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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
krachstein bis krack (Bd. 11, Sp. 1925 bis 1927)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) krachstein, s. kragstein.
 
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kracht, m. krach, knack: dasz aber das auszgewichene bein widerumb in seiner pfannen sei, kan man ausz dem kracht, welchen es, wenn es widerumb in dieselbige hinein fellt, von sich leszt, leichtlich hören. Uffenbach 2, 228, wie krach 232. es dürfte eine mhd. bildung krachot, ahd. chrachôt dahinterliegen.
 
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krachung, f. krachen, brechen:

dan bricht das baulos haus (der leib)
und wirft da seine sél in krachung auch heraus.
Rompler 72.


 
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krachwedel, m. alter schwacher mann. Schmid schw. wb. 324, Birlinger Augsb. wb. 290a: der thät auch besser für ein junges mädle passen, als so ein alter krachwedel. Kurz sonnenwirth 49. schon im 17. jh.: zu dem waren meine unterofficirer mehrentheils alte krachwedel. Simpl. 1, 464; sage mir, du alter krachwadel. 1, 61. vgl. DWB blotzwedel.
 
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krachweide, f. bruchweide, knackweide. Nemnich. auch englisch crack-willow.
 
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krächzen , crocitare, ingemiscere, ein intensivum zu krachen, wie krächsen, mit dem es sich leicht mischt (s. dort). ahd. mhd. nicht belegt, es wäre ahd. chrachizan. dafür erscheint ablautend ahd. croccizan, mhd. krochzen (s. DWB kröchzen), von denen das erste im stammauslaut zu kräcken, kräcksen stimmt. aber ags. entspricht cracetan, cearcetan stridere, crocitare.
1) von thieren.
a) von raben, krähen, eulen u. dgl.: der traurige krächzende nachtrabe. S. Gesner; in England, wo man .. die krähe krächzen läszt. Möser phant. 3, 94; wo wilde raben krächzen. Schiller 135b;

es krächzte der rak (mandelkrähe) mit himmelblauem gefieder.
Voss Luise 1, 506;

die schlimme sage schlich umher,
sie krächzte wie zur dämmerzeit
ein schwarzer unglücksvogel schreit.
Uhland.

dieser jetzt herschende gebrauch, für den wir ein andres wort nicht haben, ist eigner weise doch den wbb. vor Adelung unbekannt, es wird aber in grachkitzen crocitare Dief. nov. gl. 120b enthalten sein. in einfacher bildung nd. kraken krächzen Schamb. 111a; vgl. DWB krack krähe.
b) nach Adelung landschaftlich auch von schweinen, grunzen, vgl. Ayrer unter krächen.
2) von menschen.
a) gestoszen seufzen, stöhnen u. ä. (man sehe krachen 7), so bei Steinbach, Frisch, krechzen bei Stieler, Ludwig, Aler (schwäb. auch krächzgen): der alte ist darumb noch nicht todt, wer weisz wie lang er noch zu krächzen da ligt. Simpl. 2, 259; (Pickelhering) wirft die kleider auf dem buckel rümb und krechzet mächtig (über die last). Schoch stud. E 3b; ach! krechzete der arme mann unter dem kasten. pol. maulaffe 4;

denn das ächzen und das krächzen (kläglich thun)
hast du heut schon abgethan.
Göthe 1, 154,

dieselbe reimformel schon bei Fischart: das ächzen und krächzen (einer gebärenden). Garg. 103a (182 Sch.), ganz wie 'achen und krachen', 'ach und krach'. ähnlich krächzen und mächzen oder kräxen und mäxen, thüring. (Firmenich 2, 180b).
b) auch rein körperlich, unbewuszt (doch im vorigen oft mit enthalten): als ich ihn den andern morgen besuchte .. lag er krächzend im bette, er hatte ein brechmittel genommen. Arndt erinn. 162; er krechzet über dem laufen Steinb. 1, 934, von mangelndem atem, stöhnt leicht, auch bei schwerer arbeit, beim bücken (Schmidt westerw. 86); ebenso bei Stieler, Frisch, Adelung, M. Kramer 1787, wie krächsen (kräxen), das nur letzterer daneben besonders anführt, s. dort 3.

[Bd. 11, Sp. 1926]



c) krächzend, kreischend, ächzend reden, auch singen (krecksen Bernd Posen 143), auch trans.: darf denn dieses (ein kleines lied) etwas anders sein als gleichsam ein hauch, leicht aus der brust empor gehoben und von den lippen weggeblasen, nicht aber herausgewürgt, gehustet, geräuspert, gekrächzet, geröchelt? Bürger vorr. zu den ged. 1789 1, 25;

nur Thersites allein noch krächzt unmäszig geschwätz her.
Voss Il. 2, 212;

'kein geschäft?' ruft der unglückliche Tinkeles krächzend in abscheulichem deutsch. Freytag soll u. haben 1, 72
 
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krächzer, m. ein krächzender. Stieler 1021.
 
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krack ! wie krach! doch mehr von scharfen tönen.
1) von etwas brechendem: krack! alle tausend! was krachte da? Wieland 33, 394; krak! brach ihm das herz. Gotter die erbschleicher 182. tirol. gragk! dazu gragken brechen Fromm. 6, 438, vergl. DWB kracken. Oder von dem was zu brechen droht: krack ists an d'vordere achs gangen, krick an d'hindre (vom rasenden fahren). Eipeldauer br. 1, 7. daher 'krick krack', um höhere und tiefere töne zu bezeichnen (vergl. klippklapp): das (schlosz) musz auf! (er bricht) krick! krack! Göthe 14, 281. Auch von andern ähnlichen klängen:

krack! so springen alle riegel.
Gotter 1, 52.

und wieder krik! krak! von sich kreuzenden degen Göthe 57, 166;

de wieg de geit all kríck kràck,
schloap, du kleiner dicksàck.
Simrocks kinderbuch no. 151, wie knick knack.


2) auch für plötzlich, wie krach 2, wol nach dem franz. crac! gleicher bedeutung:

(die ritter) stieszen zusammen in hartem strausz,
und krack! da liegt auf allen vieren
mein prahler.
Wieland (1857) 10, 240, Gandalin 6. buch;

(wie er) dann wieder klettert, und krack! wieder eine romantische einsiedelei! 34, 10 (Bunkliade). franz. auch, wie unter 1, cric crac! vgl. unter krach 2 das ital.
3) anders bei Fischart: holla frisch auf, bub zum gespey und gespy, trett ausz, schon deines beins, krack, krack, krack. Garg. 242a (Sch. 455), wie es scheint von den herausgestosznen tönen eines der sich brechen will (vgl. DWB krächsen 3), bei Rabelais cap. 39 crac crac crac, aber von den zügen eines trinkenden.
 
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krack , m. nebenform zu krach, wie kracken zu krachen, schon mhd. neben krach auch krac, ahd. chrac; die tenuis im auslaut ist wie in den wurzelverwandten und gleichbed. klack, knack (s. unter krachen I, d). s. auch krack! neben krach!
1) gleich krach tirol.: kragk, plötzlicher schall wenn ein fester körper bricht, kragk machen, so zerbrechen. Frommann 6, 301, Schöpf 338 (auch gragk 204, zu dem gk s. DWB K 5, a zuletzt). ahd. chrac strepitus, fragor Graff 4, 589, sicher auch mhd. krac.
2) risz, sprung (durch einen 'krach' entstanden): disz wesserlein hat ein wunderbarliche art an sich, dann es gehet allezeit ein rauch ausz dem krack, darausz es herfür kompt. Thurneisser von wassern 148 (1572 191), erdspalte, vgl. krache. noch in Kärnten krack, z. b. von einer glocke Frommann 3, 119, Lexer 165. mhd. krac wb. 1, 869b, z. b. ganzeʒ glas âne krak MSH. 3, 438a, ebenso âne krach Haupt 8, 168.
3) dasselbe scheint krak im östr. bergbau Scheuchenstuel 146, pl. krake 59, 'besonders grosze drusen, d. i. natürliche höhlungen im gestein', eig. wol risse?
 
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krack, m. haken, riegel, wirbel u. ä.
1) ein ahd. chracho, chracco hiesz haken (uncinus, fuscina Graff 4, 589), das scheint in folg. nachzuleben. zunächst als haken in kärnt. graggl m. (zum obstlangen) Lexer 120. eine ahd. nebenform chrago bei Graff, vgl. Haupt 6, 327, 91, findet sich vielleicht auch noch spät mhd. als krage, s. wb. 1, 873a (doch vgl. dazu den zweifel Schröers darst. 66). Auswärtig entspricht altn. kraki m. stange mit einem haken vorn Fritzner 366a, norw. krakje m. krummes holz Aasen 235b, letzteres gewiss die urspr. bed., s. dazu DWB krakel, das weitere unter krapfe.
2) daher wol krack m. riegel Stieler 1021 (dazu zukracken zuriegeln), er hat es aus Schottel 1351, von ihm wieder Steinbach 1, 922. es ist sonst nd., kracke hölzerner wirbel an einer thüre Brem. wb. 2, 862, am fenster Schambach 111a. vgl. krickel.
3) krack (wo nicht kracke) spange am kleide scheint sich aus einer angabe des Alberus zu ergeben, segmentum aureum, gulden krack dict. s 3b (das krack hals ebend. musz für krag, krage stehn); denn segmentum, bei den Römern allerdings goldblättchen als verzierung der schleppe, wird im 15. jh. mit vorspang, furspang erklärt (Dief. 524c).
4) ein wort der rheinischen schiffersprache, krack m. stütze (Kehrein 243) wird auch dazu gehören.

[Bd. 11, Sp. 1927]



 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) krack, m. krähe, rabe, ein landschaftliches wort von werte.
1) Formen und bedeutung.
a) krack, graculus Aler 1220a. es ist fränkisch, s. Schmeller 2, 380, der es aus einer würzb. verordn. des 18. jahrh. belegt: reiger, kracken, geier ... raben, graukracken und alster, wonach kracke als rechter nom. zu erwarten ist; auch coburg. krack m. rabe, krähe Fromm. 3, 268 (in der Ruhl als scheltwort, kræmscher krack elender kerl Regel 222). in beiden bed. auch im Temescher banat krak (neues laus. mag. 42, 311. 320), ist das krack oder krâk?
b) es erscheint nämlich auch mit langem vocale.
α) krake aaskrähe gibt Nemnich wb. 2, 1241 (ohne angabe der landsch.), Vilmar 222 aus Hessen krâke m. kolkrabe, als mehr nd. (vgl. krâken unter 2, b), als mehr hd. kracke. aber schon ahd. chrâko scheint enthalten in einem altbair. ortsnamen Chrakinachra, jetzt Krainacker, s. Förstemann 2, 383; doch die form könnte auch chrako, chrago sein, wie Nemnich wb. 324 ein kräge für rabe hat, worin man neben kracke und krâke eine dritte form sehen darf.
β) eben so altn., und zwar in bedeutsamer doppelform, krâkr m. rabe und krâka f. krähe, also mit vertheilung der in kracke unter a vereinigten bedeutungen auf die zwei geschlechter, die auch in rabe und krähe den thieren noch zugelegt sind (s. mehr davon unter krähin); diese vertheilung dürfte urspr. allgemein germ. gewesen sein (vgl. das fem. unter c). jetzt nur noch norwegisch kraake f. krähe, schw. krka, dän. krage.
γ) auch nordengl. crake a crow Halliw. 277a, altengl. Stratm. 122, und nordfries. krêk, kriak f. krähe Johansen 10. 124.
c) auch im alem. gebiete: grag f., krähe in Glarus Stalder 1, 468, wobei das f. zu beachten (s. unter b, β), ob urspr. mit a oder â? wegen des oberd. g s. unter K 2, g, es erscheint auch unter d.
d) endlich übertragen auf einen verwandten vogel, den nuszhäher, corvus caryocatactes, kärnt. gragl m. Lexer 120, tirolisch zirmkrgen Fromm. 4, 56 (zirm zirbelkiefer), dieses mit dem -g unter b, α a. e.; auch schwed. heiszt er nötkraka f., norw. nötkraage (Nemnich), dän. aber nöddekrig, wie mit ablaut.
e) solcher ablaut zeigt sich aber auch sonst, mit i in krichel häher (s. dort), mit u in krucke dohle, vgl. kroggen crocitare von raben (pfälz. 15. jh.) Dief. nov. gl. 120b, man sieht wieder die manigfaltigkeit des auslauts, die aber auch dem anlaut nicht fehlt, denn ahd. hruoh krähe (mhd. ruoch) kann nicht fremd sein.
2) Verwandtschaft.
a) es scheint über die theilung der urverwandten europ. völker zurückzugehn, denn lat. entspricht sehr nahe graculus dohle, mlat. auch gracus, craculus; russ. grač' rabe, s. Miklosich 142a unten. dagegen mit gleicher anlautstufe lettisch kráukls rabe, litt. krauklys krähe, denen das ahd. hruoh unter 1, e mit verschiebung entspricht. s. weiter krähe, auch krapp und karocke (karok 15. jh. Dief. nov. gl. 156b).
b) die benennung des vogels ist sicher von seinem geschrei ausgegangen, sein krächzen heiszt nd. krâken, krâkeln (Schambach), ags. crâcettan, engl. croak, entsprechend der form unter 1, b; aber auch gracken mhd., Kolm. meisterl. 14, 49 (vgl. 1, c), in den sette comuni kracken Schmeller cimbr. wb. 138b. ferner mlat. graccitare, cracare, altlat. groccire, crocire, gr. κρώζω. auch altsl. grakati (gracati), böhm. krakati, litt. kraukti, lett. kârkt, ehstn. krooksuma, auch mit wechsel der lautstufe.

 

krächzen
 1)  von thieren.
  a)  von raben, krähen, eulen u. dgl.: der traurige krächzende nachtrabe. S. Gesner; in England, wo man .. die krähe krächzen läszt. Möser
  b)  nach Adelung landschaftlich auch von schweinen, grunzen, vgl. Ayrer unter krächen.
 2)  von menschen.
  a)  gestoszen seufzen, stöhnen u. ä. (man sehe krachen 7), so bei Steinbach, Frisch, krechzen bei Stieler, Ludwig, Aler (schwäb. auch krächzgen): der alte ist darumb noch nicht todt, wer weisz wie lang er noch zu krächzen da ligt.
  b)  auch rein körperlich, unbewuszt (doch im vorigen oft mit enthalten): als ich ihn den andern morgen besuchte .. lag er krächzend im bette, er hatte ein brechmittel genommen. Arndt
  c)  krächzend, kreischend, ächzend reden, auch singen (krecksen Bernd
 
krack
 1)  von etwas brechendem: krack! alle tausend! was krachte da? Wieland 33, 394; krak! brach ihm das herz. Gotter
 2)  auch für plötzlich, wie krach 2, wol nach dem franz. crac! gleicher bedeutung: (die ritter) stieszen zusammen in hartem strausz, und krack! da liegt auf allen vieren mein prahler. Wieland (1857) 10, 240
 3)  anders bei Fischart: holla frisch auf, bub zum gespey und gespy, trett ausz, schon deines beins, krack, krack, krack. Garg. 242a (Sch. 455), wie es scheint von den herausgestosznen tönen eines der sich brechen will (vgl.krächsen 3),
 
krack
 1)  gleich krach tirol.: kragk, plötzlicher schall wenn ein fester körper bricht, kragk machen, so zerbrechen. Frommann 6, 301, Schöpf 338 (auch gragk 204, zu dem gk s.K 5, a zuletzt). ahd.
 2)  risz, sprung (durch einen 'krach' entstanden): disz wesserlein hat ein wunderbarliche art an sich, dann es gehet allezeit ein rauch ausz dem krack, darausz es herfür kompt. Thurneisser
 3)  dasselbe scheint krak im östr. bergbau Scheuchenstuel 146, pl. krake 59, 'besonders grosze drusen, d. i. natürliche höhlungen im gestein', eig. wol risse?
 
krack
 1)  ein ahd. chracho, chracco hiesz haken (uncinus, fuscina Graff 4, 589), das scheint in folg. nachzuleben. zunächst als haken in kärnt. graggl m. (zum obstlangen) Lexer 120. eine ahd. nebenform chrago bei Graff,
 2)  daher wol krack m. riegel Stieler 1021 (dazu zukracken zuriegeln), er hat es aus Schottel 1351, von ihm wieder Steinbach 1, 922. es ist sonst nd., kracke hölzerner wirbel an einer thüre
 3)  krack (wo nicht kracke) spange am kleide scheint sich aus einer angabe des Alberus zu ergeben, segmentum aureum, gulden krack dict. s 3b (das krack hals ebend. musz für krag, krage stehn); denn segmentum, bei den Römern
 4)  ein wort der rheinischen schiffersprache, krack m. stütze (Kehrein 243) wird auch dazu gehören.
 
krack
 1)  Formen und bedeutung.
  a)  krack, graculus Aler 1220a. es ist fränkisch, s. Schmeller 2, 380, der es aus einer würzb. verordn. des 18. jahrh. belegt: reiger, kracken, geier ... raben, graukracken und alster, wonach kracke als rechter nom. zu erwarten
  b)  es erscheint nämlich auch mit langem vocale.
   α)  krake aaskrähe gibt Nemnich
   β)  eben so altn., und zwar in bedeutsamer doppelform, krâkr m. rabe und krâka f. krähe, also mit vertheilung der in kracke unter a vereinigten bedeutungen auf die zwei geschlechter, die auch in rabe und krähe den thieren noch zugelegt sind (s. mehr
   γ)  auch nordengl. crake a crow Halliw. 277a, altengl. Stratm. 122, und nordfries. krêk, kriak f. krähe Johansen 10. 124.
  c)  auch im alem. gebiete: grag f., krähe in Glarus Stalder 1, 468, wobei das f. zu beachten (s. unter b, β), ob urspr. mit a oder â? wegen des oberd. g s. unter K 2,
  d)  endlich übertragen auf einen verwandten vogel, den nuszhäher, corvus caryocatactes, kärnt. gragl m. Lexer 120, tirolisch zirmkrgen Fromm. 4, 56 (zirm zirbelkiefer), dieses mit dem -g unter b, α a. e.; auch schwed.
  e)  solcher ablaut zeigt sich aber auch sonst, mit i in krichel häher (s. dort), mit u in krucke dohle, vgl. kroggen crocitare von raben (pfälz. 15. jh.) Dief.
 2)  Verwandtschaft.
  a)  es scheint über die theilung der urverwandten europ. völker zurückzugehn, denn lat. entspricht sehr nahe graculus dohle, mlat. auch gracus, craculus; russ. grač' rabe, s. Miklosich 142a unten. dagegen mit gleicher anlautstufe lettisch kráukls rabe, litt. krauklys krähe, denen
  b)  die benennung des vogels ist sicher von seinem geschrei ausgegangen, sein krächzen heiszt nd. krâken, krâkeln (Schambach), ags. crâcettan, engl. croak, entsprechend der form unter 1, b; aber auch gracken mhd., Kolm. meisterl. 14, 49 (vgl. 1, c),