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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
quester bis quetschen (Bd. 13, Sp. 2366)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) quester, m. einer der questet, vagabundus Stieler 1490.
 
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questerei, f. bedrückung, plage, s. DWB questen 1: ettliche von den gebietigern gar unordentliche questereien machen. Waissel chron. 162b.
 
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questern, verb., iterativ zu questen 2 Schmeller2 1, 1397. Albrecht Leipziger mundart 188b.
 
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questigen, verb. was kästigen (s. kasteien) Peters beitr. (1864) 10.
 
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quetsch, m.
1) druck, bedrängnis (s. DWB quetsche 1): er musz manchen druck und quetsch des teufels leiden. J. Böhme morgenr. (1835) 173.
2) das weiblin (des dompfaffen) allein für sich selbs wirt quetsch von seiner stimme wegen genennt. Heuslin Gesners vogelbuch 44. Frisch 2, 78c. Nemnich 2, 455. vgl. DWB quetschen 1, 1, quetschfink, quitsch, quietsch.
3) tirol. polizeidiener (s. polliquetsch bei polizei 2, d) Schöpf 522. vgl. das intransitive quetschen 2.
 
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quetschbirne, f. eine sorte wolschmeckender, ziemlich groszer weicher birnen Nemnich 3, 451.
 
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quetsche, f.
1) die presse, klemme (vergl. DWB quetsch 1): quetze, prelum (preszbaum, kelter) voc. 1420 nr. 2171 Schröer; darumb musz das edle körnlin öfters in groszer quetsche stehen. J. Böhme von der menschwerdung J. Christi (1682) 99; schles. quetsche, presse Weinhold 75b (vergl.nasenquetsche); sprichwörtlich einen in die quetsche bringen. Steinbach 2, 211; er ist in die quetsche gekommen. Wander 3, 1441; wie konnte er aber auch in einer so vermaledeiten quetsche, worin geist und körper zugleich steckten, ... eine vertheidigungsrede halten? Langbein schriften 6, 102; leipz. enger raum, enge gasse, stube u. s. w. Albrecht 188b; westerw. vulva Schmidt 154.
2) schlesisch nasse stelle im acker, wo das wasser gleichsam herausgequetscht wird Weinhold a. a. o.
3) märkisch ein unter dem hammer zerdrücktes stück birkenholz, dessen man sich sonst als fackel bediente Fromm. 3, 262, 60.
 
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quetsche, quetschke, f., s. DWB zwetsche, zwetschke und DWB krause im jahrbuch des vereins für nd. sprache 12, 97—105. hier mögen ein paar belege genügen: pruna damascena sind die besten quetschken. Alberus dict. Gg 2b; da er einen schiebkarn voller quetzschken auf dem dorfe geholet. polit. maulaffe 64; quätschke Rädlein 715b, quätsch, prunum Schottel 1380; eingemachte spanische quetschen. Stieler 1491; quetschen schütteln der j. Göthe 1, 363 (br. 142. 2, 79); gedörrte quetschen Bettina in Brentanos frühlingskranz 1, 237. — zusammensetzungen, z. b.: quetzschenbaum Stieler 1491, quetschenbaum H. Heine 14, 52, -mus Vilmar 309 (vom jahre 1682), -wasser Siegwart 1, 261.
 
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quetscheisen, n. ein eisen, womit etwas gequetscht, niedergedrückt wird; brenneisen der perückenmacher Jacobsson 1, 290a. 3, 334a. vgl. DWB quetschzange.
 
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quetscheln, s. quitscheln.
 
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quetschen, verb. , intransitiv, vgl. DWB quatschen.
1) den laut quetsch hervorbringen, quaken:

weil der laubfrosch quetschet so fein.
Rollenhagen froschm. II. 5, 4 (Kk 1a).


2) watscheln, wackeln, sich ungeschickt benehmen Schm.2 1, 1398; quötschen, hin und her laufen Fromm. 2, 283, 107 (mundart der stadt Salzungen). vgl. quitschen und questen 2, questern.