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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
weizner bis welben (Bd. 28, Sp. 1341 bis 1342)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) weizner, m., rebhuhn, weidmannssprachlich:

mag die schüssel denn stehn; schmücke sie auch das reh,
in der blüthe gefällt, schmücke der weizner sie
Klopstock werke (1798) 2, 219;

'weizner' 'das rebhuhn. die jäger nennens in einigen gegenden so' ebda, anm. 307.
 
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weizpilzling, m.: 'eszbarer schwamm mit dunklem hute, der zur zeit der weizenernte erscheint' Unger-Khull 629b. —
 
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weizsaher, m., die spitzen blätter der weizenpflanze: die grünen salsen macht man ... vonn waitzsaher im frhling Hohberg georg. cur. (1682) 1, 231, vgl. DWB saher teil 8, 1662 u. Schmeller-Fr. 2, 244.
 
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weizverschaffen, n., substant. infinitiv, das verschaffen, fortbannen eines spuks, s. 2weiz f. und weizen, vb.: vom wähazvoschoffa (titel einer sage) M. Waltinger niederbayr. sagen (1927) 68.
 
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weizzagel, m., schlesische bezeichnung dessen, dem der letzte schnitt beim mähen zufällt, vgl. DWB weizenwolf: man nennt ihn (dem der letzte schnitt zufällt) je nach der getreideart kornzâl ... wäszzoal, garschtazoal, hoaberzoal Drechsler sitte, brauch u. volksgl. in Schlesien 2, 64.

[Bd. 28, Sp. 1342]



 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) weke, m., s. DWB weck teil 13, 2784.
 
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wel, pron., s. DWB welch, pron.
 
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welbbogen, m., s.wölbbogen.
 
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welbelen, vb., 'wälzen', nur alem. bezeugt: wer würt uns dannen welbelen den steyn von der thür des grabs? Geiler v. Keisersberg postill (1522) 3, 4b; dazu mundartl. wälpələ 'aufrollen, z. b. die hosenstösze' Vetsch laute d. Appenzell. maa. 143; wälmlen, walmlə, refl. 'sich wälzen' Martin-Lienhart elsäss. 2, 822b (zum lautlichen vgl. DWB schwalme 'schwalbe' ebda 2, 524); vgl. auch walbeln, vb., 'schwanken' von hochgeladenen wagen, betrunkenen Hunziker Aargauer wb. 285. welbelen ist intensivbildung zu welben, vb., 'wälzen', das literarisch vereinzelt mhd. belegt ist:

si jan: 'wer sol us welben (: selben 'salben')
den groszen stain von dem grab?' der salden hort 9595 (alem. um 1300);

dazu in schweizerdt. ma. als welben, welpen 'das unterste ob sich kehren oder wälzen', z. b. einen topf, überwelpen, 'überwälzen', fürwelben 'vorschützen' Stalder schweiz. id. 2, 444; di gepsa welpa 'milchgeschirr umwenden, purzelbaum machen' Bühler Davos 2, 56, auch walpən 'schwerfällig gehen' Hotzenköcherle ma. v. Mutten 67. vielleicht hierher auch ein vereinzeltes ordiri weben, welben (15. jh., md.) Diefenbach gloss. 399c, mit einer bedeutung 'drehen, winden, knüpfen'? — welben wohl mit spätmhd. übergang von w in b nach l (und r) aus *walwjan in got. afwalwjan 'ἀποκυλίειν', ags. wielwan 'volvere' zur basis elu- in lat. volvere, gr. εἰλύω, εἰλύσσομαι (Hesych), s. got. uswalugjan περιφέρειν (Specht zs. f. vgl. sprachforschung 59, 221, 2) von der wurzel el- 'drehen, wälzen' (Walde-Pokorny 1, 298 ff., bes. 302), die im germ. in ahd. wellan, walon (teil 13, 1216), wallon (ebda 1287) volutare, ags. weallian vorliegt. die an sich mögliche annahme einer labialerweiterung von el- wird dadurch unwahrscheinlich, dasz eine solche sonst nicht belegt ist. vgl. auch Julie Berrer verbale bildungsmittel zur intensivierung im alemann. (1934) 27 f.
 
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welben, vb., s. DWB wölben.
 
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welben, vb., 'wälzen', s. DWB welbelen.