- kirchsprengel
- kirchstand
- kirchsteg, m.
- kirchstock
- kirchstuhl
- kirchstunde, f.
- kirchtag, m.
- kirchtagabend, m.
- kirchtagbrei, m.
- kirchtaggeld, n.
- kirchtagordnung, f.
- kirchtagrecht, n.
- kirchtagschutz
- kirchtagsfriede
- kirchtagspeise, f.
- kirchtaube, f.
- kirchthum
- kirchthür
- kirchthurm, m.
- kirchthurminteressen
- kirchthurmknopf, m.
- kirchthurmrennen
- kirchtracht, f.
- kirchtrauung, f.
- kirchtrommete, f.
- kirchuhr
- kirchvater
- kirchwart, m.
- kirchweg, m.
- kirchweih, f.
- kirchweihe, f.
- kirchweihabend, m.
- kirchweihbanner, n.
- kirchweihbaum, m.
- kirchweihbiszchen
- kirchweihbraten
- kirchweihbrei, m.
- kirchweihen
- kirchweihfest, n.
- kirchweihfladen
- kirchweihfreiung
- kirchweihgeselle, m.
- kirchweihisch, adj.
- kirchweihknabe, m.
- kirchweihkrieg, m.
- kirchweihkuchen, m.
- kirchweihleute
- kirchweihlustbarkeit, f.
- kirchweihnudeln
- kirchweihpfeifer, m.
- kirchweihplan, m.
- platz, m.
- kirchweihpriester, m.
- kirchweihrecht, n.
- kirchweihschutz, m.
- kirchweihsonntag, m.
- kirchweihstückchen, n.
- kirchweihtag, m.
- kirchweihung, f.
- kirchwesen
- kirchwinkel, m.
- kirchwinterbirn, f.
- kirchzaun, m.
- kiree
- kireh
- kiremire
- kirinsbisz, m.
- kirmeln
- kirmes, f.
- kirmse, f.
- kirms, f.
- kirmesbauer, m.
- kirmesbaum, m.
- kirmesbier, n.
- kirmesbrei, m.
- kirmesbrot, n.
- kirmesbursche, m.
- kirmesessen, n.
- kirmesfahne, f.
- kirmesfreier, m.
- kirmesfreude, f.
- kirmesgans, f.
- kirmesgast, m.
- kirmeshaus, n.
- kirmeskuchen, m.
- kirmesliebe, f.
- kirmespredigt, f.
- kirmesreihen, m.
- kirmesreiter, m.
- kirmessalat
- kirmesschmaus, m.
- kirmessonntag, m.
- kirmestag, m.
- kirmestanz, m.
- kirmesvater, m.
- kirmeswoche, f.
- kirmeszeit, f.
- kirmsen
- kirne
- kirnemilch
| kirchsprengel, diöcese, kirchlicher amtsbezirk, besonders eines bischofs oder erzbischofs, auch kirchensprengel; die erste form bei Frisch 2, 308a, Adelung, Campe: nationalcompagnien, nach kirchsprengeln gebildet. Dahlmann frz. rev. 181; in dem kirchensprengel von Mirepoix. Lessing 9, 226; aus meines königs flecken Dom Remi, der in dem kirchensprengel liegt von Toul. Schiller 458b.
kirchstand, 1) gleich kirchenstand, s. d. 2) anders schweiz.: im wirthshaus und bei den kirchständen, bei lichtstubeten und auf den gemeindplätzen redete er wie ein weiser aus dem morgenland. Pestalozzi Lienh. u. G. 1844 s. 72 (1, 175), das plaudernde zusammenstehn der bauern nach der kirche, auch der platz bei der kirche wo das geschieht, s. die anm. bei Pestalozzi und Stalder 2, 100, bei dem es kirchenstand heiszt.
kirchsteg, m. gleich kirchweg: der walt der ennont (jenseit) des kilchsteges lît. Mones zeitschr. 9, 478, v. j. 1291.
kirchstock, kirchstuhl, s. kirchenstock, -stuhl.
kirchstunde, f. stunde des gottesdienstes. Stieler 2228: ich lief aufs neue so viel meine fersen vermochten (um für einen spaziergang noch vor beginn der kirche das thor zu erreichen, das dann zugesperrt wird), aber bei der dritten strasze lähmte [Bd. 11, Sp. 827] der fürchterliche schall der kirch- und sperrstunde meine füsze. Böttiger lit. zust. 2, 63, aus einem aufenthalt in Hamburg.
kirchtag, m. 1) jahrestag einer kirche, kirchweih, in Baiern, Österreich geltend (nach ausweis der zeugnisse früher auch in und bei Nürnberg), schon in mhd. zeit dort kirchtac (vgl. wb. 3, 5b): da ist ir vil die strît ûf kirchtagen künnen heven. Neidhart 84, 31 (13, 5 B.), var. kirchtägen; ir hüete, ir röcke, ir gürtel die sint zinzerlîch, ir swert gelîche lanc, ir schuohe unz ûf daz knie ergânt gemâl: alsô truogen sis den sumer ûf den kirchtagen. 88, 35 (20, 7), kirichtagen? das wort hat, wie seine schwesterworte kirchweih, kirmes, durch seine bedeutung im gemeindeleben eine reiche entwickelung erhalten. a) das kirchliche fest (ein tirol. sprichw. is koa kapel so kloa', es is amal kirchtag drin Fromm. 6, 36) mit den begleitenden weltlichen lustbarkeiten. auf letztere fällt in der sprache das hauptgewicht, wie schon bei Neidhart vorhin: so lauft er oft auf die chirchtag, daʒ ist z werltlicher chürzweil und üppichait .. und frt sein weib mit im. gesta Rom. 76; sie (die Nürnberger) zohen auf ein kirichtag. Soltau 1, 176; da lacht ich mir der aderlasz, gieng im kirchtag weiter mein strasz. H. Sachs 1, 529c (1590 396d), vorher kirchweih; etlich (weiber) fressen und saufen offentlich, lassen sich fein fleiszig bei allen tafeln, hochzeiten, gastereien, kirchtägen und schlampodien finden. Albertinus narrenhatz (1617) 235. vom jetzigen bair. kirchtag oder 'kirter' nebst nachkirchtag (kirchtagbrot, kirchtagnudeln u. s. w.) s. Schm. 2, 328; östr. kirtá, dazu z. b. kirtahaus kirchweihhütte (festhütte) Fromm. 6, 115, auch in Presburg kiritag 6, 333; tir. kirchti, kirte. b) markt mit dem kirchtag verbunden, jahrmarkt: ein gemainer jarmarkt und kirchtag. Aventin chr.; do sicht man kromer auf dem land, die ziehen auf den kirchtag zhand. Thurneisser archid. 15. gerade wie kirchmesse und kirchweih heiszt kirchtag auch schlechtweg jahrmarkt, selbst wo er mit dem kirchweihfest nicht mehr zusammenfällt, s. Schmeller 2, 328, östr. Höfer 2, 135. auf dem bair. landtag von 1605 beschwerten sich die städte und märkte u. a. dasz man (auf dem dorfe?) schier aus jedem kirchtag einen jahrmarkt mache Schmeller 2, 328. c) jahrmarktsgeschenk, s. DWB kirchmesse 3: man geb im des kirchtags. Bocc. 2, 59b; da (auf der kirchweih) thetn die bawernknecht mit haufen den bawernmeidn des kirchtags kaufen. H. Sachs 1, 529c (1590 396c), der gen. wie bei geben, bringen gramm. 4, 648, ebenso bei kirchweih 3; seiner ehefrauen .. einen kirchtag .. mit sich nach haus zubringen. Abele unordn. 2, vorr. 8a. main dearndel is harb (bös) af mih, i hn iar nigs dn, i kaf iar an kiaridh, s' nimmt ma'n ned n. östr. volksl. Tschischka 234. d) wie bei kirchweih 4, so auch hier die blosze bed. festlichkeit überhaupt in strohkirchtag kindbettschmaus, s. Schm. 3, 676. e) aber einen in den kirchtag laden ist eine starke zumutung in höhnendem sinne, s. Schmeller 2, 329 und kirchweih zuletzt. die bair. weiber nennen ihre regel den kirter. 2) tag an dem kirche gehalten wird. Stieler 2247. Frisch 1, 516c. nd. karkdag Dähnert, nl. kerkdag.
kirchtagabend, m. abend, tag vor dem kirchtag (1): so ain mezger schlecht (schlachtet) an ainem kirchtagabent, so soll er den wirten geben von ainem schlag zwelf pfennig. weisth. 3, 636, bair. 16. jh. vgl. DWB kirchnacht, DWB kirchweihabend.
kirchtagbrei, m. brei als kirchtagspeise, kirmesbrei: sie (die Nürnberger) hetten den werden adel gut zu eim kirchtagbrei geladen. landsknechtlied bei Soden gesch. des weilers Affalterbach s. 67.
kirchtaggeld, n. 1) abgabe derer die den kirchtag beziehen, der wallfahrer und verkäufer, an den patron des orts für den kirchtagschutz, für aufrechthaltung des kirchtagsfriedens: (die Ansbacher) die das kierchtaggelt wolten nemen ein zu Affalterbach bei unser lieben frauen. landsknechtlied bei Soden a. a. o. 138; Wolf Haller war ir haubtman, er bracht das kirchtaggelt. Soltau 1, 177 (er bracht des kirchtags gelt Soden a. a. o. 147). 2) dem wirte des frauenhauses wird aufgegeben, er solle die frauen weder mit slafgelt, wochengelt, kirchtaggelt, newen jare oder andern nit besweren. Baader Nürnb. polizeiordn. 118, abgabe an ihn bei kirchtagen.
kirchtagordnung, f. kirchweihordnung, s. Frisch 1, 516c. [Bd. 11, Sp. 828] kirchtagrecht, n. recht auf den jahrmarkt bezüglich: das dorf zu Reisch mit halsgerichten, kirchtagrechten und allen wildbannen. Krenner bair. landtagshandl. 10, 365. 11, 109. | |