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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
armbruster bis ärmelchen (Bd. 1, Sp. 557)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) armbruster, m. balistarius, armbrustmacher, in einer urk. von 1423 bei Oberlin 59; die armbruster befedern auch ire bölze mit solchen federn. Sebiz feldb. 606; wäre der alte armbrust etwas galanter, so hätt er wol selbst herüber rücken und mich etwa abholen können. Fr. Müller 3, 59, steht das für armbruster? oder meint ers im sinne von haudegen, der alte schütz, bogner?
 
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armbrustrain, m. ort wo nach dem ziel geschossen wurde:

am künstlichen gheus,
welches den armprostrain umfieng.
Fischart gl. sch. 885.


 
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armbrustschusz, m. bezeichnet ferne: ich bleib wol ein armbrustschusz weit dahinden. Aimon k; hierauf zog sich Otgier eines armbrusts schusz weit zurück. O 1; der nur ein armbrustschusz vom meer entspringet. Mathesius 2b.
 
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armbrustschütze, m. arcubalistarius, armbruster. schon mhd. Dietr. 2992.
 
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armbrustwinde, f. zum spannen der armbrust.
 
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armbüchse, f. die städte borgten ihm 6 büchsen, 32 armbüchsen, 6 tonnen pulvers. Dahlm. dän. gesch. 2, 57.
 
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ärmchen, n. brachiolum, ärmlein.
 
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armee, f. it. armata, sp. armada, ein mit dem feind überall vorgedrungnes, völlig entbehrliches wort, das unsere sprache längst mit heer und haufen hätte zurückschlagen sollen.
 
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armeisen, n. manica, armfessel.
 
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ärmel, m. manica, ahd. armilo (Graff 1, 426), mhd. ermel (Ben. 1, 57b), bei H. Sachs erbel, bair. erwel; man schreibt auch heute besser ermel, ursprünglich alles, was den arm umwindet, also auch fessel, armkette. lange oder kurze ermel, weite oder enge. bei der arbeit, beim essen die ermel zurückstreifen, dasz die arme freier werden: der salat war bereit, das fleisch darein schmuckt sich, er streift die ärmel hinder sich, grif darein und asz es also mit öl, essig und salz hinein. Garg. 237b; die ir erbel hinder sich streift. H. Sachs 1, 265c. einem etwas auf den ermel binden, aufbinden, aufheften, seine leichtgläubigkeit misbrauchen; er läszt sichs auf die ermel biegen. Rachel 19, eine sicher alte ausdrucksweise, die noch vom biegen des goldes um den arm herrührt, vgl. mhd. armbouc. einen am ermel fassen, ziehen, zupfen, leise auffordern oder warnen, dasz er sich einhalte, nicht zu weit gehe: mein verleger hat einen sehr demütigen brief an mich geschrieben und mich wegen des vierten theils am ärmel gezupft. Rabener briefe 161; die nachricht ist gemacht, unsere übertreibende schriftsteller am ermel zu zupfen. Claudius 6, vii. etwas aus dem ermel schütteln, aus weitem ermel plötzlich hervorholen: einen Cicero schüttelt man nicht so aus dem ermel, der text musz berichtigt werden. Reiskens lebensb. 84; auf jede frage, so unerwartet und unbequem sie ihm sein mag, eine antwort aus dem ärmel zu schütteln. Wieland 6, 44.
 
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ärmelchen, n. kleiner ermel.