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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
weizenspelz bis weizentreber (Bd. 28, Sp. 1338 bis 1339)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) weizenspelz, m., eine getreideart: von wäitzenspeltz oder nackender gerst (hordeum nudum) ... waitzenspeltz ist ein halb wäitzen und ein halb speltzenkorn Tabernämontanus kräuterbuch (1664) 611; es giebt waizen- und gerstenspelt allg. dtsch. bibliothek, anh. zu 37—52, 1416. vgl. auch unter weizengerste. —
 
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weizenspelze, f., beim dreschen abfallende hülse des weizens, s. DWB spelze, f., teil 10, 1, 2142: sed spälzen etiam dicuntur palea acus. weizenspälzen palea triticea Stieler 2068. —
 
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weizenspreu, f.: palea triticea weitzensprew nomenclator (Hamburg 1634) 102. auch weizenspreuer, vgl. DWB spreu teil 10, 2, 53: wäitzensprewer ... eingesotten, ist gut, die erfrorne glieder ... wider zu recht zu bringen Tabernämontanus kräuterbuch (1664) 603; schwäb. weizenspreuer (neben -spreu) Fischer schwäb. wb. 6, 663. —
 
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weizenstärke, f., aus weizen gewonnene stärke, s. teil 10, 2, 889: wenn man weizenstärke mit wässerigem kali behandelt Sprengel chemie f. landw. 2, 162. —
 
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weizenstaude, f., die pflanze des weizens: man spart ... da

[Bd. 28, Sp. 1339]


diese roggen- und weizenstauden sehr um sich pflanzen, wohl ⅓ tel an saatfrucht allg. dtsch. bibliothek 89, 583. —
 
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weizenstengel, m., weizenstengelein, n.; im gleichnis: die edlen weitzenstengel ... die werden gesamlet und in die himlische scheune geführet Herberger hertzpostilla (1613) 1, 192; dasz nicht, wenn man das unkraut gar zu genaw ausrotten wolt, auch manch gut weitzenstengelein mit ausgeraufft werde Artomedes christl. auszlegung (1609) 1, 213. —
 
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weizenstoppel, f., der nach dem abmähen stehngebliebene teil des weizenhalms, dann das weizenfeld nach dem abmähen, s. DWB stoppel II 1 b, teil 10, 3, 342: dieses gemenge geräth auch, wenn es in die weizenstoppel gesäet wird Thaer grundzüge d. landw. 1, 341. —
 
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weizenstroh, n.: ein opffer in weitzenstro gebunden G. Schwartzkopf Herodot (1593) 185; mir zu füszen die goldgelben hohen stoppeln des weizenstrohs B. Goltz jugendleben 1, 29. bildlich u. uneigentlich: (geht im herzen der same des unkrauts doch auf) so wollen wir es offen ausziehen, aber nicht unnatürlich mit weizenstroh zudecken Bismarck br. a. s. braut u. gattin 47; sein stärkstes verlangen aber geht nach sommerspröszlein und weizenstroh (haar d. mädchens) Rosegger schr. II 13, 199.
 
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weizental, n., tal, in dem weizen angebaut wird:

und das grüne waizenthal
überströmt vom milden stral
Voss s. ged. (1802) 4, 65.


 
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weizenteig, m., teig von weizenmehl: umbstreichs mit weitzentaig eines fingers dick, setz in ein bachofen und lasz bachen Gäbelkover artzneybuch (1595) 1, 291; (die mägde) rundeten mit den händen gewürzten weizenteig zu ansehnlichen bällen G. Freytag werke 8, 20. —
 
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weizentreber, plur., rückstände bei bereitung von weizenbier oder -branntwein, s. DWB treber teil 11, 1, 1, 1570: da sie (die schlangen) dann von den weitzenträbern endlich so fett geworden Valvasor Crain (1689) 1, 462. —