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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
wellenart bis wellenbereich (Bd. 28, Sp. 1430)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) wellenart, f.: die eine (säule) war krümlichs gedrähet, die ander nach wällenahrt ausgehöhlet Zesen Ibrahim (1645) 1, 138. —
 
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wellenartig, adj., gleichbedeutend mit wellenförmig, doch weniger terminologisch: der wellenartige umrisz der menschlichen form H. P. Sturz schr. (1779) 2, 63; an den seiten voll wellenartiger ... streifen Oken allg. naturgesch. (1839) 7, 1538; das wellenartige geräusch Fr. v. d. Trenck lebensgesch. 3 (1787) 83; adv.: die wolle (eines widders) nicht kurz und kraus, sondern lang und wellenartig herabfallend Göthe 31, 119 W.; licht und schall sind schwingende, wellenartig bewegte körper L. Büchner kraft u. stoff (1856) 5. —
 
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wellenast, m., zu 2welle 'reisigbündel'; im oberhess. 'ast aus einer welle', vgl. Crecelius 903. in südd. maa. dafür wellenbengel, -prügel, sonst auch well-, wellenholz. —
 
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wellenatmend, adj.:

labt sich die liebe sonne nicht,
der mond sich nicht im meer?
kehrt wellenathmend ihr gesicht
nicht doppelt schöner her?
Göthe 1, 169 W.


 
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wellenbad, n., bad in den wellen, vorzüglich des meeres, so von Campe 5, 666 aufgenommen:

in seine flut neigt sich zum wellenbade
der goldne Phöbus
S. Mereau ged. (1800) 2, 128;

gleich nach der ankunft nahm ich ein köstliches wellenbad Moltke ges. schr. u. denkm. (1892) 6, 86. —
 
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wellenbalken, m., in der heraldik 'balken mit wellenförmig gezogenen begrenzungslinien' Gritzner handbuch d. herald. terminol. (1890) 26. —
 
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wellenband, n.: wellenband des flusses Fouqué gefühle (1818) 1, 419; zu 4welle F 1 i 'elektr. welle', vgl. portée d'ondes wellenband Krebs techn. wb. 177. —
 
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wellenbaum, m., gelegentlich für das gebräuchlichere wellbaum (s. d.): axis stratus der wellenbaum im haspel Zehner (1645) 391; wenn man an das mühlrad denkt ..., an den wellenbaum, welcher durch den mittelpunkt. des rades geht Paul Ernst von deutscher art (1928) 171; wellenbaum welle, spec. am heu- oder erntewagen zum anziehen der bindseile schweiz. id. 4, 1249. —
 
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wellenbeil, n., das im reisigbündel steckende beil, zu 2welle: die schergen mit den wellebeilen A. Gryphius trauersp. 511 Palm.
 
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wellenbengel, m., in obd. maa. 'ast, zweig u. ä. aus (zu) einer welle', zu 2welle Martin-Lienhart elsäss. 2, 62; im schweizerischen auch vom wellenbaum am erntewagen schweiz. id. 4, 1373. —
 
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wellenbereich, m., in der physik, bes. in der elektrotechnik: wenn es ... möglich ist, innerhalb des zugelassenen wellenbereichs je nach den atmosphärischen verhältnissen ab und zu auch die eine oder andere auslandsstation mitzuhören H. Thurn der rundfunk (1924) 383; die sprache (umfaszt) einen wellenbereich von 80 bis 10 000 schwingungen in der sekunde Kürschners jahrb. (1928) 519.