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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
kraftdauer bis kraftentwickelung (Bd. 11, Sp. 1946)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) kraftdauer, f. ausdauer der kraft: die derbheit und kraftdauer dieser schmutzigen kerle. Zimmermann eins. 1, 387. 377.
 
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kraftdrang, m. drängende kraft, ein wort der kraftgeniezeit: Heinse hat den Tasso, mit groszem kraftdrange, mittelmäszig genug übersetzt. S. Geszner 2, 272, geniedrang, vergl. kraftgeist und 'sturm und drang'.
 
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kraftdurchsprüht, aus 'von kraft durchsprüht':

wer an des sonnenlichtes süszer helle
gewärmet hat die kraftdurchsprühten glieder.
W. v. Humboldt ges. w. 3, 393.


 
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kräfteerregung, f. unschön für erregung der kräfte: diese offenbarung, die erste kräfteerregung auf alles menschliche erkenntniss. Herder.
 
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kräfteln, mit kraft tändeln, nach kraft kleinlich haschen: den Stolbergen und Voss misfiel (in Bürgers Homerübers.) diese ungleiche mischung edler töne mit wunderlichen, altfränkischen und kräftelnden. Gervinus nationallit. (1844) 5, 56, nach Voss briefe 2, 281 v. j. 1787, der eben diese ausdrücke braucht. schweiz. heiszt kraften seine kraft versuchen Stalder 2, 126, auch kraftmännlen.
 
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kräftelos, kraftlos, mhd. kreftelôs wb. 1, 872a, ahd. creftilôs Haupt 5, 330b (crefti gen. sg. von craft), chraftelôs Graff 2, 270: daʒ er kreftlos wirt. Melber varil. h 4a, schwach, krank;

ach wer gibt mir kräftelosen
eine kraft der medicin?
Ditfurth fränk. volksl. 1, 127a.


 
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kräftemasz, n. für 'masz der kräfte' bei Kant bd. 8 in der abh. über die schätzung der lebendigen kräfte durchgängig. vgl. DWB kraftmasz.
 
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kräftemesser, m. dynamometer. Campe als neu; s. DWB kraftmesser.
 
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kraften, schweiz., s. unter DWB kräfteln; es gab ahd. chraftên stark sein, s. Mones anz. 8, 42, 54.
 
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kräften, stärken, ahd. chreftian, mhd. kreften Martina 59, 109, Dietrich u. s. ges. 346, 12:

gesunde liute kreftet brôt
von dem ein sûgent kint leit nôt. Renner 246b.

jetzt ist es von kräftigen verdrängt, musz aber nach kräftung (s. d.) noch im 17. jh. bestanden haben, wie es auch neuere dichter wieder gebrauchen; ist doch in entkräften die knappere form noch jetzt geläufig. Man hatte auch bekräften (Frisch 1, 541c, Brinkmann ged. 1804 s. 204), abkräften (Stieler, Frisch), erkräften (im eig. sinne im gr. Wolfdietr. 1437, 1). auch älter dän. kräfte, bekräfte Molbech dansk gloss. 1, 458, vgl. 74.
 
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kraftentwickelung, f.