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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
welchheit bis welger (Bd. 28, Sp. 1368 bis 1372)
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[Bd. 28, Sp. 1368]


Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) welchheit, f., qualitas, beschaffenheit; abstraktbildung zu welch A 1 'wie beschaffen', spärlich und fast nur lexikalisch bezeugt: pro qualitate criminis umb die wilcheit des lasters (hymnen d. 12. jhs.) Diutisca 3, 171; qualitas wylichkeit, derleykeit voc. predicantium (1486) Y 2a; wielicheit (15. jh. md.); wieligkeit (Augsb. v. j. 1512) Diefenbach gloss. 476c; Schottel greift das wort wieder auf: adverbia qualitatis, eine welchheit andeutende zuwörter, als 'wol, fein, hübsch' haubtspr. (1663) 660; vgl. dazu die glossierung eines ahd. zitates: transtuli ... qualitas te vuilichi (die welchheit) ebda 183; dazu Stieler: novo vocab. die welchheit qualitas stammbaum (1691) 2507.
 
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welen, vb., welk werden, dörren, trocknen; nd. wort, s. bei welk und welken.
 
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welf, m., n. , junges von säugetieren, besonders von hunden und wilden tieren, näheres s. u. ahd. welf, mhd. welf; as. hwelp Sehrt 286, nd. welp(e) (s. d.), mnl. welp Verwijs-Verdam 9, 2, 2131; ags. hwelp Bosworth-Toller 573b; an. hvelpr Cleasby-Vigfusson 299b, norw. kvelp A. Torp 345, dän. hvalp Falk-Torp 437, aschw. hwælp, schwed. valp Hellquist 1086. (a nach Kock sv. ljudhistoria 1, 243, Brøndum-Nielsen gammeldansk gr. 1, 192 in schwach betonter stellung im 2. compositionsglied [biorna-, leonakwalper u. ä.] entstanden.) auszergerm. entsprechungen fehlen. Persson Bezzenbergers beitr. 19, 275, 6, dem Fick 34, 117, Falk-Torp a. a. o. u. 1486, Hellquist a. a. o., Torp a. a. o. folgen, stellt das wort zu germ. hwel- (idg. [s]qel-, wurzelvariante zu kel- 'rufen') in ags. hwelan, hwæl 'widerhallen, brüllen' Bosworth-Toller 573, an. hvellr 'gellend' Cleasby-Vigfusson 299, ahd. (h)wel (flekt. [h]weller) 'procax'. germ. *hwelpa- (daneben * hwelpaz- s. u.) wäre demnach das 'heulende, winselnde', dann 'junge tier'. vgl. dazu als bezeichnung für schrillschreienden vogel ags. hwilpa 'vogelart (regenpfeifer?') s. Toller suppl. 582 und Holthausen ae. et. wb. 182, nnl. wulp 'regenpfeifer' Dale groot wb. 2, 2010, fries. wylp 'brachvogel' Dijkstra 3, 449, nd. regenwölp 'wasservogel, krummschnabelige schnepfe' Dähnert 377, regenwülp 'regenpfeifer' Mensing schlesw.-holst. 4, 72, regenwilp dass. Doornkaat-Koolman ostfries. 3, 24 neben regengilp ebda zu gilpen 'laut u. scharf schreien' ebda 1, 627; auch neunorw. kvelpa 'plätschern, glucksen, glucken' A. Torp 345. — es wären dann weiter anzureihen baltoslav. bezeichnungen für hund und hundebellen: lit. kãlė 'hündin', poln. skolič, skulić 'wie ein hund winseln', tschech. skoliti 'belfern' (nach Brückner d. slav. fremdw. 131 ist lit. skãlyti 'fortgesetzt bellen, anschlagen', wozu skalìkas 'bellender jagdhund', vgl. apreusz. scalenix 'vorlauf' [d. i. vorstehhund], aus dem slav. entlehnt) Fick 34, 116 f., sowie alb. kelš 'tierjunges, bes. junger hund', mir. cuilén, cymr. colwyn, bret. kolen 'junger hund' (< *kol-igno-), s. auch Walde-Pokorny 1, 445 (bes. über die zugehörigkeit von σκύλλαξ) u. 1, 318, ebenso Franck-van Wijk 786. anders, doch wenig wahrscheinlich stellt Much in zs. f. dt. wortf. 2, 287 welf zur sippe von *hwalbjan 'wölben' als urspr. 'das gewölbte' (griech. κόλπος < *πόλπος), dann 'mutterleib, junges', analog zur bedeutungsentwicklung von kalb; zu aslav. kolĕbati 'schwanken machen' Uhlenbeck in PBB 26, 311.
als starkes mask. und neutr. seit dem ahd. gleichmäszig bezeugt: uuelfa (catuli) Tatian 85, 4 S., daz welf Windb. ps. 16, 13; ire welf (catuli) Cranc 20 Z.; seineu welf Konrad v. Megenberg buch d. natur 204, 3; die welff H. Österreicher Columella 1, 103 lit. ver.; der welf Platen s. w. 4, 119 K.-P. der plural auf -er ist über das mhd. hinaus nicht mehr bezeugt: uuelfir ahd. gl. 3, 17, 21 (alem. 10. jh.); uuelfer 3, 80, 43 (12. jh. u. sp.); 3, 201, 61 (12. jh.); uuelfer (catuli) Notker ps. 103, 21, welfer Konrad v. Würzburg lieder 1, 65, die welfer Daniel 4947 H., den welfern Trebn. ps. 56, 5 P.; vgl. welferchen bei welfchen und welferlein bei welflein. er ist entweder analogisch nach andern tiernamen (vgl. ähnlich dierer, damir, swinir bei Schatz ahd. gr. 211 f.) gebildet oder bezeugt alten s-stamm. dasz aus diesem der a-stamm erwachsen sei, wie Palander d. ahd. tiernamen 18 und Kluge-Götze 683 annehmen,

[Bd. 28, Sp. 1369]


ist angesichts der übereinstimmung des nord., ags. u. as. mit einem teil des hd. im masc. ganz unglaubhaft. vgl. auch Osthoff etym. parerga 315. — daneben schwache beugung seit dem mhd. (vgl. auch das vereinzelt im ags. belegte schwache m. hwelpa Toller suppl. 580): daz ... welfe Hans v. Bühel Dyocletianus 4504 K., ein welfen saugen lassen (v. j. 1475) bei Birlinger schw.-augsb. wb. 430a, ainem ... welffen Mynsinger 55 lit. ver., die welffen Hohberg georg. cur. (1682) 2, 600a, den welfen Wieland Lucian 3, 423.
rundung zu ö ist frühnhd. bezeugt: ein hindtin sambt den wölfen (v. j. 1451) bei Fischer schwäb. 6, 665, das jung wölffen (hund) Ryff thierbuch Alberti (1545) A 6b, junger wölffen zway (löwen) Wickram w. 7, 192 B. späterhin bildete man dazu den analogischen singular wolf: wenn die hündin einen von ihren jungen wölfen zum ersten auffasset ..., hält man es vor das gewisseste zeichen, dasz dieser junge wolf der allerbeste unter dem ganzen wurf seie Heppe lehrprinz (1751) 397. die parallelität der formen (s. auch wölflein unter welflein und wölfen unter welfen) führte ältere lexikographen zu der irrtümlichen annahme eines ursprünglichen zusammenhanges mit wolf 'lupus' ('gemeiniglich hält man wolf, ein junger hund, und wolf, lupus, für wörter eines stammes, allein im schwedischen sind beyde genau unterschieden' Adelung [1793] 4, 1603), s. dazu auch Vilmar Kurhessen 446.
welf, ursprünglich auf dem gesamten deutschen sprachgebiet zu hause, wird von den hochdeutschen mundartenwörterbüchern nicht mehr als lebendig bezeugt. Vilmar Kurhessen (1868) 446 bezeichnet es als auch in fachsprachlichen kreisen aussterbend. nur noch in randgebieten des niederdeutschen lebt es als welp (s. d.) weiter. schon im 16. jh. scheint das bedürfnis der worterklärung zu bestehen: welff ... heist in alter sechsischer sprache ein jung hündelein M. C. Schütz hist. rer. pruss. (1592) K 1a (näheres s. u.). heute ist an die stelle von welf (welp) das substantivierte neutrum des adj. jung getreten, s. teil 4, 2, 2372. vgl. auch v. Bahder wortwahl 146 f.
1) ahd. und mhd. geht der gebrauch am weitesten. vorwiegend steht welf von jungen hunden und löwen: uuelfa (catelli) ezzant fon brosmun theo dar uallent fon discu iro herono Tatian 85, 4 S.; losta mina sela uzzer mitten leuuon uuelferen (de medio catulorum leonum) Notker ps. 56, 5; Judas min sun ist welf des levin (catulus leonis Juda filius) ahd. physiologus bei Steinmeyer kl. ahd. sprachdenkmäler 27, 4, doch bald darauf: so diu levin birit, so ist daz levinchelin tot (cum leena peperit catulum, mortuum eum generans ...);

ist diz der helt Achilles,
der grimmen löuwen freissam
ir welfer ab der brüste nam?
Konrad v. Würzburg troj. krieg 29 552 K.;

er stüende reht als ein jungez welf
bî alten hunden
Hugo v. Trimberg d. renner 2118 E.;

das ich uch möcht gehelfen
recht als der leo sin welfen
mit rufen birt daz leben
meister Altswert 135 H.-K.

von sonstigen, meist wilden tieren, so als junges von tiger und affe: tigris chit sagitta ... der imo sin uuelf ferstilet ... der netruet imo nieht enfaren Notker 1, 164, 22 P.; ter affo guuinnet io zuei uuelfer ebda; von jungen drachen:

waz solte ich an iu welfernêren hie begân? Wolfdietrich A 599, 3 Amelung;

die lebart mit ir welfe d. jüng. Titurel 5609 H.;

das kalb und der ber werden mit enandir weyden, ire welf (catuli) werden mit enandir ruwen Claus Cranc 20 Z.; dass er ihnen ein hindtin sambt den wölfen entfieren lassen (v. j. 1451) bei Fischer schwäb. 6, 665; er wút, als ob einer berin wúrden gezúckt die welff erste dt. bibel 5, 196.
im älteren nhd. lebt der gebrauch für das löwenjunge noch fort, es sind vor allem biblische texte, die zu dieser verwendung anlasz geben: jagest du dem löwen den raub oder speysest du seine wälffen mit dem wildprätt? Züricher bibel (1531) 2, 14a;

[Bd. 28, Sp. 1370]


gleich wie ein löw dem raub nachstrebt
und davon lebt
mit seinen jungen welffen
Burkart Waldis psalter (1553) 24b.

in der hauptsache schränkt sich das wort auf hunde und heimisches raubwild ein: die wolf saztend den schauffen iere jungen welffen (zu geiseln) Steinhöwel Äsop 159 lit. ver.; (von hundezucht:) man sol die welff (catulos) die sechs ersten monatt, bisz si erstarckend, nit uss lassen H. Österreicher Columella 2, 103 lit. ver.; das in teutscher sprach ein junger hund, wolff oder fuchs ain welph haist Dreyfelder hist. d. hauses Est (1580) 63a. gleichzeitig verengert sich die anwendung des wortes sichtlich auf fachsprachliche kreise: das wir ... unsern jegerknecht abgefertigt ... haben, das er ... unsern wasenmeistern (abdeckern) etzliche junge welfer lifern soll (v. j. 1566) bei Vilmar Kurhessen 446; wann dann die junge welff fünffzehen tag alt, soll man ... hernach ein glaich vom schwantz schlagen new jägerbuch (1590) 9a; die hündin ... soll man zu belegen nicht verziehen und sonderlich junge hund darzu brauchen, indem die welffen viel freudiger werden Hohberg georg.-cur. (1682) 2, 600a; in abweichender form: junge wölfe werden genannt die jungen von allen racen der hunden, vor junge wölfe werden auch angesprochen die jungen einer luchsin, wölfin und füchsin C. v. Heppe lehrprinz (1751) 301. die sach- und jagdwbb. des 18. u. 19. jhs., wie allg. ök. lex. (1731), Chomel, Krünitz, Behlen, führen das wort nicht, Riesenthal (1920) kennt dafür welpe (s. d.).
literarisch setzt dagegen eine wiederbelebung ein, vgl. hierzu welpe: indem er in der einen hand den welfen eines löwen emporhält Wieland Lucian 3, 423; vgl.: das junge eines löwen nannten unsre alten Deutschen einen welfen. diesz wort ist unvermerckt auszer cours gekommen ebda;

ihm zunächst lag zahm des leun
blonde braut, friedfertig saugend hing an der zitze der welf
Platen s. w. 4, 11 K.-P.;

es artet in zeiten der welf nach dem leuen
Rückert w. (1867) 11, 276;

dazu vier welfe des bären
Rückert nachlasz 67 R.;

es wären welfe oder junge hündlein Grimm dt. sagen (1891) 2, 128.
2) nur gelegentlich für ausgewachsene tiere, hunde; durchweg nur in bildlich-allegorischer anwendung bezeugt; so als 'höllenhund' für den teufel:

Mary, vor allen dingen
kumm mir zuo troust und helff,
so mich der leidig welff
wölt schlinden unde fressen
Hermann v. Sachsenheim d. g. tempel 1136 M.;

für 'höllenhund' auch im nl., s. Verwijs-Verdam 9, 2, 2132; 'jagdhund':

seid mich nit mag gehelffen
triu und stättikeit
und du ye jagst mit welffen liederb. d. Hätzlerin 87;

das reich will bei dir sein (d. bair. löwen),
es will dir dapfer helfen
mit allen seinen welfen,
die können jagen und gelfen
den von Wirtenberg aus dem holz (v. j. 1519) bei
Liliencron hist. volksl. 3, 246.

in allen diesen fällen wird reimzwang den abweichenden sprachgebrauch begünstigt oder veranlaszt haben, doch vgl. auch welfisen 'fuchs- oder wolfsfalle' (v. j. 1690) Staub-Tobler schweiz. id. 1, 546.
3) junger, unerfahrener oder hilfloser mensch; in älterer sprache:

so han wir meine sure bat
von dem tiefel e bekort ...
dez wir cranken welfe
sun ir richin helfe
demüeteclichen flehin
Hugo v. Langenstein Martina 223 K.;

herre, mit der gotes helffe
wil ich daz reine welffe
uwer kint wol generen
Hans v. Bühel Dyocletianus 4504 K.;

ein unverstendig welf bistu ackermann aus Böhmen 10, 5 Hübner;

[Bd. 28, Sp. 1371]


zwar ich pin der kunst ain welf ('neuling')
und an getichte schnöd (aus d. 15. jh.) bei
Schmeller-Fr. 2, 901;

den jungen welffen
sol man das gelb vonn schnebeln wüschen,
wa sy sitzen ob den tischen liederb. d. Hätzlerin 156.


 
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welfchen, n., dem. zu welf. selten bezeugt gegenüber welflein (s. d.): catulus welfgen (1414 md.), welfgin (15. jh. md.) Diefenbach gloss. 107c; in pluralischer bildung: wan di welferchen ezzin von den brosmen M. v. Beheims evangelienbuch 38 B.; nam dy soben kynderchynne ... und legete söben junge welferchynne (hunde) an dye steet (prosa d. 15. jh.) altdt. blätter 1, 130; mundartlich welfercher 'junge hunde' in Oberhessen Vilmar Kurhessen 446.
 
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welfen, vb., junge werfen; ableitung von welf. vgl. norw. kvelpa, schwed. valpa, engl. to whelp; frühnhd. bezeugt von hunden: ain tragende hüntin bat ... ainen hund, das er ir vergündet in synem hüslin zu welffen (exponeret foetum) Steinhöwel Äsop 90 K.; die hund ... von dem lande ..., dar in sy geworffen und gewelfft sind Mynsinger 89 lit. ver.; dann die hund, so in diesen zeichen (zwillinge und wassermann) gewelft, werden dir nicht bald wütig jagd- u. weidwerksb. 8b Feierabend; nach etwa 9 wochen welft die wölfin (lupa) ... 4 bis 6 ... junge Riesenthal jagdlex. (1920) 609a. in neuerer sprache wird welfen von der form wölfen verdrängt. vgl. denselben vorgang beim plural des subst. welf, vgl. DWB wölfen, junge werfen, louveter Frisch dict. (1730) 677; Döbel jägerpractica (1754) 1, 36; Göchhausen notabilia venatoris (1741) 47; Adelung (1793) 4, 1604: ein hündin (hat) fünffzehen junger wölff gewölfft new jägerb. (1590) 3a; 7a; die tüpfelhyäne wölft ... zu anfang der regenzeit Brehm tierleben 2, 9 P.-L.; wurf heiszet die anzahl junger wölfe, die eine hündin ... auf einmal wölfet Heppe lehrprinz (1751) 301; vgl. bei ihm auch: frischgewölfte hündin ebda 392 und frischabgewölfte hündin ebda 386, beide male von der hündin, die frisch geworfen hat. auch wölfen wird mehr oder minder bewuszt in zusammenhang gebracht mit wolf 'lupus': wenn eine wölfin wölfen will, so grabet sie sich selber ein loch an einem stillen ort J. Täntzer jagdgeheimnis 1 (1682) 107; eine ... wölfinn ... (ist) bei dem wölfen crepiert Reimarus wahrheiten (1766) 413 anm.; sie (die wölfin) hat spät gewölfet Storm s. w. 6, 271 Köster; wölfen (welfen) das gebären des wolfes und hundes Riesenthal jagdlex. (1920) 610.
 
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welfin, f., junge hündin: wan die kleine welffin welffen wird, alsdan der hundlin eins (abzulassen) v. j. 1578 bei Vilmar Kurhessen 446; (von hundezucht:) winterwölfe heiszen die jungen wölfe, die eine wölfin wirft, wenn es schon auf den winter zugehet Heppe lehrprinz (1751) 316.
 
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welflein, n., dem. zu welf. mhd. welfelin (s. u.), seit der übergangszeit vom mhd. zum nhd. ohne fugenvokal: welflin catulus Diefenbach gloss. 107c; welflein Teuerdank 33 H. obd. früh als welfel Konrad v. Megenberg buch der natur 143, 4, (15. jh.) Diefenbach a. a. o., erste dt. bibel 1, 60; alem. welffly Steinhöwel Äsop 95 lit. ver., welffle (Augsb. v. j. 1521) Diefenbach a. a. o., mit rundung wölfflin (junger hund) Steinhöwel a. a. o. 51, wölflein (löwe) Hans Sachs 5, 82 K., auch wolffell catellus Diefenbach n. gloss. 80b. vom plur. abgeleitet: acht junge wälferlein Henneberger preusz. landtaffel (1595) 53, s. dazu welf.
im gebrauch mhd. und frühnhd., welf 1 entsprechend:

du bist des lewen muoter,
der siniu toten welfelin
mit der luten stimme sin
lebende machet schone
Konrad v. Würzburg goldene schmiede 503 Schr.;

daz die kleinen welfelin, die kleinen húndelin ... gespiset werden Tauler 44, 21 V.; auch von übersnellem geperen komen der chazen welfel blind an des tages liecht (v. j. 1430) bei Lexer 3, 751; wann ioch die welffel (catelli) essent von den brosmen, die do vallent von dem tisch ir herrn erste dt. bibel 1, 60; und rüffet dem hündlin ... kom her, du fräszigs wölfflin Steinhöwel Äsop 51 Ö.;

[Bd. 28, Sp. 1372]


der fuchs ... bat den adler, im syne welffly (catulos) wider ze geben ebda 95;

wie in dem wald ein bärin wär
mit samt iren welflein klein Teuerdank 33 H.;

ein lowin het zwey wölflein klein
im wald in eynem holen stein
Hans Sachs 5, 82 K.

in moderner wiederbelebung:

seht dieses welflein jenes leuen
Rückert poet. w. 11, 535.


 
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welge, f., pflanzenname, die weisze weide, silberweide, salix alba L., vgl. Holl dt. pflanzenn. 406a. nebenform zu wilge, s. d. teil 14, 2, 135, vgl. ags. welig < germ. *welagz oder *welagaz. wie gr. ἑλίκη 'weide' zu idg. el- 'drehen, winden' Hoops in idg. forsch. 14, 482; Walde-Pokorny 1, 300: welge salix Tabernämontanus neu vollk. kräuterb. (1687) 1452; weidenbaum, ... welgenbaum, ... welge oder wilge heiszet griechisch itea, lateinisch salix Wirsung artzneyb. (1588) reg.; welge Münchhausen hausvater (1770) 5, 297; welge salix alba Nemnich 642; Campe 5, 665b; Hübner zeitungslex. (1824) 4, 904b.
 
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welgen, vb., wälzen, s. DWB walgen teil 13, 1227 ff.
 
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welgenbaum, n., s. bei welge Wirsung.
 
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welger, m., f., s. DWB walger, DWB wälger, m., f., teil 13, 1234. —