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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
milchniedel bis milchpulver (Bd. 12, Sp. 2197)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) milchniedel, m. schweizerisch für milchrahm: der milchnidel, cremor Maaler 290a.
 
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milchopal, m. ein milchweiszer opal.
 
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milchpacht, f. pacht der milch eines ganzen gutes.
 
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milchpächter, m. der solche milch gepachtet hat.
 
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milchpeterling, m. die pflanze selinum palustre, die sumpfsilge.
 
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milchpfennig, m.
1) wie milchgeld, erlös aus der milch eines landgutes; mit bezug darauf, dasz dieser erlös meist in die tasche der hausmutter flieszt: jener säugling (spottend von einem jungen soldaten) ist gewisz ein strohjunker, dem seine mutter etliche milch-pfennige geschicket, die er jetzo seinen cameraden spendirt. Simpl. 1, 278 Kurz.
2) wie milchzins, steuer, welche bischöfe erhoben, wenn die zuhälterin eines pfaffen ein kind geboren hatte (vgl. auch kindeszehend th. 5, 762): die pfaffen muszten jm von jren köchin, wenn sie ein kind hatten, ein gülden geben, den nennet man ein milchpfenning. Luther tischr. 253a.
 
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milchpfennig, adj. einen milchpfennig zahlend: pfui ausz ... mit den milchpfennigen barren merren. Garg. 62b, mähren am barren, d. i. concubinen (vgl. DWB mähre 4, sp. 1468), die den milchpfennig geben.
 
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milchpilz, m. in Schlesien agaricus lactifluus, der milchgebende blätterschwamm, brätling. Nemnich.
 
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milchpocke, f. die kuhpocke.
 
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milchporzellane, f. eine schneckenart, cypraea lota.
 
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milchpulver, n. 1) pulver aus milch dargestellt, zu pulver eingetrocknete milch. 2) pulver welches die milchabsonderung befördert. 3) neuerdings auch ein weiszes pulver, welches der milch zugesetzt wird, um ihr ein besseres aussehen zu geben.