufmanns hinüberleitet (s. unten 1stock 5): stock in der kaufmannssprache eine schwere eisenbeschlagene kiste, in welcher geld verwahrt wird 7, 456b; Adelung — ebenso stock in den münzstätten ein behältnisz, wo beispiele jeder münzprägung für künftige untersuchungen aufbewahrt werden Campe. d) der totenstock ähnlich dem totenbaum (s. u.) ein aus einem baumklotz durch aushöhlung gefertigter sarg; in der technik der herstellung ähnlich den seit der älteren broncezeit in unserem alterthum allgemeiner benutzten baumsärgen (s. die abbildungen bei nord. alterthumskunde 1, 341 und handbuch der deutschen alterthumskunde 1, 122 f), nur dasz lade und deckel aus den ungleichen hälften des längsgespaltenen klotzes gefertigt sind: beispiele aus dem späteren mittelalter 1829 zu Elliehausen bei Göttingen gefunden ( vor- und frühgeschichtliche alterthümer 52): der boum schosz in das grab, das Vlenspiegel kumbt vff die füss z ston in dem stock Eulenspiegel 145 neudr. e) heiligenstock (s. th. 4, 2 sp. 841; s. auch unten stockbild und bildstock th. 2 sp. 21), ein aus einem baumstumpf oder klotz (vgl. die entsprechende bedeutung unter klotz II 2 (th. 5 sp. 1250)) gefertigtes heiligenbild (und als an die wand gestelltes bild gewöhnlich von der rückseite trogartig ausgehöhlt wie die aus dem backtrog gefertigte Madonna Hansjakobs); besonders bei den anhängern der reformation als verächtlicher terminus im kampf wider den heiligencult beliebt; in der Zerbster handschrift (von 1523) hat Luther 2. chron. 14, 5 noch übersetzt; er thett weg ... die hohen und heyligen stock, nachher aber in die gotzen geändert; ein stock und ein holtz, das geferbt ist und ölgetrenkt, auf das die farb bleibe und vom regen nicht abgewaschen werd, ist ein ölgötz sprichwörter N 2b: stumme und dumme uberschrifften, inn leblose seulen, stöck und egiptische thürn eingegraben Gargantua 428 neudr. — in der verbindung stock und stein werden solche aus stein gefertigte bilder daneben aufgeführt; weniger wird an den steinernen sockel des hölzernen bildes zu denken sein: was lauffestu denn noch als ein unsinniger mensch zum stock und stein, da kein gotteswort gepredigt wird 32, 527 Weim.; aber daneben mus er auch nicht anders wehnen, denn gott sey ein götze odder affe und alle welt sey eitel stock und stein, die schlecht yhn lassen benügen, wenn sie solche verachtung hören 26, 49 Weim.; so schon bei den Isländern: bera gull á stokka eða á steina oder trúa á stokka eðr steina vgl. kl. schriften 5, 94; das häufig über dem bilde angebrachte tabernakel will die sonst unverstandene glosse eyn hilgenstock ( nov. gloss. 88a) als übersetzung von ciborium hervorheben (nd. wörterbuch von 1417). alterthümlich muthet an, wenn in der höhlung eines morschen baumes im walde ein solches heiligenbild unterkunft fand; auch dergleichen scheint stock genannt zu sein, wie das folgende erschlieszen läszt: ein grosse bircken, da ist ein creutz angeschnitten, und unter diesem stock ist ein loch alchymia (1583) 122. [Bd. 19, Sp. 30] f) gefangenenstock, schwerer holzblock, der aus zwei hälften gearbeitet, die füsze und hände, seltener den hals eines gefangenen festhielt; ein sicheres gelasz konnte bei seiner benützung entbehrt werden; oft fand er sogar unter freiem himmel aufstellung; stock der gefangenen cippus, catasta, robur 2161, 277a, compes nov. gloss. 104b; ein aus dem ende des 14. jahrh. erhaltener stock in der Göttinger alterthumssammlung (auf ihn bezieht sich wahrscheinlich die notiz: ad structuram to stocken und vangen keller ... item 10 sol. to dem stocke carpentariis Göttinger kämmereirechnung von 1394 bl. 22b). α) mit rücksicht auf die halbliegende, halbsitzende stellung des gefangenen: einen in stock legen 197a (223a), 389c; stock, darein man einen mit dem halss und füssen gefangen legt ebenda; in den stock legen umb die schuld Terenz (1499) 125a; als wann ein richter ein in stock legt, so ist er allein sein artzt: wann, der stock ist sein, und der schlüssel sein, er mag aufthun opera 1, 2 A ( volksmärchen 1, 66); genauer: (er) warff sy in das innerste gefengknuss, und legt jre füss inn den stock Zürcher bibel (1531) apostelgesch. 16; so auch bei 6, 312, 24; vgl. du hast meinen fus in stock gelegt, und hast acht auff alle meine pfadte, und sihest auff die fusstapffen meiner füsse Hiob 13, 27 (vgl. auch 355); ir trabanten, nembt gfencklich an tieff unden ich erplicket wir nemen in kue, gaisz und pock dann denckt jhr an die flöhfall nicht, ergriffen ihn die schergen, [Bd. 19, Sp. 31] dem stock, und flohe zum fenster hinaus Fausts leben 279. sprüchwörtlich: ist besser teidingen ausser denn ym stock sprichwörtersammlung 200; ja, gnädiger herr, ausser dem stock ist besser handeln! 5, 31 Weim. d. h. armer gefangener mann kann seine sache schlecht führen, seines vortheils nicht recht wahrnehmen; dagegen den dieb im stock tröstet der gestohlene (und verheimlichte) beutel: in senen tröstet mich mein lieb, β) stock und stein in der gerichtlichen landschaft, schon von Haltaus gefaszt als 'signum juris dictionis criminalis'; der gefangenen stock neben dem stark erhöhten stein, auf welchem der richter sitzend den hinrichtungen beiwohnt, sodasz er auch über das herandrängende volk hinweg gesehen werden konnte, ein bedeutender ausdruck mittelalterlicher rechtsplastik (s. auch oben staffelstein th. 10, 2 sp. 528): zu dem ersten so sprichet men eime appete von Ebersheimmunster twing und ban, stoc und stein, und einen frigen hof mit allem sime begriffe weisthümer 1, 673 (Grussenheim von 1320) und deutlicher: unde swa der abbet het twinc unde ban, unde stoc unde stein in den dorfern, da sol der abbet sezzen einen wissenhaften schultheissen unde einen buttel, unde sullent die dis gerihtes phlegen 1, 669 (Ebersheimmünster von 1320); und sol dirre hof han zweine staffelsteine unde einen stok, von zweien kunigen, die heissent beide Ludewige, unde von eime herzogen, der hies Etheche, also das weder keiser, noch kunig, noch lantgrave dikein gerihte hinne haben sol, der abbet der lade si danne har in 1, 667 (ebendort). vgl. die gegen 1220 geschriebene notiz im güterverzeichnisz des Benedictinerklosters Ruprechtsberg bei Bingen: an drin stucken under demo staffelsteine mittelrhein. urkundenbuch 2, 386, wo zugleich deutlich wird, dasz der lasterstein (th. 6 sp. 263) hier nicht herangezogen werden darf, ein niedriger steinsitz mit ketten, um einen missethäter anzuschlieszen. — (stock und stein als grenzbezeichnung s. im folgenden.) γ) mit entsprechenden begriffen verbunden: zu stok und blok bringen incarcerare 784; ettwan tht man si weiter fragen, die morschen glieder hangen ein jeder stümper schraubt bey dieses tages schein dafern bewuste zwey sich zu der that bequemen, hatschiere, auf! legt ihn in ring und stock [Bd. 19, Sp. 32] chroniken 114; und wie der römische radherr Cato sprach: schlechte diebe ligen ynn thormen und stocken, aber offentliche diebe gehen ynn gold und seyden 15, 313 Weim.; der Christen fiess (wurden) noch vol frischer wunden in die stöck und gwelb eingeschlossen chronicon germanic. M 3b; jhr bemühet euch tag und nacht, unsere hellische gefengnis und stöcke zu erfüllen Lucifers sendbrief (1550) D 1b; und mehr auf das bayrische sprachgebiet eingeschränkt: wo dann ainer ain straff oder puss an gelt ye nit vermöcht, ... der söll etlich tag mit lyferung wasser und brot, nach gestalt seiner verbrechung im stogkh oder in der keichen gestrafft werden baierisches bergrecht 221 (v. j. 1532), vgl. DWB keuchen, eyn stock carcer gloss. 100a und keiche f. (th. 5 sp. 434). — ungewöhnlich ist die verbindung mit staub (s. DWB staub II 4 th. 10, 2 sp. 1081): der purpur ist entzwey, der scepter gantz zustücket; δ) stock behält dann besonders in der jüngeren sprache, nachdem die sache schon verschwunden war, den allgemeinen sinn von 'gefängnisz', wobei die zuletzt angeführten verbindungen den vorgang gewisz beförderten: ein stock, ein gefängniss deutsche sprachkunst 105; die frau meines collegen war wenige stunden vorher in den stock abgeführt schriften 7, 212 (vgl. DWB da führet man etliche zu stocke, kompt für die obrigkeit, folget straff theatrum diabolorum 1, 182b); wenn du dich noch einmal unterstehst, schurke, so ehrenrührig von meiner frau zu träumen, so lasse ich dich in den stock sperren, wo dir alles schlafen und träumen vergehen soll dram. werke kom. gattung 1, 19; wer besonders rege theilnahme an den schandthaten der bande ... durch vorlautes geschrei kund giebt, der brummt mir nächsten tages vierundzwanzig stunden im stock, so wahr ich amtmann bin erz. schriften 35, 145; wollen sie herrn Bratzky sprechen, so müssen sie sich nach der stadt bemühen, er sitzt im stock 5, 15; in meiner brust war eine art von kampf, ε) im vergleich: wan sie sas in dem rock g) wohl als eine übertragung des vorigen ist unter den folterwerkzeugen noch besonders zu nennen der daumenstock (th. 2 sp. 853) an stelle von daumenschraube (sp. 852) — auch in der jägersprache wird das schwere mit stacheln versehene eichene brett der maulwurfsfalle stock genannt: wer eine maulwurfsfalle will verfertigen, der muss wissen, dass derselben zwey vornehmste stücke seyen, nemlich ... der stock, und zum andern der bock 3, 373a; dagegen wird der ruhrstock, welcher den lockvogel des vogelstellers festhält (th. 8 sp. 1473), soviel begriffliche ähnlichkeit er auch mit unserm geräthe hat, als 'baculus fissus' mehr oben zu stock 3 gehören. [Bd. 19, Sp. 33] h) selten der beinklotz der gefangenen, welcher eine wenn auch beschränkte fortbewegung ermöglicht (gewöhnlich dafür klotz s. th. 5 sp. 1251 unter 4 b): da brachten sie yhn ynn eynes mans haus ... und wolten yhm eynen stock mit eysern ketten angehenget haben, aber der hausvater hatte mitleyden 18, 238 Weim. i) stock als grenzbezeichnung: eyn blok, eyn dene stok, eyn landscheydunge cippus nov. gloss. 91b (nd. gloss. von 1417); die unten zu besprechende wendung stocken und steinen spricht für die vermuthung, dasz nicht in der erde gebliebene wurzel stöcke (s. oben 1stock m. 1) hier als grenzzeichen zunächst in frage kommen, sondern zugehauene und mit zeichen versehene klötze, welche in die erde eingelassen wurden. der stock wird dadurch vom malbaum (th. 6 sp. 1499), der lache (sp. 14) oder dem lachbaum (sp. 11) stärker geschieden und ist eine begriffliche entsprechung zum grenz stein (s. oben); besonders in der verbindung stock und stein markzeichen von holz und von stein (Schmeller2 2, 729): stock, stein, rein mon. boic. 25, 429; mit allen den rechten, nutzen und ern und zuogehorung, eʒ sey aker oder wismat, gewapn oder ungewapn, pesucht oder unpesucht, stokch und stain, weg, waʒʒer und gemain ainfart und auʒfart urk. von 1398 bei kärnt. wörterb. 242; mit aussfart und infart, mit wasser, stock und stain urk. von 1429 ebenda; so eyn armer in den wald fert, so derselbe haut, so ruft er, so er leth, so beyt er, so er fert, so fleucht er, kompt dan der forster und brengt eyn wartzeichen von stock und von stain und haut in den wagen, ee her in hoff kompt, so sal er im eyn pfant geben weisthümer 3, 542 (Wartmansrode o. j.); auch ist nicht unmöglich, dasz die geheimniszvolle losung der fehme stock und stein neben gras und grein von hier ihren ausgang nimmt (doch hat das weisthum des Arnsberger oberfreistuhls von 1490 strick, stein, gras, grein Wigand das fehmgericht Westfalens2 202; 406) — stock und boden als rechtliche formel in dem sinne von grund und boden, hier eine begriffliche verstärkung von boden nach der seite des rechtes, eigentlich der fest eingegrenzte boden(besitz): wann ünser herr der kayser zuo der plaich stock und podem und behausung gefreyt hat, swer darüber an der plaich und auʒ der freyung v pfenning wert stilt, der hat daʒ leben verloren an alles übersagen stadtrecht von München 146 (378), doch vergl. unter 5 e. k) in handwerk und technik: α) der hutstock (th. 4, 2 sp. 1994), ein aus mehreren stücken zusammensetzbarer klotz, welcher dem hut seine form gibt: den hut übern stock schlagen instaurare pileum 2162; ich kan ihn (meinen neuen hut) nur zum chapeau bas gehen brauchen, aber auf den kopf kan ich ihn nicht bringen und über den stock schlagen will ich ihn nicht lassen briefe 1, 29; der erbe trägt ihn (den hut) in sein haus, mit des hauptes locke, β) der amboszstock (th. 1 sp. 277) oder schmiedstock (schmidstock acmotheton 25a, schon ahd. smitstok cudo 6, 630), der grosze klotz, worin der ambosz eingelassen ist (schon im broncezeitlichen pfahlbau Möringen fand sich ein solcher klotz mit einem zu schmiedezwecken darin eingelassenen harten kieselstein) vgl. auch handwerk 21: allda zuckt er grimmig ainen schweren grossen ampass, setzte jn auf ain stock Odyssea 32b; (Vulcan) den ambaysz in ein stock einschlug γ) der prägstock in der münze (th. 7 sp. 2057) der holzblock, in welchem der (untere) stempel (das prägeisen [Bd. 19, Sp. 34] sp. 2055) befestigt ist: der stock, darauf das blicksilber zerschlagen wirdt mineralertz 1580; zuletzt so legt man das silber des königs oder fürsten oder gewercken der schichtmeister auf den stock, und hawt ausz ... zwey stücklin bergwerckbuch 401; unde wanne me nigge penninge sleyd in unseme lande, de schal men varen unde kesen vor deme stocke, dar men de sleyd Göttinger urkundenbuch 1, 301 (v. j. 1382). — dann ist der stock auch das prägeisen selbst und musz seinerseits wieder in eine unterlage eingelassen werden, vgl. münzkunde 70. — ähnlich der arbeitsstock der petschaftstecher, ein hohler cylinder, worin das petschaft während des gravierens befestigt wird ( Adelung). — auch der stock bei den zinngieszern ist ein kleiner klotz, worauf der zinngusz während der arbeit des abdrehens befestigt ist. — hierher gehört auch der kittstock (th. 5 sp. 867) der goldschmiede, glasarbeiter und steinschneider. δ) nur zweifelhaften zusammenhang mit dem vorigen prägstock hat der stock der buchdrucker, die in holz oder metall geschnittene verzierung, welche die einzelnen buchabschnitte bezeichnet; nach (druckersprache) nimmt der ausdruck seinen anlasz vom holzstock (s. th. 4, 2 sp. 1782 unter 2), und noch bemerkt, dasz nur die in blei oder messing geschnittene verzierung so bezeichnet werde, nicht aber die in kupfer gestochene; doch sein beschränkter gebrauch bleibt auffällig, und so hat die zusammenstellung mit der allerdings erst um die mitte des 18. jahrh. zu belegenden franz. vignette (von vigne wein- stock, eigentlich das rankenwerk dieser zierschnitte bezeichnend) sachlich und sprachlich gleich viel für sich, ohne doch die sache gegen den holzstock völlig zur entscheidung zu bringen, besonders im hinblick auf die wendung den stock schneiden: die stöcke in oberzehlten wehren als schwerdt, dusacken, ... (sind) in holtz zu schneiden fechtbuch (1612) M 3b; dass der anfangsbuchstabe in einem zierlich geschnittenen stocke stehen muss, versteht sich von selbst 1, 156 ( belustigungen 1, 213); von demselben künstler, der die beiden ersten copien verfertigt und die stöcke geschnitten IV 31, 127 Weim. — das wort eingang steht nur hier, dass der buchdrucker einen schönen stock mehr anbringt, sonst wüsste man doch, dass am anfange jederzeit der eingang ist päckchen satiren 55; leider konnt ich von unserm geschickten holzschneider nur die paar stöcke erhalten IV 27, 67 Weim.; der stock und die buchstaben (für den propyläendruck) IV 14, 19 Weim.; (ich) ersuche sie aber mir anzuzeigen, wie ich die kupferplatten und den stock zur decke am besten übersenden kann IV 13, 211 Weim.; s. auch buchdruckerstock (th. 2 sp. 469). — auch der buchbinder benutzt den stock, einen stempel von messing, um verzierungen in den buchrücken hineinzupressen 7, 456b. — eine erweiterung in dem sinne von buchdruckerpresse (th. 2 sp. 469) scheint vorzuliegen: der vierte band ... ist erst zu neujahr ... unter die presse gelegt worden, und es ist unmöglich, dass er ... schon glatt und blank aus dem stocke hervorgeht briefe 3, 587. ε) im musikalischen instrumentenbau besonders der pfeifenstock (th. 7 sp. 1652), das schmale, aber dicke brett, worin die orgelpfeifen stecken (vgl. auch oben stiefelstock): wem beliebet, der mache ihm eine kleine probirlade, ohngefähr von ein canzellen 6 biss 10 nach belieben, theils grosse, theils kleine, und dergestalt mit stöcken versehen, dass man gross und klein pfeiff- so wohl rohr- als flötwerk darauf setzen könne organopoeia C 2b; die windladen bestehen aus dreien stücken: aus der unterlade, aus den registern, und aus den sogenannten stöcken, darauf das pfeiffenwerk zu stehen kömmt vollkommener capellmeister 460; auf die register (der orgel) aber werden die stöcke, welche bey andern auch blöcher oder klötze heissen, mit schrauben befestigt ebenda; genauer heiszt er der windstock (pinax 2161). — auch sonst in dieser sphäre, so als bezeichnung für den lautenhals (s. th. 6 sp. 377): seine instrumente sind von mittelmässigem stock fast vor jedermanns faust instrument der lauten (1727) 97. — in der sprache der clavierbauer; vgl.: unter den [Bd. 19, Sp. 35] rührstöcken verstehen wir die langen gekrümten höltzgen auf den clavichordien, so wol, als die springstöcke auf den spinetten, ... sonst tangenten geheissen kleine generalbasschule (1735) 73, wo aber die herleitung von 1stock 3 sich mehr empfiehlt. zu 1stock 1 stellt sich aber im clavier der stimmstock (s. oben), in welchem die wirbel zum stimmen der saiten befestigt sind. ζ) stock, das kurze dicke holz, worin die wagenwinde sich bewegt Adelung. ähnlich als theil einer geschützausrüstung: item ein wagen mit vier pferden zum haspel, zum stok, zum krieg und zu den sayln städtechron. 1, 177; vgl. auch unten stockwinde f. — auch die bewegliche säule an der drechselbank heiszt der stock (s. auch reitstock th. 8 sp. 790). η) der lichtstock (th. 6 sp. 892 unter 3), ursprünglich aus einem holzklotz (s. oben 1stock 1) gemäsz altheimischer kunstübung gedrechselt: eine klotzartige säule, welche in der oberen aushöhlung den rund geformten brennapf (wie ihn hausalterth. 1, 61 aus den beständen der Göttinger alterthumssammlung abgebildet hat) aufnahm; wie denn auch noch später der ölkrüsel ähnlich aufgestellt werden konnte: odá suech dár an stock würff auch benck, stöck, und plöcher umb, 5) im übertragenen sinne in mannigfacher verwendung: a) der stock des gebirges (s. auch gebirgsstock th. 4, 1, 1 sp. 1787), der hauptzug des gebirges, von dem sich die seitenerhebungen 'abzweigen' (wie die äste eines pflanzen- stocks), gewisz in anlehnung an oben 2: es ist eben der stock von bergen, der in einemfort vom Genfersee bis auf den Gotthard läuft 16, 264; die ... Aboriginer ... im stocke des Apennin, waren aus Achaja herüber gekommen Etrusker 1, 5. eine begriffliche verstärkung zeigt der hauptstock (oder auch hauptgebirgsstock) vgl. lehrbuch der geographie (1825) 555 und die pflanzliche entsprechung th. 4, 2 sp. 633 unter 1. — dagegen stock 1 musz vorgeschwebt haben, wenn auch der gebirgsknoten (s. Wagner lehrbuch6 322) besonders in der Schweiz als stock bezeichnet wird: bey geringerer gebirgshöhe sind die formen durchaus mehr gerundet, die gipfel kuppen- und glockenförmig, und werden köpfe, koppen, stöcke, belchen genannt 1, 549; bergnamen wie Blankenstock, Eckstock, Ortstock gehören hierher. b) in bergmännischer sprache der erzgang; hierfür an das vorige anzuknüpfen, wird kaum nahe gelegt, vielmehr entstammt wahrscheinlich der gebrauch dem unterirdischen weltbilde der bergleute, welche den mit erzen gefüllten gang gleichsam wie einen von den berggeistern angesammelten schatzstock (oben 4 c) ausräumen, wozu auch die geschichte von kobalt (th. 5 sp. 1537) und nickel (th. 7 sp. 735 unter 3 e) zu vergleichen ist, deren namen, von den arbeitenden bergleuten ausgesprochen eine bannende wirkung auf das sonst entrückte gute metall haben sollten. neben dem unordentlichen geschütte (s. th. 4, 1, 2 sp. 3975 unter 5): ein anderer (gang) aber, der sich in die lenge und breite gezogen hat, nimmet ein grossen theil des orths eyn, welchen ich pfleg ein geschütte oder stock zu nennen, [Bd. 19, Sp. 36] dann es ist nichts anders, dann ein ort, das mit etwas deren dingen, die auss der erden gehawen, uberschüttet wirdt bergwerckbuch (1621) 34. von dem gang (th. 4, 1, 1 sp. 1228) wird unser wort begrifflich unterschieden: stöcke nennt man zum unterschiede von schichten oder gängen oder bänken, kleine unregelmässige massen eines gesteins, welche von einem andern, der masse nach weit überwiegendem, rings umschlossen sind der mensch im spiegel der natur 2, 157, warum sich denn der sonst so naheliegende ausgang vom adernstock (s. unten) nicht empfiehlt, wenn er auch späterhin gewisz auf unsern fall gewirkt hat, so in der collectivbildung das gestöcke (th. 4, 1, 2, sp. 4242 unter 2) entsprechend dem geäder (th. 4, 1, 1 sp. 1630 unter 6 a); in verstümmelter form: zu letzt so theilen die bergmeister in viel und mancherley massen ein geschütte oder stöck bergwerckbuch (1621) 64. — neben nest (th. 7 sp. 624 unter 3 e) und niere (sp. 832 unter 5 b), die zugleich auch das zusammenschieszen der beiden verschiedenen bildbegriffe veranschaulichen: neben dem aber ... ist zu mercken, das unsere bergwerck sonderlich auch deshalben gelobet werden, das man alhier ... mehr gediegens und lauters silbers, und in grossen stocken, nesten oder nieren beisammen angetroffen und gehawen, als auf allen andern bergstedten, davon man jrgendt wissen hat meissnische bergkchronica (1590) 126 — neben gang (s. oben): viel geschb und fletz, so die sündflut von gengen und stöcken abgestossen, und inn die gründe geflöst und uber einander geschoben hat Sarepta 2b; in grösseren und kleineren gängen und stöcken, im granit, gneis, glimmerschiefer, thonschiefer, kalkstein (findet sich der gemeine serpentin) 1, 222. als redensart ein gestein bricht in stöcken, wird stockweise angetroffen (vgl. DWB brechen I 27 th. 2 sp. 346): selten bricht es (das silber) in stöcken Sarepta 63a. c) heustock (th. 4, 2 sp. 1294), heuhaufen, heuschober, von der form eines groszen klotzes (s. oben 1), ganz entsprechend schwed. stock 'haufen': dass manches futter entweder auf der wiesen halb verfaulet, oder wanns ja noch in den heustadel geführet worden, im stock erbittert und verschimmelt 3, 4b; wenn ein stock heu, der ein klafter breit, 2 klafter lang, und ein klafter hoch ist, 200 fl. 40 kr. kostet; wieviel wird ein stock, der 2 klafter breit, 3 lang und 2 klafter hoch ist, kosten? 14, 283; jetzt gehe es ihm mit dem gelde, wie mit einem selbstgemachten gutgelegenen stock heu; wie man davon nehme, so scheine es einem, er würde nicht geringer 2, 84; der in der niedergebrannten scheune stehende und rauchende stock von heu konnte zwar nicht gelöscht werden 5, 1, 333 (vgl. hierzu auch unten 2stock n. m. in der einleitung). zu erwähnen sind hier noch zusammensetzungen wie elsäss. fueterstock aufgeschichtetes futter; garbenstock garbenhaufen in der scheune; gerstenstock aufgeschichtete gerste in bansen; kleestock kleehaufen 2, 586. d) eierstock (th. 3 sp. 87): der hette ein hennen, die jhm alle tag ein güldens ay legete, da gedacht der geytzig hundt, ey es wirt ein grosser schatz in jhr sein, sie wirdt einen gar lauteren güldenen ayerstock haben, gedacht derhalben auf einmal reich z werden, und erwürgt die henne, und nam den stock aus antipap. eins und hundert 4, 361b. — der eiterstock, die feste eitermasse als kern eines geschwürs (s. th. 3 sp. 393) Adelung; ebenso der stock eines bandwurmes, sein kopfende und eigentlicher sitz, von wo aus er sich immer neu erzeugt (bildlich): die menschlichen gebrechen sind rechte bandwürmer, man reist wohl einmal ein stück los und der stock bleibt immer sizzen III 1, 118 Weim.; in allen diesen fällen ist die anlehnung an stock 2 deutlich, wie auch bei dem stock einer ader (verzweigung), der hauptader, welche aus dem geäder am stärksten hervortritt neues roszbuch 1, 130. — auch der stock der korallen, die organische vereinigung der einzelthiere. e) der 'häuserblock', die von straszen und gassen umschlossene häusermasse: auch sol man zwischen den husern gassen machen, also, das allweg siben heuser einen stock geben befestigung der stett E 3a; die stadt Einbeck brandte gar aus, dasz nicht ein stock denn [Bd. 19, Sp. 37] die kirchen stehen blieb geschichte von Northeim 115. gegen halbe 8 uhr (hat) ... der prälat das wunderbarliche ... um den nächst angelegenen gassenstock herumgetragen. festkalender bei schwäb. augsburgisches wörterbuch 412a. dann auch der im stadtgrundrisz dafür vorgesehene grund und boden (Schmeller2 2, 729): an disen gassen (der königsburg) enden die stöck oder pletz, darauf die heuser gesetzt werden befestigung der stett D 3b. — noch begrifflich erweitert: spazierwege um den stock, d. h. um die stadt herum schwäb. augsburgisches wörterbuch 412a. f) unsinnlicher, ein capital im gegensatz zu seinen zinsen, aber doch auf lebendiger anschauung beruhend mit benutzung des bildes vom wurzel stock, welcher selbst fest im boden, nun immer neue schöszlinge treibt; das simplex ist aber bei uns besonders durch das engl. (auch schwed. und ndl.) stock in aufnahme gekommen, vgl. z. b. den indischen stock, das grundcapital der englisch-ostindischen compagnie ( 7, 456b; dann auch als bezeichnung der einzelnen für ein solches bei einer bank oder sonst einzuzahlendes grundcapital gezeichneten actie; der plural entsprechend engl. stocks: er hat drey röcke an; denn in jenen ... zeiten standen rock und weste noch al pari, so wie die stocks erklärung der Hogarthischen kupferstiche 4, 275); die aufforderung der lords, einen hinreichenden stock für die erhaltung der armee zu bilden werke 16, 144; vgl. noch den entsprechenden gebrauch von stamm (th. 10, 2 sp. 643 unter II 4 d), dazu stammkapital (sp. 665). während bei uns auch die neuere sprache die verstärkende zusammensetzung grundstock (s. oben) vorzieht (zugleich eine übersetzung von fond, fonds, eigentlich das grundvermögen, vermögen, welches in grund und boden angelegt ist): es giebt leute, die ein ererbtes gut und vermögen besitzen, und ihr leben zubringen mit der beschäftigung, die einkünfte davon zu geniessen, und den stock zu erhalten verm. werke 6, 1, 286; es war wirklich ansehnlich — das erste gold, das ich, zum grund des künftigen stocks, auf zinsen legte werke 9, 147; es wäre so richtig gewesen, dass man einen stock gesammelt hätte, der nur im höchsten nothfalle angegriffen worden wäre in dem briefwechsel zw. Jac. u. Wilh. Grimm, Dahlmann u. Gervinus 2, 165; dass wir zwanzig jahr die unbill ungerächt hinnehmen mussten, dadurch ist der zins zum stock worden Roland von Berlin 2, 185; es hatte sie nur gereizt, ihrem bruder für die hundert thaler auch einmal etwas auf den stock zu thun 6, 36; die zinsen nahn dem stock von allen wegen g) auch sonst grundbestand, grund stock, stamm (II 4 th. 10, 2 sp. 643): man weisz dasz die beiden Zaluski, bischöfe, den stock dieser büchersammlung der republik schenkten reise eines Livländers (1795) 4, 42; ein stock vieh, der zu einem grundstück gehörige viehbestand (entsprechend engl. stock). — der stock einer armee: wenn wir nur erst den stock einer armee ... hätten! briefwechsel und tagebuchbl. 2, 90; auch der alte stock, die mannschaft des älteren jahrgangs; ähnlich: auch fehlte ihr (der neuen stadt) die population; als stock der bevölkerung wurden in ihr 7000 ... sclaven angesiedelt erdkunde 8, 282; ein kleiner stock geistlicher herren (war) in diesem vorderen, älteren hause an der spitze der abtei herrschend geblieben 2, 154; sogar: jener altstadt ist der eigentliche stock der bürgerstadt ... treu geblieben briefe 1, 163. h) als grundbestand von erfahrungen, gedanken, glaubenssätzen, so in deutlicher anlehnung an f: sie (die menschen) geben gewöhnlich eben das von ihrem eignen stock im voraus aus, was zum rechten gebrauch das nöthigste und beste wäre. was sie aber dafür gegeben haben, [Bd. 19, Sp. 38] kann mann, da der eigne stock des menschen aus vielerley besteht, nur dann erfahren, wenn sie es uns praktisch zeigen werke 12, 70; wenn ich den stock des menschlichen denkens und wissens betrachte, so deucht mich beynahe, der grosse denker über uns hat ursache, damit zufrieden zu seyn, wie wir seine mitgabe angewandt haben 12, 52; (die figur des Faust) ward eine schatzkammer, in der die bewegenden zeitideen ... sich niederlegen und wuchern können, bis sie, zu einem ganz veränderten stock geworden, eine neue anlage bedingen gesch. der deutschen dichtung 5, 122; sogar ganz wie der englische stock als öffentliche capitalsammlung durch einzahlung von actien gedacht: aber auch die philosophen selbst werden in zukunft nicht ermangeln ... ihren antheil zum allgemeinen stock der von ihnen bescholtenen sache beyzutragen werke 12, 121; in anlehnung an oben g: wodurch sowohl die hausandacht ungezwungener, als die kirchenandacht feierlicher geworden wäre, während jetzt der ganze stock unserer hymnen zu planverständlich ist, um feierlich-kirchlich zu sein geschichte der deutschen dichtung 3, 27; (die frauenlitteratur) konnte nur die schönen formen nachahmen, die materien musste sie immer aus dem stocke der männerliteratur hernehmen 5, 329; sogar: (die poeten,) die sich von dem stock der schlesischen dichtung zuerst loslösten 3, 464; versuche, die sphäre der zu grunde liegenden anschauung mehr herauszuarbeiten: wie dan das wort himmel in der natursprache seinen eigentlichen scharffen verstand hat vom durchdringen und eingehen, und dan mit der wurtzel bleiben im stock der ewigkeit sitzen, darinnen recht die allmacht verstanden wird schriften 3, 324; auch in dem nebeneinander von stock und stamm (II 4): ja man kann wohl mit grund annehmen, dass die thyatirische gemeinde stock und stamm der philadelphischen ist, und vermuthlich noch mehr werden wird 3, 85; es (das erste motiv) ist ... in vielfachem wechsel der stamm und stock des ganzen satzes, aus dessen ... strömung jene anderen motive hervortreten Mozart 1, 472. weniger hilft die zusammenstellung mit kern (th. 5 sp. 597 unter 10): so man ein corpus ansiehet, so siehet man erstlich den stock oder kern aller qualitäten, der aus allen qualitäten gebildet ist Aurora 114; so unentbehrlich ist es jedoch ebenfalls, diese krisis zu mildern und die totale zerfliessung zu behindern, damit ein stock übrig bleibe, ein kern, an den die neue masse anschiesze, und in neuen schönen formen sich um ihn her bilde 2, 152. 6) collectivisch stock contignatio, dasselbe wie unten stockwerk, auch mit gewandeltem geschlecht, doch beruhend auf oben 1, s. unten 2stock n., m. 7) stock als schelte a) auf dem wege dahin liegt verschiedenartiger gebrauch im vergleich, um das unbewegliche, schwerfällige, fast leblose usw. bei einem menschen sinnfällig zu charakterisieren (vgl. die entsprechende entwicklung von klotz th. 5 sp. 1250 unter 3 und die ausführungen von wörter und sachen 1, 43): die tochter sagt, fast ubel, denn er ist mir am bett als ntz, als leg ein stock bey mir buch der liebe 296a; besonders stille liegen wie ein stock: so das kind in mutterleib sich nit mehr beweget oder reget, im leib schwerlich ligt wie ein stock hebammenbuch (1580) 125 (vgl. auch grillenvertreiber 26); sus lag er stille alsam ein stok, da thet ich jhn heimlich entrinnen, [Bd. 19, Sp. 39] leben 2, 70 ( Grabenhäger 1, 81). — steif und unbehülflich dastehen wie ein stock ( Campe): von grossem wunder und freuden überwunden er sten beleybe als ein stock 140; Xemindo fiel neben sie nieder, printz Zarang stund als ein stock asiatische Banise 222; wir sind da gstanden wie ein stock warumb habt jhr zum krieg verdrusz, α) mit dem beisinn des verstummens und sich ausschweigens (vgl. unten stockstill und stockstumm adj.): er ward hiemit also voller schrecken, dass er darob verstummet, und aller sein leib erzittert, stund da wie ein stock buch der liebe 186b (als wir das höreten, stunden wir wie die stöck, waren gantz erstummt 204c); doch weil sie nochmahls als ein stock da stehet, wird der schlusz gemacht, sie habe im hertze ja gesagt politischer redner 783; ich aber muss stehen, als ein stock, und darf kein wort reden lustspiele 1, 211; deutlicher: da schweygestu wie ein stock, da zu reden ist, und schwetzist, da nit not zu reden ist 6, 304 Weim.; ich mus ... stille schweigen wie ein stock 18, 495; wenn er nach hause kommt, sitzt er stumm wie ein stock 1, 30 (hofmeister 2, 6). β) sich anstellen wie ein stock: das machen aber manche weiber mit jhrer unachtsamkeit und schläfferey, wann sie jhnen das hauszwesen nit angelegen sein lassen, und eben darin sich stellen als ein stock, den die hauszhaltung nichts angienge insomnis cura parentum 75 neudr. γ) mit einer weiteren bestimmung aus der neuen sphäre: als nun die Samniter das feld geräumt ..., ermunterte Marssfeld ... die Deutschen, dass sie nicht wie todte stöcke sich aufreiben solten Arminius 1, 768a; ich sagte oder sunge, der Omer, dölpisch als ein stock, der Itzig ist freundlich wie ein stock, δ) neben entsprechenden begriffen: aber er ist dumm, wie ein stock, und hartnäckig, wie ein kiesel lustspiele 3, 310; unser beständiger feind ist der dr. Sch., der von dem ersten buchstaben unsrer schrifften, bis zu dem ende derselben ... keinen eintzigen comma findet, der so viel witz habe, als ein kürbss und ein stock bibliothek älterer schriftwerke der Schweiz II 1, 76; doch lieb ich gleichwol nicht, so bin ich wie ein scheit, [Bd. 19, Sp. 40] stöck und blöche halten, das wyr sollen gleuben, hurerey sey besser denn ehlich leben? 12, 112 Weim.; wer hat kaiser Carl den fünften ... mehr für einen verblenten stock und block gehalten. die catholischen oder die lutherischen? antipap. eins und hundert 3, 8a; er ligt da wie ein stock und block, ohne stimm und bewegung catechismusmilch 4, 221; der leib ohn ein seel ... ist wie ein unbewechlicher stock oder block hirnschleifer 64. — neben stein: da sie der hauptman merckt so hart sie stehen da wie stock und stein, b) das durchgeführte bild bezeichnet einen menschen als derb, roh, rücksichtslos, unempfindlich oder dumm, ganz entsprechend den lat. truncus, caudex, stipes. diese schon durch den allgemeinen sinn unseres wortes der menschlichen spottlust nahe gelegte verwendung empfängt noch ihre besondere nahrung aus seinem schlagwortartigen gebrauch in den kämpfen der reformation durch bezugnahme auf den heiligen bildstock (s. oben 4 e), wozu die ähnliche geschichte von ölgötze th. 7 sp. 1279 unter 1 zu vergleichen ist: so seh man hie disz schlecht exempel α) wendungen, die auf der grenze zu dem bildlichen gebrauch liegen; so soll ein schöner und reizvoller eindruck in seiner grösze geschildert werden (gern sind dabei verwandte begriffe wie holz s. th. 4, 2 sp. 1764 unter 1 d, klotz th. 5 sp. 1250 unter 3, stein u. a. unserm wort zur verstärkung beigeordnet): o, wären sie minder schön, weniger im allerstrengsten verstande liebenswürdig! so aber müsst' ich stock und stein seyn, um beständig so vielen reizen zu widerstehen 5, 171; jhr seyd ja kein holtz, kein stock, sondern ein schönes mägdlein engl. comedien und tragedien (1624) Bb 6a; die grösze eines jammers oder elends, eines schmerzes wird zum ausdruck gebracht: Susanna brach in eine thränenfluth aus — wir sind weder stein noch stöcke Tristram Schandi 5, 52; dies (menschenelend) sollte doch wirklich einen stock zum heulen bringen (beim anblick eines halb verhungerten) Horacker 180; schaut das leiden seiner armen, [Bd. 19, Sp. 41] moralische oder andere unempfindlichkeit: lieber, welchs gewissen kan sich doch des bereden lassen, wenn er gleich ein klotz und stock were? 26, 593 Weim.; ich bin kein stock, ich habe auch gefühl schaubühne 1, 39; komm, küsse mich, so küss ich denn dich wieder, mensch bin ich und ein mensch will ich ganz in leiden und lust seyn; β) ungewöhnlich im erkünstelten gegensatz zu verstockt (s. th. 12, 1 sp. 1761 unter D, das in diesem gebrauch von stock recht eigentlich wurzelt): beständig musz man sein c) im unmittelbaren gebrauch: stöcke allein sind die unverbesserlichen, sie mögen nun aus eigendünkel, dummheit, oder hypochondrie ungelenk und unbiegsam sein 22, 123 Weim.; er ist aber doch kein stock, wie der ältere bruder, und scheint fähigkeiten zu besitzen briefe 1, 334; und dieser stock, indem er auf seinen bruder nicht wohl zu sprechen ist, hat, ich weiss nicht, welchem erdensohne sein vermögen vermacht! 2, 86; endlich da er sahe, dass er einen stock vor sich hatte, stand er mit den worten auf: luderjunge! du wilst mich nur nicht geschichte seines lebens 1, 108; anfangs war ich nur maler, ich bemerkte aber bald, dass die menschen nach und nach zu stöcken wurden, und legte mich auf die schneiderkunst 7, 91. (in liebesdingen:) ich war ein stock, hab' es fast gemacht wie meister Mirk, die dirnen kaum ordentlich angesehen bei E. M. Arndt, schriften für und an seine lieben Deutschen 1, 84; versteh's, hab ich mir g'denkt, der Staberl ist kein stock, nun wart galanter herr, du sollst mich sogleich veneriren kom. theater 1, 13; doch: ein stock, der bleibt ein stock, ob ihn gold, seide decken hab' einen stock von holz, der überzogen du stock, liesz her! wie, dast erstumbst? wann ich zu fusze geh' und Struma prächtig fähret, nun höre (Jupiter) mich weiter, und schweige, du stock! α) mit einem adject.: es mste einer ein rechter stock und klotz sein der christliche ritter A 4a; du bist allezeit ein rechter stock, wenn du verse im kopfe hast deutsche schaubühne 4, 276; sie sind ein rechter stock! sagte sie darauf, indem sie von ihm abliesz, und ich eine thörin, dasz ich so viel freundlichkeit an sie verschwende 21, 212 Weim.; sie muss mich für einen rechten stock halten, ohne augen, ohne gefühl erz. schriften 11, 356; besonders beliebt für einen alten mann: du alter stock, lass dirs vergan [Bd. 19, Sp. 42] stock wahrlich wenig minder 100; ich mein', mit den dummen liebsg'schichten, habt ihr's lang g'nug trieben; ist euch nicht gut angestanden, ihr alten stöck' Rosegger II 9, 322; nim bald von im (dem alten narren) den seckel schwer, β) mit beigeordneten begriffen, welche die menschliche sphäre deutlich machen: darumb bleibens stöck, grobe tolpel und faule schelmen 19, 307 Weim.; denn gott wil nit, dasz wir stöck und klötzer, hensel sorgenfrei und rabenartig sein A. Lang sorgeteuffel (theatrum diabolorum 2, 349b); die da lieber wollen uber solche stöcke und nerrische, unsinnige menner herrschen weiberspiegel (1565) J 1b; der stock, der strick, der gauner, der superklug u. s. w. leben noch zu unsern zeiten, wie zu denen des Menander Amphitryon 1, viii; der baur ist gar ein narr und tropf, wer nicht die schönheit kenn't und prüfet, ist stockblind; 8) auf dem vorigen beruht eine reiche möglichkeit verstärkender zusammensetzungen, deren mehr gelegentliche bildungen im folgenden durch eine auswahl von beispielen geschildert werden sollen. a) in verbindung mit völkernamen. α) von einem ausländer, der in den anschauungen seines landes völlig befangen ist, was sich für unseren wortbegriff besonders darin äuszert, dasz er nur seine sprache spricht. stockwelsch, adj.: stockwälsch lustspiele 2, 91; nun hatte ich zum ersten male einen stockwälschen postillion, der wirth spricht kein deutsch und ich musz nun meine sprachkünste versuchen 30, 39 Weim. (III 1, 180 Weim.); manches zerlumpte weib zeterte mit seiner halbnackt umhergeisternden brut in einer stockwelschen sprache 1, 189; sie sprächen schreckbar schlecht deutsch, und wenn sie sängen, so sei alles 'stockwällisch' 3, 70. subst.: kinder, welche ein französisches mundstück führen, als wären sie Pariser vom vierten gliede her und im nothfalle nur noch etwas deutsch hacken, als wenn sie stockwelsche wären quelle von 1859 bei elsäss. wörterb. 2, 824b — daneben stockitaliener m. und stockitalienisch, adj.: das ganze buntbewegte, laute hafenleben stockitalienischen charakters betäubt sie II 7, 409. — stockfranzose, m. : bayr. stockfranzos Schmeller2 2, 729; nur eines versprechen sie mir: dass sie kein deutsches wort vorbringen und sich anstellen wollen, als wären sie ein stockfranzose erzähl. schriften 11, 58; ein ... hauswirt, der seinen einquartierten für einen stockfranzosen hält 2, 124; versteh'n sie gar nicht deutsch? sind sie also stockfranzose komödien 165; dazu stockfranzösin, f.: unsere wirthin, eine ehrliche stockfranzösin ist recht bekümmert um uns 7, 98 und stockfranzösisch, adj.: ich hatte sie ... in vorschlag gebracht zum directorat des französischen gymnasii: allein P. ist es geworden, der es nun recht stockfranzösisch erhalten wird leben 4, 207. — stockgrieche, m. 2, 213. — stockrusse, m. schriften der Goethegesellschaft 9, 963; ein rechter stockrusse erz. schriften 1, 122. — besonders in den mittel- und süddeutschen landen ist verrufen der stockböhme ( 108b, 22b bayr. stockböhm Schmeller2 2, 729 besonders der czeche [Bd. 19, Sp. 43] im gegensatz zum deutschböhmen steir. wb. 579a): unter lauter stockböhmen 1, 158; ein ehrlicher stockböhme des Wolfenbüttelschen regiments 1, 16, 9; ( 11-14, 102); blauhosige stockböhmen briefe 156. auch stockczeche, m.: die stockczechen in Deutschland 9, 90 — stockpole, m. : es ist ein stockpole wie ich noch keinen gesehn, kein Litthauer oder Posener, wie die meisten, die hieher kommen, sondern ein ächter nationalpole briefe 182 (dazu schriften der Goethe-gesellschaft 14, 30 und 2, 374b). hervorzuheben ist noch der stockengländer: zu andern zeiten kommen diese stockengländer mir vor wie ein öder spuk 6, 327; 6, 137; hist. politische aufsätze 1, 383; dazu stockengländerei, f.: er nennt ihn ... einen Don Quixotte voll stockengelländerey allgem. deutsche bibliothek 111, 285 und stockenglisch, adj.: Walter Scott's 'Napoleon' könne man nur dann mit behagen lesen, wenn man sich einmal entschliesze, eine stockenglische sinnes- und urtheilsweise über jene grosze welterscheinung kennen zu lernen gespräche 8, 73. — seltener daneben der stockbrite: Corinna, welche diesem eingefleischten erz- und stockbriten immer mehr die liebe erklärt ... als abgewinnt 52 -53, T1. β) mehr als politisches schlagwort, mit rücksicht auf die deutschen wünsche in den vierziger jahren des vorigen jahrhunderts, erscheint der stockösterreicher: es ist höchst charakteristisch, dass in der neuern zeit die stockpreussen — namentlich die Pommern — und die stockösterreicher für die deutschen Böotier gelten naturgeschichte des volkes 1, 251. (dazu das adj. stockösterreichisch: der altconservative, stockösterreichische dichter blieb zeitlebens wie ein verkappter revolutionär angesehen literar. herzenssachen 286) — und besonders der stockpreusse, m.: die stockpreussen tagebücher 6, 113; der einflussreiche, langjährige adjutant des kaisers Wilhelm, graf Karl von der Goltz ... war ursprünglich ein eleganter und gescheidter gardeoffizier, stockpreusse und hofmann, der an dem ausserpreussischen Deutschland nur so viel interesse nahm, als seine hofstellung es mit sich brachte gedanken 1, 112; dazu das specifische stockpreussenthum als illustriertes schlagwort der gegenwart im kladderadatsch von 1848 s. 104 (n. 26): alle, die die anspielungen auf das starre stockpreussenthum nicht vertragen können briefe 3, 103, vgl. auch gesammelte schriften 3, 462; was uns gehalten hat, war gerade das specifische preussenthum. es war der rest des verketzerten stockpreussenthums, der die revolution überdauert hatte reden 1, 113 und stockpreussisch adj.: tagebücher 6, 148 — weniger politisch ist der stockschwabe: und wenn man nicht gar ein stockschwab ist, sondern im gegentheil in der welt umhergekommen 1, 166. — stockbayer m. : und einmal hörte ich sogar einen stockaltbayern auf den perron hinausrufen nachgel. schriften 99. — stocksachse, m. (dazu stocksächsisch, adj.): hier sprach er (der sächsische kriegsminister) mich, ich glaube mit einem kurzen reim an, den ich wegen seines erstaunlich stocksächsischen dialects nur ganz im allgemeinen verstand Dahlmann an Jac. Grimm, (briefwechsel 1, 117) und gar der stockmeissner: krit. blätter 1, 433. b) stockreligiös adj.: wenn mein buch (die reisebilder) dazu beiträgt, in Deutschland, wo man stockreligiös ist, die gefühle in religionsmaterien zu emanzipieren, so will ich mich freuen und das leid, das mir durch das geschrei der frommen bevorsteht, gern tragen 3, 372. mit rücksicht auf das religiöse bekenntnisz stockorthodox, adj. und stärker noch als unten stockgläubig, adj. lebensläufe 2, 214 und stockbigott, adj.: ein stockbigotter jesuit vgl. allgem. deutsche bibliothek 84, 551. α) stockjude, m.: (Nathan) so ganz [Bd. 19, Sp. 44] daneben stockisraelit, m.: Hesekiel, du stockisraelite, β) stockkatholik, m. und stockkatholisch, adj.: und nannten's stockkathol'schen graus, c) in bezug auf das politische glaubensbekenntnisz stockreactionär, adj.: der stockreactionäre philister ... klatscht sich die hände wund, wenn Don Juan singt: hier gilt kein stand, kein name naturgeschichte des volkes 2, 217; subst.: sie ... gehen hin und wählen einen stockreaktionär nixnutzig volk 75. — die beschränktheit besonders auf politischem gebiete vertritt der stockphilister (vgl. philister th. 7 sp. 1827 unter 3) deutsche stockphilister und basen altes und neues 1, 111; besser klingt das schiffsregister ... drauszen fand ich versammelt würd'ge männer d) in den ansichten und oft vorurtheilen seines standes befangen. α) stockaristokrat, m.: stockaristokraten ... kann man es nicht begreiflich machen, was christlich ist 17, 121; den deputierten oberstleutnant von Arnim, den bösen stockaristokraten tagebücher 4, 95; bald wird der liberalste deputirte ein stockaristokrat sein schriften 6, 160; dazu stockaristokratisch, adj.: seine natur war vollkommen gräflich, d. h. stockaristokratisch IV 23, 198 Weim.; vgl. auch stockpatricier, m. und stockpatricisch, adj. (adv.): ein stockpatricisch gesinnter senator 40, 315 Weim. — ungewöhnlich und nur historisch construiert ist stockritterlich, adj. (hier subst.): das reinmenschliche des Käthchens hätte das stockritterliche des Wetter von Strahl besiegen, oder gar nicht damit in verbindung gebracht werden müssen 11, 90. β) besonders zu erwähnen ist noch der vor andern am alten hängende stockbauer: der ächte stockbauer, welcher sagt und singt, dass es gut steht im deutschen land, wo man noch trägt eigen gewand, ... zeigt wahrlich mehr takt und naive bildung als solche sogenannt gebildeten leute die deutsche arbeit 103; ich möchte ... den hexenmeister sehen, der es solchen stockbauern in den kopf brächte, dass ein getheertes schiff, welches doppelt so lange hält, als ein ungetheertes, darum fast noch einmal so wohlfeil sey, als dieses naturgeschichte des volkes 1, 185. zuletzt: ein solcher stockbauer kennt nur den unterschied zwischen zehn und zwanzig kronen, aber nicht den unterschied zwischen menschen und menschen 1, 198; wie diese unserm wort hier innewohnende härte des urtheils zuletzt auf der schelte (s. oben 7 b) beruht, macht deutlich: er schwieg und dachte bei sich, 'stock von einem bauern, hast du mir was gegeben?' erzählungen aus dem Ries 3, 391. γ) auch stockkaufmann, m.: wodurch ich denn wirklich das ansehn eines reisenden stockkaufmann's en gros erhielt vierzig jahre 1, 187, —
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