Wörterbuchnetz
Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
weizenschrapfe bis weizenstaude (Bd. 28, Sp. 1338)
Abschnitt zurück Abschnitt vor
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) weizenschrapfe, weizenschröpfe, f., 'in der landwirtschaft, da man den geil wachsenden weizen oben schröpft, d. h. mit der sichel abschneidet, welches geschieht, ehe er zu schieszen oder halme zu treiben anfängt' Campe unter weizenschröpfe. auch von der saat, die geschröpft werden soll: lohe: ist auch ein unfall, welcher der gersten- und weitzenschrapfe von allzu truckner witterung begegnet allg. haushaltlex. (1749) 2, 227; 'waitzenschröpfe heiszen die obersten gipfel von dem allzu geil wachsenden weitzen, welche im frühlinge ... mit der sichel abgeschnitten werden' ebda 3, 644. vgl. DWB schrapfen, DWB schräpfen, DWB schröpfe, schröpfen teil 9, 1648. 1768f.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
weizenschröpfen, n., s. d. vorige wort: es ist bekannt, dasz im frühlinge die fette weitzensaat offt mit sensen und sicheln abgehauen und geschnitten wird, welches die bauren weitzenschrepffen nennen J. G. Schmidt rockenphilosophia (1706) 1, 266. —
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
weizenschrot, n., grob gemahlener weizen, s. DWB schrot 5, teil 9, 1777: triticea Stieler 1913. —
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
weizenschwer, adj., fruchtschwer wie weizen: zum winter baute ich dann über ... die weizenschwere trespe ... ein glashaus B. Goltz jugendleben 3, 281. —
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
weizensemmel, f., aus weizenmehl bereitete semmel: zunächst musz die tatsache konstatiert werden, dasz die weizensemmel das ganze mittelalter hindurch ... als luxus- und 'herrenbrot' galt Wimmer gesch. d. dtsch. bodens 237. —
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
weizensorte, f.: Krünitz 237, 141.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
weizenspelz, m., eine getreideart: von wäitzenspeltz oder nackender gerst (hordeum nudum) ... waitzenspeltz ist ein halb wäitzen und ein halb speltzenkorn Tabernämontanus kräuterbuch (1664) 611; es giebt waizen- und gerstenspelt allg. dtsch. bibliothek, anh. zu 37—52, 1416. vgl. auch unter weizengerste. —
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
weizenspelze, f., beim dreschen abfallende hülse des weizens, s. DWB spelze, f., teil 10, 1, 2142: sed spälzen etiam dicuntur palea acus. weizenspälzen palea triticea Stieler 2068. —
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
weizenspreu, f.: palea triticea weitzensprew nomenclator (Hamburg 1634) 102. auch weizenspreuer, vgl. DWB spreu teil 10, 2, 53: wäitzensprewer ... eingesotten, ist gut, die erfrorne glieder ... wider zu recht zu bringen Tabernämontanus kräuterbuch (1664) 603; schwäb. weizenspreuer (neben -spreu) Fischer schwäb. wb. 6, 663. —
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
weizenstärke, f., aus weizen gewonnene stärke, s. teil 10, 2, 889: wenn man weizenstärke mit wässerigem kali behandelt Sprengel chemie f. landw. 2, 162. —
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
weizenstaude, f., die pflanze des weizens: man spart ... da

[Bd. 28, Sp. 1339]


diese roggen- und weizenstauden sehr um sich pflanzen, wohl ⅓ tel an saatfrucht allg. dtsch. bibliothek 89, 583. —