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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
abächzen bis abart (Bd. 1, Sp. 10 bis 11)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) abächzen, sich, dasselbe.
 
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abackern, arando demere, abpflügen eine furche, ein stück feldes, dann abstract für abnehmen: dem teufel das eroberte wieder abjagen und abackern. älteres wort ist aberen, s. auch abzackern.
 
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abändern, immutare, oft gleichviel mit ändern und verändern; doch ist verändern etwas stärker permutare: ich kann das noch ändern, abändern, hier würde nicht verändern gesagt werden. das kleid abändern ist weniger als verändern. ich habe das etwas abgeändert, mag es aber nicht ganz verändern. seine züge haben sich verändert, das aussehen der stadt ist verändert, hier wäre abgeändert fehlerhaft. Ungut hat man abändern im grammatischen sinn gebraucht für declinieren, da in jeder flexion eine abänderung liegt.
 
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abänderlich, mutabilis. das ist unabänderlich, davon kann nicht abgewichen werden, er ist unveränderlich, invariabilis; unabänderliches schicksal, fatum indeclinabile, veränderliches glück, varians fortuna.
 
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abänderung, f. mutatio, bei einigen declination. Lessing 8, 494.
 
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abängsten, sich, angi, abquälen, durch angst ermatten:

in Jesus namen ruft
mein abgeängster geist aus dieser todtengruft.
A. Gryphius 2, 408.


 
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abängstigen, gebräuchlicher als das vorige. verhältnisse, in welchen sich manche gute menschen die ganze zeit ihres lebens abängstigen. Göthe 18, 247. auch transitiv für gewaltsam abnöthigen: dem kaiser tribut, dem unterthan geld und gut abzunöthigen. Schiller 998; wenn die speere der Argiver das scepter mir abängstigten. 241.
 
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abarbeiten, laborando consumere, durch arbeit wegschaffen: das grobe, einen ast abarbeiten. eine schuld mit seiner arbeit bezahlen: einen vorschusz abarbeiten. durch arbeit abnützen: die schneiden an den sensen waren abgearbeitet; matte, abgearbeitete sklaven. Zumal sich abarbeiten: ich arbeite mich ab und bin ich matt genung. Göthe 2, 93; indesz der vater sich im sand (durch gehen) abarbeitete. 45, 255; statt dasz andere nur fur ihre person schwimmend sich abarbeiteten.

[Bd. 1, Sp. 11]


18, 247. intransitiv: der wein hat noch nicht abgearbeitet, sich noch nicht aus der gährung geklärt, s. DWB arbeiten.
 
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abären, s. DWB aberen.
 
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abärgern, sich, irascendo consumi, durch ärger abmatten.
 
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abart, f. proles degener, aus der art geschlagenes geschlecht: so ist diese abart euer sohn nicht mehr. Schiller 105; mönche, eine abart des menschlichen namens. das. 789; der enkel abart, entartete nachkommen. auch blosze wieder erblich gewordene spielart: das liesch eine abart des schilfes.