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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
wellenbrecher bis wellenerregen (Bd. 28, Sp. 1432)
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[Bd. 28, Sp. 1432]


Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) wellenbrecher, m., 'damm zum schutze von häfen, brücken u. s. w. gegen brandung und strömung'; älter ist mole, s. Kluge seemansspr. (1911) 580, im niederdeutschen höft, vgl. ebda 371. engl. break-water — bezeugt seit 1769 — hat schwerlich auf die deutsche bezeichnung einflusz gehabt: diese dammriffe (sind) wahre wellenbrecher Brehm tierleben 10, 609 P.-L.; bildlich: im kampf um den gestaltwandel Deutschlands war ihm (reichskanzler Brüning) keine andere rolle zugeteilt als die des wellenbrechers, an dem die woge sich erraffte, um zu ihrer vollen kraft anzuschwellen H. Stegemann weltwende (1934) 109. als wellenbrecher bezeichnet man auch die dem gleichen zwecke dienenden schwimmkörper, die am grunde verankert sind (schwimmende wellenbrecher) s. Stenzel seemännisches wb. (1904) 461, ferner die schutzvorrichtung gegen sturzwellen auf deck des schiffes: bei vielen schiffen ist auf der back ein wellenbrecher angebracht v. Alten handb. 1, 748. —
 
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wellenbrett, n., Jacobsson techn. wb. (1781) 4, 633b, neben dem älteren wellbrett (s. d.), auch wellenrahmen (s. d.) genannt.
 
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wellenbruch, m., 'brandung' Campe 5, 666; der wellenbruch hinderte ihn, auf einem palmstamme hinüber zu schwimmen Ritter erdkunde (1822) 14, 284. anders, zu 3welle A 'maschinenwelle': dasz bei einem wellenbruch die schiffe ... mit einer schraube den hafen erreichen können Lueger 3, 362. —
 
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wellenbühne, f., (wellenbuni) 'diele zur aufbewahrung von brennholz' schweizerisches idiot. 4, 1321. —
 
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wellenbündel, n., pleonastisch für 2welle 'reisigbündel': äste und reisig zu wellenbündeln Göthe III 7, 163 W.
 
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wellenbüschel, n.: zu welchem ende auch 1200 reuter faschines oder wellenbüschel herbeigebracht frz. Simpl. (1683) 291, s. o. 2welle 1 a γ.
 
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wellendig, adj., s. wallendig (teil 13, sp. 1296).
 
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wellendistel, f., calcitrippa, wohl centaurea calcitrapa 'sternflockenblume' neben weg-, raden-, sterndistel bei Tabernämontanus kräuterbuch (Basel 1684) nach Diefenbach gl. 89a. zu 3wellen wälzen, vgl. bei Schwenckfeldt stirp. et fossil. Silesiae catal. (1600) 250 wallendistel und walendistel; walendistel, teil 13, sp. 1219 f. (dies für das in der tracht ähnliche eryngium compestre).
 
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welleneiche, f., eichenstamm, geeignet zu einem wellbaum, vgl. DWB wellenholz 2: lohn ... vor 4 welleneichen zu so viel wellen, jede 16 ellen lang allg. haush.-lex. (1749) 1, 94b. —
 
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wellenempfänger, m., in der elektrotechnik funkentelegraphisches empfangsgerät: als wellenempfänger sind ... eine gröszere anzahl verschiedener apparate eingeführt worden v. Alten hb. f. heer u. flotte 3, 216. —
 
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wellenerregen, n., übertragen: die neuern philosophen, allanzweifler mit eigenen kühnsten behauptungen, Voltaire, Hume, selbst die Diderots — es ist das grosze jahrhundert des zweifelns und wellenerregens Herder s. w. 5, 512 S.