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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
unterstiften bis unterstosz (Bd. 24, Sp. 1838 bis 1839)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) unterstiften, v., unter der hand anstiften: quelle (1681) bei Fischer schwäb. wb. 6, 254. —
 
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unterstimme, f., gs. zur oberstimme; vgl. mittelstimme: grund- oder u., bassus Harsdörfer gesprechspiele (1641) 2, 245; Butschky kanzlei (1659) 69; Walther music. lex. (1732) 463; Heinichen generalbasz 171; Moser gesch. d. d. musik 1, 344; 355: das hinauf- und herabspringen der u. Vischer ästhet. 3, 4, 936; Lagarde d. schr. 490. —
 
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unterstirn, f. Lose schattenrisse 2, 278.
 
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unterstock, m.; der gs. oberstock ist nur theilweise bezeugt, th. 7, 1103 ist nur der gs. zu i aufgestellt. a) zu 1stock 1 als theil der pflanze: wie der stamm nach oben als caudex adscendens, oberstock, geht, so die wurzel nach unten als caudex descendens, u. Ratzeburg waldverderbnis (1866) 2, 88; standortgewächse (1859) 6; zs. unterstockverbreitung, -werdung standortgewächse 64; 22. b) 1stock 2 entsprechend, grund- und hauptschosz der pflanze als grundlage der veredlung Fischer schwäb. wb. 6, 254, 4. c) stützbein einer bank: das bänklein wollte schier morsch werden und muszte einen neuen u. bekommen Rosegger (1895) 3, 169. d) rumpf des frauenhemdes, hemdstock (stock Seiler Basel 297b), ohne die ärmel Schmeller 22, 730; 788; unterer theil des frauenhemdes Fischer schwäb. wb. 6, 254, 1. nicht schriftsprachlich. e) unterleib, bes. des mädchens

[Bd. 24, Sp. 1839]


Fischer 6, 254, 6. nicht schriftsprachlich. f) 1stock 4 k γ entsprechend unterlage beim prägen der münze Fischer 5. g) unterer theil der kunkel Fischer 2. h) in der brauerei der würztrog, engl. underback, franz. reverdoir Karmarsch-Heeren 43, 153; Hoyer-Kreuter 1, 795. i) 2stock entsprechend, das erdgeschosz, der untere stock (th. 10, 3, 46; 45); Mothes baulex. (1882) 4, 395. unumgelauteter plur. Fr. Jacobs verm. schr. (1824) 7, 201 (unüblich): der u. mit stainen gemacht (1495) Fischer schwäb. wb. 6, 254, 3; Fr. v. d. Trenck leben u. thaten (1748) 98; gegen den hof ist sie (die etage) um den ganzen u. erhoben Göthe III 2, 106 W.; Klinger 3, 281; A. v. Arnim 7, 177 Gr.; G. Freytag 9, 7; François Reckenburgerin 1, 82. unterstockwerk allg. haushaltungslex. (1749) 2, 10. —
 
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unterstocken s. untersteinen; stock als grenzbezeichnung th. 10, 3, 33. —
 
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unterstoff, m., untergelegter stoff (stoff II 1): an den den schienen zugekehrten seiten des unterstoffes ist eine kräftige schnur ... anzunähen Dillmont encyclopädie d. w. handarb. 151. vgl. nl. onderstof. —
 
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unterstopfen, v.; Schottel haubtspr. 651; nl. onderstoppen. a) trennbar: hier musz baumwolle untergestopft werden Tieck (1828) 3, 397; hab mir was untergestopft (gegen schläge) Alexis hosen 1, 305; Seidel vorstadtgesch. 183. substantiviert: das u. eines kissens M. Waldau aus d. junkerwelt (1851) 1, 283. b) untrennbar: die mit heu unterstopfte decke Alexis ruhe ist d. erste bürgerpflicht 1, 69; verlegte granitplatten werden mit dem stopfholze unterstopft Helfft landbaukunst (1836) 349; u. beim pflastern 383; eisenbahnschwellen u. Mothes baulex. (1882) 4, 276; Hoyer-Kreuter 1, 795; dazu unterstopfung Lueger 6, 586. —
 
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unterstopfer, m.: supplicatores unterstopper Corvinus fons lat. (1646) 629. —
 
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unterstöhnen, v. zu 1stöhnen 2 (Franck-van Wijk 664b); nl. ondersteunen, reich entwickelt: was wolt man sich hie dar widder streuben? am meisten, weil unser deudtscher den ort Esaie selbs herbracht und sich darmit unterstnen wolt, ist er widder ihn und seine lere Wicelius annotationes (1536) B 3a. veraltet.
 
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unterstören s. DWB unterstüren.
 
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unterstosz, m., theilweise gs. zum oberstosz (s. d.); ictus inferior Stieler 2181. mhd. understôʒ unterbrechung, unterschied. subuncula Schroers voc. 2792. a) stosz II 1 a entsprechend: die hemden der weiber und mädchen bestehen im oberen teile aus feinerer leinwand, etwa vom schwertbeinfortsatz an jedoch aus grober hausleinwand, und dieser angesetzte hemdteil heiszt understousz Schramek der Böhmerwaldbauer 18. nicht schriftsprachlich. b) 'treibstosz, u. (bergwerk) der kurze stosz oder die breite seite eines treibschachts, wodurch man die erze u. berge zu tage treibet' Jacobsson 4, 436a; vgl. DWB stosz II 4 b β; oberstosz. c) als schwanztheil gewisser vögel (stosz II 8 a): der u. bedeckt nur zur hälfte den oberstosz Brehm thierleben (1890) 5, 498.