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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
ab bis abängstigen (Bd. 1, Sp. 6 bis 10)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) ab, uralte partikel, die früher rege, weitwaltende praeposition war, heute fast nur als adverb in vielen zusammensetzungen übrig ist. wo sie sich einem nomen verbindet, haftet sie fest, vor dem verbum steht sie freier und kann den umständen nach getrennt werden. goth. af, ahd. apa aba, mhd. abe, alts. mnl. nnl. altn. schw. dän. af, ags. engl. of. lat. a ab, gr. ἀπό, skr. apa und ava, litt. ap api. in der wurzel iban af êbun (s. unter abend) würde sich die bedeutung nieder leicht ermitteln, verwandt liegen aber und ebech, äbicht. das ab ist sowol ein deorsum als seorsum (s. abwärts).
Schon mhd. begann die praepositionskraft zu erlöschen und der jüngeren partikel von zu weichen, beispiele der haftenden hat Ben. 1, 3. unserer heutigen schriftsprache dauert die praeposition

[Bd. 1, Sp. 7]


nur ungefühlt fort in abhanden und abseiten, wo handen und seiten wirkliche, vom vorstehenden ab regierte dative sind; aus abseiten bildete sich dann ein adv. abseits, so dasz auch abwegs auf ein älteres ab wege, von dem wege fort, abstatt auf ein ab der stete, abhag auf ein ab dem hage zurückschlieszen läszt; mehr darüber unter diesen wörtern. früher sagte man schöner ab augen, ab herzen, als heute aus den augen, aus dem herzen. der ruf: pferd ab! gewehr ab! hut ab! meint ab dem pferde, ab der schulter, ab dem kopf, so dasz neben dem ab bald die sache ausgedrückt wurde die entfernt, bald von welcher entfernt werden sollte.
Doch beharren noch schriftsteller des 15. 16. 17. jh. in bestimmten fällen bei der alten praeposition, welche hier genauer gesammelt werden müssen, zumal geschah es für die verba des fallens gehens springens erschreckens entsetzens grausens verwunderns verdrieszens und klagens. fiehl er ab dem ros. Th. Plater 153; Margaretha fiel sich unlang darnach ab einem laufenden pferd zu tod. Franks chronik 215a; um dieselbe zeit fiel mein bruder Samson ab einem kirschbaum zu tod. Toggenb. 67; Drusus ist am Rhein ab einem rosz gefallen. Reiszner Jerus. 2, 81a; fünftausend haben sich ab dem hohen felsen zu tode gefallen. das. 2, 125b; ab werke gan, von der arbeit gehn. weisth. 1, 341; sprang ich ab dem weg. Th. Plater 40; die herzogin mit sampt den andern ab dem hohen thurn steigen theten. Galmy 85; den rock ab dem leib ziehen. Th. Plater 72; nicht erschrecken ab wirbeln. Fischart gl. schif 35; er zitterte ab disen worten; ein scheuhen hetten sie ab Frankfurt. Kirchhof wendunm. 401b; so tapfer und menlich, dasz man sich oft ab seiner gegenwertigkeit entsetzt. das. 370b; sich ab jener groszen menge entsetzte. Zinkgr. apophth. 19, 1; ab solcher strengheit erschraken sie. Rihel Liv. 188; wer bist du dasz dir förchst ab eim tödlichen menschen? Hutten 5, 400; hastu ein grauen ab dem jungfrau schenden? K. d. f. 64; die fischer haben ein grosze forcht ab solchen fischen. Forer fischb. 61b; ab welcher schröcklichen stimm ihn ein grausen ankommen. Philand. 1, 287; ich hatte aber gleich ein abscheuen ab ihrer leichtfertigkeit. Simplic. 5, 6; dann ich hatte einen eckel ab aller weiber beiwohnung. das. 5, 10; damit sich der labyrintisch medicus nicht verwunder ab dem artzt, der aus eim anderen grund redet. Paracelsus 1, 282; der könig grosz verwundern ab dem ritter nam. Galmy 74, 215; verwunderten sich ab meiner lenge. Fel. Plater 162; sich ab seiner schöne nicht genug verwundern mochten. Galmy 214; verwunderte sich ab seiner manheit. Aimon ci.; verwundernd sich ab solchem wunder. Weckherlin 346: rauenbilderen, die ab ihren männern misfallens haben. Fischart ehzucht 6; vertrüszig werden ab dem man. das.; hette es auch ein beduren ab unser einöde. Fel. Plater 143; nit ists beschehen, dasz gott ab seiner misbietung wolgefallens getragen. Kirchhof wendunm. 251a; die andern vögel waren ab irer (der eule) sittigkeit verdrüszig geworden. das. 62; und was unglück ab diser seiner torheit im zustehet. Frank weltb. 38a; dich ab solcher völle der ertheilten gnaden höchlich verwundern und erfreuen würdest. Spee 190; wie wol ist meinem herzen ab einem solchen trost. das. 186; will uns noch der tyrann ab dem joch zwingen. Weckherl. 184; sie macht, dasz ab dir sich himmel, luft und erd erquicken. das. 431; werden alle die, deren ehr deiner ehr zuwider, ohn ausflucht vertilget ab der erden. das. 229; der sich ab eines affen bossen gesund lachet. Fischart Garg.; der merhas ist ein giftig thier, ab welchem gar nah alle andere thier, auch der mensch stirbt. Forer fischb. 19b; schlegt mit seinem schwanz das aas ab dem angel. das. 36a; also schosz der Tell dem kind den öpfel ab der scheitlen des houpts. Tschudi 1, 238; der ritter nit wenig schmerzen ab der herzogin red empfangen thet. Galmy 204; ein zitternde seel, die ab gottes wort erhaschet. Frank parad. 171b; nimmet niemant kein exempel ab disen. Frank laster f ii; wan es der weg zur seligkait wer, würde alle welt ab gott klagen. d iiii; wir würden uns all ab gott bekalgen. K. d. f. 67; die ab Rumensattel klagtend. Uhland volksl. 306; sol in für gericht fueren und sol ab ime richten. weisth. 1, 689. Aus andern bairischen, schwäbischen, schweizerischen schriften z. b. Aventin, Paracelsus lassen sich solche belege leicht mehren, selbst aus neueren oberdeutschen büchern. in Fröhlichs fabeln heiszt es s. 158

was wirft dein wild gestöhn
lavinen ab den höhn?

[Bd. 1, Sp. 8]


und Hebel im schatzkästlein sagt: hat euch der feldschütz verjagt ab den kirschbäumen? aber nach einigen wochen kam ab der post ein kistlein an ihn.
Statt jenes alten einfachen er fiel ab dem baum pflegen wir jetzt zu sagen er fiel von dem baum herab, indem wir von an die stelle des ab, und dies als adverb noch mit her verbunden hinzu setzen. zu fürchten, erschrecken fügte schon Luther statt des ab die praep. für, die wir heute mit vor vertauschen. mit klagen verbindet sich über, nicht von, das aber in manchen andern der gegebnen beispiele angewandt werden musz: es verdrieszt mich von dir, hingegen: sich verwundern über. einigemal würde jetzt wegen zu setzen sein.
So viel von der verloren gegangnen praeposition. Was das adverbiale ab angeht, so pflegen einzelne dichter noch die mhd., im 15. 16. jahrh. häufige zweisilbige form zu hegen und selbst Göthe 41, 335 gestattet sich: wasserstrom der abestürzt. bei Opitz, Fleminc, Logau ganz gewöhnlich.
An und ab, zu und ab, auf und ab bilden gegensätze: ich gehe ab und zu; das eichhorn läuft auf und ab am baum; sie schweben auf, sie schweben ab;

hier musz ich auf und ab
durch wild gestrüpe reisen.
Fleming 118;

freud und lust an allem ab und an,
an und ab dem kleeblatt holder kinder.
Bürger 60a;

im keller war der alte ab- und zulauf fremder gesichter. J. Paul Tit. 4, 10.
Zu erwägen ist das andern adverbien und selbst dem nomen unmittelbar nachgesetzte und allmälich suffigierte ab. Da hin und her sich entgegengesetzt sind, jenes die richtung nach, dies von einem ort anzeigt, ist die verbindung herab begreiflicher als hinab und den wahren gegensatz zu herab bildet hinan; hinab bezeichnet aber zweierlei, sowol die richtung nach als von einem ort, beide als verschiedne gedacht. nicht anders erklärt sich dar ab. kurz ab, fern ab, weit ab. weiter ab:

sie wundert sich, dasz wir so weit ab von ihr sein.
Fleming 129;

sie wird euch aus dem fenster winken,
ob er hinauf geht oder weiter ab
sich schlägt.
Lessing 2, 213.


Beim anschlusz hinten an substantiva, ohne artikel, fragt sichs nach dem casus. wie es heiszt den berg hinab gehn, den strom hinab fahren, könnte man auch bergab steigen, stromab schwimmen accusativisch zu fassen versucht sein. besser aber erscheinen sie als dative:

wo die ergrimmte see mit ganzen wellen streift
und jagt das schif grundab.
Opitz 2, 22:

wir flohen himmelan und hellenab mit schrecken.
Fleming 204;

mit lastern scheitelab bisz auf den fusz bedeckt.
A. Gryphius 1, 244;

flieszet es von natur
felsenab durch die flur.
Göthe 40, 382;

ein treuer mann kommt eilig felsenab.
Göthe 41, 266:

streifte sich der goldne ring
fingerab in wasserklüfte.
Göthe 5, 147;

d. i. von grund auf, von der hölle, vom scheitel, vom felsen und finger ab, noch mit praepositionsnachgefühl, und einem mhd. abe grunde, abe velse, abe vinger vergleichbar, nur dasz im anhang und suffix die praeposition adverbialnatur gewann. wenn wir sagen treppe auf, treppe ab gehn, so wäre das die treppe hinauf, von der treppe herab, obschon gedacht werden kann die treppe hinab, wie Fleming 308 ausdrücklich

die heisze thränenbach
rinnt mir ümmsonst die rothen backen ab;

oder Göthe 1, 129

es blitzen waffenwogen
den hügel schwankend ab,

wo die beigefügten artikel allen zweifel heben. In einem wie dem andern fall mahnen diese thalan thalab, bergan bergab an die goth. dalaþ dalaþrô, und an die griechische partikelbildung, wenn auch jede sprache dabei noch andere mittel und wege einschlug.
Die hernach aufgeführten zusammensetzungen sind in ihrer überwiegenden mehrheit anschlüsse des ab an verba, ungleich seltner an nomina.

[Bd. 1, Sp. 9]



Wird ab einem nomen vorangesetzt, so unterscheide man 1) entweder gleicht der zusammenstellung eine mit dem verbum, dann ist es leicht den begrif jener nach dieser zu bemessen, abbild abfahrt abreise abschlusz entsprangen erst nachdem schon abbilden abfahren abreisen abschlieszen gangbar war, und nicht etwa läszt sich hier das verbum aus dem nomen leiten. auch empfangen solche nomina oft eingeschränkteren sinn als die verba, z. b. absicht hat blosz die bedeutung des absehens auf, nicht des absehens von etwas. 2) oder das ab trat unmittelbar vor das nomen, ohne dasz ähnliche verbindung mit einem verbum obwaltete; dann pflegt es minderung des im nomen enthaltnen begrifs, gleichsam entfernung aus ihm anzuzeigen, abgrund ist was den grund, die erde verlassend in die tiefe, den grund hinab reicht, abgott ist ein götze, der vom wahren gott abweicht, abgunst entfernung der gunst, abhold seine huld entziehend, eigentlich ab der huld seiend, wie behende bei der hand, absonnig von der sonne abliegend, daher abgunst und ungunst, abhold und unhold nicht ganz zusammenfallen, in abgunst abhold steckt die vorstellung des abgangs von gunst und hold, worin sich neid und feindschaft wahrnehmen lassen, während ungunst unhold die blosze leugnung nie vorhanden gewesener gunst und huld enthalten. Offenbar sind die zusammensetzungen zweiter art älter und bedeutsamer als die der ersten, ihr ab schwankt über in das verwandte aber (abwitz aberwitz, abweg aberweg, abglaube aberglaube) und entspricht auch dem ahd. mhd. â = ar (abraum ârûmi, abkamm âchampi, abschmeckig âsmecki, absetzen âsezze, abschrôt âscrôt, abweg âwiggi, abweis âweis, abwerk âwirchi, abwitz âwizzi, abwurf âwerf); von dergleichen zusammensetzungen lassen sich einzelne verba herleiten, wie abkosen, mhd. âkôsen ein âkôse deliramentum voraussetzt.
Vor dem verbum flieszen alle bedeutungen des ab aus dem alten sinnlichen praepositionsbegrif und stetes augenmerk war es, in den beispielen für jedes einzelne wort dies hervorzuheben. der sprachgeist gieng immer von einer lebendigen redensart aus, stufenmäszig auf die abgezogenere über. zuerst hiesz es den staub ab dem tuche blasen, die nüsse ab dem baume schlagen, bald aber konnte des einen oder andern substantivs oder gar beider entrathen werden: den staub abblasen, die nüsse abschlagen, indem man den von der praep. abhängigen casus wegliesz; oder das tuch abblasen, den baum abschlagen, mit kühnerer umdrehung des acc. auf den abhängigen dat. und ellipse des ersten acc.; endlich aber durfte den umständen nach auch mit dem bloszen abblasen, abschlagen ausgereicht und dem verbum dadurch ein intransitiver schein verliehen werden: wir wollen heute abschlagen! rufen zur nuszernte gerüstete; absetzen, mit ausgelassenen acc. den fusz, trat in die vorstellung des abfallens, zurückweichens über. In allen diesen fällen nun gieng das ab seiner praepositionalen kraft verlustig und ward zum bloszen herab, hinab, fort, weg bedeutenden adverb. gern aber gesellte sich, wenn der dativ ausgedrückt bleiben sollte, ihm noch die neue praeposition von hinzu, was die sinnlichkeit der rede erhielt, doch mit partikeln belastete, denn was hinab von dem baume sagt, sagte ab dem baume einfacher. Auf diese weise hat man sich von sämtlichen mit dem verbum eingegangnen verbindungen des ab rechenschaft zu geben: die praeposition liegt im hintergrund, wenn es auch erst nach einigem umschweif gelingen sollte ihr ursprüngliches verhalten zu ermitteln. In abbilden abschreiben abmahlen wird das übertragen von (ab) einem auf das andere ausgedrückt, ein lied abblasen heiszt es von den noten oder aus dem horn herab blasen, absehn ablangen meint etwas von ferne her, von einer stelle her sehn und holen; abnützen abgreifen durch öfteres nützen und angreifen etwas von der sache nehmen, es hiesz zuerst ab der thür greifen, dann blosz abgreifen. wo in ab der begrif des vollendens, fertigens liegt, ist ein geben und thun von der hand, ab der hand anzunehmen, wie in abmachen, abthun, was dann in andern wörtern wie abstrafen, abprügeln nicht mehr genau zu fassen, blosz von dem vollzug der handlung zu verstehn ist. Schwerer zu deuten scheinen die verba des abbüszens abarbeitens abängstigens, vermutlich sagte man sich ab einer sache ängstigen, müde arbeiten; in absterben mag, wo nicht andere unterlagen deutlich sind, stecken hinsterben, davon sterben, in abscheiden davon, ab dem leben scheiden, in manchen wie abändern absondern ist die verschiedenheit von dem einfachen ändern und sondern kaum merkbar. einzelne solcher zusammensetzungen sind aber treflich gebildet und werden andern

[Bd. 1, Sp. 10]


sprachen unerreichbar, z. b. abprangen, abknixen, abgeweint.
Die praeposition hatte vor dem nomen ihre gemessene stelle (ob sich bergab, thalab aus nachgesetzter praep. deuten lassen, verdient erwogen zu werden); adverbiales ab konnte eine freie vor oder nach dem verbum einnehmen und nahm sie in der älteren sprache ein. allmälich gewann aber das ursprünglich lose ungebundne ab, wo es nach der wortfügung unmittelbar vor das verbum zu stehn kommt, an dieses festeren anschlusz, ohne darum die fähigkeit zu verlieren, ihm in andern lagen der rede nachzutreten. damit verhält es sich bei ab wie mit allen andern trennbaren partikeln. Doch erscheint es auch heute noch oft, zumal wo sich die partikeln häufen, in freierer bewegung, z. b. in folgender stelle:

bis dann auch er gebändiget von einer götterhand
ab auf den rogus nieder stürzt, den er sich selbst gehäuft.
Göthe 2, 185.

überhaupt, wenn es nieder, fort, weg bedeutet und aus manigfalten ellipsen verständigt werden musz: ab vom pferde (gestiegen)! ab den hut (genommen)!

ab denn, rascher hinab!
Göthe 2, 69.

Vor einzelnen wörtern behauptet es sich fortwährend loser und fast unzusammengesetzt, namentlich vor dem substantivverbum, vor haben und kriegen (s. absein, abbehalten, abbleiben, abhaben, abkriegen), noch weniger läszt sich vor können müssen sollen wollen anwachsendes ab denken: der baum soll ab (gehauen werden), der nagel will nicht ab (gehn), ich glaube dasz er doch ab (genommen werden) musz; denn deutlich wäre es hier näher an die ausgelassenen verba hauen gehn und nehmen zu fügen, nicht an das auxiliar:

man ist darauf (auf dem pferde) wie angepicht,
will immer ab (steigen) und trabt in einem stücke
nur weiter fort.
Gökingk 1, 105.


 
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abaasen, parare corium, bei den gerbern, die haut auf der fleischseite abschaben.
 
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abäsen, depascere, von weidenden hirschen und kühen, das gras abfressen, wofür auch DWB abrasen. Engel 3, 110. Herder 10, 211. helfet mir mein teler abosen! fastn. sp. 374, 30. s. DWB aasen.
 
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abachen, sich, consumi planctu, sich durch ächzen abmatten. Stieler 7. s. DWB achen.
 
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abächzen, sich, dasselbe.
 
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abackern, arando demere, abpflügen eine furche, ein stück feldes, dann abstract für abnehmen: dem teufel das eroberte wieder abjagen und abackern. älteres wort ist aberen, s. auch abzackern.
 
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abändern, immutare, oft gleichviel mit ändern und verändern; doch ist verändern etwas stärker permutare: ich kann das noch ändern, abändern, hier würde nicht verändern gesagt werden. das kleid abändern ist weniger als verändern. ich habe das etwas abgeändert, mag es aber nicht ganz verändern. seine züge haben sich verändert, das aussehen der stadt ist verändert, hier wäre abgeändert fehlerhaft. Ungut hat man abändern im grammatischen sinn gebraucht für declinieren, da in jeder flexion eine abänderung liegt.
 
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abänderlich, mutabilis. das ist unabänderlich, davon kann nicht abgewichen werden, er ist unveränderlich, invariabilis; unabänderliches schicksal, fatum indeclinabile, veränderliches glück, varians fortuna.
 
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abänderung, f. mutatio, bei einigen declination. Lessing 8, 494.
 
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abängsten, sich, angi, abquälen, durch angst ermatten:

in Jesus namen ruft
mein abgeängster geist aus dieser todtengruft.
A. Gryphius 2, 408.


 
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abängstigen, gebräuchlicher als das vorige. verhältnisse, in welchen sich manche gute menschen die ganze zeit ihres lebens abängstigen. Göthe 18, 247. auch transitiv für gewaltsam abnöthigen: dem kaiser tribut, dem unterthan geld und gut abzunöthigen. Schiller 998; wenn die speere der Argiver das scepter mir abängstigten. 241.