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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
abärgern bis abbacken (Bd. 1, Sp. 11)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) abärgern, sich, irascendo consumi, durch ärger abmatten.
 
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abart, f. proles degener, aus der art geschlagenes geschlecht: so ist diese abart euer sohn nicht mehr. Schiller 105; mönche, eine abart des menschlichen namens. das. 789; der enkel abart, entartete nachkommen. auch blosze wieder erblich gewordene spielart: das liesch eine abart des schilfes.
 
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abarten, degenerare, aus der art schlagen: von der ursprünglichen natur abarten. Wieland 7, 145; das geblüt kann leicht abarten; der sohn ist vom vater abgeartet.
 
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abartung, f. degeneratio, das schlagen aus der art, gleichviel mit entartung, ausartung.
 
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abäschern, s. DWB abeschern.
 
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abästen, ramos amputare, dem baum die äste nehmen.
 
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abäthmen, evaporare, bei den metallarbeitern ausglühen, luft und dampf herausziehen lassen.
 
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abätzen, abetzen, depascere, beinahe gleich viel mit abäsen, doch allgemeiner von allen thieren: die weide abetzen; hewschrecken, die nicht bawen, sunder allein die frucht abätzen. Frank chron. 218a; die pferde für und für den weizen abetzten. Frey garteng. 13b; förchten, er wurde die weide abetzen. Pauli 12; hieng er mit so scharfen lüsternen blicken an dir, als ob er etwas von dir abätzen wollte. Wieland 16, 263 (vgl. oben aas, das kosende); dergleichen matten werden im frühjahr abgeätzt, und wenn das heu gemacht ist, wachsen sie abermals stark genug, so dasz die kühe bis auf den winter hinreichende nahrung finden. Göthe 43, 204. wie nun ätzen mit beizen gleichviel ist, angewandt auf das einfressen der schärfe und säure, gilt auch abätzen von solchen ätzenden mitteln.
 
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abäugeln, oculis nutantibus impetrare, mit den augen erlangen: er hat es mir durch freundliche blicke abgeäugelt, vgl. liebäugeln; in der jägersprache, wild ohne hund mit den augen aufsuchen.
 
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abäuszern, colonum dimittere, den bauer vom hofe setzen, des erbes entsetzen, entäuszern, vom gute verstoszen. Möser patr. ph. 1, 145. 2, 162. besser und üblicher ist abmeiern.
 
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abbacken, male pinsi, coqui, nnl. afbakken, von dem brot, dessen rinde und krume sich sondern: ausgewachsenes getraide macht das brot abbacken (dasz es abbäckt.) transitiv, das backen beendigen: der becker hat abgebacken.