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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
abblasen bis abblicken (Bd. 1, Sp. 13 bis 14)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) abblasen, deflare, nnl. afblaszen, wegblasen, davon blasen: den staub vom kleide, den sand vom tische, die hitze von

[Bd. 1, Sp. 14]


der speise abblasen, dann, mit ellipse des gegenstandes, das kleid, den tisch abblasen; die suppe im löffel abblasen, kalt blasen; ein stück, ein lied abblasen vom horne weg; der wächter bläst eben ab; wir sagten ihm, er blase sein leben gern auf einer trauerflöte ab. J. Paul komet 3, 223. oft heiszt es zum abzuge blasen:

der obergott war froh, befahl nun abzublasen.
Opitz;

liesz vom sturme abblasen. Lohenst. Arm. 1, 1132. dann auch abblasen, zu blasen aufhören.
 
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abblassen, pallescere, erblassen, erbleichen. hier blaszte er ab, erblich er; die rothe farbe blaszt leicht ab.
 
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abblatten, defringere folia, nnl. afbladen, blätter abbrechen, wie an reben und kohl geschieht: den wein abblatten. die jäger nennen abblatten, wenn das wild von grünem laube friszt.
 
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abblättern, privare foliis, nnl. afbladeren, entblättern, allgemeiner gültig als das landwirtschaftliche abblatten: der frost blättert die bäume ab. sich abblättern, blätterweise ablösen: die fingernägel blättern sich ab, der kuchen blättert sich ab.
 
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abblätterung, f. bilder, zugeflogne abblätterungen von der wirklichen welt. J. Paul aesth. 1, 55.
 
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abbläuen, tincturam caeruleam affricare, vom blauen tuch, das abfärbt, die farbe fahren läszt.
 
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abbläuen, percutere, verberare, prügeln: den buhler halten und abbläuen. Kirchhof wendunm. 296b;

und sorgte ihr mit jedem tage
den rücken zehnmal abzubläun.
Weisze.


 
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abbläulen, dasselbe, ahd. aba pliuwilôn: zerrieben und abgeplaulet. Simplic. 1, 595, von dem geschwungnen hanf.
 
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abbleiben, nnl. afblijven, davon bleiben, besser ungebunden zu schreiben: von gefährlichen stellen musz man ab bleiben; dieser knopf soll ab bleiben, nicht angenäht werden.
 
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abbleichen, colorem amittere, die farbe verlieren: abgeblichen stehn die hügel. transitiv, ausbleichen: es ist abgebleicht. sie kannten kaum die abgebleichte gestalt. J. Paul Hesp. 4, 130.
 
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abblicken, relucere, auf der schmelzhütte ein zeichen völliger reinheit des metalls: das silber blickt ab. s. blicken.