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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
schorist bis schörlfleck (Bd. 15, Sp. 1577 bis 1578)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) schorist, m. alter student Kluge stud. spr. 124a: dieser Lælius meynt wunder wie er es getroffen habe. er ist ein sonst rechter schorist. Philand. 2, 199; ich warne dich unterdessen treulich, dasz wann du ausz dem pennal-jahr kommest,

[Bd. 15, Sp. 1578]


du dich nicht gesellest zu der schaar der schoristen. doctor Meyfart sagte, man solle achtung darauff geben, ob ein schorist oder pennal - putzer sey zu einem rechten ehren - ampt kommen? Schuppius 264. vergl. auch: schoristen-teuffel, titel eines buches von Kurandor (Balth. Kindermann), s. Gödeke grundr.2 2, 482, 36. — Kluge stellt schorist zu scheren, warum nicht eher zu schorus, schorbruder (s. dieses)?
 
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schoristerei, f.: fürwar, ich hab deren kerle viel gekannt, welche eine profession von der schoristerey gemacht haben, und sind endlich ertz-bernheuter worden. Schuppius 265.
 
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schork, m.
1) für schurke, s. das.: schork, et schurk, propr. agricola, rusticus, sed deinde pro sordido, ignavo, avaro, homine nihili, et contemnendae conditionis haberi coepit Stieler 1768.
2) s(c)hork, piscis quidam, pedum quinque, magno ventre Gesner de pisc. 202.
 
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schörkasten, m. bei den leinewebern das ganze gestell, wie es eingerichtet steht Jacobsson 7, 269a.
 
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schörke, f., in Preuszen für die grille, das heimchen, gryllus domesticus Nemnich. vgl. schirke sp. 207.
 
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schorkopf, m. beschorener kopf; einer mit beschorenem kopfe, mönch Campe.
 
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schörl, m. steinart von glänzendem, blättrigem gefüge und zumeist muschligem bruch, mit geringem metallischem gehalt, scorlus, silex scorlus Nemnich, turmalin Oken 1, 164 f. Behlen 5, 548. Jacobsson 7, 269 unterscheidet grünen strahlschörl, weiszen, schwarzen und elektrischen stangenschörl. andere namensformen sind schierl(e), schirl, schürl, schirlich, schörlich, schorlet, vgl. Campe. Jacobsson 3, 605a: schwarzer schierle, lapilli nigri splendidi Schwenkfeld stirpium et fossil. Siles. catal. (Leipzig 1600) 382; schierl oder schürl, eine unartige bergart so bey zwitter bricht, und dem zienstein gleich steht, s. schürl, aes quoddam inutile Frisch 2, 179a; schorlet, eine art von untüchtigen zien-erzt, terra metallica stanni inutilis plena 221a; es ist ein schwartz bergart, schürl genant, sihet dem zwitter ehnlich. Mathesius Sar. 99b.
 
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schorlamieren, verb. stallen (?), jetzt unbekanntes fremdwort: mit einem hengst, der in der flucht schorlamirt, kan man versäumt werden, dasz einem der feind auf den hals henket. Claus narr (1602) 241 (vergleiche den familiennamen Schorlemer?).
 
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schorlamit, m. ein schwarzes glänzendes mineral, dem titanit ähnlich Karmarsch-Heeren3 7, 779 (zu schörl?).
 
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schorlet, s. DWB schörl.
 
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schörlfleck, m. verstreuter fleck schörl in lava oder porphyr Jacobsson 7, 269b. ähnlich schörlglimmer, schörlgranate, schörlkorn, schörlkrystall, schörlpyramide, schörlsäule, schörlspath, s. ebenda.