- aberglaube, m.
- aberglauben
- abergläubig
- abergläubisch
- abergott, m.
- abergunst, f.
- abergünstig
- aberhalten
- aberhold
- aberkaiser
- aberkennen
- aberklaue, f.
- aberklug
- aberkosen
- aberlitz
- aberlösen
- abermal, n.
- abermal
- abermalig
- abermals
- abern
- äbern
- abername, m.
- abernten
- aberobern
- aberpabst, m.
- aberraute, f.
- aberreden
- abersaat, f.
- aberschanz, f.
- abersegen, m.
- abersel, m.
- abersinn, m.
- abersinnig
- aberwandel, m.
- aberwank, m.
- aberweg, m.
- aberweise
- aberweisheit, f.
- aberwille, m.
- aberwitz, m.
- aberwitzen
- aberwitzig
- aberziehen
- aberziel, n.
- abeschern
- abessen
- abesser, m.
- abetzen
- abfädmen
- abfahen
- abfahren
- abfahrt, f.
- abfall, m.
- abfallen
- abfällig
- abfalzen
- abfangen
- abfärben
- abfärbig
- abfasern
- abfassen
- abfassung, f.
- abfasten
- abfaulen
- abfäumen
- abfechsen
- abfechten
- abfedern
- abfegen
- abfeilen
- abfeilicht, n.
- abfeilschen
- abfeimen
- abfenstern
- abfertigen
- abfertigung, f.
- abfetten
- abfeuern
- abfiedeln
- abfinden
- abfindung, f.
- abfingern
- abfinnen
- abfischen
- abfitzen
- abflachen
- abflammen
- abflattern
- abflauen
- abflauherd, m.
- abflecken
- abfledern
- abflegeln
- abflehen
- abflehen
- abfleischen
- abflichherd
- abfliegen
- abflieszen
| aberglaube, m. superstitio, für oberglaube, nnl. overgeloof, überglaube, dem super in superstitio nachgebildet, nd. biglove, beiglaube, böhm. powẽra, von po bei und wẽra glaube, ahd. ubarfengida, was über den wahren glauben hinaus, daran neben vorbei geht. Lessing 3, 216 setzt fehlerhaft den acc. aberglaube f. aberglauben, wie umgekehrt andere den nom. aberglauben f. aberglaube.
aberglauben, superstitiose credere: und hat schier ein jeder ein blaw kraut, rittersporn genant, in der hand, welcher dardurch ins (sunwend) fewer sihet, dem thut dis ganz jar kein aug weh, wie sie aberglauben. Seb. Frank weltb. 1531, 51b.
abergläubig, superstitiosus. Hagedorn 3, 95. auch bei Herder, mehr aber im gebrauch ist das folgende. vgl. DWB abgläubig.
abergläubisch, superstitiosus. seitdem hatte ich mich, abergläubisch genug, in acht genommen. Göthe 26, 13. diejenigen die auf namensbedeutungen abergläubisch sind. Göthe 17, 24. aber auch von den gegenständen des aberglaubens: alle hypochondrischen, abergläubischen grillen waren mir verschwunden. 26, 21. ein abergläubisches buch.
abergott, m. braucht Paracelsus 2, 250a entweder für [Bd. 1, Sp. 33] abgott, oder obergott, über gott selbst gestellten gott: du machst dir in deiner fantasei ein abergott, den heiszest sanct Paulum; auf die vergötterung der heiligen deutend.
abergunst, f. für abgunst. B. Waldis Esop 4, 94 bl. 338a.
abergünstig, für abgünstig. derselbe 4, 95 bl. 340a.
aberhalten, obtinere, von einem erhalten: nicht mit recht aberhalten, sondern mit gewalt abgedrungen und genommen. Frankf. ref. II, 10. §. 4.
aberhold, für abhold. Frank weltb. 223a und oft.
aberkaiser, m. nebenkaiser. sonder das losz fül auf den aberkeyser Rudolphen. Fischart bienenk. 124b.
aberkennen, abjudicare, durch ein rechtserkenntnis absprechen. an Ottocar vermeinte sich der kaiser dadurch zu rächen, dasz er ihm zu Nürnberg auf der versammlung sein königreich aberkannte. Hahn 4, 105; zu gleicher zeit verlieh das parlament dem herzog Waldemar die ihm früher aberkannten lande. Dahlmann dän. gesch. 1, 423; dann überhaupt ableugnen, nicht zugestehn: es mag der leute wahn mir immerhin die klugheit aberkennen. Hagedorn; ist es die unkunde des lateins selbst, welche diese fähigkeit (zweifel gegen die religion zu haben) allen menschen ohne ausnahme aberkennt? Lessing 10, 186; alle consonantverdoppelungen sind der ältesten sprache abzuerkennen. | |