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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
sandgehügelt bis sandgrund (Bd. 14, Sp. 1765 bis 1766)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) sandgehügelt, adj.:

stöhnend flogen die läufer gestreckt an den graben, sie setzten
über ihn hin, und klommen, dasz fest an dem mähnigen halse
pochte des reiters brust, an dem sandgehügelten wall auf.
Pyrker Tunisias 9, 324.


 
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sandgieszerei, f. das gieszen in sandformen und eine werkstatt, anstalt dafür. Karmarsch-Heeren3 7, 529. vgl. DWB sandform, -formerei.
 
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sandglas, n. sanduhr. Campe:

die zeit musz seit dem fall ihr sandglas gäher stürzen.
Haller ged. 138 Hirzel.


 
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sandglimmer, m. der gelbe glimmer, katzengold. Nemnich.
 
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sandgräber, m. einer, der sand gräbt, arenarius. Maaler 342d. als bezeichnung mehrerer käferarten, die sich in sand einbohren: 1) der sandkäfer, scarabaeus sabulosus. Nemnich. 2) der todtengräber, silpha sabulosa. ebenda. 3) der mehlkäfer, tenebrio fossor. ebenda.
 
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sandgras, n. bezeichnung von grasarten, die besonders im sande wachsen: 1) elymus arenarius. Nemnich. 2) milium effusum. ebenda; eine kahle sandfläche, spärlich mit wolfsmilch und sandgras bewachsen. Freytag soll u. haben (1883) 2, 24.
 
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sandgraslilie, -gilge, f. anthericum ramosum. Nemnich.
 
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sandgries, m. 1) grobkörniger, griesartiger sand. Adelung. 2) aus eigentlichem sande bestehender gries zum unterschiede vom kalkgries. ebenda.
 
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sandgriesig, adj. vom vorigen: ain general consilium für uneingewurzelte, unnodosirte unknöpfige, unverkalkstainte nit sandgriesige und nestelverknipfte podagra. Fischart podagramisch trostbüchlein (1577) B 3b.
 
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sandgrube, f.
1) grube, die sand enthält, aus der sand gegraben wird, sabuletum, arenarium. Stieler 689. Frisch 2, 148b. Adelung, sandgrb Maaler 342d: diese besitzung besteht in einer sandgrube, welche mit gesträuch bewachsen ist und in

[Bd. 14, Sp. 1766]


welcher eine breterne vogelhütte zum schieszen von strandvögeln steht. Freytag soll u. haben (1883) 1, 230. scherzhaft von einer sandigen gegend: ich bin die halbe welt durchlaufen und hatte überall etwas auszusetzen, und jetzt wühle ich mich in diese sandgrube ein. 301.
2) grube für sand, so in technischer sprache von den beiden gruben, löchern hinter dem aschofen in einer glashütte, in die der ausgeglühte sand geworfen wird. Jacobsson 7, 165a.
 
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sandgrund, m. aus sand bestehender, sandiger grund, erdboden. Adelung, fundamentum vel etiam vadum arenosum. Schottel 404: wir legten sich 10 klafftern tieff auff den anker in gutem sandgrund und schickten einen nachen mit 8 männern zu land. Simpl. 2, 245, 25 Kurz; wenn man so gehet, so bekommt man erstlich ein banck von 3 fadem stein - grund, hernacher 4 auch 5 fadem sand-grund. Manson seebuch, übers. von Wittenburgk (1735); düngen sie den hiesigen haide- und sandgrund zu sehr, so wird die frucht zu geil und legt sich. Möser patriot. phant. 1, 347. bildlich: (die widersacher) thun nichts, denn das sie in etlichen sichern heuchlern, die sicherheit und hertigkeit stercken, führen die leute auff ein sandgrund, auff jr eigen werck, dadurch Christus und das evangelium veracht wird. Just. Jonas bei Luther 6, 387b.