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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
wellendistel bis wellenform (Bd. 28, Sp. 1432 bis 1433)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) wellendistel, f., calcitrippa, wohl centaurea calcitrapa 'sternflockenblume' neben weg-, raden-, sterndistel bei Tabernämontanus kräuterbuch (Basel 1684) nach Diefenbach gl. 89a. zu 3wellen wälzen, vgl. bei Schwenckfeldt stirp. et fossil. Silesiae catal. (1600) 250 wallendistel und walendistel; walendistel, teil 13, sp. 1219 f. (dies für das in der tracht ähnliche eryngium compestre).
 
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welleneiche, f., eichenstamm, geeignet zu einem wellbaum, vgl. DWB wellenholz 2: lohn ... vor 4 welleneichen zu so viel wellen, jede 16 ellen lang allg. haush.-lex. (1749) 1, 94b. —
 
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wellenempfänger, m., in der elektrotechnik funkentelegraphisches empfangsgerät: als wellenempfänger sind ... eine gröszere anzahl verschiedener apparate eingeführt worden v. Alten hb. f. heer u. flotte 3, 216. —
 
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wellenerregen, n., übertragen: die neuern philosophen, allanzweifler mit eigenen kühnsten behauptungen, Voltaire, Hume, selbst die Diderots — es ist das grosze jahrhundert des zweifelns und wellenerregens Herder s. w. 5, 512 S.
 
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wellenerregung, f.: Poulson trat ... mit einer neuen anordnung für wellenerregung (für drahtlose telegraphie) an die öffentlichkeit v. Alten hb. f. heer u. flotte 3, 216.
 
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wellenfahrt, f.: die übrige wurden ... endlich nach ihrer so gefährlichen wall- und wellenfahrt halbtodt ans land getrieben Er. Francisci traursaal (1669) 2, 1604; auf weit- und breiter wellenfahrt Göthe I 24, 358 W.
 
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wellenfech, -feh, n., 'feh (wappenpelzwerk), bei dem die theilung zwischen weisz und blau in den einzelnen fehreihen durch den wellenschnitt bewirkt wird' Gritzner handbuch d. herald. terminologie (1890) 9. vgl. DWB fech, adj. (teil 3, sp. 1386). —
 
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wellenfeld, n., in barocker lyrik, umschreibung für meer u. ä.:

doch kann des windes trieb auch dienen zu den sachen,
wann durch das wellenfeld hin in die neue welt
zu schiffen, würde man des sails und pferdes lachen
Harsdörffer frauenzimmergesprächsp. (1641) 8, 386.


 
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wellenfigur, f., in der musiktheorie: das ganze beginnt und schlieszt mit einer zauberischen wellenfigur R. Schumann ges. schr. (1854) 1, 238; vgl. R. Wagner ges. schr. u. dicht. (1897) 5, 143. —
 
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wellenfläche, f., bewegte wasseroberfläche: wenn ... das himmelsgewölbe ... sternenlicht über die sanfte wellenfläche ergieszt A. v.

[Bd. 28, Sp. 1433]


Humboldt kosmos (1845) 1, 8; übertragen: die wellenfläche der Reitalm H. v. Barth nördl. Kalkalpen (1874) 17.
 
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wellenform, f., form, gestalt einer welle: eine leise änderung der wellenform verrät ihm (dem fischjäger) schon die beute v. d. Steinen naturvölker (1894) 231; vgl. Krünitz 237, 187. als vergleichender ausdruck wie das folg. wellenförmig mannigfach übertragen: duftige berge in wellenformen Karl Grasz sizil. reise (1815) 2, 95;

sah ihn (den nebel) herab in wellenform sich neigen
Kotzebue s. dr. w. (1828) 32, 22;

die wahre bewegung (des denkens) wird auch in wellenform, auf und ab, vor sich gehen R. Hildebrand ged. über gott (1910) 205. 'art der welle, wellentyp': es kommen noch die verschiedensten anderen wellenformen vor, und die seeleute haben bestimmte namen dafür Fr. Th. Vischer ästhetik (1846) 2, 62; 'form, art der wellenlinie': und zwar ist der weibliche leib, in welchem zahllose wellenformen sich verschlingen, ... für den helldunklen zauber der farbe gebaut dt. museum 4, 204 Fr. Schlegel.