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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
aschensack bis ascherbrödel (Bd. 1, Sp. 584)
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[Bd. 1, Sp. 584]


Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) aschensack, m. für büszende.
 
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aschensalz, n. aus der asche gelaugtes salz:

laszts mit aschensalz durchdringen,
das befördert schnell den gusz.
Schiller 2, 158.


 
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aschenschicht, f. Humboldt ans. der nat. 277.
 
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aschenspur, f. die aschenspur seiner vorgänger bemerkend, war er geschäftig ein prasselndes feuer zu unterhalten. Göthe 21, 59.
 
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aschentuch, n. grobe leinwand zum durchseihen der lauge.
 
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aschenwedel, m. äschwedel, eigentlich aschbesen, hennebergisch aber für aschenbrödel. Reinwald 2, 23.
 
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aschenweihe, f. benedictio cinerum:

wie ein abt, der blühend, wolgenährt
vom fastnachtsschmaus zur aschenweihe fährt.
Gotter 1, 249.


 
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aschenwolke, f. ausgeworfne aschenmasse: steine, gröszere und kleinere, zu tausenden in die luft geschleudert, von aschenwolken eingehüllt. Göthe.
 
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äscher, m. es musz schon ahd. und mhd. neben dem gewöhnlichen f. ascâ, asche ein in der bedeutung ihm nahe liegendes m. ascari, aschære, ascher, escher gegeben haben, das sich alleinstehend nicht, nur in den mhd. zusammensetzungen aschervar und ascherkuoche aufzeigen läszt. die Schweizersprache kennt es aber noch heute. denn nach Stalder 1, 114 bedeutet äscher die schon ausgelaugte asche oder auch das zwilchene, in der lauge über die asche gespannte tuch. den lohgerbern dagegen heiszt äscher der gelöschte, durchgesiebte, mit asche vermischte kalk, dann auch ein in die erde gegrabnes fasz, worin die häute mit kalk und asche gebeizt werden: die haut in scharfen äscher legen. Keisersb. has im pf. H. Sachs 1, 501b, die geschichte einer roshaut erzählend, nachdem er vorausgeschickt hat:

und stiesz mich in ein alten aschen,
der stank gleich wie ein schelmengruben,
da sich mein leiden erst anhuben,
der aschen auch vermischet wart
mit kalg und bisz mich grausam hart,

fügt hinzu:

und mich ausz dem escher aufschlug,

wo escher offenbar jene mit kalk und asche gefüllte beizgrube bezeichnet. seifensieder nennen äscher den einsatz von asche und ungelöschtem kalk, woraus sie ihre lauge bereiten. an die zuthat von kalk zu denken ist unnothwendig, ascher oder äscher scheint ursprünglich nichts als die getroffene vorkehrung zum auslaugen und benutzen der asche, für wasche oder beize; in den folgenden zusammensetzungen hat es darum ganz den sinn des einfachen wortes asche und wechselt damit.
 
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ascher, m. salmo: gründling, ascher, barben, schmerlen. Brockes 1, 308. s. äschling.
 
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ascherbrödel, was aschenbrödel, s. DWB abersel. Frisch 38c hat ascherlegelein, ascherprudel, focarius.