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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
erlegen bis erleidigen (Bd. 3, Sp. 897 bis 901)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) erlegen , erliegen machen, ganz wie fällen fallen machen; anders auszusprechen als das vorher gehende starke part.; ahd. irleccan, mhd. erlegen, goth. uslagjan, ags. âlecgan, schw. erlägga, dän. erlägge. das part. lautet goth. uslagids, ahd. irlegit, mhd. erleit, nhd. erlegt.
1) ein thier, wild erlegen, fällen, zu boden strecken, sternere, occidere: einen löwen erlegen; auf der jagd wurden zwei wölfe und ein fuchs erlegt;

nur maulthiere erlegt er zuerst und hurtige hunde. Il. 1, 50.


2) den feind, gegner erlegen, schlagen, besiegen, caedere, vincere: der könig der feinde wurde selbst in der schlacht erlegt; also griffen si uns underwegen an und erlegten uns, das wir von uns werfen müsten, was wir hetten. Frank weltb.

[Bd. 3, Sp. 898]


233a; erlegte in einem groszen treffen ihren könig Wismar mit vielem volke. Micrälius 1, 62;

der tod, den Evä schuld erreget,
wird durch Mariä frucht erleget.
Gryphius 2, 291;

hat die feinde auf das haupt erlegt (wie auf das haupt geschlagen). Zinkgref apoph. 24, 20; machte er sich des folgenden tages über die Teutonen, die er ebenfalls aufs haupt erlegte und eine unzählige menge derselben gefangen bekam. Mascou 1, 12; weil er die meisten gallischen völker in einem haupttreffen bei Amagetobria erleget. 1, 19; unter anführung des jungen Constantini, der den 20 apr. 332 die Gothen in einem blutigen treffen erleget. 1, 225; fiel ein schwarm Alanen in Italien ein, aber Ricimer erlegte sie in der gegend von Bergamo. 1, 473; Alboin erlegte die Gepiden in einem blutigen treffen und ihr könig blieb selbst auf der walstatt. 2, 176;

bei meines vaters gruft hat sie mein arm erleget.
J. E. Schlegel 1, 207;

er erlegte seinen gegner im zweikampf. die beispiele zeigen, dasz dies erlegen, so wie schlagen, aus dem sinne des fällens, tödtens in den allgemeineren des überwindens, besiegens, ermüdens übertritt: einse eifer erlegen, lauw und unlustig machen, studia alicujus tardare. Maaler 114a; sonst verletzte, erlegte, kranke knechte heiszt es bei Fronsperg 1, 65a für niedergelegte, ermattete; Markgraf konnte nun nichts mehr vorbringen und vorhalten, er lag erlegt (ermüdet), aber nicht aus furcht. J. P. komet 2, 74. ich habe mit dem text alle meine widersächer uberteubet und erleget (besiegt, widerlegt). Luthers tischr. 2a; so hat er in doch nicht confutieret noch erleget. 292b; erleget (fatigat) ers mit arbeiten. Tacius bei Fronsperg 3, 240b. diese bedeutung von erlegt stimmt zu der von erlegen, confectus.
3) wälder, bäume erlegen, fällen, städte erlegen, einnehmen, bezwingen: Alexandria, so oft bestritten und mit so vielfeltigen kriegen erlegt, ist sie fast baufellig gemacht worden. Frank weltb. 16b;

wie beugten sich, erlegt durch ihren strich die wälder!
Gotter 1, 135.

ähnlich ist kegel erlegen, niederwerfen, schieben: mein vater erlegte selbst mit mir kegel. Hippel 1, 41, was an das abwerfen und erlegen des Jupiters zu Hildesheim erinnert. mythol. s. 172. 173.
4) erlegen für auslegen, einlegen, belegen, caelare, tessellare, tessellis sternere, mhd.

dô vânt diu maget reine
ein schâchzabelgesteine,
unt ein brët, wol erleit, wît. Parz. 408, 21;

ein swërt brûn unde breit,
scharpf und wol erleit. Eracl. 1194;

ein vürspan
geworht ûʒ edelem golde
und erleit, als ëʒ solde,
mit edelen guoten steinen,
grôʒen und niht kleinen. Mai 42, 4;

nhd. allein vornen, so sie (die zapfen) etwas abgelaufen, wider mit stal aufs neuw erlegt. Kirchhof mil. disc. 25. so werden auch pflugscharen, pflugeisen, keilhaue erlegt, neu angeschweiszt, geschärft. was meint aber die erlegte kugel? thue alsdann die erlegt kugel zusammen. Fronsp. kriegsb. 1, 148a.
5) solvere, numerare, auflegen, dahin legen, entrichten: das geld erlegen; die kosten erlegen, erstatten; seine zeche, schuld, strafe, steuer erlegen; hiermit erlege ich den letzten gulden; seine reste in guten, gangbaren münzsorten erlegte. Leipz. avant. 2, 32; die schiffe werden ihren Rhein und Neckarzoll nicht defraudieren, sondern dadurch erlegen, dasz sie sich von weitem zeigen. J. P. Tit. 1, 16.
6) sein geld erlegen, anlegen, fundare pecuniam:

mein gelt ich dich nicht sehen lasz,
fürcht es würd mir von dir genummen,
hab mich vorhin lang kümmert drummen,
wie ich mein gelt wol möcht erlegn.
Ayrer fastn. 98c.


 
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erlegung, f. des wildes, feindes, geldes.
 
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erleichten, levare, leicht machen, gebildet wie entleichten:

der Rodomonte doch, zu wasser und zu lande,
an seiner schwermuth sich erleichtet nichts befande.
Werders Ar. 27, 73.


 
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erleichtern, levare, exonerare, leichter machen. ahd. arlîhterôn, levigare, d. i. polire, glätten. Graff 2, 162, aus verwechselung von lĕvis facilis mit lēvis, laevis, λεῖος, wie auch mhd. lîhte für letzteres vorkommt (mehr unter leicht). nhd. behauptet erleichtern seinen natürlichen sinn, und ist gegensatz von DWB erschweren, es hat sowol den acc. der person mit gen. der sache als den dat. der person mit acc. der sache bei sich: und

[Bd. 3, Sp. 899]


da sie sat wurden, erleichterten sie das schif und wurfen das getreide in das meer. apostelg. 27, 38;

du solst den fremden zwar in freundschaft zu dir laden
und ihn, wann er sich klagt, erleichtern seiner last.
Opitz 1, 353;

ach könnte doch mein tod erleichtern seine pein!
Gryphius 1, 284;

aber nachdem wir die herzen des traurigen grams erleichtert.
Voss;

so war es ihr beinahe leid, als er zu Danischmenden kam und unter sehr wortreichen versicherungen seiner dankbarkeit und ergebenheit gegen ihn um die erlaubnis bat einen wolthäter, dem er nur zu lange lästig gewesen sei, zu erleichtern und zu seinem freunde Feridun zu ziehen. Wieland 8, 294; der wichtigste punct seiner neuen regierung war, die Athener von allen hindernissen zu erleichtern. 36, 44; mein herr, diese scene ermüdet mich, ohne sie zu erleichtern. eine auffallende ähnlichkeit verursacht ihren irthum. H. L. Wagner der wolthätige unbekannte s. 46; könnte ihr bruder dadurch in seinen sauern geschäften erleichtert werden. Göthe 7, 128; ich dächte wir könnten uns beide erleichtern. 7, 135; sie sollten ihn hören, wenn er in vertraulichen stunden sein herz erleichtert. 20, 29;

entdecke mirs, erleichtre deine brust,
dem treuen freund vertraue deine sorgen.
Schiller 442a;

in worten
erleichtert sich der schwer beladne busen. 246b;

Biester erleichterte mich ungemein mit seiner correctur und zweiten durchsicht des manuscripts. Nicolais leben von Gökingk s. 152; das sollte die sache erschweren und erleichtert sie mir gerade; heute morgen fühlte sich der kranke sehr erleichtert; um dieses zu können muste er sich aber in der aufreibenden anstrengung jenes ursprünglichen berufs etwas erleichtern. Niebuhr kl. schr. 1, 30. gut gespräch erleichtert den weg. Stieler 1134. man sagt, seinen leib, seine blase erleichtern, alvum ciere, mollire; sich erleichtern. Steinbach 1, 1030.
 
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erleichterung, f. levatio, levamen.
 
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erleichterungsmittel, n.
 
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erleiden, pati, perferre, praet. erlitt, part. erlitten, goth. usleiþan, uslaiþ, ahd. irlîdan, irleit, irlitan, mhd. erlîden, erleit, erliten; ags. âlîðan kommt nicht vor. das einfache goth. leiþan bedeutet ire, usleiþan exire (nicht perire, transire), das ahd. irlîdan transire und pati, weil der durch etwas gehende, fahrende es aushält, auf sich nimmt, erträgt, erfährt und erleidet. im mhd. erlîden, nhd. erleiden ist die urbedeutung des gehens erloschen, nur die abgeleitete des ertragens und duldens haftend, wiewol das part. praet. den begrif des gehens oft durchzucken läszt: die noth ist erlitten = vorübergegangen, vergangen. im nord. lîða, schw. lida, dän. lide finden sich beide bedeutungen bis auf heute. mhd.

daʒ ich vür wâr wol sprëchen mac,
daʒ ich sô grôʒe arbeit
nie von ungeverte erleit. Iw. 272;

swër ie kumber erleit
den erbarmt dës mannes arbeit. 4389;

die truogen sô liehten schîn,
dës lîht ein hërze wære versniten,
daʒ ê niht kumbers het erliten. Parz. 591, 26;

durch wëlhe schulde und umbe waʒ
habet ir die nôt durch in erliten? Trist. 105, 29;

nhd. wes Job in groszer duld erlit,
des seit erinnert auch hiemit.
Schwarzenberg 156, 2,

wo wes auf des attrahiert ist; meinstu aber, dein herz müge es erleiden oder deine hende ertragen zu der zeit, wenn ichs mit dir machen werde? Ez. 22, 14; wer wird aber den tag seiner zukunft erleiden mügen? Maleachi 3, 2; der herr des himels gebe dir freude für das leid, das du erlidden hast. Tob. 7, 20; und da er zuletzt den stank selbs nicht mehr erleiden kunde. 2 Macc. 9, 12; weil sie bisher so viel gewalt und unrechts erlidden hatten. 10, 12; habe du nichts zu schaffen mit diesem gerechten, ich habe heute vil erlitten im traum von seinetwegen (ahd. managu bin ih thruenti hiutu in gisiune thuruh inan). Matth. 27, 19; und da war ein weib, das hatte den blutgang zwelf jar gehabt und viel erlidden von vielen erzten (goth. jah manag gaþulandei fram managaim lêkjam). Marc. 5, 26; meinet ir das diese Galileer fur allen Galileern sünder gewesen sind, die weil sie das erlidden haben? Luc. 13, 2; und da wir grosz ungewitter erlitten hatten. apostelg. 27, 18; ich habe mehr geerbeitet, ich habe mehr schlege erlidden. 2 Cor. 11, 22; dreimal habe ich schifbruch erlidden (þrim sinþam usfarþôn gatavida us skipa).

[Bd. 3, Sp. 900]


11, 25; welche am glauben schifbruch erlitten haben (goth. naqadai vaurþun). 1 Tim. 1, 19; etliche haben spot und geiseln erlidden, dazu band und gefengnis. Ebr. 11, 36; von welches wegen ich mich beflissen habe des alten natürlichen, jedermann verständig teutschen, so in gemeinem brauch ist, in den alten sprüchen, wolgesetzten reimen und sprichwörtern gefunden wird, und ja dennoch nicht zu weit, als viel müglich ist, und die art der sprachen erleiden mögen, vom latein. Aventin 1a; ein strom von so heiszem wasser, das wir die hend nit darinn erleiden mochten. Frank weltb. 223a; gibt doch die erfarung, das oft die erz so heisz sein, das man kein hand dran erleiden kan. Mathesius 36b; wofern aber einer das nachreisen nicht erleiden (mag), soll derselbig in dem nechsten spital erhalten werden. Fronsp. 3, 119b; du hast eine gerechte strafe erlitten;

wann abends uns die braune nacht
im schatten schwarz verkleidet,
und ich dann meine sünd betracht,
grosz noth mein herz erleidet.
Spee trutzn. 77 (83);

die zimmer unterscheiden
versüszens mit geruch,
sie stank noch wust erleiden,
er drauszen fällt im flug. 123;

und wenn er in freundschaftlicher mittheilung unerschöpflich war, so stockte gleich alles bei ihm, wenn er widerspruch erlitt (erfuhr). Göthe 25, 248;

o schimpfliche gewalt, die wir erleiden.
Schiller ...;

erleide was du suchtest. 473a;

sie hat es überstanden, wunderbar
hat sies erlitten.
Tieck 2, 156;

nur das wird wahrhaft besessen, was errungen, ermüht und erlitten wurde. Immermanns Epigonen 1, 83. wir ziehen heute in den meisten fällen das einfache verbum vor und sagen: schmach, noth, kummer, unrecht, schifbruch leiden, so warm als man es leiden kann, als es die hände leiden. hingegen scheiden wir widerspruch erfahren (erleiden) von widerspruch leiden (ertragen).
 
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erleiden , ganz verschieden von dem vorigen, und zu leid invisus, odiosus, ags. lâð, engl. loath, alts. lêth, altn. leiðr, schw. dän. led gehörig. stets mit dem dativ der person.
1) leid sein, taedere, fastidire, ags. lâðian, engl. loathe: es will mir schier anfachen erleiden. Plater 100; nems geld einer nit, so nems der andre, es ist niemands erleidet. sch. und ernst cap. ...; hüner seind im erleidt. kl. weise reden 92a; zu zeiten schlafen wir bei (voluptatibus venereis fruimur), zu zeiten erleidts uns. Frank sprichw. 1, 96a;

solch bös gedankn laszt euch erleidn.
H. Sachs V, 230a;

auf erd uns nicht erleiden mag,
diese schön gräfin zu vermeiden.
Ayrer 391c;

nit furcht euch vor weltlicher pein,
schwert, prant sol uns nit erleiden.
Schmelzl aussendung 8a;

den podagramischen wird das danzen erleiden. Fischart groszm. 139; einer tugendergebenen frawen wird gewis das danzen erleiden. ehz. 75; damit das essen und trinken keim erleide. bienenk. 15a; welche thaten, wie grosze potentaten und regenten gemeinlich, wann inen das jagen erleidet, ein handwerk oder sonst geschäft herfür suchen. Garg. 185a; ist euch dan das liebe teutsche so gar erleidet? Philander 2, 69; darnach aber einer aus uns erdappt wurde, ... zumal ich ihn einen halben tag mit einem eisern halskragen am pranger stehen, ihm auch ein ohr abschneiden und mit ruthen aushauen sahe, erleidet mir das handwerk. Simpl. K. 634; das was die grammatici und schulfüchse wissen müssen, war mir bald erleidet. 780. erleiden, ekelhaft sein oder werden. Rädlein 252a. die participia erleidet lassen sich auch unter 2 bringen, jenachdem es ist mir erleidet sowol bedeuten kann es ist mir leid geworden als verleidet worden.
2) leid machen, invisum reddere, verleiden: mhd.

ich Vênus wil ir alleʒ daʒ erleiden
swaʒ minneclîch geschaffen ist. MS. 1, 3b;

ir minneclîchen lîp den kan mir nieman wol erleiden. 1, 185a;

sô mac mir dehein nôt,
âne den gemeinen tôt,
den willen erleiden.
Hartm. 1 büchl. 1533;

nhd. einsiedel werden ... das kund im weder vatter, schwester noch freund erleiden. Wickram rollw. 7b; er wust nicht, womit er ir das ... möcht erleiden, damit sie in nicht so vielmal uberlief. 80b; wenn man einem ein ding erleiden wil, so spreche man nur, es sei gemein und alt ding, so veracht mans. Luther tischr. 443a; womit er dem herlichen ritter den hof erleiden wolt. Galmy 178;

[Bd. 3, Sp. 901]


Türk, wie du suchst, wirst finden bscheid,
Teutschland musz dir werden erleidt.
Schmelzl lobspr. 106;

kein mensch kan im das weib erleiden.
Ayrer 106a;

mir sie kein mensch erleiden söll. 380a;

du wolst mir mein haus erleiden,
das ich vom haus blosz solt scheiden.
Fischart ehz. 48;

mürrisch sein thut als (alles) erleiden. 36;

laszt euch nicht durch ihren schein
erleiden weder bier noch wein. groszm. 142;

gleichwol wird der sonnen vierzigtäglicher gegenschein mit der fasten etlichen das widerfleisch erleiden. groszm. 103; welchs warlich so abscheulich zu hören ist, dasz es alle alleluja, orgel, pfeifen, posaunen und hölzin gelächter durchs ganz jar eim in der kirchen erleiden solt. bienenk. 45b;

sie aber kont ihr doch drumb nicht erleidet werden,
schön dünkt ihr ihr gesicht, ihr wesen und geberden.
Werders Ar. 25, 30;

Gallus meidet grobe laster, eines hat er doch erkiest,
dasz man ihm nicht kan erleiden, dasz er gar zu männlich ist.
Logau 3, 42, 14;

wie einer ihm könte die trunkenheit erleiden. Zinkgr. 424, 5; alles zu thun, was die arbeit in unordnung bringen und was die tagelöhner und den meister dem junker erleiden kann. Pestalozzi L. und G. 1, 127.
1 ist heute ganz geschwunden, 2 meist durch verleiden ersetzt, vgl. auch DWB entleiden.
 
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erleidenlich, tolerabilis, erträglich, leidlich, von erleiden = mhd. erlîden gebildet: item so man ein besatzung eins schlosz je nicht lenger erhalten oder zu keiner ziemlichen, erleidenlichen richtung kommen mag. Fronsperg 1, 128b.
 
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erleidentlich, dasselbe: es wäre aber vor die leute im haus erleidentlicher, doch nicht zu ihrer besserung ersprieszlicher gewesen. Simpl. vogelnest 1, 13.
 
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erleidigen, was erleiden = mhd. erleiden, invisum reddere: die vom adel erleidigen den fürsten das studieren. Luthers tischr. 394b. auch von Seb. Helber 35 angeführt. vgl. leidigen und beleidigen.