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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
milchmus bis milchpfennig (Bd. 12, Sp. 2197)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) milchmus, n. pulticula ex lacte et farre pulmentari. Stieler 1295: ein milchmusz. Chr. Weise komöd. 254. dim. milchmüschen für ein überzartes mädchen: ihre tante ... schrie vergebens dem zärtlichen kinde zu, ihr doch nur ein bischen wein aus dem keller zu bringen: ich fand sie ganz steif vor schrecken ... nun sagen sie mir aber, mein herr, was man mit einem solchen milchmüschen anfangen soll? Möser patr. phant. 3, 61.
 
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milchmuschel, f. eine art miesmuscheln. Campe.
 
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milchnapf, m. 1) napf für milch. 2) name einer schnecke, helix haliotoidea.
 
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milchner, m. wie milcher 2, der männliche fisch: liesz er denn nicht sogar, ob er gleich rogner lieber speiste, allemal einen milchner aus der heringtonne ziehen, nur der geliebten frau wegen? J. Paul Qu. Fixl. 187.
 
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milchniedel, m. schweizerisch für milchrahm: der milchnidel, cremor Maaler 290a.
 
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milchopal, m. ein milchweiszer opal.
 
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milchpacht, f. pacht der milch eines ganzen gutes.
 
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milchpächter, m. der solche milch gepachtet hat.
 
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milchpeterling, m. die pflanze selinum palustre, die sumpfsilge.
 
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milchpfennig, m.
1) wie milchgeld, erlös aus der milch eines landgutes; mit bezug darauf, dasz dieser erlös meist in die tasche der hausmutter flieszt: jener säugling (spottend von einem jungen soldaten) ist gewisz ein strohjunker, dem seine mutter etliche milch-pfennige geschicket, die er jetzo seinen cameraden spendirt. Simpl. 1, 278 Kurz.
2) wie milchzins, steuer, welche bischöfe erhoben, wenn die zuhälterin eines pfaffen ein kind geboren hatte (vgl. auch kindeszehend th. 5, 762): die pfaffen muszten jm von jren köchin, wenn sie ein kind hatten, ein gülden geben, den nennet man ein milchpfenning. Luther tischr. 253a.
 
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milchpfennig, adj. einen milchpfennig zahlend: pfui ausz ... mit den milchpfennigen barren merren. Garg. 62b, mähren am barren, d. i. concubinen (vgl. DWB mähre 4, sp. 1468), die den milchpfennig geben.